HBF Handballprofi ohne Mindestlohn

  • Wettbewerbsverzerrung wäre es, wenn nur bestimmte Vereine Zugriff auf die Sportsoldatinnen hätten oder noch extremer, diese einem Verein fix zugewiesen würden.

    So aber hat es zwar natürlich einen Einfluß, der aber mit dem Begriff Wettbewerbsverzerrung falsch gefasst wird.

  • Bei den meisten Spielerinnen wird die Bundeswehrförderung nach einem Jahr auslaufen.
    In Blomberg waren Franz und Agwunedu bspw. jeweils 1 Jahr in der Sportkompanie.
    Kühne und Hauf sind wohl Soldaten auf Zeit (SaZ) und länger abgesichert.
    Ist doch gut, dass die Bundeswehr Sportarten wie Frauenhandball oder Beachvolleyball unterstützt.
    Beim Männerhandball waren früher einige Spieler bei der Bundeswehr, Pascal Hens hat auch mal bei der Militär WM mitgespielt. Heute ist man bei den Männern als Handballprofi anscheinend finanziell besser abgesichert.

    Die KI gibt zum Fördersystem für Handballer bei der Bundeswehr diese Infos aus:
    Zielgruppe: Die Plätze sind primär für Kaderathleten (Nachwuchs- und Perspektivkader) des Deutschen Handballbundes (DHB) vorgesehen.

    • Standort: Die handballspezifische Betreuung findet in enger Abstimmung mit dem DHB in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf statt.
    • Ablauf & Dienstzeit: Zu Beginn absolvieren die Spieler eine verkürzte, vierwöchige militärische Grundausbildung (meist am Standort Hannover). Danach werden sie für elf Monate im Rahmen des Freiwilligen Wehrdienstes für das tägliche Training und den Spielbetrieb in ihren Vereinen freigestellt.
    • Zukunftsperspektive: Bei entsprechenden sportlichen Leistungen kann die Dienstzeit verlängert oder eine Übernahme in die Laufbahn der Soldaten auf Zeit (SaZ) angestrebt werden, um eine langfristige Absicherung zu gewährleisten.
  • Zukunftsperspektive: Bei entsprechenden sportlichen Leistungen kann die Dienstzeit verlängert oder eine Übernahme in die Laufbahn der Soldaten auf Zeit (SaZ) angestrebt werden, um eine langfristige Absicherung zu gewährleisten.

    Die Laufbahn findet sich auch ohne KI auf der BW-Homepage.

    Scheinbar wird erst nach zwei Jahren bei der Übernahme zum Soldaten auf Zeit genauer hingeschaut. Ich vermute mal, dass es dann praktisch ist, wenn man regelmäßig zu den Lehrgängen eingeladen wird und auch ein paar LS-Minuten gegen Gurkengegner wie Belgien stehen hat. Daher gehe ich davon aus, dass die Nominierungen auch dadurch motiviert sind.

    Es ist eine Wettbewerbsverzerrung, wenn man 2-3 Vollprofis auf Staatskosten hat. Und nächstes Jahr sind es eben dann schnell ein paar mehr.

  • Horst: Das mit der BW liegt dir aber schwer im Magen hab ich den Eindruck.
    Sieh es mal so : die einen werden von Sponsor X bezahlt die anderen von Sponsor BW . Es fehlt halt die Werbung auf dem Trikot. Das könnte man ändern.
    Was ich mich frage ist was bei einem Wechsel ins Ausland für ein Status gilt. Denn als BW Angestellte müssen sie sich ab und zu bei der Einheit melden oder besser sehen lassen.

  • Gibt es Beispiele für aktive Sportsoldaten im Ausland? Bin mir nicht sicher, ob das geht.

    Genau das ist ja meine Frage.
    Einige machen hier ein Fass auf von wegen Sportsoldat/in aber die ganzen regularien scheint wohl keiner sattelfest zu kennen.
    Wer zahlt was? Wer darf wohin? Was hat Priorität die BW oder zb die Nationalmannschaft? (Grundausbildung ausgenommen !!) Gibt bestimmt noch mehr Kriterien außer der beschrieenen Wettbewerbsverzerrung .

  • Ich finde das Wort Wettbewerbsverzerrung in einer Liga, wo jeder Verein auf der Suche nach einem tragfähigen Modell und sehr unterschiedliche Vorraussetzungen hat etwas übertrieben. Jetzt haben einige eine weitere Möglichkeit gefunden. Soweit mir bekannt gibt es keinen Grund warum das nicht jedes Team macht. Für eine Grundsatz Debatte zu Sportsoldaten und der Bundeswehr als Sponsor bin ich immer zu haben. Denke aber es ist ein legitimer Ansatz und hilft dem Handball mehr als es schadet.

    Einmal editiert, zuletzt von Fridulin (27. September 2026 um 08:31)

  • Natürlich haben diese Spielerinnen und damit auch der Verein einen Vorteil. Das steht ja völlig außer Frage, aber dieser ist ja nicht illegal zustande gekommen. Für mich wäre es dann eine Wettbewerbsverzerrung, wenn man sagen würde Spielerinen von Verein X dürfen sich auf den Posten bewerben, aber aus Verein Z nicht!

    Nein, auf einen Posten in der Sportförderung kann man sich nicht wirklich bewerben. Der DOSB handelt mit der Bundesregierung, und vermutlich auch den Ländern die entsprechende Stellen haben, die Anzahl an Plätzen aus, die werden dann auf die einzelnen Sportverbände verteilt und der guckt dann wer für so eine Förderung in Frage kommt. Das werden aber tendenziell nur Nationalspielerinnen sein, weil die Idee der Förderung ist ja Titel bei internationalen Wettkämpfen zu sammeln.

  • Nein, auf einen Posten in der Sportförderung kann man sich nicht wirklich bewerben. Der DOSB handelt mit der Bundesregierung, und vermutlich auch den Ländern die entsprechende Stellen haben, die Anzahl an Plätzen aus, die werden dann auf die einzelnen Sportverbände verteilt und der guckt dann wer für so eine Förderung in Frage kommt. Das werden aber tendenziell nur Nationalspielerinnen sein, weil die Idee der Förderung ist ja Titel bei internationalen Wettkämpfen zu sammeln.

    Das mag heute anders sein, weil wir keine Wehrpflicht mehr haben, aber ich kannte in meiner Jugend diverse Bekannte, die ich Sportfördereinheiten der BW waren. Das waren fast immer Z4er, die aber Lichtjahre vom Olympianiveau entfernt waren. Es waren allerdings auch fast alles Einzelsportler (Judo, Ringen, LA, Sportschützen), die durch diesen Umstand vielleicht hin und wieder zur Teilnahme an einer dt. Meisterschaft gekommen sind!


    Ich würde es aber nach wie vor nicht Wettbewerbsverzerrung nennen, sondern eben Glück für den jeweiligen Sportler!


    Es gib ja auch genügend Sportarten, die man ohne finanziellen Backround kaum ausüben kann und da sind es dann ja oft die familiären Verhältnisse, die da entscheidend sind!