THW Kiel Teamthread

  • Ich finde den Abgang von Weinstock schon interessant, war er doch medial auch ein großer Gegenspieler von Jicha. Kann da jemand aus Kiel mehr zu beitragen, ob das zusammenhängt?

    Die Haus- und Hofzeitung hat doch berichtet, dass es Unstimmigkeiten um die Trainerfrage gab und Weinstock von einigen Gesellschaftern der Rückzug nahegelegt worden ist. Nimm noch die Gerüchte um Schindler mit dazu und dann kannst du recht gut sehen, wer den Machtkampf intern gewonnen hat.
    (Kleiner Tipp: er kommt auch in der PM zu Wort, was in sofern ungewöhnlich ist, als dass er weder Gesellschafter noch Präsident ist und dsmit bezüglich Aufsichtsrat eigentlich nichts zu melden hat)

  • Holstein hat mMn nicht die Reichweite, um (auch was Sponsoren etc. angeht) dem THW jemals gefährlich zu werden.

    Und Gisli wurde nicht weggeschickt. Da waren einfach seine vielen Verletzungen der Grund, um sich umzuorientieren. Auch wenn er ein Ausnahmespieler geworden ist, war die Entscheidung damals richtig und damit sollte man auch im Reinen sein.

    Nein die Entscheidung ihn zu einem direkten Konkurrenten wegzugeben war auch damals schon nicht richtig (zumindest für den THW, Kristjansson selbst hätte nichts besserers passieren können)

  • Freundschaft!

    Nein die Entscheidung ihn zu einem direkten Konkurrenten wegzugeben war auch damals schon nicht richtig (zumindest für den THW, Kristjansson selbst hätte nichts besserers passieren können)

    Diese Bewertung ist ganz interessant. Im Grunde war der SCM zu dem Zeitpunkt kein direkter Konkurrent. Wiegert hatte zwar bereits die systematische Basis gelegt und 2018 gab es dann auch mal einen Topsaisonstart, nachdem der SCM schon zum Meisterschaftskandidaten gekührt wurde. Aber dafür war die Spielersubstanz nicht annähernd da.

    Die wurde dann beginnend mit Gisli erstaunlich schnell aufgebaut. Ein halbes Jahr später dann Magnusson und noch ein Jahr später Saugstrup. Das war dann der Stamm von Ausnahmespielern. Dazu noch Gullerud und Smits weitere gute Leute. Aber bei Gisli war es kaum abzusehen, welche Entwicklung der SCM nehmen würde.

  • Freundschaft!

    Diese Bewertung ist ganz interessant. Im Grunde war der SCM zu dem Zeitpunkt kein direkter Konkurrent. Wiegert hatte zwar bereits die systematische Basis gelegt und 2018 gab es dann auch mal einen Topsaisonstart, nachdem der SCM schon zum Meisterschaftskandidaten gekührt wurde. Aber dafür war die Spielersubstanz nicht annähernd da.

    Die wurde dann beginnend mit Gisli erstaunlich schnell aufgebaut. Ein halbes Jahr später dann Magnusson und noch ein Jahr später Saugstrup. Das war dann der Stamm von Ausnahmespielern. Dazu noch Gullerud und Smits weitere gute Leute. Aber bei Gisli war es kaum abzusehen, welche Entwicklung der SCM nehmen würde.

    Gisli war lange genug beim THW, um zu erkennen, aus was für einem Holz er geschnitzt ist, sowohl vom handballerischen Talent als auch von seinem unbändigen Kampfeswillen und der damit verbundenen Härte gegen sich selbst (was der bisher alles einstecken musste).

    Ich glaube nicht, dass Alfred das nicht erkannt hat. Aber der Verein hatte keine Geduld mit ihm. Er wollte sofort Erfolg sehen. Mittlerweile sind sie ja weiter, mit Elias hatten sie immerhin zwei Jahre Geduld.

  • THW Kiel: Kruse mit Gegenstimmen in den Aufsichtsrat gewählt, Weinstock bleibt „Fan“
    Es wurde kontrovers diskutiert, und am Ende wählten die Gesellschafter des THW Kiel den Unternehmer Kai Kruse nicht ohne Gegenstimmen in den Aufsichtsrat. Der…
    www.kn-online.de


    Es gab bei der Wahl des neuen AR Gegenstimmen und Enthaltungen in der ‘Keilerei’. Man darf gespannt sein wer in nächster Zeit noch so von Bord geht…

  • Und steht da auch was drin, worüber der Streit ging bzw. geht?

