Neuausrichtung Nationalmannschaft Männer

  • Oder


    3. Trainergeld so hoch wie Bürgergeld (steuerlos zusätzlich zum Gehalt!!) / Wohnungsunterstützung / günstige Baufinanzierung vom Staat / Bafög kreditlos etcetc


    Unterstützung für gesellschaftsstärkende Maßnahmen quasi.

    Wer wird als Trainer angesehen? Jeder der zwei Stunden in der Woche eine Jugendmannschaft trainiert oder welche Bedingung siehst du als ausreichend an? Braucht derjenige eine Trainerlizenz?

  • Beitrag von nuvolo ()

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  • Wer wird als Trainer angesehen? Jeder der zwei Stunden in der Woche eine Jugendmannschaft trainiert oder welche Bedingung siehst du als ausreichend an? Braucht derjenige eine Trainerlizenz?

    Man mag davon halten, was man will, aber Bürgergeld wird auch praktisch bedingungslos gezahlt...

  • Man mag davon halten, was man will, aber Bürgergeld wird auch praktisch bedingungslos gezahlt...

    Beantrag das mal und sei überrascht wie nackt du dich machen musst. Wenn das euer Vorschlag ist, mehr Ehrenamtler heranzuziehen, würdet ihr das damit killen, egal in welchem Zustand es wäre.


    Um das von meiner Seite aus auch gleich zu beenden: Der Vergleich ist absolut absurd. Es hat keinen Zusammenhang. Sozialhilfe gab es auch schon 1982, es hat nichts mit der Situation des Ehrenamtes zu tun und wenn es einen sicheren Weg gibt, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge untragbar zu machen, dann ist eine Herstellung eines solchen Zusammenhanges der perfekte Weg. Völlig realitätsfremd....

  • Beantrag das mal und sei überrascht wie nackt du dich machen musst. Wenn das euer Vorschlag ist, mehr Ehrenamtler heranzuziehen, würdet ihr das damit killen, egal in welchem Zustand es wäre.


    Um das von meiner Seite aus auch gleich zu beenden: Der Vergleich ist absolut absurd. Es hat keinen Zusammenhang. Sozialhilfe gab es auch schon 1982, es hat nichts mit der Situation des Ehrenamtes zu tun und wenn es einen sicheren Weg gibt, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge untragbar zu machen, dann ist eine Herstellung eines solchen Zusammenhanges der perfekte Weg. Völlig realitätsfremd....

    Ich habe Nuvolo so verstanden, dass er nicht Bürgergeld für Trainer fordert, sondern eine dem Bürgergeld ähnliche Anerkennungszahlung des Staates für Trainer in Sportvereinen. Und den Gedanken kann ich verstehen. Und soll niemand sagen, das sei vollkommen abwegig. Für mich ist die Mütterrente der bessere Vergleich. Die war auch hoch umstritten, obwohl Mütter unbestreitbar viel für die Gesellschaft geleistet haben. Ich finde, dass Leistungen von Trainern durchaus vergleichbar sind: viele machen das über Jahrzehnte, manche verzichten sogar auf Karriereschritte und damit auf Lebenseinkommen.

    Dann braucht es nur eine Partei, die sich das zum richtigen Zeitpunkt auf die Fahnen schreibt und durchboxt. Dann klappt das , auch wenn es vorher viele für abwegig gehalten haben.

    Der Unterschied ist nur: Mütter gibt es sehr viele und damit viele potentielle Wähler, während Trainer eine Randgruppe darstellen. Die Chance ist vielleicht, dass es derzeit in der politischen Diskussion viel Wohlwollen für marginalisierte Gruppen gibt. Also, warum schon die Diskussion als abwegig erklären? Mit so viel Understatement ist kein Blumentopf zu gewinnen.

  • Danke nicnamejue!!


    Es wird aber lieber das sprachliche Haar in der Suppe gesucht.


