Der Vergleich zum Basketball ist auch in der Form sinnlos. Ich bin mit der NBA in den 90er aufgewachsen. Da haben Schränke aufeinander eingeprügelt überspitzt gesagt. Nicht umsonst ist das Bad Boys Ding, mit dem Deutschland bei der EM 2016 gewinnt, eine Referenz auf die Pistons in der NBA. Seitdem werden die Regeln immer weiter und immer weiter aufgeweicht, um mehr Offensive zu ermöglichen. Was damals ganz normal als Härte galt, ist heute gleich ein Flagrant. Gefühlt kannn man kaum noch hart verteidigen. Im Basketball gibt es auch die exakt dieselbe Diskussion um (mangelnde) Schrittfehler, die völlig außer Kontrolle geraten sind. Insofern ist die Entwicklung nicht zum Basketball, sondern beide Sportarten gehen quasi denselben Weg. Den geht im Grunde fast jede Sportart.
3. Spieltag: FA Göppingen - THW Kiel
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Es wollten nicht beide Spieler zum Ball !
Es ist auch nicht nach aktueller Linie, sowas war und ist schon immer rot gewesen.
Das Schiller nachher die Sache noch so kontrolliert hinbekommt, kann kein Argument sein. Spieler in Kreis oder Bezirksliga können sowas meistens nicht und ggf verletzen sie sich dabei. Unsere Handballregeln sind in jeder Liga gleich..
Das ist dasselbe wie z.b. mit Kristopans und den zu ertragenen Fouls. Nur weil er 3m groß ist und mehr aushalten kann als ein Newel, kann das nicht bedeuten, dass man ihn dann härter angehen darf und gleiche Fouls weniger geahndet werden.
Zerbe berührt ihn ganz klar im vollen Lauf und macht nicht 1% den Anschein, überhaupt auf den Ball zu achten.
Zumal es fast exakt dasselbe ist wie damals vs Hamburg. Auch da hat Zerbe 0 Chance auf den Ball und berührt von hinten seinen Gegenspieler, der natürlich beim Torabschluss die Kontrolle verliert.
Das ist ne glasklare rote Karte. Wenn das mit Freiwurf oder 2 Minuten durchgeht, musste Angst vor der Zukunft haben.
Du stellst hier doch sonst so gerne Artikel der HW ein….
Danke schwabe dass Du das übernommen hast.
An alle Körperkontakt-Allergiker (welch passende Wort-Kreation
), kommt mal wieder runter.
Angst um die Zukunft muss man haben, wenn es so endet, wie im Artikel beschrieben. Am besten gleich die Abwehr ganz verbieten, damit noch mehr Tor fallen. Tor-Inflation will ich nicht sehen, das ist langweilig -
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Es wollten nicht beide Spieler zum Ball !
Es ist auch nicht nach aktueller Linie, sowas war und ist schon immer rot gewesen.
Das Schiller nachher die Sache noch so kontrolliert hinbekommt, kann kein Argument sein. Spieler in Kreis oder Bezirksliga können sowas meistens nicht und ggf verletzen sie sich dabei. Unsere Handballregeln sind in jeder Liga gleich.. [...]
Zerbe berührt ihn ganz klar im vollen Lauf und macht nicht 1% den Anschein, überhaupt auf den Ball zu achten.
Zumal es fast exakt dasselbe ist wie damals vs Hamburg. Auch da hat Zerbe 0 Chance auf den Ball und berührt von hinten seinen Gegenspieler, der natürlich beim Torabschluss die Kontrolle verliert.
Das ist ne glasklare rote Karte. Wenn das mit Freiwurf oder 2 Minuten durchgeht, musste Angst vor der Zukunft haben.
Meines Erachtens ist die Intensität des Kontakts durchaus zu berücksichtigen. Im aktuellen Fall hat Zerbe Schiller mit den Fingerspitzen berührt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das (ungeachtet der grundsätzlichen Dynamik im vollen Lauf) nennenswerte Auswirkungen auf Schiller hatte, sein Sturz kam für mich insbesondere dadurch zustanden, dass er sich sehr zum Ball strecken musste. Das scheint ja auch Schiller selbst zu sehen, wenn er eine rote Karte für zu viel hält.
Ich grundsätzlich ein Freund von roten Karten in solchen Situationen, zumal sie vom Verteidiger ganz einfach vermieden werden kann und er selbst schuld ist, wenn er unnötig ins Risiko geht. Im aktuellen Fall von Zerbe war mir aber einfach – insbesondere auch nach dem Videobeweis – zu wenig Kontakt da.