    “Zuletzt soll es im Aufsichtsrat immer wieder widerstreitende Meinungen gegeben haben. Nach der Saison 2023/2024 soll sich das Gremium beispielsweise nicht einig gewesen sein, ob man Cheftrainer Filip Jicha entlässt oder nicht. Am Ende machte der Verein mit dem Tschechen weiter, dessen Vertrag jetzt im Oktober bis 2028 verlängert wurde”

    Aus dem Artikel zum Rückzug des der ehemaligen AR.

  • In den Heimspielen geht es ausschließlich um Punkte für das primäre Saisonziel: CL-Qualifikation! Da erwarte ich Pflichtsiege und keinerlei Punktverluste. Alles andere wäre enttäuschend und auch nicht durch Auswärtspunkte und einem Weiterkommen im Pokal zu heilen.

    Bei den Auswärtsspielen sehe in den THW jeweils nicht als Favoriten an. Wir werden heute ja sehen, wie es der SG in Lemgo ergeht. Holt die SG dort Punkte, dann muss auch der THW dort punkten. Ansonsten verliert er gegenüber einem Hauptkonkurrenten den Anschluss. Wenn sie also die Tabellenabstände zur SG und zum TBV erst einmal halten können, wäre ich zufrieden. Gewinnt der TBV beide Spiel, wäre dies für den THW nicht übermäßig tragisch, weil es in der Rückserie aufholbar ist.

    In Magdeburg sind sie aktuell chancenlos. Eine Niederlage würde ich da fest einplanen. Dafür hatten insbesondere unsere etablierten Halben zuletzt einen zu schlechten Lauf, und der SCM macht in dieser Saison den stabilsten Eindruck.

    Das Pokalspiel gegen die Füchse müssen beide ernst nehmen, weil es schließlich um Extra-Kohle geht. Berlin könnte da eine Niederlage eher verschmerzen. Es wird zunächst einmal interessant sein, wer dort aufläuft. Zudem darf der THW nicht wieder das TW-Duell verlieren. Wenn er es gewinnt, hat der THW in Berlin eine Siegchance.

    Wenn sie in der HBL-Tabelle abrutschen, könnte ein Weiterkommen im Pokal dies nicht wettmachen. Andererseits wäre ich mit der Hinserie in der HBL und einem Weiterkommen im Pokal sehr zufrieden.

  • “Zuletzt soll es im Aufsichtsrat immer wieder widerstreitende Meinungen gegeben haben. Nach der Saison 2023/2024 soll sich das Gremium beispielsweise nicht einig gewesen sein, ob man Cheftrainer Filip Jicha entlässt oder nicht. Am Ende machte der Verein mit dem Tschechen weiter, dessen Vertrag jetzt im Oktober bis 2028 verlängert wurde”

    Aus dem Artikel zum Rückzug des der ehemaligen AR.

    Danke, den Artikel habe ich gelesen. Reiner Spekulatius: Ich könnte mir vorstellen, dass nicht nur dem KN-Tamo und mir das Schauspiel um die Vertragsverlängerung des Trainers sauer aufgestoßen ist. Und dafür trägt nun einmal der scheidende AR-Vorsitzende die Verantwortung, ganz gleich, was seine Position war. Den Trainer erst demontieren und ihn dann als one and only zu präsentieren, ist schon mehr als irritierend. Unter dem Strich vermutlich also ein "Beben" ohne Kursänderung.

  • Danke, den Artikel habe ich gelesen. Reiner Spekulatius: Ich könnte mir vorstellen, dass nicht nur dem KN-Tamo und mir das Schauspiel um die Vertragsverlängerung des Trainers sauer aufgestoßen ist. Und dafür trägt nun einmal der scheidende AR-Vorsitzende die Verantwortung, ganz gleich, was seine Position war. Den Trainer erst demontieren und ihn dann als one and only zu präsentieren, ist schon mehr als irritierend. Unter dem Strich vermutlich also ein "Beben" ohne Kursänderung.

    Weinstock hat nicht mit Jicha verlängert, er geht. Damit ist wohl genug gesagt.


    Aus der shz:


    “Vor allem der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Marc Weinstock gilt nicht gerade als ein Befürworter des Trainers. Doch Geschäftsführer Viktor Szilagyi, den ein enges und vertrauensvolles Verhältnis mit Jicha verbindet, hat anscheinend andere von den Qualitäten des Coaches überzeugen können.”

