Hallo!
Meine 16 jährige Tochter war vor kurzem bei einem Verein (Stützpunktverein in Ostsachsen) bei einem Handball-Sichtungstraining und wurde nun tatsächlich auch weiter zu einem Training eingeladen. Die Überraschung und Freude war groß [Blockierte Grafik: https://www.urbia.de/static/imgs/emo/twinkle.gif].
Es bestehen also scheinbar realistische Chancen, dort integriert zu werden. Ob es für eine Mannschaft reicht, ist noch offen, evtl. auch erstmal nur zum Fördertraining, was auch schon richtig cool ware.
Bisher ist sie in einem normalen Breitensportverein, hat 2 x die Woche Training und eben ab und zu Punktspiele.
Plan ist, dass sie in ihrem Verein, in der A Jugend weiterspielt, aber ein 2.Spielrecht in dem leistungsorientierten Verein wahrnimmt. In welchem Bereich der neue Verein seine A Jugend einsetzt, ist scheinbar noch offen, geplant ist wohl die Qualifikation zur Jugendbundesliga, evtl. aber auch normaler Ligabetrieb.
Im neuen Verein wird aktuell 4 x Training die Woche angeboten, davon einmal Athletik, was natürlich eine andere Hausnummer ist, zumal dann auch noch ein Fahrtweg von jeweils einer Stunde dazu kommt. Wie es dann ist, also wann sie wo zum Training gehen sollte, würde dann noch geklärt werden.
Ich denke auch, dass der Leistungsdruck dann entsprechend anders sein wird und auch Spiele außerhalb weitere Wege, da höhere Liga, erfordern. Das Wochenende wird also schnell verplant sein.
Allerdings ist sie auch sehr motiviert und möchte unbedingt in einer Mannschaft spielen, die zu ihrem etwas höheren Anspruch an das Spiel (schnell spielen, mehr miteinander) passt, weshalb sie das gern auf sich nehmen würde.
Natürlich kann man noch nicht abschätzen, wie es sich dann im Alltag zeigt.
Schulisch hat sie keine Probleme, kommt aber auch in die 11.Klasse, wo es ja so langsam Richtung Abitur geht.
Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Thema Leistungssport, es geht ja schon in diese Richtung.
Jugend - Handball als Leistungssport - Erfahrungen
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Hey Inessa,
danke für das Teilen Eurer Erfahrung und erst einmal Glückwunsch zum positiven Ausgang des Sichtungstraining (ich nehme einfach mal an in Rödertal).
Wenn deine Tochter Lust hat und die Bereitschaft zeigt ein solches "Abenteuer" einzugehen kann man das Ganze nur befürworten. Natürlich für Euch als Eltern mit Aufwand und Zeit verbunden, aber das lohnt sich. Es wird in der Phasen natürlich auch einige Downs geben aber definitiv mehr Ups.
Schule ist natürlich auch ein wichtiger Punkt, wenn du sagst dass sie dort keine Probleme hat wird sie das auch weiterhin verlässlich lösen können. Ich würde ihr die Chance auf jeden Fall ermöglichen in das Thema Leistungssport reinzuschnuppern. Und was gibt es schöneres als ein verplantes Wochenende mit den Dingen die man am liebsten macht (in dem Fall Handball und eine glückliche Tochter)
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Vielen Dank für Deine Antwort!
Ja, es handelt sich um Rödertal ;-).
Der erste Eindruck beim Sichtungstraining war richtig toll. Tochter war sehr angetan, wie das Training ablief. Es wurde viel und jeweils aufbauend erklärt. Schon da hat sie einiges mitnehmen können und freut sich schon auf das nächste Mal.Okay, das Neue, andere Mädels etc. macht ihr etwas Bedenken, aber sie sieht es als Herausforderung. Und der Wunsch, besser Handball spielen zu lernen und mit Mädchen zusammen, die ähnlich ticken, überwiegt.
Im Breitensport ist die Kluft ja doch etwas größer und daher passt das nicht immer zu ihren "Ansprüchen" (klingt jetzt irgendwie blöd, aber ihr ist es sehr wichtig, dass ein Spiel spielerisch, mit Tempo und nicht nur durch Kraft und "Durchgewurschtel" am Kreis gewonnen wird).
