Satire!? Üble Nachrede!? Oder einfach nur Schwachsinn!?

  • Ich würde es mal anders formulieren: Er hat Beachtung gewonnen, aber Respekt verloren. Und das nicht nur unter normalen Kommentatoren, sondern auch bei Journalistenkollegen und Sportlern. Diese haben ihrem Unmut über diesen Artikel auch öffentlichkeitswirksam kund getan (z.B. Moritz Fürste).


    Hast Du Links dazu?

  • Noch dazu ist Pieczkowski natürlich ein urdeutscher Name, aber lassen wir das. Warum Migranten kaum bis gar nicht Handball spielen hat einen ganz einfachen Grund: In ihren Herkunftsländern spielt Handball einfach keine Rolle. Mir wäre neu, dass sich beispielsweise die Türkei oder Syrien jemals für eine WM qualifiziert hätten. Auch im Libanon ist Handball nicht Volkssport Nummer eins. Aber gut, es war ja angeblich Satire...

  • mE ist es wirklich Zeitverschwendung sich über das Geschwafel dieses Herren auszulassen...der Mann verbreitet ja häufiger wirres Gedankengut, so meinte er im Januar 2015 dass Borussi Dortmund eine "Sekte" darstelle...mich dauert nur die Zeit etwas die nicht nur so einen Mumpiz zulässt sondern diese Person wohl auch noch fürstlich entlohnt...das ist reine Geldverschwendung

  • völlig unerheblich, wie man den text nun findet oder nicht, einen kernpunkt hat er deutlich angesprochen, dass im handball wenige menschen mit dem weltberühmte migrationshintergrund anzutreffen sind. wenn ich am wochenende unterwegs bin, dann sehe ich sehr wenige menschen, die nicht bio-deutsch sind. die frage ist nun, warum der handball uninteressant für nicht-bio-deutsche ist. macht der handball zu wenig? gibt es keine vorbilder? gibt es dirkte und/oder indirekte exklusionsmechanismen?


    ob die namen nun germanisch (was ist überhaupt germanisch?) seien oder nicht, ist doch irrelevant. es sind geläufige namen in deutschland. wie auch immer, interessanter (und vermutlich auch unvollständig) ist mein erster absatz.

  • Danke !

  • @ handballfan70:


    Nun, die Antwort auf Deine Frage war ja hier schon mehrfach genannt worden ( musst du wohl überlesen haben)..weil in den Ländern wo diese Menaschen mit Migrationshintergrund herkommen Handball eben meist völlig unbekannt ist...Sportart Nummer 1 ist meist Fussball, Fussball, Fussball...also streben diese Leute natürlich primär auch bei uns zum Fussbal...im übrigen waren bei uns in Leutershausen auch schon Flüchtlinge als Zuschauer eingeladen worden...nur so nebenbei

  • Roter Teufel. ist diese antwort nicht viel zu einfach? es leben mittlerweile menschen in der 3. generation hier, die nicht bio-deutsch sind. ist wirklich der einzige grund fußball, dass handball von denen nicht wahrgenommen wird?


    ich habe jedenfalls keine antwort auf meine fragen. wäre mal ne aufgabe für sportsoziologen. fußball ist eine zu einfache antwort. ich vermute, dass die ursachen vielfältiger sind.

  • Ja dann vermute mal...alleine schon Dein Ausdruck "bio deutsch " ist ätzend...und dann vermute mal warum das auch im Hockey so ist, im Voileyball, im Eishockey und in vielen anderen Sportarten...vermute einfach mal

  • ich vermute, dass es dort ähnliche gründe vorliegen, ob sie komplett übertragbar sind, weiß ich nicht. aber ich muss zugeben, dass mich die aufgezählten sportarten in diesem kontext eher weniger interessieren. sollte es studien dazu geben, lese ich diese gerne. aber uns interessiert hier doch in erster linie handball. da sind meine fragen aus #64 relevant.

