TuS Ferndorf 25/26

  • Etwas schade übrigens, dass die offizielle HBL-Spielstatistik zur Partie gegen Lübbecke nicht korrekt ist - dort hat Nico Schnabl ein Tor zugesprochen bekommen, obwohl er keine Sekunde auf der Platte stand.

  • Etwas schade übrigens, dass die offizielle HBL-Spielstatistik zur Partie gegen Lübbecke nicht korrekt ist - dort hat Nico Schnabl ein Tor zugesprochen bekommen, obwohl er keine Sekunde auf der Platte stand.

    Du hast Recht, Viana hat 7 Tore geschossen, aber nur 6 wurden offiziell anerkannt. Das ist schade, weil man am Ende der Saison eigentlich genaue Daten über die Teams und Spieler haben will.

  • Du hast Recht, Viana hat 7 Tore geschossen, aber nur 6 wurden offiziell anerkannt. Das ist schade, weil man am Ende der Saison eigentlich genaue Daten über die Teams und Spieler haben will.

    Ja, ist mir auch aufgefallen, sind auch Werte, die in die "HPI" einfließen, obwohl ich die persönlich nicht so wichtig finde, gabs früher auch nicht. Na ja, der Fehler ist natürlich bei den 2 SCOUTS zu suchen, die in jedem Spiel am Spielfeldrand an einem Tisch sitzen und am Laptop alles erfassen. Sie sind die Grundlage für den Liveticker und die HBL-Statistik. Das Kampfgericht liefert die offiziellen Basisdaten, die Scouts die Detailstatistik und beides wird nach dem Spiel zusammengeführt. Fehler sind selten, aber möglich, und können nachträglich berichtigt werden.

    :lol:  Fußball + Schnelligkeit + Intelligenz = HANDBALL :lol:

  • Ich würde mir mittlerweile fast wünschen, dass der Verein personell nochmal reagiert und einen weiteren RM-Spieler verpflichtet. Scheinbar zieht sich die ganze Schnabl-Geschichte ja doch deutlich länger als gedacht. Ich empfinde es mittlerweile als ein gewisses Risiko, darauf zu vertrauen, dass er "bald" vollumfänglich zur Verfügung steht.

    Fanger hatte einen gebrauchten Tag. Das kann immer vorkommen in seinem Alter. Und dann war Schnabl nicht mehr verfügbar in HZ2. Und dann? Welche Varianten haben wir in so einer Situation noch? So gut wie keine! So haben die Angriffe auch ausgesehen. Ist Jansen auf RM in der Lage, vorteilhafte Kleingruppe auf RL zu kreieren? Nein, muss er eigentlich auch nicht. Die Situation auf der Mitte ist gelinde gesagt prekär; dramatisch gesagt: gefährlich. Wir mussten mal wieder mit 2 Linkshändern im Rückraum spielen, hatten zeitweise alle unsere 3 Linkshänder im Kader gleichzeitig am Feld. Das ist verletzungtechnisch gesehen riskant. Coburg hat enorm stark die Expresspässe in den Anlauf der Halben auf 1-2 zugemacht. Dafür muss ein Spielmacher Lösungen finden. Weder Hideg noch Jansen haben das geschafft.

    Das heiß ersehnte Schnabl-Comeback war leider ein großer Satz mit X. Man hat förmlich greifen können, wie er sich zuviel vorgenommen und massiv überpaced hat. In etwas mehr als 10 Minuten Spielzeit 0/3 Torwürfe, zwei Zeitstrafen und ein verursachter 7m. Dazu ist er nach der Halbzeit erst gar nicht mehr mit auf die Bank gekommen - neuerliche Verletzung, beziehungsweise "es hat wohl wieder gezwickt"... Nach dem bisherigen Martyrium der sich immer weiter verlängernden Ausfallzeit - in der Lokalpresse sprach er selbst von "Horror-Monaten" - bin ich äußerst skeptisch was die Prognosen zu seiner vollständigen Rückkehr und Integration angeht. Der Anspruch qua seiner Rolle als Kevic-Nachfolger muss sein: a) physisch im Saft stehend und dem eigenen Körper vertrauend, b) die Bewegungsabläufe der Nebenmänner sind in den Instinkt übergegangen, c) selbstbewusst und breite Brust, d) in der Lage, das Spiel in Entscheidungspositionen für die Mitspieler zu lenken, e) sicher mit dem Ball und in den Laufwegen ohne, f) technisch und was das Timing angeht stark in der Deckung.

