09. Spieltag: SC Magdeburg - TVB 1898 Stuttgart

  • Was hätte Wiegert denn machen sollen? Das akzeptieren?

    Die waren ja wieder völlig überfordert am Tisch.

    Die Körpersprache war so: „Wir sind ein Kampfgericht - holt uns hier raaaaaaaauuusss!!!“

  • Hätte man die Uhr nicht zurückgestellt, hätte man dem SCM per Regelverstoß einen Angriff geklaut.

    Wie gesagt: Da konnte man nichts mehr richtig machen. Das war im Moment des kollektiven Tiefschlafes 😴😴😴 am Tisch kaputt.

  • Was hätte Wiegert denn machen sollen? Das akzeptieren?

    Die waren ja wieder völlig überfordert am Tisch.

    Die Körpersprache war so: „Wir sind ein Kampfgericht - holt uns hier raaaaaaaauuusss!!!“

    Den Ausgang des Spiels abwarten und einen Einspruch gegen die Spielwertung in Betracht ziehen. Der wäre nämlich aussichtsreich, wenn MD wegen einem Tor einen Punkt verloren hätte. Das war nämlich ein Regelverstoß und keine Tatsachenentscheidung mMn. Ich verstehe gerade gar nicht, warum er da so austickt, durch den Fehler hatte er ein "free play".

    Was aber nicht geht, ist, dass ein Coach als Superrevisionsinstanz solange rumpelstilzt, bis er recht bekommt. Da hat @azw schon recht. Wie viele "ungerechte" Entscheidungen gibt es pro Spiel? Wenn jetzt jeder so einen Hampelmann macht, dann wird's lustig.

    Dass die am Tisch bei einer Tirade von Benno wie die Kaninchen vor der Schlange kuschen, ist natürlich suboptimal, aber wenn es stimmt, dass die nur 90 Öcken bekommen, dann ist die Kräfteverteilung auch klar.

  • Beitrag von Rheiner (20. Oktober 2026 um 12:46)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (20. Oktober 2026 um 12:48).
  • Wegen einer nicht gegebenen Zeitstrafe und einem nicht gegebenen 4-Sekunden-Angriffs in der ersten Halbzeit?

    Das glaub ich nicht. Zumindest nicht in erster Instanz.

    Das Tor ist das entscheidende. Wenn Magdeburg unentschieden spielt oder mit einem Tor unterliegt, dann wäre das 18:13 wegen eines Regelverstoßes gefallen und relevant für den Spielausgang gewesen.

    Stattdessen hat Benno sowohl sich als auch seine Mannschaft durch diese Aktion aus dem Tritt gebracht und Stuttgart wieder ins Spiel kommen lassen. Anders kann ich mir den Leistungseinbruch nicht erklären.

  • Ja, stimmt mit dem Tor.

    Trotzdem find ich richtig, dass man als Trainer sofort für das Recht kämpft.

    Das ist Profi-Handball und die stärkste Liga der Welt. Dann kann man auch mal Professionalität am Tisch erwarten.

    Einmal editiert, zuletzt von Rheiner (20. Oktober 2026 um 12:58)

  • Ja, stimmt mit dem Tor.

    Trotzdem find ich richtig, dass man als Trainer sofort für das Recht kämpft.

    Das Recht spricht ihm ja niemand ab, aber deswegen heiligt der Zweck nicht die Mittel.

    Man macht nen Hinweis, wegen mir kurze Diskussion mit nochmaligem Hinweis und Gespräch mit Schiris und wenn das nicht hilft: Einspruch gg. Spielwertung.

    Ich bin da bei AZW, das war so weit drüber und widerspricht allem, was man uns beigebracht hat und was die Jugendtrainer der Jugend mitgeben wollen. Wenn mal ein Fehler gemacht wurde, Mund abputzen und weiter machen. Die Welt ist nicht immer gerecht und am Ende wird abgerechnet, manchmal gleicht sich das auch aus und spielt im Ergebnis keine Rolle.

  • Den Ausgang des Spiels abwarten und einen Einspruch gegen die Spielwertung in Betracht ziehen. Der wäre nämlich aussichtsreich, wenn MD wegen einem Tor einen Punkt verloren hätte. Das war nämlich ein Regelverstoß und keine Tatsachenentscheidung mMn. Ich verstehe gerade gar nicht, warum er da so austickt, durch den Fehler hatte er ein "free play".

    Was aber nicht geht, ist, dass ein Coach als Superrevisionsinstanz solange rumpelstilzt, bis er recht bekommt. Da hat @azw schon recht. Wie viele "ungerechte" Entscheidungen gibt es pro Spiel? Wenn jetzt jeder so einen Hampelmann macht, dann wird's lustig.

