Beiträge von Jugendtrainer

    Mannschaft A ist in Ballbesitz, der Betreuer von Mannschaft A mäkelt an einer Schiedsrichterentscheidung herum. Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel und verwarnt den Betreuer mündlich (keine Gelbe Karte!!!!). Wie gehts weiter?


    Freiwurf für A?


    Freiwurf für B?

    Mit dem Halbzeitpfiff wird für Mannschaft B ein Freiwurf gegen Mannschaft A gegeben. Mannschaft B führt mit einem Tor. Mannschaft A bildet eine Abwehrmauer (alle haben die Hände gehoben) der Schütze von Mannschaft B wirft den Ball direkt ins Gesicht eines Abwehrspielers, ohne abzuknicken oder ähnlicher Bemühungen der Abwehr auszuweichen!


    Wie ist zu entscheiden?

    Bei uns im Kreis wird die Abwehr wie folgt vorgeschrieben:
    E-Jugend Manndeckung gesamtes Feld bzw ab der Mittellinie
    D-Jugend und C-Jugend Zwei-Linien-Abwehr


    Seit der Saison 2004/2005 ist das für alle Vereine bindend. Es hat ein Wiederholungsspiel gegeben, weil eine Mannschaft sich die Unkenntnis des Schiedsrichters zu nutze machte und im Bereich C-Jugend eine komplett defensive Deckung stellte. Auf Intervention der benachteiligten Mannschaft hat die Spielleitende Stelle dieses Spiel wiederholen lassen.


    Grundsätzlich läßt sich sagen, daß wir ohne einen Fragebogen auskommen. Sanktionen wie Strafwürfe blieben aus, weil die Aufforderung zur Einhaltung der Zwei-Linien-Abwehr meist ausgreicht hat, allerdings auch stark von der Schulung des Schiedsrichters abhängig ist. Im Letzen Jahr war die zweifache Manndeckung verboten, so wurde dann vielfach eine Mannbezogene 4: (+2) Deckung gespielt, das stellte dann doch einige Schiedsrichter vor große Probleme, den Unterschied einer 4:2 und 4:0 +2 zu erkennen. Das war ganz sicher auch der Grund warum die 4:0+2 wieder zugelassen wurde.


    Ab der B-Jugend existiert keine Deckungsvorschrift mehr, und jeder Trainer der etwas auf sich hält läßt nun die 6:0 Deckung spielen.

    Grundsätzlich ist die Ausbildungsentschädigung eine gute Sache!


    Ein starker Verein ist meistens auch zahlungskräftig, es wird kein Talent zu einem kleinen Verein ohne Geld wechseln wollen, weil ja immer auch der sportliche Ehrgeiz die Hauptmotivation ist. Da werden dann auch schon mal alle Register gezogen; "... der versteht sich mit dem Trainer nicht ...!" oder "... die sportlichen Perspektiven sind besser ..." Also sollten sich die Vereine schon untereinander einigen.


    Ich bin allerdings gegen eine grundsätzliche Zahlung der Ausbildungsvergütung; man muß schon abwägen, zur Planung einer Karriere gehört durchaus auch ein Vereinswechsel zum richtigen Zeitpunkt. Gehört für mich zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Nachwuchs. Da würde ich dann auch schon mal auf die Entschädigung verzichten.


    Es gibt aber auch jene Vereine, die rigeros bei Nachbarvereinen wildern und sich dann ins Licht rücken mit toller Jugendarbeit, dabei aber vergessen zu erwähnen, daß die Früchte anderer abgeerntet werden, für diese Fälle würde ich sogar die Altersgrenze herabsentzen, auch zum Schutz der jungen Talente. Leider gibts immer wieder die Beispiele das Abgeworbene Spieler auf der harten Holzbank versauern, wenns darauf ankommt, die Meisterschaft angepeilt wird. Bei uns im Kreis gibts 13-Jährige die schon zweimal den Verein gewechselt haben ("... der versteht sich nicht mit dem Trainer..." frei übersetzt "Papa oder Mama verstehen den Trainer nicht!"

    Es ist nicht erlaubt:
    8:2 a) dem Gegenspieler den Ball aus den Händen zu ent reißen oder ihn herauszuschlagen;
    b) den Gegenspieler mit Armen, Händen oder Beinen zu sperren oder ihn wegzudrängen;
    c) den Gegenspieler (am Körper oder an der Spielkleidung) zu klammern, festzuhalten, zu stoßen, ihn anzurennen oder anzuspringen;
    d) den Gegenspieler mit oder ohne Ball regelwidrig zu stö ren, zu behindern oder zu gefährden.


