der große unterschied ist breitensport und leistungshandball.
hier sehe ich große unterschiede
Ok, aber welche denn?
Im Kern ist doch die Frage, auf welchem Weg genug Nachwuchs für Liga 1 und 2 ausgebildet werden kann. Zunehmend wird hier in der HE die nachlassende Qualität in Liga 1 bemängelt, insbesondere wg fehlender Qualität des deutschen Nachwuchses (und ausbleibenden Neuverpflichtungen aus dem Ausland, aber das ist hier in Bezug auf die Jugendarbeit nicht relevant).
Parallel wurden in den letzten Jahren die Systeme zunehmend verengt: weniger Teams in den Ligen, weniger Ligen (in 2+3 sowie auch auf Landesverbandebene durch Fussionen). Parallele Entwicklungen auch bei der Jugend, Fokussierung auf die Spitze, Planung von Leistungszentren etc. All das sollte die Qualität erhöhen.
Einen Output aus diesen Bemühungen kann ich bislang nicht hinreichend erkennen. Meine These ist daher, dass das Förderprinzip zu früh auf zu wenige Talente verengt wird. Die Erfahrung, sowie sportwissenschaftliche Studien zeigen, dass a) diejenigen, die mit 15, 16 die größten Talente sind, nicht immer bei den Aktiven die nationale Spitze darstellen und b) längst nicht alle Nationalspieler und Spitzenspieler in der Jugend schon als solche erkannt werden.
Daher ist mein Fazit, dass eine breitere Förderung im Alter zwischen 15 und 18 einen positiven Outcome hätte. Der einfachste Weg hierfür wäre, die Förderung auf Landesverbandebene nach der DHB-Sichtung nicht abrupt enden zu lassen (und nur für 20 Spielerinnen im Nationalkader fortzusetzen), sondern weiterzuführen und zudem durchlässig zu halten für "Neuentdeckungen".
Kurz gesagt: die Funktionäre basteln gerne an Strukturen herum. Was uns aber darüber komplett aus dem Blick gerät, ist, dass es um Menschen geht und wir mit und an diesen arbeiten müssen. Ich bin überzeugt, dass das der Schlüssel ist.