  • was lernt man zuerst wenn man irgendwo fremd ist......?
    von der sprache die gebräuchlichsten worte....
    von der gesellschaft die gängisten regeln...
    vom essen die normalsten gerichte....
    also auch vom sport die ersten 90% belegten plätze......also fußball.....


    was also soll dann unnormal oder auffällig sein, dass im handballbereich nicht so viele spieler mit migrationshintergrund
    international spielen. nciht nur, dass in einigen ländern handball unbekannt ist, es spielt sicher hier und da auch eine rolle,
    dass man im handball und basketball auch eher spieler über 1,90 antrifft, basketball sogar in vielen ländern nach
    fußball die sportart nr. 2 ist.
    weiterhin haben wir im handball schon immer spieler mit migrationshintergrund gehabt, sogar einen weltmeistertrainer.
    weiterhin spielen in der bundesliga ganz viele spieler aus anderen ländern, schon immer und auch offensichtlich sehr
    gerne.
    ich sehe überhaupt keinen ansatz dafür, dass da irgendwas mit dem integrieren nicht hingehauen hat.
    wenn handball wieder mehr in ist, steigt die quote sicher auch wieder, dass dürfte aber bei allen sportarten ausser
    fußball die gleiche wirkung haben.
    schade ist tatsächlich, dass dieser schreiberling viel zu viel aufmerksamkeit erlangt. allerdings nehme ich das gerne in kauf, bevor er noch
    meint dass seine meinung richtig ist weil sie alle ignorieren.

  • ich vermute, dass es dort ähnliche gründe vorliegen, ob sie komplett übertragbar sind, weiß ich nicht. aber ich muss zugeben, dass mich die aufgezählten sportarten in diesem kontext eher weniger interessieren. sollte es studien dazu geben, lese ich diese gerne. aber uns interessiert hier doch in erster linie handball. da sind meine fragen aus #64 relevant.

    Also dazu brauche ich keine Studie. Wobei, klar, jetzt wird es mir wieder klar, Syrien stellt eine der besten Eishockeynationalmannschaften aller Zeiten, die Türkei war auch schon immer eine Großmacht im Hockey und Marokko dominiert seit Ewigkeiten den Volleyballsport. Merkste selbst, oder? ;)

  • Was ist denn jetzt bitte "Bio-Deutsch" und in wiefern ist das anders als "Kartoffeldeutsch"? Mag beide Formulierungen nicht, aber egal..


    Die Antwort auf #64 ist doch hier im Thread schon gegeben. Jugendliche tendieren denjenigen Sport auszuüben, bei dem sie


    a) Schnell Erfolgserlebnisse haben (sei es durch Talent oder Vorwissen)
    b) Vorbildern nacheifern können
    c) Einfach so drauflos zocken können


    Zu a): Das ist beim Handball mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Wer 14 oder 15 ist, und noch nie einen Handball in der Hand gehabt hat und in eine Mannschaft kommt, in dem die übrigen Spieler alle schon seit 4-5 Jahren spielen wird eine Menge Durchhaltevermögen brauchen, um Erfolgserlebnisse zu feiern.


    Zu b): Die Vorbilder der Kids sind nun mal tendentiell eher Messi, C. Ronaldo, Ibrahimovic, Neymar etc. Falls jetzt ein paar Kids die Namen Wolff, Dissinger, Häfner oder Lemke kennen, ist das das beste was uns passieren kann. Unter den Migranten werden das aber nur die wenigsten sein. Ich würde mal gern wissen, wieviel tunesische Kids den Namen "Wael Jallousz" kennen, ich glaube das sind auch nicht soo viele.


    Zu c): Überleg doch mal was man selbst früher als junger Bengel gemacht hat: oft hatte man nur 2 leere Wasserflaschen als Tor und ne halb platte Lederpille, damit hat man halt gekickt. Regeln hat man einfach seine eigenen gehabt (3 Ecken = 1 Elfer) und wenn man nur zu dritt war, hat man halt Hochball/Schwarzwald/Technik gezockt, natürlich mit Arschschiessen für den Verlierer.


    Um aktiv Handball zu spielen, ist es sogut wie unerlässlich in die für uns so gewohnten Vereinsstrukturen zu gehen:
    D.h. man hat vorgeschriebene Trainingszeiten (wo einen die Eltern hinbringen müssen), man muss Vereinsmitglied werden, braucht einen Spielerpass und so weiter und sofort.
    Diese bürokratischen Vereinsstrukturen, die für uns so selbstverständlich sind, gibt es in vielen Herkunftsländern, aus denen Migranten zu uns kommen einfach gar nicht und schrecken natürlich Eltern und Jugendliche erstmal ab. Kostenerstattung und so gibt es zwar, aber der damit verbundene Papierkram schreckt auch ab. Möglicherweise vorhandene Sprachbarrieren kommen noch oben drauf...