    8:3



    Verstöße entsprechend Regel 8:2 können im Kampf um den Ball vorkommen; Vergehen, bei denen sich die Aktion überwiegend oder ausschließlich gegen den Gegenspieler und nicht gegen den Ball richtet , sind progressiv zu bestrafen. Das bedeutet, ergänzend zu einem Freiwurf oder 7-m-Wurf, persönliche Strafen, beginnend mit einer Verwarnung (16:1b), folgend mit einer Tendenz zu härteren Strafen wie Hinausstellung (16:3b) und Disqualifikation (16:6f) auszusprechen. Unsportliches Verhalten ist ebenfalls progressiv durch Verwarnungen und Hinausstellungen zu bestrafen (16:1c, 16:3c und16:6f). Wie im Kommentar zur Regel 16:3 erläutert, haben die Schiedsrichter das Recht bei besonderen Vergehen eine sofortige Hinausstellung auszusprechen, unabhängig davon ob der Spieler zuvor eine Verwarnung erhalten hatte.

    @TNT In unserem Kreis heißt Pflicht:


    C und D-Jugend spielen eine zwei-Linien-Abwehr, bei der mindestens zwei Spieler deutlich (einige sprechen von 4:2) vor der Nahwurfzone agieren, dabei darf von beiden keine Manndeckung (4:0+2) gespielt werden. Auch wenn die 5:1 eine Zwei-Linien-Variante darstellt, ist sie in unserem Kreis verboten.

    Sicherlich dürfte es sich rumgesprochen haben, daß in der C-Jugend eine Zwei-Linien-Abwehr Pflicht ist:


    Wie wird das aber in der Praxis von den Beteiligten (Schiedsrichtern, Trainern) umgesetzt? Hier ein kleines Beispiel zitiert aus einem Internetbericht:


    Männliche C-Jugend Kreisliga


    Letmather TV - TV Halingen 20 : 17 (11 : 10)
    Auch solche Spiele müssen erstmal gewonnen werden...


    ließ der Trainer am Ende des Spiels verlauten.
    Dabei fing alles ziemlich gut an:
    David Lobo Fragoso und Nico Heger brachten den LTV durch schöne Tore von links Außen und vom Kreis mit 3:1 in Führung. Die Halinger standen sehr offensiv und aggresiv in der Abwehr, so dass der LTV mehrmals den Ball an den Gegner verlor. Somit glich Halingen aus und ging sogar mit 3:5 in Führung, eher Tim Bartholomäus und Denny Thaler zum 6:6 ausgleichen konnte. In dieser Phase prodizierten die Halinger mehrere Fehlwürfe. Gleichzeitig trafen Tim Bartholomäus, Nico Heger, David Lobo Fragoso und Brian Blüggel zum 9:6. Halingen nahm eine Auszeit und stellte die Abwehr um. Nun holten die Halinger ihrerseits auf und trafen zum 11:10 Halbzeitstand.
    Nach der Pause das gleiche Bild. Der LTV lag weiterhin bis zum 15:14 in Führung. Dann die Ernüchterung, Halingen glich zum 15:15 aus. Nun nahm der LTV eine Auszeit. Der Trainer stellte die Deckung von 4:2 auf eine 5:1 Deckung um; dieses sollte sich bewähren. Die Halinger kamen nun auf den Außenpositionen nicht mehr durch und suchten ihr Glück in Fernschüssen, die aber von Torhüter Alexander Schellhoff gehalten oder von der Deckung abgewehrt wurden. Durch gut vorgetragene Wechsel wurden endlich die Lücken in der Halinger Abwehr ausgenutzt. Denny Thaler und Christian Wormstall nahmen sich ein Herz und trafen vom Rückraum links und rechts zum 17:15. Nun machten sich auch die Zuschauer durch Beifall bemerkbar. Da nur noch 4 Minuten zu spielen waren, setzen die Halinger alles auf eine Karte und gingen zur offenen Manndeckung über. Die nun offenen Räume nutzten Jannik Hollatz und Jan Borgmann kompromisslos aus und trafen zum 20:17 Endstand.
    Die Kampfbereitschaft des LTV egalisierte die sichtbaren Schwächen in Angriff und Abwehr in einem abwechslungsreichen Spiel.

    Die Relegation ist eine Einfachrunde!


    Mannschaft B war Gastgeber!


    Für mich ist es nur wichtig, zu wissen was ich in ähnlichen Situationen der Zukunft unternehmen muß. Die Sache ansich ist schon kurios genug! Klar mußte auch das Kampfgericht reagieren, die habens aber auch verschlafen! Zum Glück hatte es keine Auswirkungen auf Mannschaft B!

    In einem Relegationsspiel der männlichen C-Jugend ereignete sich folgendes:


    Nach dem Foul eines Spielers der Mannschaft A (Klammern bzw Halten von hinten beim Torwurf), gibt der Schiedsrichter folgerichtig Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Mannschaft A, das Spiel wird unterbrochen (Timeout). Ein weiterer Spieler der Mannschaft A beschimpft den Schiedsrichter, dieser Spieler erhält nun ebenfalls eine Zeitstrafe. Nun wird die Bank aktiv, einer der drei Betreuer beschimpft den Schiedsrichter, vorher hatte der gleiche Betreuer schon die Verwarnung erhalten. Folgerichtig erhält der Betreuer auch eine Zeitstrafe.
    Nachdem sich die Wogen geglättet haben, wird das Spiel mit einem Freiwurf für Mannschaft B und zwei Zeitstrafen für Mannschaft A fortgesetzt. Mannschaft B gewinnt mit 21:20. Habe eben korregiert!


