Beleidigungen gegen Schiedsrichter

  • Euch ist doch wohl bewusst, dass der Heimatverein SEIN Heimatverein sein wird? Dem er helfen will und nicht an den Karren fahren.
    Ich zumindest kenne das so, dass man für E-Spiele des eigenen Vereins eingesetzt wird.

    Das kenne ich auch so. Aber ich kann und möchte mir einfach nicht vorstellen, dass die Eltern so mit dem »eigenen« Schiedsrichter umgehen. Dann müsste man auf dem kurzen Weg über Trainer und Vorstand richtig Alarm machen, damit sowas sofort aufhört. Jeder Verein weiß, wie schwierig es ist, junge Leute für das Schiedsrichteramt zu begeistern und die Spiele alle vollzubekommen. Das kann auch schnell teuer werden, wenn es an der Stelle zu Problemen kommt.

  • Ist auch bei uns der Fall, das Schiedsrichter selber für den eigenen Verein in der unteren Jugend pfeifen muss. Und da gab es auch bei meinem Verein mal Fälle, weshalb der Präsident dann ein Donnerwetter losgelassen hat.

  • Aber ich kann und möchte mir einfach nicht vorstellen, dass die Eltern so mit dem »eigenen« Schiedsrichter umgehen. Dann müsste man auf dem kurzen Weg über Trainer und Vorstand richtig Alarm machen, damit sowas sofort aufhört.

    Der Trainer kann aber genauso drauf sein. Wir hatten mal eine Mannschaft, da haben Eltern immer wieder von der Tribüne lautstark in Richtung des Trainers geschrien, dass er bestimmte Spielerinnen wieder auswechseln soll, da diese die Siege gefährdeten. Was das langfristig bedeutet, haben die Eltern entweder nicht kapiert oder es war ihnen schlichtweg egal. Es ging denen primär ums eigene Kind. Die hatten weder wirklich was mit der Mannschaft und erst gar nicht mit dem Rest vom Verein was am Hut. Ich hatte das dann auch mal angesprochen. Kinder kannst du nicht auf der Ersatzbank versauern lassen, aber fordern, dass sie zu jedem Training kommen. Der Trainer war da uneinsichtig. Tja, als sie alt genug waren, um andere Hobbys zu entwickeln, waren diese Kinder weg. Und kurz danach war die Mannschaft nicht mehr spielfähig.

    Das ist halt ein Dilemma: Solche Eltern brauchst du nicht, aber ohne die Eltern hälst du heute auch die Kinder nicht mehr. Zu meiner Zeit sind wir zu den Spielen mit zwei Autos gefahren. Trainer + ein Elterneteil. Heute hast du auf der Tribüne regelmäßig Familientage. Das ist schön fürs Bewirtungsgeschäft, aber hilft nicht unbedingt bei der Entwicklung einer Mannschaft.

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • Es kommt halt drauf an. Bei einer guten Gemeinschaft kann es sehr angenehm sein auswärts mit 10 Eltern oben zu sein. Wir haben letzte Saison bei einer schlimmen klatsche in buxte angefangen zu klatschen. Haben den Kampf unterstützt und jede gute Aktion bejubelt.

  • Ja, ich pfeife für meinen Heimatverein. Momentan ausschließlich.

    Dann sind die Beschimpfungen umso krasser. Wenn Du den Trainer gut kennen (und mit im können) solltest, würde ich diesen ansprechen, dass er ganz ganz dringend auf die Eltern einwirken muss. Das ist unerträglich und das muss sich auch niemand bieten lassen. Falls das nicht fruchten oder gar nicht gehen sollte, würde ich das unbedingt beim (Sparten-)Vorstand adressieren. So ein Verhalten darf nicht geduldet werden. Und erst recht, darf sowas nicht einreißen oder gar normal werden.

  • Es ist immer wieder traurig zu lesen und bestätigt zu bekommen, dass das größte Problem im Kinder- und Jugendhandball die Eltern sind.

    Immer wenn ich Aussagen mit "Kindergartenverhalten" höre denke ich mir, was eine Beleidigung der armen Kinder, wenn doch bloß die Erwachsenen mehr wie sie wären.


    Natürlich gilt das nicht für alle Eltern, die Mehrzahl ist engagiert, interessiert sich auch für andere Kinder und verhält sich anständig, die lautere Minderheit mach aber vieles kaputt.