Hexenkessel in der Provinz

  • Okay, um ehrlich zu sein bin ich nichtmal auf die Idee gekommen. Was ist die Faustformel, nachder man etwas einträgt?

    Die Uhr erscheint im Nachhinein logisch. Ich kann Dir Folgen, dass bei der Häufung eine Erwähnung im Bericht sinnvoll erscheint. Trotzdem, ab wann fängt man an die Besonderheiten einzutragen?

    P.S. Danke :)

  • Okay, um ehrlich zu sein bin ich nichtmal auf die Idee gekommen. Was ist die Faustformel, nachder man etwas einträgt?

    Die Uhr erscheint im Nachhinein logisch. Ich kann Dir Folgen, dass bei der Häufung eine Erwähnung im Bericht sinnvoll erscheint. Trotzdem, ab wann fängt man an die Besonderheiten einzutragen?

    P.S. Danke :)

    Alles was im Spielverlauf an unregelmäßigen Dingen auftritt, das nicht auftreten sollte, gehört in den Spielbericht. Und alles, was nicht regelgerecht das Spiel beeinflusst.

  • Alles was im Spielverlauf an unregelmäßigen Dingen auftritt, das nicht auftreten sollte, gehört in den Spielbericht. Und alles, was nicht regelgerecht das Spiel beeinflusst.

    Bei einem Spiel letzte Woche (wJD) wollte ein Trainer unbedingt im Spielbericht vermerkt haben, dass seine Spielerin verletzt wurde und deswegen nicht weiterspielen konnte.

    Sowas also auch?

  • Verletzungen immer dann wenn droht, dass es Folgeprobleme gibt.

    Wobei ein Schiri das kaum seriös beurteilen kann. Fall auf den Rücken kann gar nichts sein oder Gehirnerschütterung, Kratzer könnte infektiös werden, und so manche Bänderrisse sind erstmal auch nicht gross aufgefallen. Ich würde also alles eintragen, was an mich herangetragen wird und das nicht laienmedizonisch abwägen.

  • Völlig richtig. Theoretisch kann alles für die BG releavant werden. Die Grenze ziehe ich bei einem Kratzer am Arm, der blutet. Ja, Blutvergiftung etc, aber da würde ich mich schwerer mit einer Eintragung tun. :)

  • Bei einem Spiel letzte Woche (wJD) wollte ein Trainer unbedingt im Spielbericht vermerkt haben, dass seine Spielerin verletzt wurde und deswegen nicht weiterspielen konnte.

    Sowas also auch?

    Ich würde bei sowas nie nein sagen. Wenn er was eintragen will, dann soll er das machen. Die Diskussion darum um es nicht eintragen zu lassen würde dich am Ende mehr Zeit und Nerven kosten als es einfach einzutragen.

    So die pragmatische Herangehensweise.

    Wenn es der Verwaltung nicht passt, kann sie ja mit dem Trainer in Kontakt treten.

  • Völlig richtig. Theoretisch kann alles für die BG releavant werden. Die Grenze ziehe ich bei einem Kratzer am Arm, der blutet. Ja, Blutvergiftung etc, aber da würde ich mich schwerer mit einer Eintragung tun. :)

    Handballer sind nur als Profis ( also sobald Gehalt gezahlt wird) bglich versichert. Ehrenamtler dagegen schon.

    Mein Vorbild: Die Gelassenheit eines Stuhls.

    Der muss ja auch mit jedem Arsch klarkommen.

  • Was schadet der Eintrag einer Verletzung? Nix, deshalb einfach machen. Es sollte etwas detaillierter beschrieben werden, wo am Körper die Verletzung ist (Unterarm, Gesicht, Fuß, Knöchel....) Es gab bei handball4all/Phönix eine Körperabbildung, wo man nur ankreuzen musste. Aber das gibt es ja nicht nicht mehr.....

  • Moin in die Runde,

    tja, ich sprech jetzt mal aus meiner Erfahrung heraus.

    Für den größten Teil der Dinge die passiert sind kann man im Vorfeld einer Partie rechtzeitig sicherstellen das die Beteiligten wissen was zu tun ist. Letztendlich ist der/sind die SR alleinverantwortlich für die Durchführung der Spiele. Technische Besprechung nennt sich das in dem ein oder anderen Landesverband, da geht man den ganzen Kram durch. Von den Trikotfarben über das Protokoll bis zur Zeitmessanlage und Ordnergestellung. Das Hauptkriterium ist dabei rechtzeitig.