    Die Anerkennung beispielsweise durch elternunabhängiges und hypothekenfreies Bafög könnte ja viele junge Studierende unterstützen, die dann ihren Spirit an Kids weitergeben könnten. Geerdetes Miteinander!! Mehr Integration geht nicht. Der sportliche Erfolg wäre nur ein angenehmer Nebeneffekt.

  • Ich als Vereinsmeyer muss aber auch dazu sagen, dass viele Vereine mehr jammern als tun. Man muss eben irgendwo anfangen. Wenn man nicht im Kinderhandball Kinder ranholt, hat man 15 Jahre später auch keine ehrenamtlichen. Damit steht und fällt alles. Heutzutage kommen die Kinder nicht von selbst, man muss stattdessen zu den Kindern hingehen und Qualität liefern. Und dann fängt die Mundpropaganda an zu laufen.

    Punkt 2: warum investieren enorm viele Vereine im Bereich Oberliga oder Regionalliga ihre Gelder in teure satte Möchtegern Profis und nicht in Trainer? Jeder Spieler der 500 im Monat bekommt ist ein guter Trainer den man nicht zahlen kann. Jeder Verein selbst verantwortlich!

    Punkt 3: der leichteste Multiplikator sind FSJler. Kosten kaum was, haben den ganzen Tag Zeit und wenn man Glück mit der Person hat sprechen sie die Sprache der Kinder mit Charisma. Traut euch da ran.

    Machen, nicht jammern!

  • Ich als Vereinsmeyer muss aber auch dazu sagen, dass viele Vereine mehr jammern als tun. Man muss eben irgendwo anfangen. Wenn man nicht im Kinderhandball Kinder ranholt, hat man 15 Jahre später auch keine ehrenamtlichen. Damit steht und fällt alles. Heutzutage kommen die Kinder nicht von selbst, man muss stattdessen zu den Kindern hingehen und Qualität liefern. Und dann fängt die Mundpropaganda an zu laufen.

    Punkt 2: warum investieren enorm viele Vereine im Bereich Oberliga oder Regionalliga ihre Gelder in teure satte Möchtegern Profis und nicht in Trainer? Jeder Spieler der 500 im Monat bekommt ist ein guter Trainer den man nicht zahlen kann. Jeder Verein selbst verantwortlich!

    Punkt 3: der leichteste Multiplikator sind FSJler. Kosten kaum was, haben den ganzen Tag Zeit und wenn man Glück mit der Person hat sprechen sie die Sprache der Kinder mit Charisma. Traut euch da ran.

    Machen, nicht jammern!

    Das Finanzielle ist in Vereinen gesetzlich klar und sinnvoll geregelt. Eine Zweckentfremdung der Beiträge für Spielergehälter würde ich niemandem empfehlen!!


    Die Spielergehälter im Seniorenbereich kommen größtenteils aus Zuschauereinnahmen und Sponsorengeldern.


    Ich habe mit einem Freund einen Verein gegründet nur für Jugendliche mit den Sparten Badminton, Handball, Judo und Segeln. Wir haben für alle nur den Minimalbeitrag nach DSB-Vorgaben genommen. In jeder Sparte wurden für die Trainer entsprechend der Qualifikation der Trainer und Trainerinnen Sonderbeiträge veranschlagt. Eine A-lizensierte Bundesliga-Badmintonspielerin kostete die 50 Jugendlichen damals 36 Euro Grundbeitrag zuzüglich 60 Euro Sonderbeitrag. Im Prinzip sensationell, wenn man überlegt, was alleine ein Court in einem Studio kostet.


    Ich selber habe für den DEF-Bereich mit einigen Eltern nichts genommen.


    Mein Kumpel aus SH stammend berechnete fürs Segeln inklusive Segelschein sagenhafte 60 Euro!


    Aber find doch heutzutage mal Bekloppte, die sowas machen!


