• Bereits gut analysiert, die Aussagen von Köhle ergeben überhaupt keinen Sinn. Es geht doch um seinen "Fake"-Sportverein, der der Lizenznehmer gegenüber der HBF ist. Wie schon geschrieben, mit dem Lizenznehmer kann man eine neue Lizenz für HBF der Saison 26/27 beantragen. Da man Absteiger aus der 1. Liga ist, wäre das für die 2. Liga. Andere Ligen sind nicht von der HBF gemanaged, die 3. Liga ist eine bundesweite Liga, für die man sich auch qualifizieren muß. Es gibt nur die Option Liga 2 oder man wird vom Landesverband irgendwo einsortiert.

    Weiterhin ergeben sich Beschränkungen, die im Artikel nicht erwähnt werden. Es kann nicht irgendein Team aus dem "Süden" sein. Spielgemeinschaften können nur innerhalb des Landesverbands gegründet werden. Und wenn der "Fake"-Verein wieder einer anderen SG betreten soll, muß der Interessent natürlich auch eine Spielgemeinschaft sein oder erstmal eine Spielgemeinschaft gründen. Für die HBF gibt es auch noch den zeitlichen Faktor: Man ist kein Aufsteiger, also muss der Lizenzantrag am 1.3.26 vorliegen. Das ist in gut 10 Wochen.

    Davon ab: Der Mann und seine Mitstreiter haben dem Frauenhandball vor kurzem massiven Schaden zugefügt. Man hätte ja im Interview ja mal mit einer Selbstreflektion beginnen können. Aber davon ist nichts zu lesen. Stattdessen geht es im Prinzip nur darum, wie man die übernommene Lizenz nun am gewinnbringendsten verschachern kann.

  • Zitat

    wie man die übernommene Lizenz nun am gewinnbringendsten verschachern kann

    Ja, aber es gibt keine Lizenz, die ist mit dem Rückzug erloschen. Es gibt nur das Recht für den "Fakeverein", wie du es nennst (eigentlich müsste das jetzt bei HBL-Hauptverein liegen?), die Teilnahme an der 2. Bundesliga zu beantragen.

    Achja, und wenn Geld fließen sollte, müsste doch erstmal der Insolvenzverwalter die Hand aufhalten - oder nicht?

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Ja, aber es gibt keine Lizenz, die ist mit dem Rückzug erloschen. Es gibt nur das Recht für den "Fakeverein", wie du es nennst (eigentlich müsste das jetzt bei HBL-Hauptverein liegen?), die Teilnahme an der 2. Bundesliga zu beantragen.

    Ja, das war unpräzise. Es handelt sich um eine "mögliche Lizenz". Das heißt der potentielle Interessent müsste jetzt Dinge in die Wege leiten, obwohl nicht klar ist, ob die HBF diesen Lizenzantrag überhaupt positiv bescheidet. Außerdem ist man der legitime Nachfolger der HBL, es könnte also auch bedeuten, dass man Auflagen erhält, die noch die Folgen aus dieser Saison sind. Eventuell sogar ein Punktabzug?

  • Ja, aber es gibt keine Lizenz, die ist mit dem Rückzug erloschen. Es gibt nur das Recht für den "Fakeverein", wie du es nennst (eigentlich müsste das jetzt bei HBL-Hauptverein liegen?), die Teilnahme an der 2. Bundesliga zu beantragen.

    Achja, und wenn Geld fließen sollte, müsste doch erstmal der Insolvenzverwalter die Hand aufhalten - oder nicht?

    ... und zwar ordentlich, das kannste glauben!

  • ... und zwar ordentlich, das kannste glauben!

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Der Lizenznehmer ist der e.V. Die Insolvenzen beziehen sich aber nur auf die GmbHs. Lest nochmal das Interview. Köhle spricht als Vorsitzender seines Vereins. Für alles andere verweist er immer auf den Insolvenzverwalter, was Sinn macht, denn in die GmbHs war er ja schon vorher gar nicht involviert. Da war Götz der GF.