    (https://www.shz.de/sport/thw-kiel…iefern-49430498)

  • Szilagyi hat erfolgreich geputscht und das ist eigentlich alles, was man über diesen Innerlich verrotteten Verein wissen muss. Die Bro Connection Jicha/Szilagyi kann weiter frei schalten und walten und das verheißt nichts Gutes.

    Wenn die Connection in dieser und der nächsten Saison wieder nicht liefert, wird sie spätestens mit dem Auslaufen ihrer Verträge Geschichte sein.

  • Die Haus- und Hofzeitung hat doch berichtet, dass es Unstimmigkeiten um die Trainerfrage gab und Weinstock von einigen Gesellschaftern der Rückzug nahegelegt worden ist. Nimm noch die Gerüchte um Schindler mit dazu und dann kannst du recht gut sehen, wer den Machtkampf intern gewonnen hat.
    (Kleiner Tipp: er kommt auch in der PM zu Wort, was in sofern ungewöhnlich ist, als dass er weder Gesellschafter noch Präsident ist und dsmit bezüglich Aufsichtsrat eigentlich nichts zu melden hat)

    Das stimmt nicht.


    Ich weiß nicht, woher die Interpretation kommt, dass Weinstock gehen musste, weil er Gegner des Duos Jicha / Szilagyi ist. Das ist deine Sichtweise, die so sein kann, aber nicht die tatsächliche sein muss.

    Genau so gut kann es sein, dass er gehen musste, weil seine Art den Aufsichtsrat zu führen den Gesellschaftern nicht (mehr) gefallen hat. Was intern vorgefallen ist, weiß man nicht. Allerdings fand ich die Auftritte zum Teil unglücklich, weil sie nicht zur Lösung von Personalfragen geführt haben, sondern eher zu Unruhe. Schlussendlich trifft zwar Szilagyi die unmittelbare Verantwortung für das sportliche und wirtschaftliche Abschneiden des THW, der Aufsichtrat hat die Geschäftsführung aber zu überwachen und damit trifft ihn eine mittelbare Verantwortung.

    Einmal editiert, zuletzt von Elias (4. Dezember 2025 um 18:40)

  • Das stimmt nicht.


    Ich weiß nicht, woher die Interpretation kommt, dass Weinstock gehen musste, weil er Gegner des Duos Jicha / Szilagyi ist. Das ist deine Sichtweise, die so sein kann, aber nicht die tatsächliche sein muss.

    Genau so gut kann es sein, dass er gehen musste, weil seine Art den Aufsichtsrat zu führen den Gesellschaftern nicht (mehr) gefallen hat. Was intern vorgefallen ist, weiß man nicht. Allerdings fand ich die Auftritte zum Teil unglücklich, weil sie nicht zur Lösung von Personalfragen geführt haben, sondern eher zu Unruhe. Schlussendlich trifft zwar Szilagyi die unmittelbare Verantwortung für das sportliche und wirtschaftliche Abschneiden des THW, der Aufsichtrat hat die Geschäftsführung aber zu überwachen und damit trifft ihn eine mittelbare Verantwortung.

    Er musste nicht gehen, er hat sich selbst zurückgezogen. Offensichtlich hatte er nicht mehr die Rückendeckung der anderen Gesellschafter.
    Jichas Vertrag wurde verlängert, Weinstock geht. Wer gewonnen hat sollte ziemlich offensichtlich sein

    Weinstock hat nicht mit Jicha verlängert, er geht. Damit ist wohl genug gesagt.


    Aus der shz:


    “Vor allem der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Marc Weinstock gilt nicht gerade als ein Befürworter des Trainers. Doch Geschäftsführer Viktor Szilagyi, den ein enges und vertrauensvolles Verhältnis mit Jicha verbindet, hat anscheinend andere von den Qualitäten des Coaches überzeugen können.”

    (https://www.shz.de/sport/thw-kiel…iefern-49430498)

  • Nein die Entscheidung ihn zu einem direkten Konkurrenten wegzugeben war auch damals schon nicht richtig (zumindest für den THW, Kristjansson selbst hätte nichts besserers passieren können)

    Das ist Deine Meinung und das ist ja auch okay. Ich sehe das unter den damaligen Aspekten halt nicht als Fehler an.

    Der SCM und Gisli haben sich gefunden und das kann ich neidlos anerkennen.