Der Niedergang der gelben Karte?

  • Ich habe heute den Handballspieltag in der Konferenz verfolgt und mir ist heute noch mal etwas extrem aufgefallen, was ich schon seit längerem beobachte:

    Die Schiedsrichter Gespanne geben so gut wie keine gelben Karten mehr?!

    Noch vor 2-3 Jahren war es absolut üblich dass Mannschaften noch in der ersten Halbzeit das 3er Kontingent ausgeschöpft haben - jetzt passiert das kaum noch.

    Weiß jemand woran das liegt - gab es hier eine Anweisung an die Schiris die Gelbe anders zu verwenden?

    P.S.: Im Amateurbereich, in dem ich ebenfalls viel unterwegs bin, ist die gelbe Karte dagegen noch sehr verbreitet.

  • Das früher bekannte "jedes Team hat das "Recht" auf 3 gelbe Karten" ist in der Tat passé. Die Empfehlung seitens des DHB bis herunter in die Landesverbände kenne ich nicht im Detail, jedoch geht es darum, dass eine gelbe Karte quasi nicht ernst genommen wird. Daher nur noch in der Anfangsphase bei leichten Vergehen "gelb". Auf keinen Fall eine schnelle Mitte unterbinden, um "gelb" zu geben.

  • Bei Torerfolg und Siebenmeter soll z.B. keine gK mehr gegeben werden, da sie dort nicht im Focus ist. Außerdem soll eh mehr mit Ermahnungen gearbeitet werden, nach denen dann aber eher keine gK mehr für das bereits ermahnte Vergehen folgt.

    Immer weiterkämpfen!

  • Laut DHB-Schiedsrichterportal aber nur EINE Ermahnung pro Mannschaft in der Anfangsphase (also nicht je eine für unterschiedliche Vergehen).

    Unter Strafen – Ermahnung/Hinweis: „Ermahnungen sind keine Strafe, geben aber den Spielern einen wichtigen Fingerzeig: Im Wiederholungsfall erfolgt der Einstieg in den (progressiven) Strafenkatalog.“
    Und weiter: „Gegenüber den Spielern einer Mannschaft soll das Hilfsmittel der Ermahnung in der Regel jeweils nur einmal angewendet werden!“
    Also: Ermahnung einmalig (pro Mannschaft) in der Anfangsphase vor Bestrafungen!


    Bei den Bänken ist natürlich (wie immer) zwischen Offiziellen und Spielern zu unterscheiden, die bei Ermahnungen/Verwarnungen usw. jeweils für sich zählen.