Protest bei Leipzig - Schwartau

  • Es wird explizit darauf hingewiesen, dass den Ball nicht freizugeben oder das Stören der Ballannahme bereits eine Wurfverhinderung darstellen. Da ist es in meinen Augen folgerichtig das bewusste Verstellen des direkten Weges zum Ball auch als Wurfverhinderung auszulegen.


    Beides hat in meinen Augen nicht stattgefunden. "Stören der Ballannahme" im Sinne der Regel ist etwas anderes als Bombac hier gemacht hat. Er verstellt den Weg auch nicht bewusst, das würde er nur machen wenn der Ball seitlicher rollen würde und er sich aktiv dahin bewegen würde. In Luft auflösen kann er sich nicht.

    Zumal der Abwehrspieler durch seine aktive Bewegung auch keine regelkonforme Position einnimmt, sondern den Abstand zum Ort der Freiwurfausführung reduziert und den Mindestabstand von 3 Metern unterschreitet. Allein das kann als Wurfverhinderung ausgelegt werden.

    Nein, man kann das aus dieser Bewegung so nicht konstruieren. Eine Unterschreitung des Mindestabstands kann erst vorliegen, wenn die Angreifer eine regelgerechte Aufstellung eingenommen haben. Das war nicht der Fall. Er könnte ja im letzten Moment auch noch zur Seite hüpfen, dann wären es wieder 3m. Nach deiner Aussage würde man ihn dann ja für etwas bestrafen, was so noch gar nicht eingetreten ist.

  • Er verstellt den Weg auch nicht bewusst, das würde er nur machen wenn der Ball seitlicher rollen würde und er sich aktiv dahin bewegen würde. In Luft auflösen kann er sich nicht.

    Gib's zu, du willst hier trollen! So blind kann doch keiner sein.

    Bombac macht aus seiner Abwehrposition heraus, die er kurz vorher eingenommen hatte, 4-5 Schritte über den Ball drüber, tritt dabei fast noch auf die Hand des Lübecker Spielers, der kurz zurückzieht. Am Ende liegt der Ball hinter ihm.

    Erkläre schlüssig, warum Bombac aus dem Abwehrriegel wieder heraustritt. Was wollte er damit bezwecken?

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wenn man nach dem Maßstab der Bobmbac-Szene Strafwurf geben würde - dann hätte man 20 bis 30 solcher Strafwürfe pro Saison. Das entsprach dem nationalen und internationalen Maßstab, darüber hinwegzusehen!

    Ob sich die Schiedsrichter mit ihrer Aussage einen Gefallen getan haben, oder es wegen dieser in nächster Instanz anfechtbar ist, ist eine andere Frage.

  • Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wenn man nach dem Maßstab der Bobmbac-Szene Strafwurf geben würde - dann hätte man 20 bis 30 solcher Strafwürfe pro Saison. Das entsprach dem nationalen und internationalen Maßstab, darüber hinwegzusehen!

    Ob sich die Schiedsrichter mit ihrer Aussage einen Gefallen getan haben, oder es wegen dieser in nächster Instanz anfechtbar ist, ist eine andere Frage.

    Hätten sie lügen sollen?

  • Ich hab Zweifel, ob ihre Aussage vom Regelwerk gedeckt ist.

    Wenn sie selber das Vergehen und sogar eine Verzögerung wahrgenommen haben …

    Ist es dann wirklich regeltechnisch relevant, was ohne das Vergehen hätte sein können oder nicht?

    Das müsste man klären. Dass das Bundessportgericht das durchwinkt, ist nicht aussagekräftig. Das Bundesgericht war schon immer in solchen Fällen kritischer mit den Schiedsrichtern.

  • Ich hab Zweifel, ob ihre Aussage vom Regelwerk gedeckt ist.

    Wenn sie selber das Vergehen und sogar eine Verzögerung wahrgenommen haben …

    Ist es dann wirklich regeltechnisch relevant, was ohne das Vergehen hätte sein können oder nicht?

    Das müsste man klären. Dass das Bundessportgericht das durchwinkt, ist nicht aussagekräftig. Das Bundesgericht war schon immer in solchen Fällen kritischer mit den Schiedsrichtern.

    Schiedsrichter bewerten eine "gewesene Situation" und keine "Hypothesen". Wenn also jemand bei 59:59min einen Einwurf verhindert, dann ist es ebenso unerheblich, ob der Ball in der Zeit ins Tor "hätte kommen können", sondern es geht einzig um die Bewertung der Situation "in dem Moment"!

    Ich finde, dass Arcosh das weiter vorne sehr gut geschildert hat 👍.

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Schiedsrichter bewerten eine "gewesene Situation" und keine "Hypothesen". Wenn also jemand bei 59:59min einen Einwurf verhindert, dann ist es ebenso unerheblich, ob der Ball in der Zeit ins Tor "hätte kommen können", sondern es geht einzig um die Bewertung der Situation "in dem Moment"!

    Ich finde, dass Arcosh das weiter vorne sehr gut geschildert hat 👍.

    ja, seh ich auch so.

    Darum wundert mich auch sehr ihre Einlassung (zumal da sicher auch der Hexer oder so drüber geguckt hat).

  • Vielleicht ist man der Meinung, im Rahmen der Rettungsberatung, dass man die Argumentation verteidigen kann.

    Wenn es den glaubhaften Wurfversuch braucht, braucht es vielleicht auch den realistischen (frei)Wurf?

    Wobei ich mir das nur schwer vorstellen kann. Insbesondere weil es ja auch möglich ist direkt zu werfen.

  • Wenn der Spieler (trotz der "Verzögerung") deutlich vor dem Schlusssignal an der Linie gestanden hätte, dann hätte er den Freiwurf auch noch ausführen können.

    Gerade als er das wollte, war die Zeit um. Abgesehen davon spielt das für die Frage der Verzögerung keine Rolle. Die Regel gilt in den letzten 30 Sekunden. Wenn die Situation bei 59:30 passiert wäre, hätte es trotzdem rote Karte und 7 Siebenmeter geben müssen, auch wenn dann noch fast 30 Sekunden für einen letzten Angriff geblieben wären.

    PS: Ich persönlich sehe immer noch nicht die aktive Behinderung von Bombac in dieser Situation. Der Ball rollt frei, er führt eine körperliche Bewegung nach vorn aus (die nicht strafbar ist weil noch keine Aufstellung zu einer Wurfausführung besteht), ändert aber nicht aktiv die Richtung seiner Bewegung um die Ballaufnahme zu behindern. Das der Ball durch seine Beine rollt kann man ihm schlecht anlasten, das der angreifende Spieler irgendwie um ihn herum muss auch nicht. Das ist simple Physik, in Luft auflösen kann er sich nicht. Was hätte er tun sollen? Hinten stehen bleiben? Muss er nicht. Den Ball stoppen? Zur Seite gehen? Warum?

    Sorry, aber das ist einfach riesiger Quatsch. Er steht schon hinten in der Abwehr und geht dann nochmal bewusst nach vorne über den rollenden Ball hinweg, um diesen »abzuschirmen« und den Angreifer so die Ballaufnahme zu erschweren. Das ist wirklich super-eindeutig und lässt überhaupt keine andere Interpretation zu. Wenn der Ball an ihn vorbeigerollt wäre, wäre das natürlich anders. Aber der handelt hier ganz aktiv. Das ist für mich ganz klar eine Behinderung bzw. Verzögerung der Wurfausführung im Sinne der Regel.