Bergischer HC - Die Löwen in der 1. Handball-Bundesliga!

  • Zu Punkt 1: Das ist doch aber genau mein Argument, dass die Jugend außerhalb Solingens eben nicht wahrgenommen wird, sondern nur die Profis. Auf dieser Basis nehmen die Leute dann auch wahr, dass in Wuppertal und Düsseldorf, Letzteres ist nicht mal Bergisches Land, gespielt, und in Radevormwald trainiert wird. Warst Du in dem Kaff schon mal? Bestimmt. Für mich ein maximal schlechter Deal des BHC und eine fatale Entscheidung des Vereins auf lange Sicht.

    Zu Punkt 2/3: Der TV Hüttenberg hat seit BHC-Gründung mehr Spieler in die erste Liga gebracht als der BHC über seine Jugend. Das gilt auch für Bayer Dormagen. Gummersbach dito. Von Vereinen wie Berlin, Magdburg, Leipzig oder den Löwen fange ich gar nicht erst an- Stimmt, einige davon haben viel bessere oder andere Bedingungen. Das mag sich in Zukunft, wie Du vermutest, wieder ändern, aber der aktuelle Fakt ist ein anderer. Hoße und Nippes entstammen auch der Jugend der SG Solingen und nicht der des BHC, wenn man es genau nimmt.

    Fazit: Man kann sich als Fan die Dinge schöner reden, als sie sind. Man kann aber auch emotionslos die Fakten betrachten und sehen, dass die Dinge eben anders sind, als man sie gerne hätte. Und, ganz wichtig, man kann das alles tun, ohne direkt persönlich zu werden und andere als arrogant zu bewerten und zu fragen, was sie selbst denn sportlich erreicht hätten. ;)

    Zu Punkt 1: Ja, die Öffentlichkeit nimmt wahr, wo gespielt wird. Und das war gezwungenermaßen sowieso schon nicht mehr Solingen. Ich bezweifle, dass die Trainingsstätte öffentlich wahrgenommen wird. Ich bin mir leider nicht sicher, ob das Kaff so viel schlechter als die Solinger Innenstadt ist. Um das abschließend bewerten zu können, müsste man die genauen Details sowohl dazu als auch zur Kanalstraße kennen, und das wird wohl nicht passieren.

    Zu Punkt 2: Okay, also Hüttenberg (in den letzen 15 Jahren auch deutlich länger Zweitligist als wir, aber gut), Gummersbach und dann lauter Vereine, die wie du selber schon sagst mit Internaten ganz andere Voraussetzungen haben als hier und sich regelmäßig in C-, B- und A-Jugend die besten zusammensuchen können. Naja, damit kann ich leben. Auch die in dem Artikel erwähnten Nachwuchsspieler werden in zwei Jahren mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht mehr hier spielen. Wenn die dann in 6-7 Jahren wiederkommen, erzählst du mir dann auch wieder, das wären keine Eigengewächse, obwohl die von der D- bis zur A-Jugend hier gespielt haben?

    Fazit: Man kann - aus persönlichen Motiven? - krampfhaft alles und jeden schlecht reden. Man kann aber auch emotionslos die Fakten betrachten und sehen, dass die Dinge nicht nur Schwarz und Weiß sind. Und, ganz wichtig, man kann das alles tun, ohne direkt persönlich zu werden und erstmal polemisch zu behaupten, irgendwelche Nachwuchsspieler würden eh nichts reißen, nur weil sie es vielleicht nicht in die 1. Liga schaffen, nur um danach halbgar zurückzurudern (ich habe im Übrigen nur die Aussage als arrogant bezeichnet und niemanden persönlich, wir sollten schon bei der Wahrheit bleiben, auch außerhalb des Journalismus). ;)

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Stimmt, ich als gebürtiger Solinger fahre seit Jahren eine persönliche Agenda gegen den BHC. Exakt so ist es. :D Sorry, aber das entbehrt halt einfach jeglicher Grundlage. Ich bin kein BHC-Fan, aber ich freue mich, wenn der BHC immer einer von 18 Erstligisten ist. Bei allen anderen 17 Vereinen ist mir der Standort tatsächlich völlig egal. Aber klar, nur weil ich Dinge kritisch sehe, bin ich natürlich direkt gegen den Verein. ;)