    All das fehlt uns bisher, und zwar komplett.

    Es sind 13/17 Spiele der Hinrunde absolviert. Wir stehen nach wie vor komplett ohne einen Ersatz für den wichtigsten Spieler der abgelaufenen Saison da. Den absoluten Lenker, Denker und Kopf der Mannschaft. So kann es nicht weitergehen. Hätte man vor der Saison gesagt "Wir geben Kevic ab und holen einfach niemand neues, das wird schon klappen" - das wäre Wahnsinn gewesen. Aber bisher verläuft die Saison so, als hätte man das ernsthaft gesagt. Die Personalie Schnabl war bis hierhin ein einziges Horrorszenario. Der Hoffnungsträger auf der Spielmacherposition: Schlichtweg "not available". Wie lange wird es dauern bis er 1) überhaupt wieder 100% gesund ist und 2) die oben genannten Punkte A-F Woche für Woche aufs Parkett bringen kann? Bis zum Beginn der Rückrunde auf jeden Fall. Wir brauchen ihn aber schon früher, wir brauchen ihn nächsten Freitag und wir haben ihn bisher in allen 13 Spielen gebraucht.

    Ich werde hier mal so deutlich wie lange nicht mehr: Ich wünsche mir, dass der Verein reagiert. Es braucht dringend Verstärkung auf der Mitte. Letztes Jahr konnte man Vignjevic aus dem Hut zaubern und ihm einen Vertrag bis zum Saisonende geben. Davor das Jahr das gleiche mit Simic. In der letzten Abstiegssaison war es Neuhold aus Dresden. Ich lege mich fest: Wir brauchen eine solche Aushilfe bis zum Saisonende auf der Mitte. Jemanden, der erfahren ist; der die Abwehr lesen und unseren Angriffen seinen Stempel aufdrücken kann. Es liegt nicht an Klatt, es liegt an der riesigen Baustelle in der Spielsteuerung. Der Druck wird größer werden und Fanger wird es nicht alleine richten können - das von ihm zu verlangen wäre auch unfair. Und ob Schnabl irgendwann fit wird und wann er dann vergleichbares Spielsteuerungs-Niveau wie Kevic erreicht... Das ist ein zu großes Gamble. Auch auf ihm wächst der mentale Druck, liefern zu müssen. Das kann eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang bringen.

  • Hallo allerseits,

    ich möchte den Inhalt des auf wirsiegen veröffentlichten Artikels „20 Paraden und alles „für die Katz” hinzufügen.
    Die Sichtweise des Autors ist hart, spiegelt jedoch leider eine Realität wider, die in mehreren Spielen beobachtet wurde:
    "Die Chancenverwertung offenbart wohl das Problem, 22 Fehlwürfe, dazu noch 14 technische Fehler sind zu viel, das ist Selbstbestrafung. Selbst ein überragender Torhüter kann das nicht wettmachen, Torwartstärke allein reicht nicht. Die Paraden von Adanir hielten das Team im Spiel, aber das Team hat sich das Spiel durch eigene Fehler genommen."


    Wenn man sich die Wurfquote aller Spieler ansieht, erreichen nur Gabriel und Josip etwa 80%. Die anderen Spieler schneiden nicht so gut ab. Dies ist ein Problem, da wir nicht sehr effektiv beim Torabschluss sind.

    In 13 Spielen belaufen sich die technischen Fehler der fünf am stärksten betroffenen Spieler auf 33 bis 13. Interessanterweise sind alle von ihnen Rückraumspieler.

    Janko war ebenfalls ein Spieler mit einer hohen technischen Fehlerquote, jedoch schien die Bilanz am Ende des Spiels positiv zu sein, und die Mannschaft hatte es geschafft, die 2 Punkte zu erringen.

    Die umfangreiche Liste der nicht verfügbaren Spieler trägt sicherlich erheblich zu unserer Position in der Tabelle bei. Ich beginne langsam, etwas besorgt zu werden.

  • Wenn man sich die Wurfquote aller Spieler ansieht, erreichen nur Gabriel und Josip etwa 80%. Die anderen Spieler schneiden nicht so gut ab. Dies ist ein Problem, da wir nicht sehr effektiv beim Torabschluss sind.

    In 13 Spielen belaufen sich die technischen Fehler der fünf am stärksten betroffenen Spieler auf 33 bis 13. Interessanterweise sind alle von ihnen Rückraumspieler.

