Einige werden die Kontroverse um das passive Spiel am Ende des Bundesligamatches der HSG Wetzlar gegen den ThSV Eisenach mitbekommen haben. Es handelte sich um eine spielentscheidende Entscheidung. Wetzlar hatte auch zunächst Einspruch angekündigt, diesen dann aber doch nicht weiterverfolgt.
Der Ablauf: Kurz vor Schluss der Partie steht es 31:31. Wetzlar befindet sich im Angriff. Der Ball wird einige Male gepasst. Der Schiedsrichter gibt das Vorwarnzeichen für das passive Spiel als der Ball sich gerade in der Luft befindet; ein Pass wurde also gespielt, aber noch nicht gefangen. Nach dem Fangen des Balls folgen vier weitere Abspiele und die Schiedsrichter entscheiden nach dem letzten Fangen (frei durchbrechender Spieler) auf passives Spiel, also Ball für Eisenach.
Jetzt die Frage in die Runde: Ist das so richtig? Zählt ein Pass bereits, wenn der Ball bei Anzeige des Vorwarnzeichens die Hand verlassen hat, aber noch nicht beim Passempfänger gefangen wurde? Oder gilt das Vorwarnzeichen erst ab dem nächsten danach beginnenden Pass?
Den Regeln konnte ich konkret hierzu nichts entnehmen. Vielleicht kennt ja jemand entsprechende Beispiele oder Ansagen aus Fortbildungen.
(Ich weiß, dass man die 4 Pässe nicht zwingend abwarten muss; das wollen wir hier außer Betracht lassen.)