Unter dem Titel "Beste Sicht kostet" bringt die Thüringische Landeszeitung in der heutigen Printausgabe einen Kommentar dazu. Darin heißt es u. a.:
"Die Handball-Bundesliga der Frauen macht sich fein. Der Weg zur hübschen Aufmachung indes ist nicht unstrittig ... Die Teilnahme an eine moderne Spielstätte zu koppeln, bringt im vorangehenden Volleyball nicht nur Erfolg im Fernsehen mit sich. Kaum noch einer will aufsteigen."
Aufstiegsunwilligkeit kommt uns ja im Frauenhandball irgendwie bekannt vor. Wenn wir diese noch drastisch verstärken wollen, sind die festgelegten Mindestanforderungen für die Hallen genau der richtige Weg. Wir haben dann Hallen auf internationalem Niveau, aber vielleicht kaum noch Mannschaften, die darin spielen können - schon gar nicht auf internationalem Niveau. Was haben wir dann gekonnt? Natürlich geht es noch drastischer: In Erfurt wurde für rund 50 Mio. Euro ein tolles Stadion für die Fußballer gebaut, aber der Club stieg aus der 3. in die 4.Liga ab und steckt seit 2 Jahren in der Insolvenz. Soviel zum leistungssteigernden Effekt (sowohl für Spieler/innen als auch für Sponsoren) einer guten Location.
Fazit von TLZ-Kommentator Steffen Eß: "So ist es für die Handball-Bundesliga ein Balanceakt, steht die Verpackung über allem. Die Gefahr besteht darin, dass ihr höchstes Gut auf der Strecke bleibt: die Vereine."