    Hohe Fehlwurfquoten aus dem Rückraum deuten oft darauf hin, dass die Schusspositionen nicht sauber herausgespielt sind -> Mangel an klar geschaffenen Abschluss-Situationen -> Mangel an Spielsteuerung.

  • Hallo allerseits,

    es ist schwierig, eine Aussage zum letzten Spiel zu treffen. Nordhorn war und ist sehr gut aufgestellt und verfügt über einen vollständigen Kader. Wir haben, zusätzlich zu der langen Liste verletzter Spieler, auch noch auf Daniel und Gabriel verzichten müssen.
    Was konnten wir unter diesen Umständen erwarten? Die Spieler haben hart gekämpft. Die erste Halbzeit verlief nicht so gut, aber die zweite war von hohem Niveau.
    Meiner Meinung nach wäre es fast ein Wunder gewesen, mehr zu erreichen.
    VG

  • Mit etwas Abstand hier meine Nachbetrachtung zum Eulen-Spiel, in der nicht viel Neues enthalten ist: In HZ1 haben wir einige schnelle/ einfache Tore gemacht und die Eulen uns etliche leichte Fehler und Ballverluste geschenkt. In HZ2 war beides nicht mehr der Fall. Was uns da dann komplett und mit zunehmender Spieldauer immer mehr gefehlt hat, ist eine Person im Rückraum, die klar und beständig das Spiel lenkt. Klatt hat alle Einflussmöglichkeiten die er hat einzusetzen versucht: Über enorm hohe Pass- und Kreuzgeschwindigkeit, über Einläufer, auch über die Variante mit 4 Rückraum. Es hat alles nicht gefruchtet. Es sah hilflos aus, wie sich immer wieder im 1-1 festgerannt wurde. Es fehlt nach wie vor der klare Lenker und Denker. Klatt hatte mit seiner Aussage in der PK komplett Recht: "Es fehlen uns dann Routine, Kaltschnäuzigkeit und vielleicht auch Klasse". Klasse! Definitiv! Auf der Rückraummitte! Er charakterisiert im Grunde Kevic, für den es keinen Ersatz gibt. Soweit mein bisheriger Tenor dieser Saison. Mein aktueller Eindruck von Schnabl ist, dass er ein solider Rückraumspieler ist was den eigenen Zug zum Tor angeht, was die Kreiskooperation und was die Physis angeht. Aber dass er ein genialer Stratege und ein spielerisch-taktischer Leitwolf ist, hat man bisher nicht erahnen können. Daher sehe ich mich insbesondere durch die zweite Halbzeit in meinem Statement vom 30.11. bestätigt:

    Ich lege mich fest: Wir brauchen eine solche Aushilfe bis zum Saisonende auf der Mitte. Jemanden, der erfahren ist; der die Abwehr lesen und unseren Angriffen seinen Stempel aufdrücken kann. Es liegt nicht an Klatt, es liegt an der riesigen Baustelle in der Spielsteuerung.

    Ein anderes Thema, das mich nach wie vor sehr belastet ist das immer zerrütteter wirkende Verhältnis zwischen Hallenpublikum und Team/ insbesondere Trainer. Wir haben scheinbar auf vielen Sitzschalen keine Fans sitzen und schon gar keine Mitglieder der Familie Ferndorf. In einer Familie zerfleischt man sich in der Krise nicht, sondern steht zusammen. In einer Familie reagiert man nicht gekränkt auf absolut nachvollziehbare Aussagen des Trainers, nur weil er einen wunden Punkt getroffen hat. Nochmal, gebetsmühlenartig: Wir verlieren 5 Heimspiele mit einem Tor. In jedem davon sind wir auf Augenhöhe, werden in keinem abgeschossen. Wir sehen eine kämpfende und menschlich intakte Mannschaft. Es fehlt immer nicht viel. Die Frage sollte sein: Wie kann ich, als Fan, versuchen meinen Beitrag dazu zu leisten, dass das was fehlt kompensiert wird. Die Frage sollte nicht sein: Komme ich auf meine Kosten? Ein Team wird am Ende der Saison auf Platz 16 landen und wenn das der TuS Ferndorf ist, haben wir alles erreicht worum es vor der Saison ging. Dann haben wir alles erreicht, was unser Ziel sein kann. Der TuS Ferndorf muss dankbar sein um jede weitere Zweitligasaison, um jeden Sieg, um jeden Punkt und um jedes Tor. Wer andere Ansprüche hat und die zweite Liga nicht feiern kann soll zuhause bleiben. Abstiegskampf heißt viel verlieren. Abstiegskampf heißt, hinter der Mannschaft zu stehen INSBESONDERE wenn es scheiße läuft. Ansonsten ist man kein Fan sondern ein verbitterter Sack, der den Laden lieber brennen sehen will als dass sein Herz wirklich für den TuS brennt.

