• Als vor Jahren Pogacar und Roglic hochkamen, habe ich gelesen, dass es beim slowenischen Verband sehr lax zuging, was Dopingkontrollen betrifft. Vor allem im Winter in der Saisonvorbereitung, wenn sie in Slowenien zuhause trainiert haben, konnte (kann?) man diese „Lücken“ wohl ausnutzen. Wenn jetzt behauptet wird, die Leistungsexplosion läge an einer legalen Ernährungsumstellung oder sowas, dann lache ich bloß.

  • Freundschaft!

    Dann schreibe ich mal etwa dazu.

    Was Du nicht verstehst, ist, dass dort niemand alleine ein Einzelzeitfahren macht. Die fahren zusammen in Gruppen abwechselnd im Wind. Bei der Etappe war das Rennen so schnell, weil sich eine riesige Ausreißergruppe (über 50 Fahrer) gebildet hatte, die voll gefahren ist und dadurch musste das Peloton auch voll fahren. Die Geschwindigkeit ergab sich aus der taktischen Situation. Normalerweise wird einfach langsamer gefahren. Diese Durchschnittsgeschwindigkeit ist aber nicht mal in der Nähe dessen, was eine 50-köpfige Gruppe als Maximalgeschwindigkeit fahren könnte, wenn die sich tatsächlich optimal abwechseln würden. Edit: es wurden nach der Etappe sogar Wattwerte eingeblendet. Ein Fahrer hatte auf der Etappe eine durchschnittliche Leistung von 205 Watt. Ich schaffe das nicht. Für einen Profi ist das eine Spazierfahrt.

    Und hier wieder genau das gleiche. Die fahren nicht dort nicht am Fuß los und im Einzelzeitfahren den Berg hoch. Die fahren in unterschiedlichen taktischen Formationen hoch, die die Gesamtgeschwindigkeit beeinflussen. Man müsste alle Faktoren rausanalysieren, um eine echte Bewertung der Zeit vornehmen zu können. Auch so Faktoren wie Wind. Es ist eine Freiluftsportart.

    Dieses "Wundermittel", dass "kursiert", ist erstens mal kein Krebs-Medikament, sondern ein Stoff, der für die Forschung erhältlich ist. Diesen gibt es künstlich seit den 1990ern. Er kommt auch körpereigen vor. Den Nachweis von künstlichem AICAR gibt es seit 2013. Die Methoden wurden bis 2017 weiter verbessert. Man kann also sagen, dass es mit Sicherheit nicht "ein im Peloton seit Jahren genutztes Mittel zur Leistungssteigerung" ist.

    Das mag ja alles stimmen und klingt ja auch einsichtig. Aber diese Möglichkeiten gab es ja auch früher, trotzdem führte es früher noch nicht zu diesen Leistungen.

  • Das mag ja alles stimmen und klingt ja auch einsichtig. Aber diese Möglichkeiten gab es ja auch früher, trotzdem führte es früher noch nicht zu diesen Leistungen.

    Die fahren doch heute nicht mit dem gleichen Setup wir früher. Der Radsport hat sich in den letzten Jahrzehnten extrem rasant verbessert: Material, Aerodynamik, Ernährung, Training. Der Radsport von früher lässt sich mit dem heutigen nicht wirklich vergleichen.

  • Als vor Jahren Pogacar und Roglic hochkamen, habe ich gelesen, dass es beim slowenischen Verband sehr lax zuging, was Dopingkontrollen betrifft. Vor allem im Winter in der Saisonvorbereitung, wenn sie in Slowenien zuhause trainiert haben, konnte (kann?) man diese „Lücken“ wohl ausnutzen. Wenn jetzt behauptet wird, die Leistungsexplosion läge an einer legalen Ernährungsumstellung oder sowas, dann lache ich bloß.

    Beide wohnen seit Jahren in Monaco.

  • Freundschaft!

    ... das ist ein Unterschied

    Ist auch Quatsch. Pogacar wohnt dort. Er fährt sehr viele Tage im Jahr dort sein Training. Bis er es im Frühjahr endlich geschafft hat, u.a. die Hügel von San Remo.