  • ich als gebürtiger Solinger

    Keine Sorge, es gibt genug, die nichts für den BHC übrig hatten, aber dann doch persönlich beleidigt waren, als man nicht mehr in Solingen gespielt hat. In Solingen findet man immer einen Weg :lol:

    nur weil ich Dinge kritisch sehe

    Kann man machen, tue ich auch, ich fand die meisten Argumente einfach schlecht. Aber das haben wir zur Genüge ausdiskutiert. Wahrscheinlich ist es aber auch gar nicht so wichtig, denn wenn hier in den nächsten zehn Jahren keine neue Halle steht, kann man sich von Erstliga-Handball sowieso verabschieden.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Kann man so sehen. Ich bin der Ansicht, wenn man eine Arena hat, ist der Trainingsort nicht entscheidend, und solange man keine hat, könnte man auch auf dem Gräfrather Marktplatz trainieren und es würde sich nicht viel ändern. Die Spielstätte in Solingen hat man nicht mehr und sie wird auch nicht wiederkommen. Und das liegt nicht an irgendwelchen Egos.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Die Klingenhalle ist aus der Zeit gefallen, und die Stadt hat leider nicht wirklich unterstützt, sondern eher - vielleicht auch aus eigenen Zwängen - noch mehr Steine in den Weg gelegt, siehe Parkplatz, Duschen & Co.

    Allerdings wäre der Gräfrather Marktplatz als Trainingsort definitiv der schönste der Liga.

    Klaro! ;)

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Neue Trainingsheimat in Radevormwald - BHC06
    Am 1. August ist es soweit. Die Handballprofis des Bergischen HC ziehen in ihr neues Trainingszentrum in Radevormwald ein. Im Sport + Seminarcenter (SSC) fehlt…
    bhc06.de

    Der Geschäftsführer führt aus: „Wenn der BHC einen flammenden Appell an die Öffentlichkeit richtet, muss es ernst sein.“ Aus Solingen sei das Angebot gekommen, drei Mal die Woche zu trainieren, in Wuppertal zwei Mal. „Das ist sechst- beziehungsweise fünftklassig.“


    Das ist schon krass bzw zeigt einfach wie schei.. egal den Städten der Profisport ist. Anscheinend ist man eher bereit 80-90 Milionen ins Pina Bausch Zentrum und zig Millionen in die BUGA zu investieren :pillepalle:

    Einmal editiert, zuletzt von Bruefrost (15. April 2026 um 09:49)

  • Städte, die hochverschuldet sind, müssen als für hochbezahlte Profisportler definitiv Trainingsoptionen schaffen, damit die trainieren können, obwohl Schulen als auch Vereinen im Breitensport oft Hallenzeiten fehlen?

    Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen. Sicherlich nicht definitiv - und die Hände sind gerade auf Kurzfristachse für eine Kommune stark gebunden. Da sticht das Argument schon.

    In Summe kann ich den Frust der Fans auf die bergischen Städte aus den letzten Jahren verstehen - der entlädt sich in so einer Situation dann. Wuppertals lange Verweigerung, überhaupt irgendwas mit dem BHC zu tun haben zu wollen, Solingens "Wir kümmern uns" mit dem Ergebnis, dass sogar Mittel für eine Arena lieber für eine vollkommen sinnfreie gläserne Werkstatt genutzt wurden. Nur zwei Beispiele, wieso man den schwarzen Peter nicht vollends beim BHC suchen muss.

    Am Ende ist es, sowohl beim BHC wie auch den Städten, insb. der Sportausschüsse der Städte, ähnlich wie bei den Zweitliga-Damen vom HSV Solingen-Gräfrath: Auf die Gunst eines Mäzen vertraut, gehofft das es mit der Kooperation in Summe (Damenhandball und Trainingszentrum) klappen würde, und wie der HSV auf die Nase gefallen.

    Wollen wir hoffen, dass die Halle mittelfristig kommt. Das wäre Balsam für die geschundene Fan-Seele...

  • Städte, die hochverschuldet sind, müssen als für hochbezahlte Profisportler definitiv Trainingsoptionen schaffen, damit die trainieren können, obwohl Schulen als auch Vereinen im Breitensport oft Hallenzeiten fehlen?