  • Ein anderes Thema, das mich nach wie vor sehr belastet ist das immer zerrütteter wirkende Verhältnis zwischen Hallenpublikum und Team/ insbesondere Trainer. Wir haben scheinbar auf vielen Sitzschalen keine Fans sitzen und schon gar keine Mitglieder der Familie Ferndorf. In einer Familie zerfleischt man sich in der Krise nicht, sondern steht zusammen. In einer Familie reagiert man nicht gekränkt auf absolut nachvollziehbare Aussagen des Trainers, nur weil er einen wunden Punkt getroffen hat. Nochmal, gebetsmühlenartig: Wir verlieren 5 Heimspiele mit einem Tor. In jedem davon sind wir auf Augenhöhe, werden in keinem abgeschossen. Wir sehen eine kämpfende und menschlich intakte Mannschaft. Es fehlt immer nicht viel. Die Frage sollte sein: Wie kann ich, als Fan, versuchen meinen Beitrag dazu zu leisten, dass das was fehlt kompensiert wird. Die Frage sollte nicht sein: Komme ich auf meine Kosten? Ein Team wird am Ende der Saison auf Platz 16 landen und wenn das der TuS Ferndorf ist, haben wir alles erreicht worum es vor der Saison ging. Dann haben wir alles erreicht, was unser Ziel sein kann. Der TuS Ferndorf muss dankbar sein um jede weitere Zweitligasaison, um jeden Sieg, um jeden Punkt und um jedes Tor. Wer andere Ansprüche hat und die zweite Liga nicht feiern kann soll zuhause bleiben. Abstiegskampf heißt viel verlieren. Abstiegskampf heißt, hinter der Mannschaft zu stehen INSBESONDERE wenn es scheiße läuft. Ansonsten ist man kein Fan sondern ein verbitterter Sack, der den Laden lieber brennen sehen will als dass sein Herz wirklich für den TuS brennt.

    Tja, ich wollte noch darauf eingehen. Aber eigentlich bleibt einem nichts anderes übrig, als Deinen Beitrag zu nehmen und diesen an jede Eingangstür der Stählerwiese zu hängen. Wirklich ALLES was Du in Deinem Beitrag ansprichst ist korrekt. Vor allen Dingen die Quintessenz: Wenn du nicht Teil des großen Ganzen sein möchtest, dreh um und schau dir das Spiel daheim auf DYN an (da ist der Weg zum Rechner kürzer, um direkt nach Spielschluss geistigen Müll abzusondern).


    Zurück zu Deinem Beitrag: Angefangen von Möchtegern-Handballkennern, die Spielern und Trainer versuchen wollen zu erklären wie Handball funktioniert (und dabei selbst KEINEN Plan von der Materie haben). Über die Dankbarkeit für jedes Jahr zweite Liga. Bis hin zu dem Punkt, dass sich viele nur noch unterhalten lassen wollen, statt selbst Teil der Stimmung zu sein. Alles vollkommen richtig wiedergegeben.


    Man kommt nicht weiter, wenn man sich gegenseitig ständig nur auf die Schulter klopft und sich erzählt, was für geile Typen man sei. Reibung und verschiedene Ansichten gehören dazu. Denn sonst gibt es Stillstand - und Stillstand bedeutet Rückschritt. Aber diese Kritik gehört, insbesondere bei einem Dorfverein wie dem TuS Ferndorf, intern angesprochen. Was glauben Leute zu erreichen, wenn sie in den sozialen Medien die große Keule auspacken? Setzt euch doch mit den Spielern, Trainern oder Offiziellen auseinander. Aber da fehlt dann der Arsch in der Hose. Daheim vor dem Rechner ist man schließlich davor gefeit, in den perönlichen Austausch gehen zu müssen - ganz, ganz traurige Entwicklung. Zumal Spieler, Trainer und Offizielle für solche Themen ein Ohr haben und nach Spielen durchaus "greifbar" sind.


