Freiwurfausführung nicht innerhalb von 3 Sekunden

  • Wenn ich einen Wurf anpfeife, dann hat die ausführende Mannschaft drei Sekunden Zeit, den Wurf auszuführen. Also, wenn die Mannschaft die Wurfausführung nach Anpfiff, verzögert, dann geht es nach drei Sekunden in die andere Richtung.

    Aber, wie oben beschrieben, wenn die Ausführung des nicht anzupfeifenden FW mir zu lange dauert, muss ich die Mannschaft mit einem Pfiff zur Ausführung auffordern.

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Geht aber erst wenn sie korrekt stehen und ein Spieler den Ball in der Hand hat. Vorher kann ja nicht angepfiffen werden.

    Immer weiterkämpfen!

  • So oder so, meint ein »Umentscheiden« doch allenfalls die Korrektur einer Fehlentscheidung (typischerweise nach Rücksprache mit dem Gespannpartner). Es geht doch nicht darum, eine Entscheidung zu treffen und diese dann »umzudrehen«, weil die berechtigte Mannschaft nicht regelkonform agiert.

    Wenn ich die von Lernender geschilderte Situation am Anfang richtig verstanden habe, dann geht es _genau_ darum.

    Die Schiedsrichter haben eben nicht angepfiffen und sich dann nach für sie wohl angemessen zugestandener Zeit für die Ausführung, umentschieden. So sieht es zwar von außen betrachtet aus, ob das aber wirklich der Grund war, ist völlig unerheblich. Sie treffen hier eine unanfechtbare Tatsachenentscheidung, die sie nicht begründen. Das ganze ist zwar unbestritten ungewöhnlich, man würde "Anpfeifen" mit all seinen Facetten (Zeit anhalten, Korrektur , usw.) erwarten, aber regeltechnisch ist es vollkommen in Ordnung.

  • ... Das ganze ist zwar unbestritten ungewöhnlich, man würde "Anpfeifen" mit all seinen Facetten (Zeit anhalten, Korrektur , usw.) erwarten, aber regeltechnisch ist es vollkommen in Ordnung.

    Äh, nein! Regel 15:5

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Das ist reine Spekulation. Sie geben keinen Grund an, warum sie sich umentscheiden und das ist damit gegenüber jedem etwaigen Einspruchsvorhaben "wasserdicht", da Tatsachenentscheidung.

    Auch hier NEIN!

    Auf Freiwurf ist entschieden. Wenn alle korrekt stehen, dann kann er (im Normalfall) "ohne Pfiff" ausgeführt werden. Wenn es den SR'n dann zu lange dauert, dann greift 15:5 und sie müssen den Freiwurf zur Ausführung anpfeifen. Wenn es dann länger als drei Sekunden dauert, dann und erst dann, kann dagegen gepfiffen werden! Alles andere ist ein Regelverstoß!

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Ein Regelverstoß wird es erst durch Anpfiff, nicht vorher. Es gab hier aber keinen Anpfiff. Also ist formal auch nichts passiert.

    Woher schliesst Du, dass es den Schiedsrichtern "zu lange dauert"? Das steht nirgendwo im Text bei Lernender. Das ist eine Interpretation, ja. Sie ist auch ok, ich würde es auch annehmen, aber es ist nicht belegt.

  • nozdormu Pfeif das doch bitte mal so in einem Spiel, rate der benachteiligten Mannschaft zum Einspruch und erzähl uns dann, was raus kam.

    Entscheidung FW wird im Beispiel ja klar angezeigt. Dann kann bei Verzögerung nur TO gegeben werden und mit Anpfiff für die selbe Mannschaft weitergemacht werden. Schnelles Anzeigen des Vorwarnzeichens kann ja trotzdem kommen.

    "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

    "Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun." (Orson Welles)

    „Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist.“ (John Dewey)

  • Ein Regelverstoß wird es erst durch Anpfiff, nicht vorher. Es gab hier aber keinen Anpfiff. Also ist formal auch nichts passiert.

    Wie soll man das denn jetzt wieder verstehen (wirklich ernst gemeinte Frage)? Es wird ein Regelverstoß durch den Anpfiff? Also, wenn ich 15:5 anwende, dann wird es ein Regelverstoß?

    Für mich ist und bleibt es ein Regelverstoß, da 15:5 nicht angewandt wurde.

    Woher schliesst Du, dass es den Schiedsrichtern "zu lange dauert"? Das steht nirgendwo im Text bei Lernender. Das ist eine Interpretation, ja. Sie ist auch ok, ich würde es auch annehmen, aber es ist nicht belegt.