    Nö, müssen sie nicht. Die Gesamtaussage bleibt natürlich trotzdem richtig, auch wenn das hier vielleicht ein schlechtes Beispiel ist. Für die Schulen und Breitensportvereine (BHC E- bis A-Jugend sind übrigens auch kein Profitum) fehlen aber wie richtigerweise erwähnt auch Hallenzeiten. Sporthallen bräuchte man definitiv so oder so.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Neue Leidenszeit für BHC-Spieler Elias Scholtes
    Gerade erst hatte der junge Rückraumlinkshänder des Handball-Bundesligisten eine schwere Verletzung überwunden. Jetzt hat sich einen Meniskusriss zugezogen.
    www.wz.de

    Es war ja zu befürchten. Bin mal gespannt, ob der BHC dennoch den Vertrag verlängern möchte. So wie ich den Club aber kenne und schätze, dürften die Chancen trotzdem nicht so schlecht stehen.


    Gute Besserung!

  • Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen. Sicherlich nicht definitiv - und die Hände sind gerade auf Kurzfristachse für eine Kommune stark gebunden. Da sticht das Argument schon.

    In Summe kann ich den Frust der Fans auf die bergischen Städte aus den letzten Jahren verstehen - der entlädt sich in so einer Situation dann. Wuppertals lange Verweigerung, überhaupt irgendwas mit dem BHC zu tun haben zu wollen, Solingens "Wir kümmern uns" mit dem Ergebnis, dass sogar Mittel für eine Arena lieber für eine vollkommen sinnfreie gläserne Werkstatt genutzt wurden. Nur zwei Beispiele, wieso man den schwarzen Peter nicht vollends beim BHC suchen muss.

    Am Ende ist es, sowohl beim BHC wie auch den Städten, insb. der Sportausschüsse der Städte, ähnlich wie bei den Zweitliga-Damen vom HSV Solingen-Gräfrath: Auf die Gunst eines Mäzen vertraut, gehofft das es mit der Kooperation in Summe (Damenhandball und Trainingszentrum) klappen würde, und wie der HSV auf die Nase gefallen.

    Wollen wir hoffen, dass die Halle mittelfristig kommt. Das wäre Balsam für die geschundene Fan-Seele...

    Natürlich hoffe auch ich, dass die Halle zeitnah kommt und ich verstehe auch den Frust der Fans, gar keine Frage. Es gibt allerdings auch eine andere Seite der Medaille. Die Stadt Solingen hat natürlich auch Geld verbrannt. Aber nicht so viel, dass es für eine moderne Arena reicht. Jörg Föste hat Machtspiele mit der Stadt Solingen betrieben und die am Ende verloren. Er hat das nun auch mit Michael Kölker getan und die Folge ist, dass man nun in Radevormwald trainieren wird. Als er aber das Geld von Kölker gebraucht hat, um Spieler zu verpflichten oder eben in der Kanalstraße in der Halle von Kölker zu trainieren, ist er diese Deals auch immer eingegangen.

  • Natürlich hoffe auch ich, dass die Halle zeitnah kommt und ich verstehe auch den Frust der Fans, gar keine Frage. Es gibt allerdings auch eine andere Seite der Medaille. Die Stadt Solingen hat natürlich auch Geld verbrannt. Aber nicht so viel, dass es für eine moderne Arena reicht. Jörg Föste hat Machtspiele mit der Stadt Solingen betrieben und die am Ende verloren. Er hat das nun auch mit Michael Kölker getan und die Folge ist, dass man nun in Radevormwald trainieren wird. Als er aber das Geld von Kölker gebraucht hat, um Spieler zu verpflichten oder eben in der Kanalstraße in der Halle von Kölker zu trainieren, ist er diese Deals auch immer eingegangen.

    Hört sich für mich als Außenstehenden so an, also ob Föste hier das Problem wäre und er für die aktuelle Trainigs-/Hallen-Situation verantwortlich ist. Ist die Solinger Welt wirklich so einfach?

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Hört sich für mich als Außenstehenden so an, also ob Föste hier das Problem wäre und er für die aktuelle Trainigs-/Hallen-Situation verantwortlich ist. Ist die Solinger Welt wirklich so einfach?

    Nö, aber er stellts gerne so da. Wenn Föste irgendwelche Machtspielchen mit der Stadt getrieben haben soll, dann hat die Stadt diese genauso getrieben. Den Parkplatz für die erstbeste Veranstaltung vermietet, die Türen nicht aufgeschlossen, wenn Leute aufbauen wollten, den Verein nicht über gesperrte Duschen informiert, … abgesehen davon, welche Machtspielchen soll er genau verloren haben? Würde hier eine neue Arena stehen, wenn er immer lieb und nett gefragt hätte? Oder neue Sporthallen, in denen man hätte trainieren können? Wohl kaum. Wenn dann haben beide verloren. Gewinner gibt es bei der ganzen Sache sicher nicht.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.