Ganz anders sehe ich übrigens die Situation gegen Hamburg. Da war (wenn ich mich recht entsinne, habe jetzt nicht nochmal nachgeschaut) auch nur relativ wenig Kontakt, der allerdings geeignet war, den Angreifer aus dem Tritt und zum Sturz zu bringen. Da fand ich die rote Karte absolut berechtigt.
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Meines Erachtens ist die Intensität des Kontakts durchaus zu berücksichtigen. Im aktuellen Fall hat Zerbe Schiller mit den Fingerspitzen berührt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das (ungeachtet der grundsätzlichen Dynamik im vollen Lauf) nennenswerte Auswirkungen auf Schiller hatte, sein Sturz kam für mich insbesondere dadurch zustanden, dass er sich sehr zum Ball strecken musste. Das scheint ja auch Schiller selbst zu sehen, wenn er eine rote Karte für zu viel hält.
Ich grundsätzlich ein Freund von roten Karten in solchen Situationen, zumal sie vom Verteidiger ganz einfach vermieden werden kann und er selbst schuld ist, wenn er unnötig ins Risiko geht. Im aktuellen Fall von Zerbe war mir aber einfach – insbesondere auch nach dem Videobeweis – zu wenig Kontakt da.
Ganz anders sehe ich übrigens die Situation gegen Hamburg. Da war (wenn ich mich recht entsinne, habe jetzt nicht nochmal nachgeschaut) auch nur relativ wenig Kontakt, der allerdings geeignet war, den Angreifer aus dem Tritt und zum Sturz zu bringen. Da fand ich die rote Karte absolut berechtigt.
Bin ich komplett bei dir. Das war keine rote Karte. Und wenn selbst der unmittelbare Gegner das nicht als rote Karte sieht, ist eigentlich alles gesagt.
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Ich sehe da keinen Versuch, zum Ball zu gehen.
Der will nur Schiller stoppen - egal wie.
Klare rote Karte bei dem Tempo von hinten.
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Ich schlage vor, dass alle jetzt noch weitere 10x ihre Sicht der Dinge schreiben, ohne ihren Standpunkt auch nur einen Millimeter zu verändern. So schaffen wir dann zielsicher mindestens 20 Seiten.
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Ich sehe da keinen Versuch, zum Ball zu gehen.
Der will nur Schiller stoppen - egal wie.
Klare rote Karte bei dem Tempo von hinten.
Sprich nochmal mit Herrn Holm
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Ehrlicherweise käme ich mittlerweile zu der Einschätzung, dass man das komplett umkehren könnte. Ich bestimmten Spielsituationen ist Basketball kein Deut weniger körperbetont als der Handball heute.
Prinzipiell geht es vielleicht um die Unterscheidung zwischen "was deckt die Regelauslegung ab" und was "schadet dem Handballsport". Ich habe das ja auch schon einige Male zu Gesichtstreffern gesagt. Das prinzipiell richtige Argument Spieler schützen zu wollen darf nicht am Ende das Wesen des Handballsports untergraben. Es gibt ganz sicher Dinge, die man bestrafen sollte und da machen Regelanpassungen echt Sinn! Brutales Stoßen in der Luft wäre sicherlich so ein Beispiel! Aber deswegen darf eben am Ende nicht jeder Kontakt in der Luft zu drakonisches Strafen führen. Die Einführung mit dem herauseilenden Torwart beim Tempogegenstoß macht total Sinn, weil es da oft zu schweren Zusammenstößen kam. Das hätte man aber viel einfacher (auch für die Schiris) lösen können, in dem man dem Torwart das prinzipiell untersagt. Niemand will das einem Außen, wie früher teilweise, in den Arm gehackt wird, aber das was teilweise daraus resultiert (das Abwehrspieler angesprungen werden) kann auch nicht im Sinn des Schutzes sein! Die Liste ist endlos!!
Zu Zerbe: Regeltechnisch mag das sogar vertretbar sein, aber ROT kann dafür nie die richtige Entscheidung sein, weil das einfach ein normaler Zweikampf ist. Das ist analog zu einem Gesichtstreffer, bei dem eine minimale Berührung vorliegt! Das darf auch einfach nicht Rot sein!
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Bei der Bewertung des Körperkontaktes muss nicht nur festgestellt werden, ob es ihn gegeben hat.
Es ist durch die SR zu bewerten, welche Intention der Kontakt hatte und welche Wirkung. Dies gilt in allen Situationen im Spiel. Genau darin besteht ja durchgehend die wahrlich nicht einfache Aufgabe der SR im ganzen Spiel. Andernfalls wäre jede Berührung Foul.
Bei Zerbe sehe ich auch nach wiederholter Ansicht weder durch eine erkennbare Intention noch durch die Wirkung Rot geboten.
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