Protest bei Leipzig - Schwartau

  • Nein, man kann diesen massiven Anstieg an Fehlern in den letzten zwei Jahren nicht damit wegreden, dass es alles nur Menschen.

    Es waren auch vorher schon Menschen. Und auch vorher schon wurden alle Spiele übertragen. Und so sehr hat sich das Spiel in den letzten zwei Jahren nicht verändert!

  • Du malst dir mal wieder deine Welt, wie sie dir gefällt.

    Als langjähriger regelfester Schiedsrichterkritiker weist du ganz genau, dass beide Situationen als Tatsachenentscheidung durchgehen können, genauso gut lässt sich in jeder der beiden ein Regelverstoß erkennen, wenn man es möchte.

    Das Foul wurde falsch geahndet? Kann man so sehen, muss man aber nicht. Voraussetzung für den Strafwurf ist eine "klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor". Das hast du selbst aus den Regeln zitiert. Wenn die Schiedsrichter keine klare und ungehinderte Gelegenheit erkannt haben, dann ist ihre Entscheidung auf Freiwurf völlig regelkonform. Du kannst ihnen nicht vorschreiben, was sie wahrgenommen haben. Du kannst maximal damit argumentieren, dass sie es hätten sehen sollen.

    Deine Argumentation zu Bombacs Schritt ist abenteuerlich. Hier muss man schon fragen, ob du einer temporären Blindheit unterliegst? Du hast doch das Video, oder? Schau dir genau an, was da passiert. Der Lübecker Spieler will den Ball aufnehmen, Bombac macht mehrere !!! Schritte nach vorn, über den Ball, sodass dieser dann hinter ihm liegt. Zieht der Gegner da nicht zurück, tritt Bombac auf dessen Hände. Die Aktion hatte einzig das Ziel, den Freiwurf zu verzögern. Und dafür gibt es in den letzten 30 Sekunden Rot + Strafwurf.
    Aber auch hier gilt: Nehmen die Schiedsrichter das nicht als Behinderung wahr, ist ihre Entscheidung auf Basis ihrer Einschätzung korrekt.

    Um es noch einmal klar zu sagen: Es ist kein Regelverstoß, nur weil man durch die Fernsehbilder die Situationen anders beurteilt. Entscheidend ist einzig und allein, wie die Schiedsrichter das wahrgenommen haben und welche Schlüsse sie aus ihrer Wahrnehmung gezogen haben.

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • Um es noch einmal klar zu sagen: Es ist kein Regelverstoß, nur weil man durch die Fernsehbilder die Situationen anders beurteilt. Entscheidend ist einzig und allein, wie die Schiedsrichter das wahrgenommen haben und welche Schlüsse sie aus ihrer Wahrnehmung gezogen haben.

    In dem Punkt sind wir uns einig!

    Kann man aber nur bewerten, wenn man die Wahrnehmung der Schiris kennt.

    Das wird im Verfahren passieren.

    Wenn (!) sie eine Wahrnehmung darlegen, auf die regeltechnisch der Freiwurf passt, wird der Protest nicht durchgehen.

    Ich bin sehr gespannt auf diese Wahrnehmung.

    Einmal editiert, zuletzt von Rheiner (18. September 2026 um 10:16)

  • Rheiner


    Also im Eingangspost hast du ausgeführt: „wenn ein Torwart seinen Torraum verlassen hat und ein Gegenspieler mit Ball- und Körperkontrolle eine klare und ungehinderte Gelegenheit zum Wurf des Balls ins leere Tor hat.“

    Wenn man das Standbild bei Sportbild sieht (was anderes habe ich nicht), erkennt man einen festgemachten Spieler, der sich in keinster Weise in irgendeiner Wurfbewegung befindet. Vermutlich erfolgten das Fangen des Balles und das Festmachen nahezu gleichzeitig. Die Gelegenheit zum Torwurf war somit nicht klar und ungehindert.

  • In dem Punkt sind wir uns einig!

    Kann man aber nur bewerten, wenn man die Wahrnehmung der Schiris kennt.

    Das wird im Verfahren passieren.

    Wenn (!) sie eine Wahrnehmung darlegen, auf die regeltechnisch der Freiwurf passt, wird der Protest nicht durchgehen.

    Es müsste doch ein "waren kurzzeitig verwirrt" reichen. Dann muss man sich im Namen des großen Ganzen halt ein wenig entblössen. Das der Einspruch nicht durchgehen darf dürfte klar sein. Zumindest wäre es im Namen des Sports sinnvoll so einen Mist zu unterbinden. Wieviel Einsprüche will man sonst im Jahr über alle Ligen hinweg haben?

  • Wenn (!) sie eine Wahrnehmung darlegen, auf die regeltechnisch der Freiwurf passt, wird der Protest nicht durchgehen.

    Diese Wahrnehmung müsste man sich aber mit viel Erfindungsgeist zusammen basteln.

    Wenn dieser Protest nicht durch geht, dann können wir die Satzungen auch ändern in "Alle SR-Entscheidungen sind Tatsachenentscheidungen, Einsprüche sind nicht zulässig."