Ich denke ja auch, einfach mal versuchen. Alles kann, nichts muss - und so eine Chance bekommt man ja nicht einfach mal so.
Ich meine, sie macht ihr Ding ja ganz gut, hat eine super Spielübersicht, ist Linkshand und sehr schnell, aber dass sie tatsächlich "gesehen" wird, hat mich dann doch ziemlich überrascht. Eigentlich wollte sie ja zu diesem Sichtungstag nur mal schauen, was sie als Feedback bekommt - Tips, was sie besser machen kann, sehen, wie ein richtiges Training so abläuft.
Der Verein legt scheinbar auch viel Wert auf gute Zusammenarbeite mit dem Heimverein, bei dem sie ja weiter spielen möchte, und auch auf Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Schule.
Ich habe ihr auch gesagt, dass sie sich keinen Druck machen soll, einfach Spaß haben und so sein, wie sie ist - dann passt das schon.
Aktuell macht ihr das Training und das Spielen in ihrer Mannschaft leider nicht so viel Spaß. Wie gesagt, sie hat ihre Vorstellung vom Handballspielen - es soll schnell sein, ein Miteinander, mehr Übersicht - das fehlt ihr aktuell etwas. Kam letztens nach dem Spiel, was sie mit 20 Toren gewonnen hat total unzufrieden zu mir und meinte, es war einfach kein schönes Spiel. Versteht auch nicht jeder, aber ich kann es nachvollziehen.
Von daher hoffe ich, dass sie im anderen Verein dann das erleben kann, was ihr aktuell fehlt.
Und sie ist eigentlich auch realistisch, was die Zukunft betrifft, hängt nicht in den Wolken und geht jetzt nicht von einer steilen Profikarriere aus.
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Mit Rödertal würdet ihr auf jeden Fall nichts falsch machen. Mit Daniels als Trainerin auch eine wirkliche Fachfrau am Werk. Wie du sagst, einfach mal ausprobieren und schauen wo der Weg hin geht. Natürlich ist man am Anfang erstmal "die Neue" aber aus langjähriger Erfahrung im Handball kann ich sagen, dass sowas nie lange anhält und man sehr schnell und gut integriert wird. Eigentlich beantwortest du dir deine Fragen auch fast selbst in deinen Texten

"Der Verein legt scheinbar auch viel Wert auf gute Zusammenarbeite mit dem Heimverein, bei dem sie ja weiter spielen möchte, und auch auf Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Schule." -> perfekt!
"Aktuell macht ihr das Training und das Spielen in ihrer Mannschaft leider nicht so viel Spaß. Wie gesagt, sie hat ihre Vorstellung vom Handballspielen - es soll schnell sein, ein Miteinander, mehr Übersicht - das fehlt ihr aktuell etwas" -> Klare Vision und Vorstellung
Und abschließend : "Ich denke ja auch, einfach mal versuchen. Alles kann, nichts muss - und so eine Chance bekommt man ja nicht einfach mal so."
Unterschreibe ich alles zu 100%, machen, ausprobieren, lernen und neue Erfahrungen sammeln. Wer weiß, vielleicht wird es ja doch die steile Profikarriere
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Maike war beim Sichtungstraining unter Anderem auch mit dabei - wirkte von außen auf mich auch sehr sympathisch, wie auch alle anderen Trainer - nett, fokussiert, es hatte eben alles Hand und Fuß.
Ich finde es auch für ihre Persönlichkeitsentwicklung eine wertvolle Erfahrung. Mehr aus der Komfortzone heraus, neue Erfahrungen sammeln, mit neuen Leuten klarkommen müssen, Kritik einstecken lernen, aber eben auch vorwärts kommen und bestimmt viele schöne Handballmomente erleben. Das bringt sicher einiges im Leben!
Die Profikarriere stellen wir mal hinten an, Spaß haben und lernen steht erstmal im Vordergrund!
Ist schon alles ziemlich spannend. Hätte mir das jemand vor einem Monat gesagt, dass so etwas im Raum steht, ich hätte ihm einen Vogel gezeigt