  • Köhle ist nicht Vorsitzender der HBL (dem eigentlichen Verein), sondern Thilo Kapfenstein. Möglicherweise gibt es da noch ein Konstrukt als Förderverein oder so, zwecks Unterstützung des Frauenhandballs der Oberklasse. Da waren ja mehre Gremien gegründet worden, um diese "Fusion" zu ermöglichen.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Köhle ist nicht Vorsitzender der HBL (dem eigentlichen Verein), sondern Thilo Kapfenstein. Möglicherweise gibt es da noch ein Konstrukt als Förderverein oder so, zwecks Unterstützung des Frauenhandballs der Oberklasse. Da waren ja mehre Gremien gegründet worden, um diese "Fusion" zu ermöglichen.

    Hm ... das Thema hatten wir doch schon durchgekaut? Es wurde ein neuer Verein gegründet, der offensichtlich der Lizenznehmer-Stammverein ist und dessen Vorsitzende Christian Köhle ist. So wie ich es verstanden habe, können Spielgemeinschaften nicht Lizenznehmer sein. Der Lizenznehmer ist immer ein konkreter Stammverein. Und diesen Verein habe ich als Fake-Sportverein bezeichnet, weil dieser mutmaßlich nur aus dem Vorstand um Christian Köhle besteht. Es gibt offensichtlich weder Mannschaften noch eine Mitglieder-Basis in dem Verein.

    Ob dieser Stammverein aktuell überhaupt noch Teil der Spielgemeinschaft HB Ludwigsburg ist, ist ebenfalls unklar. Ich hatte ja auch schon bemerkt, dass die Webseiten der SG überarbeitet wurden und Köhle nicht mehr bei der HBL-Führung auftaucht (was zuvor der Fall war).

    Einmal editiert, zuletzt von Benson (13. Dezember 2025 um 15:41)

  • Zumal der Wirtschaftliche Träger auch noch Bedingungen für einen Lizenzantrag erfüllen muss also einfach so wird das ganz sicher nicht durchgewunken. Bin gespannt, was wir noch hören werden. Meine Vermutung ist, dass da nichts bei rum kommt und auf längere Zeit kein Bundesligahandball in Ludwigsburg gespielt wird - egal, was der Herr von sich gibt.

  • Schwobe halt, müsset zusammenhalten . . . .

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Seemüller ist Westfale.

    Und er hat recht

    Mal überspitzt formuliert:

    Wenn das so zutreffen würde, müsste man die üblichen Vorbereitungsroutinen auf die Saisonhöhepunkte komplett neu denken...


    Der ganze sogenannte Transformationsprozess ist eine selbstzerstörerische Disruption, übrigens nicht nur im Handball.

  • In dem Artikel wird ja mehrmals "GBR" erwähnt. Da das nicht weiter erklärt wird, hatte ich mal dazu recherchiert. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um den Gestaltungsbeirat, also ein politisches Gremium des Stadtrats Ludwigsburg. Das wift dann die weitere Frage auf, wieso ein politisches Gremium entscheiden soll, ob es in Ludwigsburg mit professionellem Handball weitergeht. Außerdem konnte ich kein Sitzungsprotokoll entdecken, dass dieses Thema beinhaltet. Wenn es also so war, wie Köhle erklärt, wurde das Ganze wohl in einer geheimen / informalen Sitzung diskutiert.

  • Ich glaube eher, dass GBR für Gesellschaft Bürgerlichen Rechts steht und mit einer der vorherigen (oder noch existenten) GmbHs verwechselt wurde

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Ich glaube eher, dass GBR für Gesellschaft Bürgerlichen Rechts steht und mit einer der vorherigen (oder noch existenten) GmbHs verwechselt wurde

    Aber die Rechtsform wird eigentlich "GbR" abgekürzt, das sollte eine Tageszeitung eigentlich wissen. Wen es um den Beirat geht, verwendet der Artikel allerdings auch die falsche Präposition ("vor der GBR"), das passt also tatsächlich nicht.

  • Ich wollte nur eine Möglichkeit aufzeigen, behaupte nicht im Recht zu sein.

    Und was Tageszeitungen angeht, ich arbeite für eine - und da darfst du nicht mehr allzu viel erwarten - leider.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
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  • Knapp 4 Wochen hat der Verein HB Ludwigsburg/Bietigheim noch für den Lizenzantrag. Ob wir da vor dem Stichtag 01.03 noch irgendwas hören werden?

    Da bin ich wirklich mal gespannt ob da was kommt... wenn nicht würde das ja einen richtigen Neuanfang bedeuten von ganz unten oder was ??