    Äh, da steht was von Nichtausführung nach fünf Sekunden, ergo Spielverzögerung (ja, Interpretation, aber einzig logische Ableitung der Situation).

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Wenn die SR in deinem Fall in ihrer Stellungnahme zu einem Einspruch angeben, dass sie erst nach reiflicher Überlegung (wohlgemerkt 5 Sekunden laut Ursprungspost) meinen, dass war doch eher ein Angreifervergehen oder vielleicht ein Schrittfehler, und dass sie deshalb ihre ursprüngliche Entscheidung korrigiert haben, dann wären sie für mich absolut unglaubwürdig und würden in meinen Augen nur versuchen, einen spielentscheidenden Regelverstoß zu kaschieren und ihre Haut zu retten.

    Wenn man sich noch im Spiegel anschauen können möchte, sollte man da schon eingestehen, dass die Spielverzögerung der Grund war und somit ein Regelverstoß vorlag.

    Hier geht's übrigens dann nicht um eine Tatsachenentscheidung (die gibt es im übrigen gar nicht), sondern um eine Tatsachenfeststellung, aufgrund derer man durchaus auch eine nicht regelkonforme (und somit anfechtbare) Entscheidung treffen kann.

    Just my 2cts

  • Wenn die SR in deinem Fall in ihrer Stellungnahme zu einem Einspruch angeben, dass sie erst nach reiflicher Überlegung (wohlgemerkt 5 Sekunden laut Ursprungspost) meinen, dass war doch eher ein Angreifervergehen oder vielleicht ein Schrittfehler, und dass sie deshalb ihre ursprüngliche Entscheidung korrigiert haben, dann wären sie für mich absolut unglaubwürdig und würden in meinen Augen nur versuchen, einen spielentscheidenden Regelverstoß zu kaschieren und ihre Haut zu retten.

    Wenn man sich noch im Spiegel anschauen können möchte, sollte man da schon eingestehen, dass die Spielverzögerung der Grund war und somit ein Regelverstoß vorlag.

    Hier geht's übrigens dann nicht um eine Tatsachenentscheidung (die gibt es im übrigen gar nicht), sondern um eine Tatsachenfeststellung, aufgrund derer man durchaus auch eine nicht regelkonforme (und somit anfechtbare) Entscheidung treffen kann.

    Just my 2cts

    Sehe ich ganz genauso, da gibt’s für mich keine zwei Meinungen.

    Warum ich mit meinen Beiträgen hier versucht habe, zumindest Denkanstöße in diese Richtung zu geben, hängt mit einer eigenen Erfahrung zusammen:
    Vor vielen Jahren hatten wir einen ganz ähnlich gelagerten Fall – damals allerdings nur mit einem Schiedsrichter, bei einem für die Meisterschaft entscheidenden Spiel im mittleren Amateurbereich. Am Ende stand bei uns die Frage im Raum, ob wir den formal korrekt eingelegten Einspruch tatsächlich aufrechterhalten sollen oder nicht. Nach gründlicher Überlegung haben wir ihn schließlich zurückgezogen, weil uns klar wurde, dass er keine Aussicht auf Erfolg hatte. An der Diskussion auf unserer Seite waren zwei im „richtigen Leben“ sehr angesehene Richter beteiligt, einer davon selbst erfahrener Schiedsrichter, der den Kollegen vom Spiel sogar persönlich kannte. Wir haben damals auch den Rechtswart des Verbands konsultiert – und dessen Einschätzung war eindeutig: Objektiv gesehen gab es keine realistische Chance, den Einspruch durchzubringen.

  • nozdormu Pfeif das doch bitte mal so in einem Spiel, rate der benachteiligten Mannschaft zum Einspruch und erzähl uns dann, was raus kam.

    Entscheidung FW wird im Beispiel ja klar angezeigt. Dann kann bei Verzögerung nur TO gegeben werden und mit Anpfiff für die selbe Mannschaft weitergemacht werden. Schnelles Anzeigen des Vorwarnzeichens kann ja trotzdem kommen.

    Bin ein alter Knochen, meine Zeiten als Schiedsrichter sind lange rum. ;)

    Ich bin in den letztem Jahren sehr häufig beim Frauenhandball unterwegs und da passiert es bis auf höchste Ebene schon ab und zu mal, dass sich Spielerinnen zum Freiwurf korrekt hinstellen und dann war die Entscheidung doch genau anders rum, aber alle sind der einen mit dem Ball in der Auffassung "gefolgt", dass sie richtig liegt.