    Dass die am Tisch bei einer Tirade von Benno wie die Kaninchen vor der Schlange kuschen, ist natürlich suboptimal, aber wenn es stimmt, dass die nur 90 Öcken bekommen, dann ist die Kräfteverteilung auch klar.

    https://www.opel-hbl.de/downloads/HBL/HBL_GmbH/Downloads_2026_27/20260701_DFO_-_Ordnung_zur_Durchfuhrung_von_Spielen.pdf

    Siehe Seite 12

  • Was hätte Wiegert denn machen sollen? Das akzeptieren?

    Die waren ja wieder völlig überfordert am Tisch.

    Die Körpersprache war so: „Wir sind ein Kampfgericht - holt uns hier raaaaaaaauuusss!!!“

    Bennet Wiegerts Beschwerde kann ich vollkommen verstehen - sogar hinsichtlich seiner Intensität und Emotionalität. Aber deshalb können die Offiziellen doch nicht sämtliche Regeln über Bord werfen. Ein Fehler darf nicht durch einen zweiten Fehler ausgeglichen werden.

  • Bennet Wiegerts Beschwerde kann ich vollkommen verstehen - sogar hinsichtlich seiner Intensität und Emotionalität. Aber deshalb können die Offiziellen doch nicht sämtliche Regeln über Bord werfen. Ein Fehler darf nicht durch einen zweiten Fehler ausgeglichen werden.

    Mensch Arcoshi, da haste endlich mal einen Punkt 😉

  • Oho, das die Retter des Abendlandes ausgerechnet aus dem ThSV-Umfeld kommen ... ;) Ist der Fall "Freiwurf Schluroff" schon endgültig abgeschlossen, so dass man Zeit hat, sich mit dem ThSV-Ehrenmitglied B. Wiegert zu befassen?

  • Das ist vielleicht der entscheidende Punkt. Für Schiedsrichter und Kampfgericht war der Wechselfehler scheinbar nicht offensichtlich. Also ist es eine Tatsachenentscheidung durch Nichtwahrnehmung.

    Das Bundesgericht des DHB hat u.a. in seinem Urteil BG 2-2025 sehr schön herausgearbeitet, dass Entscheidungen des Kampfgerichts nicht durch die Unanfechtbarkeitsregel geschützt sind (da die Rechtsordnung des DHB explizit nur Schiedsrichter und technische Delegierte in Schutz nimmt).

    Den Ausgang des Spiels abwarten und einen Einspruch gegen die Spielwertung in Betracht ziehen. Der wäre nämlich aussichtsreich, wenn MD wegen einem Tor einen Punkt verloren hätte. Das war nämlich ein Regelverstoß und keine Tatsachenentscheidung mMn.

    Am Ende würde es vom Ermessen der Richter abhängen, ob sie den Regelverstoß zur Halbzeit schon als spielentscheidend bewerten.

    Zitat von §47 RO DHB

    Regelverstöße oder unberechtigte Maßnahmen der Schiedsrichter*innen, Zeitnehmer*innen und Sekretär*innen können nur dann zur Anordnung einer Spielwiederholung führen, wenn die Spruchinstanz die Folgen für spielentscheidend hält und keine Ergebniskorrektur möglich ist.

    Und dafür gibt es keine in Stein gemeißelten Kriterien. Es gibt aber einige Urteile, die "Zählfehler" (=reguläres Tor nicht oder falsch notiert) thematisieren und wo tatsächlich auch bei vergleichsweise früh im Spiel stattgefundenen Regelverstößen auf Wiederholungsspiele entschieden wurde. Somit wäre durchaus vorstellbar, dass ein Tor, das fällt, weil die Mannschaft mit einem Spieler zu viel auf dem Platz ist, in die gleiche Kategorie fällt.
    Aber: Die Rechtssprechung des DHB ist da über die Jahre in sich unstimmig. Im letzten Jahr wurde das hier: https://www.dhb.de/sites/default/…%201%202025.pdf zusammengefasst. "Spielentscheidend" ist immer noch das Zauberwort. Und die Urteile sind, von außen betrachtet, wie eine Wundertüte.

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • ...

    Und dafür gibt es keine in Stein gemeißelten Kriterien. Es gibt aber einige Urteile, die "Zählfehler" (=reguläres Tor nicht oder falsch notiert) thematisieren und wo tatsächlich auch bei vergleichsweise früh im Spiel stattgefundenen Regelverstößen auf Wiederholungsspiele entschieden wurde. Somit wäre durchaus vorstellbar, dass ein Tor, das fällt, weil die Mannschaft mit einem Spieler zu viel auf dem Platz ist, in die gleiche Kategorie fällt.
    Aber: Die Rechtssprechung des DHB ist da über die Jahre in sich unstimmig. Im letzten Jahr wurde das hier: https://www.dhb.de/sites/default/…%201%202025.pdf zusammengefasst. "Spielentscheidend" ist immer noch das Zauberwort. Und die Urteile sind, von außen betrachtet, wie eine Wundertüte.