    Da sind wir aber schon beim nächsten Punkt. Immer weniger Zuschauer kommen in die Halle, um Teil des Hexenkessels zu sein. Viel zu viele haben mehr Spaß daran, am nächsten Werktag den Arbeitskollegen zu erzählen dass man in der Stählerwiese war. Selber positive Stimmung erzeugen - Fehlanzeige! Früher war es mal so, dass auch auf der Haupttribüne supportet wurde. Wenn man dort inzwischen etwas lauter wird, drehen sich wahrhaftig Zuschauer um - unfassbar!!


    Lassen wir es gut sein. Denn wie du schon schriebst, wir sprechen hauptsächlich über verbitterte Menschen, die Spaß haben wenn es schlecht läuft. Was für ein armseliges Leben die wohl führen? Es ist schließlich so - wenn ich oft genug etwas Negatives schreibe, werde ich zwangsläufig irgendwann recht haben. Und dann kommen diese Möchtegern-Fans aus der Ecke gekrochen und erklären großkotzig, dass sie es ja schon immer gewusst haben.

  • Ich lege mich fest: Wir brauchen eine solche Aushilfe bis zum Saisonende auf der Mitte. Jemanden, der erfahren ist; der die Abwehr lesen und unseren Angriffen seinen Stempel aufdrücken kann. Es liegt nicht an Klatt, es liegt an der riesigen Baustelle in der Spielsteuerung.

    Different week, same story.

  • Ich klinke mich als regelmäßiger Zuschauer in der Halle auch mal ein.

    Soziale Medien nutze und verfolge ich nicht und gebe euch da Recht: Wenn da so genörgelt und geklugscheißert wird ist das völlig daneben. Auch in der Halle ist permanentes Motzen alles andere als zielführend.

    Ich sitze auf der Quast Tribüne und dort passt, unabhängig von der Brigade, meiner Meinung nach der Support und die Fans stehen hinter der Mannschaft.

    Inzwischen muss man aber auch sagen, dass die Mannschaft den Fans so langsam auch mal ein gutes Spiel und ein entsprechend positives Gefühl zurückgeben muss. Ich weiß, wir haben nicht das große Geld und permanent mit Verletzungen zu kämpfen. Trotzdem bleibt realistisch festzuhalten, dass unfassbar viele unnötige Fehler gemacht werden. Es wirkt teils so, als würde man sich selbst nicht belohnen wollen. Wir spielen alles andere als gut und es fehlt trotzdem wieder nur wenig.

    Irgendwann schwindet die Motivation bei den Fans und das war heute definitiv auch bei der aktiven Fanszene, also den ganz treuen, bemerkbar.

    Hoffen wir, dass die Mannschaft intern weiterhin intakt bleibt, sich die personelle Situation entspannt und es dann mit neuer Energie im neuen Jahr weiter geht. Und vielleicht geht ja sogar noch was in Essen. 😊

  • Ich zitiere mich nochmal aus einem Post des letztjährigen Saison-Threads selbst:

    Zitat

    Und warum hat dieser Ball funktioniert? Weil die raumschaffenden Bewegungen und das Zurechtlegen der Gegenspieler-Positionen aus den langen Kreuzbewegungen und mit den schnellen Verlagerungen immer wieder auf den Zentimeter genau, ja wirklich makellos dahingespielt waren. Das war und ist Kevics Handschrift. Er ist wie der Fußballer Thomas Müller eine Art "Raumdeuter" und kann das Spiel in den Raum lenken, „der sich gleich öffnen wird“. Unser zusammenhängendes Spiel im ersten Saisondrittel war in manchen Phasen dadurch beinah ästhetisch. Das meine ich ganz ernst. Es war eine Art choreographiertes Rückraum-Ballett, in dem den drei Spielern auf der höheren Linie nur die konditorische Aufgabe der finalen Dekoration zukam, sei es via Sperre oder Abschluss.

