Schritte sind ja immer wieder Thema hitziger Diskussionen. Schiedsrichter können die Schritte im Spiel nicht zählen und müssen zwingend (auch) nach (begründetem) Gefühl pfeifen. Die Einführung des Nullschritts aus dem eigenen Prellen hat es nicht viel leichter gemacht. Hinzu kommen Unklarheiten bzw. falsche Annahmen (zum Beispiel, dass man für einen Nullschritt zwingend auf beiden Füßen landen muss). Einigen Spielern wird nachgesagt, quasi ständig zu viele zu Schritte zu machen und sich damit einen unlauteren Vorteil zu verschaffen.
Kürzlich hat Kretzsche das Thema in seinem Podcast »Kretzsche & Schmiso« wieder aufgenommen. Hier eine Zusammenfassung: https://www.handball-world.news/artikel/kretzs…chaffen-1251065 Er kommt zu dem – polemischen – Ergebnis, dass wir Schritte abschaffen können.
Das ist so natürlich Quatsch. Auch wenn wir beispielsweise vier Schritte erlauben würden, würden sich die Spieler natürlich an fünf Schritte »herantasten«.
Aber mir stellt sich die Frage, ob man irgendetwas sinnvollerweise ändern könnte und sollte. Gibt es irgendwelche Ansätze, um dieses Problem besser in den Griff zu bekommen. Oder bleibt man einfach dabei, Schiedsrichter entsprechend zu schulen und zu sensibilisieren und die zwangsläufigen Fehlentscheidungen in dem Bereich einfach hinzunehmen?