HBF Handballprofi ohne Mindestlohn

  • Die Treppenstufen auf denen sitzt sind mehr als doppelt so hoch, wie die Treppen auf denen man geht. Auch in Bensheim hat man keine Schalensitze sondern sitzt auf Holz. Die Tribünen hinter den Toren sind erhöht und die Sicht ist durchaus ordentlich. Tatsache ist, dass alle Anforderungen uneingeschränkt erfüllt sind und man hat keine leere Halle, selbst wenn einmal nur 700 Zuschauer kommen

  • Auch wenn es am Ende vielleicht frustrierend sein mag, aber man kann bestimmte Dinge eben auch nicht erzwingen. Wenn das Interesse für hochklassigen Frauenhandball nicht gegeben ist, dann muss man es eben auch nicht irgendwie hinnehmen.

    Und wenn Vereine bestimmte Gehälter nicht zahlen können, dann mag man diesem Sport unter Profibedingungen nachgehen, aber dann ist man eben kein Profi im klassischen Sinne, sondern Amateur.

    Es stellt sich am Ende vielleicht eher die Frage warum wir uns in Deutschland so mit Frauen(mannschafts)sport schwer tun? Und ehrlicherweise kann ich mich da auch nicht ausschließen! Wenn ich mir Frauenfußball und noch viel schlimmer -handball anschaue, dann habe ich da einfach keine Freude dran! Es gibt Sportarten, da macht mir der körperliche Unterschied überhaupt nichts aus (LA oder Schwimmen seien da mal genannt), aber Handball schaue ich maximal aus Sympathie zu Spielerinnen, wenn ich sie persönlich kenne.

    Vermutlich geht es nicht nur mir so! Trotzdem wäre es natürlich wünschenswert wenn man die Lücke irgendwie schließen könnte!

  • Die Tribünen hinter den Toren sind erhöht und die Sicht ist durchaus ordentlich.

    Frage an dich, und ich bitte um ehrliche Antwort:

    Hast du dort schon mal ein Spiel geschaut, oder hast du gar deine Dauerkarte dort wenn die Sicht doch so ordentlich ist?

    Wir als Gästefans finden es dort ehrlich gesagt nicht besonders toll……

  • Möglicherweise interessant, aber hinter einer Paywall. Kann jemand die Inhalte zusammenfassen?

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Es geht unter anderem darum, wie man die Arbeitszeit der Spielerinnen berechnet (Reisezeit ist beim VfL keine Arbeitszeit, Spielzeit und Trainingseinheiten natürlich schon). Außerdem erwähnt Lampe, dass es in der Bundesliga einige 17jährige gibt, die im Prinzip das selbe leisten wie volljährige Spielerinnen, aber gar keine Bezahlung erhalten. Diesen Punkt habe ich hier ja auch schon mal aufgebracht. Desweiteren geht es darum, warum der VfL bei der Bezahlung anderen Vereinen hinterhinkt. Lampe argumentiert, dass andere Vereine z.B. allein deshalb 200.000 € mehr zur Verfügung hätten, weil sie nichts (oder nur sehr wenig) für die Nutzung ihrer Arena zahlen müssten. Im Interview werden noch mehr Themen behandelt, ich kann das schlecht alles zusammenfassen.

    Zitat von NWZ-Online; A. Lampe

    Nur weil wir nur 60 Prozent von dem bezahlen, was andere Clubs zahlen, können wir ja nicht sagen: Dann leiste bitte nur 60 Prozent und komm nur zu drei von fünf Trainings. Das funktioniert nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Benson (23. September 2026 um 21:42)

  • Es geht unter anderem darum, wie man die Arbeitszeit der Spielerinnen berechnet (Reisezeit ist beim VfL keine Arbeitszeit, Spielzeit und Trainingseinheiten natürlich schon). Außerdem erwähnt Lampe, dass es in der Bundesliga einige 17jährige gibt, die im Prinzip das selbe leisten wie volljährige Spielerinnen, aber gar keine Bezahlung erhalten. Diesen Punkt habe ich hier ja auch schon mal aufgebracht. Desweiteren geht es darum, warum der VfL bei der Bezahlung anderen Vereinen hinterhinkt. Lampe argumentiert, dass andere Vereine z.B. allein deshalb 200.000 € mehr zur Verfügung hätten, weil sie nichts (oder nur sehr wenig) für die Nutzung ihrer Arena zahlen müssten. Im Interview werden noch mehr Themen behandelt, ich kann das schlecht alles zusammenfassen.

    Deswegen finde ich es ja interessant, dass im Sommer etliche Sportsoldaten vertragslos werden. Die bringen einen 2xxx Euro netto-Nebenjob ja mit. Das dürfte für klamme Vereine wie Blomberg, Bensheim, Oldenburg und Metzingen potenziell ein Booster sein. Und wenn da jemand ordentlich zuschlägt, dann ist das massive Wettbewerbsverzerrung.

  • Über die Sportsoldaten oder Angehörige von Polizei und Zoll habe ich ja eine etwas zwiespältige Meinung. Ihre Unterstützung im Bereich von Mannschaftssportarten (spezielle jene mit dem Ball aber zum Beispiel auch Ringen, Judo oder Gewichtheben) mit Profiligen sehe ich da eher kritisch. Anders als bei den Einzelkämpfern, eben die Wintersportler, Leichtathleten, Schwimmer und andere (gibt es da noch welche relevanten?). Diese treten im Prinzip nur international in ihren Weltcups, Dimond Leagues usw. in Erscheinung, die nationalen Wettkämpfe sind da weit weniger als zweitrangig.

    Und sind alle Militär- (oder anderswo)-Angehörige im Handball überhaupt Berufssoldaten? Zu meiner Zeit (frei nach BAP "Verdammt lang her") gab es auch Sportfördergruppen und Sportförderkompanien. Da waren allerdings überwiegend nur Wehrpflichtige zusammengeführt, die große Freiräume in unterschiedlichen Dimensionen genossen, teilweise nur selten die Kompanien von innen sahen (wir hatten in Mannheim Boxer, die kamen einmal im Monat oder so und haben den Hof gekehrt). Andere hatten nur Freigang für ihre Spiele und mussten sonntagsabends in ihren Standorte "zurückgeführt" werden. Ich war damals oft als Fahrer nach Blackborncity oder Bruchsal unterwegs und anderswo hin.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)