HBF Handballprofi ohne Mindestlohn

  • Annika Ingenpaß nimmt zu einem Spiegelbericht über die Entlohnung im professionellen Frauenhandball Stellung. Ich kann ihrem Kommentar nur zustimmen!

    Meiner Meinung nach ein Thema das schon lange angegangen werden müsste, die vielen Kommentare auch von anderen Spielerinnen zeigen das!

    Ich kann die Spielerinnen absolut verstehen das man es sich da schon dreimal überlegen muss, ob man einige Jahre das als Profi machen möchte. Nur ganz wenige an der Leistungsspitze verdienen dort ein ordentliches Geld, meistens nur im Ausland!

    Ich bin kein Mensch der ständig nach dem Staat schreit wenn es um Kohle geht. Aber bei der Finanzierung von Spitzensportler(Innen) auch außerhalb des Frauenhandballs hinken wir weit hinter anderen Ländern hinterher (Beispiel Frankreich).

    Leider wird, wie im Spiegelbericht geschrieben, wohl keine Spielerin ihren Verein auf die Bezahlung vom Mindestlohn verklagen, da dann wohl die Karriere gelaufen ist. Trotzdem sind Themen wie Lebensunterhalt und Altersvorsorge auch bei Profihandballerinnen kein unwichtiges Thema.

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  • Die Beiträge unter dem Post sagen alles: Einerseits bitter, wenn es Dein Job/Leben ist. Anderersseits ist es eben nur ein Hobby, wenn Du davon nicht leben kannst. Eben KEIN Job. Sondern ein überbezahltes Hobby. Ansonsten wäre es ja auch eine Frechheit, wenn man sich ständig hinter dem Datenschutzgesetz versteckt.

    Habe ich erwähnt, dass es Handballvereine gibt, die Ihren Schiedsrichtern weniger als das vorgegebene Minimum bezahlen? Wollen wir das gleich mit thematisieren? Und glaubt mir, dass Geld ist auch unter dem Mindestlohn, wenn man den realen Aufwand für Jugendspiele betrachtet.^^

  • Es ist ein schwieriges Thema… selbstverständlich würde ich ihnen gönnen, davon leben zu können - keine Frage. Ist das aber realistisch? Meine Vermutung ist, dass das aktuelle System leider nicht mehr hergibt. Damit meine ich es gibt den einen oder anderen top Verdiener und dann viele, die überlegen sich überlegen ob es das Risiko wert ist. Als Mannschaftssportler ist es zu dem nicht einfach sich zu vermarkten. Wir sollten keine Mindestlohn Debatte führen sondern drüber reden, wie das Geld im Handball sinnvoll verwendet wird und für faire Bedingungen sorgen. Dazu kann gehören, dass der Handball am Ende kein Profitum hinbekommt. Wäre vielleicht besser statt immer davon zu reden, dass man es nur besser machen müsste und dann wird es schon erreicht.

    So sehr ich den Sport mag - wir diskutieren in Zeiten wo in Krankenhäusern Mindestlohn gezahlt wird und viele es sich nicht leisten können zum Handball gucken zu gehen.

    Drehen wir die Frage um: Woher soll das Geld kommen und was bezahlst du selbst? Ich werde nicht über ticketpreise meckern und werde meine Dauerkarte auch bei dem aktuellen Niveau behalten - der Fußball wird kein Cent mehr von mir sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Fridulin (1. September 2026 um 19:25)

  • andere Frage, wie viele Handballerinnen in Deutschland können seriös ihren Lebensunterhalt ausschließlich mit Handball finanzieren (mal Schülerin / Studentin ausgenommen)

    und wie viele haben - zumindest pro forma - einen regulären 20h-Job (o.ä.) bei einem Sponsor nebenher

  • Ich bin kein Mensch der ständig nach dem Staat schreit wenn es um Kohle geht. Aber bei der Finanzierung von Spitzensportler(Innen) auch außerhalb des Frauenhandballs hinken wir weit hinter anderen Ländern hinterher (Beispiel Frankreich).

    Aus der aktuellen U20 sind inzw. 8 Spielerinnen bei der Bundeswehr. Darunter Kern, die nur 2.Liga spielt und zu den Ältesten gehört. Auch Buxte-Lilli war da aus diesem JG schon dabei.

    Aus dem Vorgänger-Jahrgang sind Kühne, Leuchter, Röpcke, Weiss etc. bei der Bundeswehr oder gewesen.

    Rumjammern können nur die, die nur im Kader wegen ihres Billiglohns sind. Sportlich haben die da eigentlich nichts zu suchen. Zwingt sie ja keiner eine Auffüllposition zu sein, die ein aufwendiges Hobby neben Studium oder Job hat. Auch Todesfelde oder Rosengarten benötigen Leute.

  • Die Beiträge unter dem Post sagen alles: Einerseits bitter, wenn es Dein Job/Leben ist. Anderersseits ist es eben nur ein Hobby, wenn Du davon nicht leben kannst. Eben KEIN Job. Sondern ein überbezahltes Hobby.

    Richtig, nur muss die Idee dann auch 2 Schritte weiterdenken und sich über die Folgen klar sein.

    Dann können halt nur noch die auf dem Niveau spielen die als Beruf "Papas Kind" haben und finanziell anderweitig versorgt sind und dann muss man halt damit leben das eine U20 Nationalmannschaft keinen WM-Titel holt sondern das schon ein Erfolg ist sich überhaupt dafür zu qualifizieren. Bei Niveau dann relativ wird.

  • Die Professionalisierung in der HBF ist doch da mit im Boot in der Lizenzierung.

    MinniJob wegen BG und der Rest ? Teilweise? Übungsleiterpauschale?

    Die Verantwortlichen sitzen doch bei den Vereinen, die die Ladies ohne Ende voll labern... Talent/Bundesliga usw.

    Oder es gibt Vereine, die gar keine duale Karrieren /Studium ! mehr zu lassen und gar keine Verträge mehr dann anbieten.

    Wechselbörse gibt das doch eindeutig her!!


    Der Fisch stinkt am Kopf.