    Fazit ist die folgende "Gleichung":
    Einstiegshürde "deutsches Vereinsleben" + "unbekanntes" Spiel + schlecht in der Freizeit zu zocken + Fehlen von internationalen Vorbildern + viel Training bis zu den ersten Erfolgserlebnissen = Kaum Migranten bei Sportarten außer Fußball und Basketball.

    Einmal editiert, zuletzt von f0x ()

  • Also ich kenne viele Handballer in meinen Breiten deren Familien aus Polen, Russland oder dem Balkan stammen. Sogar ein paar Griechen.
    Aber das sind jetzt sicher nicht die Migranten die sich die Gesellschaft wünscht, oder? Wer kein Kopftuch trägt und sich mehrmals täglich gen Mekka richtet ist kein echter Migrant, oder?
    Zynismus olé....


    Ich hoffe jedem, der sich mit der Thematik beschäftigt der wird erkennen, dass das nun auch hier diskutierte Problem ja wohl kein Handballspezifisches ist. Nicht mal eines des Sports.
    Im Dackel oder Angelverein geben sich die Migranten sicher die Klinke in die Hand, oder? Bei den Schützenvereinen oder im Kleingarten sicher auch. Improtheater, Hackerspaces, politische Parteien, alles voller Migranten.
    Nur der pöse pöse Sport (außer den Fußballern natürlich!) und der Handball im besonderen, das sind doch die Bachmänner in Sportschuhen!


    Oder so...

  • Eishockey ist teuer. Das ist schon mal ein wichtiger Punkt.
    Auch hier in Schweden ist Eishockey fast ohne Migranten, wenn man die Finnen mal ausklammert. Nun sponsert aber zum Beispiel Skoda Integrationsprojekte im Eishockey, sprich, sie stellen die Ausrüstung.


    In Schweden tauchen zumindest die jugoslawischen Einwanderer im Handball auf, z. B. Vranjes, Doder, Palicka.
    Das müssten sie doch eigentlich auch in Deutschland tun.


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  • Gibt es doch auch, z.B. bei uns in der Gegend Peribonio....der spielt halt "nur " 2. Liga..aber es schafft halt auch nicht jeder dann handballerisch den "Durchbruch" nur weil er Migrant ist...in Schweden waren das dann halt wohl einzelne Glücksfälle...bei Kronau Östringen spielt ein dunkelhäutiger Spieler, Roy James, der durchaus Potential hat...ob er den Durchbruch schafft? man wird es sehen

  • Hast Du Links dazu?

    Moritz Fürste: https://t.co/WO3E56Vmxq


    Kretsche hat sich auch geäußert a la er hat den Text dieses Vollidioten gelesen will ihm aber keine Publicity geben


    Bohmann hat den Artikel auch bei Facebook kommentiert (Zeit Online)


    Und offenbar macht der Artikel so viel Wind, dass die Zeit nochmal nachlegen will ("Es gibt z.T. starke Kritik an @WEilenberger-Kolumne. Werden Handball und Diversität deshalb noch einmal aufgreifen bit.ly/1Q8pJ6a")


    Er selbst spricht mittlerweile von einem kalkulierten Tabu-Bruch, der diskursöffnend wirken sollte.

  • Sogar beim bösen THW gibt es Deutsche mit Migrationshintergrund.


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  • ihr gefällt euch echt gut in der opferrolle. wie auch immer. interessiert es euch nicht, warum migranten nicht zum handball kommen? btw: handball besteht nicht nur aus dem leistungssport...


    mich jedenfalls interessiert es, warum migranten nicht zum handball kommen. die gründe sind vielfältig. einige mögliche wurden hier genannt, ob sie in der gewichtung zutreffen oder nicht, kann ich nicht beurteilen. darum der ruf nach einer sportsoziologischen untersuchung.


    vllt findet ihr es sogar gut, dass migranten weniger zum handballsport kommen. dann trifft der artikel voll zu.

  • Sogar beim bösen THW gibt es Deutsche mit Migrationshintergrund.


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    Der zählt nicht, der ist blond, blauäugig und trägt kein Kopftuch :D


    Gibt eigentlich eine Menge Handballer, deren Eltern oder Großeltern noch aus anderen Ländern stammen... aber am Vornamen kann man das nicht unbedingt erkennen.


    OK, bei Evgeni Pevnov vielleicht ...