    Hier wimmelte es jahrzehntelang von dutzenden Traditionsvereinen in der 3. - 5. Liga mit durchgehend höherklassig spielenden Jugendmannschaften in allen Altersstufen. Mittlerweile haben die kaum noch Mannschaften.


    Ich kann deinen Optimismus nicht teilen, wenngleich ich dein Engagement schätze.


    Leute in deinem Alter stehen heutzutage vor immensen Zukunftsherausforderungen (Klima, Rente, Krieg, Asyl, Wohnraum,...)


    Für mich ist vollkommen klar:


    Ohne eine tatsächliche Entlohnung geht da kaum mehr was.


    Unterstützungsmodelle um verringerte Lebenschancen zu kompensieren, sind da dringend erforderlich.


    Vielleicht müssen die Vereine tatsächlich über Sonderbeiträge für qualifizierte Trainer im Jugendbereich nachdenken. Vielleicht kann der Opa (beispielsweise ich selbst) den Sonderbeitrag fürs Enkelkind übernehmen.


    Für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen oder Migrationshintergrund können solche Gelder meines Wissens sogar jetzt schon veranschlagt werden. Hier gab es in unserem Verein immer genug Solidarität aus der Kuchenkasse!!

    Einmal editiert, zuletzt von nuvolo ()

  • Punkt 2: warum investieren enorm viele Vereine im Bereich Oberliga oder Regionalliga ihre Gelder in teure satte Möchtegern Profis und nicht in Trainer? Jeder Spieler der 500 im Monat bekommt ist ein guter Trainer den man nicht zahlen kann.

    Da hast du absolut recht und diesen Punkt habe ich auch schon mehrfach kritisiert. Am Ende sind es natürlich mehrere Stellschrauben, an denen man drehen muss.

  • Ohne jetzt einen Roman zu schreiben:


    Ich würde das alles nicht nur am Geld festmachen. Ich kenne einige, die als Trainer aufgehört haben oder das Ehrenamt niedergelegt haben, aufgrund der mangelnden Wertschätzung, die man heutzutage oftmals erfährt.

    Ich wage sogar zu behaupten, dass es nicht primär am Geld liegt, dass das Ehrenamt immer weniger wird.


    Man kann es mit der Schule vergleichen, ohne natürlich völlig zu verallgemeinern.

    Die heutige Jugend wird immer schlimmer und die Eltern auch ( ohne das jetzt auszuführen ). Und als Trainer im Jugendhandball hast du es nicht nur mit Handball zu tun, sondern bist oftmals gefühlt Ersatzpapa, Psychologe o.ä. und musst dich dann noch mit Eltern rumärgern, die ihre Kinder z.b. 60 Minuten spielen sehen möchten etc etc etc. Und du machst das ganze unentgeltlich, opferst sehr viel von deiner Freizeit und es wird oftmals gar nicht wergeschätzt und einige Elterb ziehen deine komplette Arbeit in den Dreck und man bekommt evtl noch einen vom Vorstand oben drauf.


    Da haben einfach viele keinen Bock mehr drauf. Ich kann ja nur für mein Umfeld etc sprechen, aber so schlimm war das alles früher nicht.

  • Da kann ich nur eins zu sagen: beeindruckend! :respekt:

  • D'accord bezüglich der Elternpflege!


    Aber genau deshalb wäre ein offizielles, finanzielles und vielleicht stärker schul- statt vereinsgestütztes System günstiger oder?!


    Du hast übrigens den wichtigsten Nachteil vergessen:


    Die Verteilungskämpfe und Egoismen in Vereinen selbst sind unsäglich!


    Das alles spricht für klar definierte neutralere Bedingungen. Ein beispielsweise Bafög-finanzierter Übungsleiter ist besser verankert und gegebenenfalls vereinsunabhängiger installiert ...


    Der Gedanke, dass man diesen Trainer verlieren könnte, könnte heilsame Wirkung auf Eltern und Neidhammel haben!!

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