    Diese Fähigkeit geht uns heute komplett ab. Wir kriegen kaum Räume geöffnet, wir kriegen kaum vorteilhafte Kleingruppe in Position gebracht, wir kriegen auch so gut wie gar nicht mehr einen unserer besten Spieler in den Wurf, Josip Eres. Aktuell sind es vielleicht 4-5 gute Entscheidungssituationen, in die unsere Rückraumspieler in einem ganzen Spiel kommen. Fast alle restlichen Tore fallen durch körperlich hochanstrengendes Aufreiben; durch Geacker und Verbissenheit. Genau so sieht es auch aus: Wir spielen Handball mit dem Körper, nicht mit dem Kopf. Weil uns ein klarer Kopf fehlt. Daraus resultieren dann entsprechend auch die vielen Fehler, die Ungenauigkeiten und die schwache Abschlussquote. Fast alles was wir tun ist nur "mit der Brechstange", weil uns ein Regisseur fehlt. Dieser Modus nagt aber ungemein an der Konzentration und an der Klarheit. Die Masse an Fehlern, die du hier beschreibst (Im übrigen: Willkommen!)

    Trotzdem bleibt realistisch festzuhalten, dass unfassbar viele unnötige Fehler gemacht werden.

    liegen meiner Ansicht nach an diesem Faktor: Wir verlieren durch unser notwendigerweise extrem körperbetontes Spiel exponentiell mehr und schneller mentale Körner als die meisten Gegner. Was wir brauchen sind klare Abläufe: Auslösehandlung - Raumöffnung - Kleingruppe - Abschluss. Dass diese Abläufe trainiert werden, dass unsere Spieler eigentlich wissen was zu tun ist, sieht man klar. Der handballerische Ansatz ist im Prinzip gar nicht so unterschiedlich zum ersten Saisondrittel der letzten Spielzeit, als Kevic das rot-weiße Ballett auf die Platte brachte. Aber sie wissen nicht mehr was zu tun ist, wenn der Gegner es kaputt macht. Wer Zeit hat, kann ja mal die Szenen von gestern zusammenzählen, in denen wir nach verpufften Kreuzungen, Einläufern etc. wieder neu aufbauen mussten und dabei jedes Mal 4-5 Sekunden für die Reorganisation verlieren. Es fehlt nach wie vor jemand, der das Spiel lesen kann; der die Abwehr dauerhaft mit Lösungen konfrontiert; der genau erkennt welcher Abwehrspieler heute immer wieder eine falsche Hüftstellung hat oder 10cm zu weit innen steht, was es im 1v1 gegen die Hand auszubeuten gilt, wenn man dort durch Verlagerung ein isoliertes 1v1 schafft und es danach abräumt. So in etwa, ganz plakativ gesagt, müsste es aussehen. Aber dieser Regisseur - der fehlt uns.

    Immerhin ist die Mannschaft nach wie vor intakt, das sieht man a) an der brachialen Deckungsqualität und b) daran, dass wir eben nach wie vor versuchen, diesen extrem kraftraubenden Körper-Handball zu spielen. Das kann man nur, wenn man wirklich will.

  • Jede Woche bemerke ich, dass meine Nachbarn in der Sporthalle nervöser und weniger tolerant gegenüber unseren zahlreichen technischen Fehlern sind.
    Am Ende des gestrigen Spiels war ich schockiert, als ich sah, wie ein Mitglied der Ferndorfer Füchse wütend auf Ceven zuging, auf das Spielfeld zeigte, schrie usw. Zum Glück konnte ihn jemand von Ceven wegziehen.
    Das ist ein Zeichen dafür, dass viele Fans immer unzufriedener werden.

  • Grundsätzlich bin ich natürlich nicht so nah dran wie ihr in Ferndorf und ich will auch nicht bewerten, wie der eine oder andere Ferndorf-Fan sich benimmt. Unabhängig davon gibt natürlich im Fan-Dasein Grenzen, die man nicht überschreiten sollte und nur „Gutwetter-Fans“ braucht auch keiner.

    Davon unabhängig fällt mir hier auf, dass der Name Kevic hier immer wieder fällt, allerdings sollte man das Thema einmal abschließen. Der Spieler ist nicht mehr da und „That is that“.

    Ansonsten bin ich persönlich vom bisherigen Abschneiden vom TuS enttäuscht. Knapp verlorene Spiele sind auch verlorene Spiele. Die Mannschaft sehe ich in der derzeitigen Besetzung eigentlich im gesicherten Mittelfeld. Die Neuzugänge hätten 75 Prozent der anderen Vereine auch gerne genommen. Mit dem Kader 3 Punkte vor dem Abstieg ist aus meiner Sicht zu wenig nach 16 Spieltagen.