    Für mich ein glatter Regelverstoß, denn der Schiedsrichter hat eindeutig auf Strafwurf entschieden und auch eindeutig drei Zeitstrafen verhängt (die dritte Zeitstrafe der Bank muß ja eigentlich ein Spieler absitzen!) Aber die Dinge wohl dann im Durcheinander vergessen.


    Welche Möglichkeiten habe ich als Verantwortlicher der Mannschaft B!

    Brauche eine genauere Erklärung zum Festspielthema Qali-Runde.


    Denn es gibt hier einige Besonderheiten: so kann ein Jugendspieler vor der Qualirunde ohne eine Sperre wechseln! Da die Runde recht kurz ist muß es wohl auch erlaubt sein bei Verletzungen reagieren zu dürfen.
    Der Hinweis Meisterschaftsspiele scheint mir hier das Stichwort zu sein. Die Qualirunde ist keine Meisterschaftsrunde!!!!!


    Wer kann verbindliches dazu sagen ...

    Wir haben vor Jahren folgendes Modell entwickelt:


    Mit einer berufsmäßigen Erzieherin und Handballerin haben wir einen Vollprofi für den Bereich Mini Handball engagiert. Dann haben wir schon im Kindergarten geworben mit Flugblättern (bekommt jedes Kind in die Butterbrotdose!). Unsere Kraft arbeitet dann im Bereich Laufschule, Koordination, Bewegungschule und Motorik mit den Kindern, Handball gibt in den ersten Jahren nur seinen Namen, erst später findet der Übergang zum eigentlichen Kinderhandball statt. In den Jahren hat sich unser Modell zu einer Instutition entwickelt, denn die Sportliche Arbeit (nicht handballspezifisch) mit den Kindern findet großen Anklang. Und wir können fühzeitig junge Mannschaften planen.


    Abgerundet wird unsere Werbung natürlich durch die Kinder von Handballern, die wiederum die Freunde mitbringen.

    Es ist und bleibt immer die gleiche Leier:
    Spieler werden vor der Qualifikationsrunde abgeworben, am besten noch bei der direkten Konkurrenz. Solche Argumente wie: ... die Weiterentwicklung wird behindert ..., werden dann immer gerne dazu benutzt die edle Motivation zu unterstreichen. Wehrt sich der abgebende Verein (Ausbildungsvergütung) ist dieser immer der Bösewicht. Wie kann man nur die armen Kinder dermaßen behindern. Tatsächlich ist die Motivation Ergebnisorientiert, die Spieler sind notwendig für Qualifikation oder Meisterschaft. Ganz im Sinne der DHB-Rahmenkonzeption, werden die Jugendlichen Handballer zum Spielball Erfolgssüchtiger Trainer/Verantwortlichen. Schade daß immer wieder Nachwuchshandballer und Eltern auf diese Masche hereinfallen.

    Also Ralf81 dein Fall ist schon sehr interessant.
    Genau den gleichen Fall habe ich im Vorfeld beim Kreis angefragt, dort wurde mit Verweis auf die SPO eine solche Erlaubnis nicht erteilt. Ich hätte auch mit der anderen Mannschaft ausser Konkurrenz gespielt. Eine Mannschaft ausser Konkurrenz mit einem Spieler der Höheren Altersklasse ist kein Thema. Also muß ich mir etwas einfallen lassen ...

    Jugendarbeit kostet Geld!
    Material, Fahrten, Trikots, Zeltlager, Events etc.
    Das drumherum gehört nunmal dazu und will finanziert sein. Ich weiß nicht wie sich die Sache in anderen Vereinen gestaltet, doch wir sind eine Abteilung eines Vereines, stehen in Konkurenz mit den Fußballern.


    @Zibee
    Wer finanziert die Events deiner Mannschaft? Würde gerne auch Anregungen bekommen.

    zwei Damenmannschaften und drei Herrenmannschaften


    13 Jugendmannschaften und zwei Minigruppen


    Vorstand:
    1. und 2. Vorsitzender
    1. und 2. Geschäftsführer
    1. und 2. Kassierer
    Frauenwart
    Männerwart
    Jugendkoordinator
    Jungenwart
    Mädchenwart
    Pressewart
    drei Jugendsprecher

    @ Zickenbändiger
    Die Kooperation ist eine gute Idee, wird auch von mir leidenschaftlich vertreten. Aber wie du schon sagst, die Vereinsmeier ...


    Das Thema mit der Satzung ist ein schwaches Argument, denn eine gute Ausbildung kostet nunmal Geld, dieses muß auch der abgebende oder der "kleine Verein" aufbringen. Ohne gute Ausbildung keine Talente. Es gibt Vereine die sportlich "Klein" sind, aber im Bereich der Jugendarbeit "Groß", weil sie das Geld in die Jugend stecken. Die Ausbildungsentschädigung gehört dann auch wieder in den Jugendbereich. Denn nur mit Mitgliedsbeiträgen läßt sich keine Jugendarbeit finanzieren.

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