    Ja, natürlich. Vor Gericht und auf hoher See. Aber wie hoch ist bei normalem Ablauf die Erfolgschance einer Schimpftirade gegen das Kampfgericht?

    Ich sag mal so, Benno hat hier mit unlauteren Mitteln zumindest erfolgreich eine Korrektur des Spiels herbeigeführt, die es so nicht hätte geben dürfen. Und da liegt das Pudels Kern. Es hätte nie erfolgreich sein dürfen. Benno ist eigentlich ein feiner Kerl und wie bei Kloppo auch, gehen bei ihm manchmal die Gäule durch. Aber dafür kann man gern auch mal die Büßerkappe aufziehen.

    Regeltechnisch bleibe ich aber dabei, man muss hier ein Instrument schaffen, bei dem ein Trainer nicht hilflos ist und man muss auch dem Kampfgericht alle technischen Möglichkeiten zur Verfügung stellen, die man sowieso hat. Kinexion kann das und hätte hier helfen können.

  • Denkst du, dass Kinexion die Anzahl der Spieler auf dem Spielfeld messen könnte und bei Überschreitung vibriert, sagen wir mal ein Empfänger, beim Schiri? Das wäre doch praktisch und müsste nur zeitlich kontrolliert werden, sonst wäre es bei Auszeiten oder engen Hallen, wie in Eisenach vielleicht störend oder ungenau.

  • Denkst du, dass Kinexion die Anzahl der Spieler auf dem Spielfeld messen könnte und bei Überschreitung vibriert, sagen wir mal ein Empfänger, beim Schiri? Das wäre doch praktisch und müsste nur zeitlich kontrolliert werden, sonst wäre es bei Auszeiten oder engen Hallen, wie in Eisenach vielleicht störend oder ungenau.

    Nicht beim Schiri, der hat genug zu tun, aber das Kampfgericht gibt doch die Ereignisse in einem Terminal ein. Da könnte doch ein Warnsignal aufleuchten, wenn es eine signifikante Abweichung zum Soll gibt. Das Gerät weiß für jede Sekunde genau, wieviele Spieler auf dem Feld sind. Das Kampfgericht muss dann reagieren und schauen, was das Problem ist und ggf. das Spiel unterbrechen, gern auch um die Meldung nur zu prüfen.

    Das Spiel ist schon wahnsinnig schnell geworden und ich würde schon sagen, dass man auch das Kampfgericht unterstützen muss.

  • Nicht beim Schiri, der hat genug zu tun, aber das Kampfgericht gibt doch die Ereignisse in einem Terminal ein. Da könnte doch ein Warnsignal aufleuchten, wenn es eine signifikante Abweichung zum Soll gibt. Das Gerät weiß für jede Sekunde genau, wieviele Spieler auf dem Feld sind. Das Kampfgericht muss dann reagieren und schauen, was das Problem ist und ggf. das Spiel unterbrechen, gern auch um die Meldung nur zu prüfen.

    Das Spiel ist schon wahnsinnig schnell geworden und ich würde schon sagen, dass man auch das Kampfgericht unterstützen muss.

    Ja, natürlich. Das kann man auch gern beim Kampfgericht installieren (und denen etwas mehr Aufwandsentschädigung geben).

  • Beitrag von #AZW (20. Oktober 2026 um 15:53)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (20. Oktober 2026 um 15:53).
  • Nicht beim Schiri, der hat genug zu tun, aber das Kampfgericht gibt doch die Ereignisse in einem Terminal ein. Da könnte doch ein Warnsignal aufleuchten, wenn es eine signifikante Abweichung zum Soll gibt. Das Gerät weiß für jede Sekunde genau, wieviele Spieler auf dem Feld sind. Das Kampfgericht muss dann reagieren und schauen, was das Problem ist und ggf. das Spiel unterbrechen, gern auch um die Meldung nur zu prüfen.

    Das Spiel ist schon wahnsinnig schnell geworden und ich würde schon sagen, dass man auch das Kampfgericht unterstützen muss.

    Den VB in der aktuellen Form abschaffen und in Challenges für die Trainer wandeln wäre sicher kostengünstiger.

    Das A und O ist für mich die Entschleunigung des Spiels. Dann ist der Sport wieder etwas einfacher zu bewerten und wird für "Neuinteressenten" leichter verständlich.

  • Den VB in der aktuellen Form abschaffen und in Challenges für die Trainer wandeln wäre sicher kostengünstiger.

    Das A und O ist für mich die Entschleunigung des Spiels. Dann ist der Sport wieder etwas einfacher zu bewerten und wird für "Neuinteressenten" leichter verständlich.

    In wie fern? Wie würdest du denn eine Challenge dann durchführen, wenn es keinen VB mehr gibt? Oder habe ich deinen Vorschlag falsch verstanden.