  • Dass Ferndorf bisher so schlecht performt war vor der Saison wohl nicht zu erwarten. Nicht wenige haben mit einer deutlich entspannteren Saison gerechnet. Ich rechne auch trotz der Schwarzmalerei, dass wir am Ende relativ sicher die Klasse halten. Das Potenzial ist da.

    Andy, du hast mit deiner Analyse zweifelsfrei recht. Trotzdem muss die Mannschaft irgendwann liefern und es gab auch mehr als eine Chance dazu. Diese wurden zuhause (Potsdam ausgenommen) nicht genutzt und dann entsteht irgendwann Unzufriedenheit. Dass das alles mit so dünnem Personal ein Kraftakt ist leuchtet total ein. Wir reden aber von professionellen Sportlern und die einfachsten Fehler muss man dann einfach irgendwann mal in den Griff bekommen. Ich verstehe in den Spielen zudem den ein oder anderen Wechsel von Klatt nicht.

    Hoffen wir einfach, dass es in Essen besser läuft und etwas Ruhe rein kommt. Die Presse macht schon Stimmung: https://www.wp.de/sport/lokalspo…scheideweg.html - "Hausgemachte Krise" finde ich etwas hart. Ich glaube die vielen Ausfälle hat man sich nicht ausgesucht.. :wall:

  • Spätestens nach der heutigen Niederlage in Essen ist die Stimmung im Ferndorfer Umfeld vollends "Anti Klatt" gekippt. Das finde ich falsch, undankbar und aus einer Position der überheblichen und überzogenen Erwartungshaltung heraus formuliert. Keine Ahnung, was aus dem demütigen und bodenständigen Ferndorfer Publikum geworden ist. Am Ende haben vielleicht doch weniger Menschen ernsthafte Fachkompetenz als gedacht und diejenigen, die es zweifelsfrei haben (die alteingessenen Handball-Familien) äußern sich natürlich nicht so oft, laut und theatralisch, wie es manch anderer tut. Ich halte jedenfalls nach wie vor dagegen und betone zum x-ten Mal, dass das Problem nicht im Trainer sondern darin liegt, dass der in der Kaderplanung vorgesehene Spielmacher Nummer 1 und Nachfolger des wichtigesten Spielers der letzten 2 Jahre die ersten 13 Saisonspiele verpasst hat, sodass keinerlei Chance bestand, Spielchemie aufzubauen und auf die Spielertypen zugeschnittene Abläufe zu etablieren und zu entwickeln. Das hat sich gepaart mit beständigem Verletzungspech auf weiteren Positionen und wird in den letzten paar Wochen dadurch verschärft, dass sich immer deutlicher herauskristallisiert, dass Schnabls Fuß der Schuh des Lenkers und Denkers nicht unbedingt passt - aber für ein finales Urteil hierzu ist es nach wie vor zu früh, dafür muss man die Wintervorbereitung abwarten. Das allein ist schon enorm unglücklich: Wir können im Prinzip nach 17 Spielen noch gar nicht sagen, wo die Mannschaft eigentlich steht bzw. stehen kann. Jetzt kommt noch gewaltiger mentaler Druck dazu, der machts nicht leichter. Es sind viele unglückliche Dinge zusammengefallen, aber es ist nach wie vor nichts verloren. Egal wie Krefeld spielt, gehen wir nicht auf einem Abstiegsplatz in die Winterpause.

    Mein Lösungsvorschlag ist ein Neuzugang auf der Rückraummitte bis zum Sommer, dann kann man neu planen. Dieser Neuzugang muss die in diesem Forum schon oft heruntergebeteten Attribute verkörpern. Holt man so jemanden nicht, wird es davon abhängen, ob Schnabl vor der Saison gut gescoutet wurde und seiner Rolle mit erheblich mehr Einarbeitungszeit gerecht werden kann. Aber das ist mir persönlich ein zu risikoreiches "Gamble", daher plädiere ich nach wie vor vehement für einen Neuzugang. Ob für den das Geld da ist - fraglich. Vielleicht kann ja ein Unternehmer aus der Region die Schatulle aufmachen.

    Ein Rauswurf von Klatt würde den Mistgabel-Mob zwar befrieden und sicherlich auch die ein oder andere unzufriedene Stimme rund ums Team, den Verein aber zum TuS Hollywood machen und in meinen Augen das hier in den letzten Monaten zu Genüge ausgeführte Kernproblem nicht adressieren.

    Pro Klatt, pro adäquater Kevic-Ersatz, pro "Die Reihen geschlossen halten und hinter dem Team stehen".