    Ich werde z.B. immer ungläubig angeschaut wenn ich die Z/S nach dem analogen Update frage, also dass was Funkruf weiter vorn beschrieben hat, im Regelfall haben die Vereine das mittlerweile ziemlich tief in ihren Schränken verstauben lassen. Dies müsste ja immer zum Einsatz kommen wenn die digitale Welt egal aus welchem Grund mal länger anhaltend schlafen geht., und das ad hoc ohne großen Zeitverzug. Ein Spiel ist ja grundsätzlich durchzuführen, Ausnahmen gibts da nicht viele, nur die bei erheblichem Einfluß auf die Spielstätte selbst. Der Ausfall der öffentlichen Zeitmessanlage gehört eben nicht dazu.

    Auf die eingangs erwähnte Einlassung zur Uhrenthematik hätte man dann bspw. mit dem sofortigen Einsatz der Analoguhr zu Spielbeginn reagieren können.

    Das man Fehler nicht 100%ig ausschließen kann ist bekannt, man kann im Vorfeld aber einiges tun, um für außerordentliche Situationen gewappnet zu sein.

    Zum Protokolleintrag nach Spielende noch ein Wort. SR haben "kein Recht" irgendwelche Wertungen zu geforderten Einträgen abzugeben oder auch wie schon erlebt Eintragungen grundsätzlich abzulehnen. Heißt, eingetragen ins Protokoll wird der Wortlaut der diktiert wird, da sind die MV's alleinig in der Verantwortung. (Heißt nicht das man Hilfe verwehrt) Gilt auch für sämtliche Bemerkungen hinsichtlich Einspruch etc. Die daraus resultierende Entscheidungen treffen dann die spielleitenden Stellen.

    Die Kompatibilität zwischen Theorie und Praxis ist halt nicht ganz so einfach sicherzustellen zumindest in den Ligen des Breitensports.

    Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dann mit Erfahrung.

  • Zuwenig für einen eigenen thread, daher hier die Frage:

    In einem hektischen und spannenden Spiel entscheide ich anders als die Bank es will. Auf meine beiläufige Begründung kommt ein:

    Pfeifen muss man halt können. (Im Sinne davon, dass ich Blödsinn erzähle).

    Ich habe das zwar durchaus als beleidigend gemeint empfunden, habe es aber "überhört"

    Meine eigentliche Frage ist eine andere, grundsätzlichere:

    Ich habe nicht genau mitbekommen welcher der drei Männer auf der Bank die Worte ausgesprochen hat. Wäre es also richtig dem MV die Strafe zu geben oder kann ich keine Strafe aussprechen, da ich sie nicht zuordnen kann?

    Wie gesagt, es ist eine grundsätzliche Frage. Hinzu kommt, dass nach dem Spiel sogar Lob ausgesprochen wurde. Und Spaß gemacht hatte es zudem noch.

  • Der Mannschaftsverantwortliche A ist halt für die Mannschaft und die anderen Offiziellen verantwortlich. Deshalb kannst du ihm die Gelbe geben und ggf. begründen, dass der Spruch halt von der Bank (seinem Verantwortungsbereich) kam.

    Besser sieht es aus, wenn du den Betreffenden direkt benennen kannst.

  • Der Mannschaftsverantwortliche A ist halt für die Mannschaft und die anderen Offiziellen verantwortlich. Deshalb kannst du ihm die Gelbe geben und ggf. begründen, dass der Spruch halt von der Bank (seinem Verantwortungsbereich) kam.

    Besser sieht es aus, wenn du den Betreffenden direkt benennen kannst.

    Der Spruch wäre bei mir aber auch keine gelbe. Das ist ja schon persönlich und ein "provokatives Verhalten", für mich direkt 2min.

  • Gestern, mänlich E. Ein Vereinsinternes Duell, wie es in den Vorrundentunieren leider mal vorkommt. I gegen V. Beide Trainer mochten sich, beide waren sich einig, dass man versucht es verträglich zu gestalten. Das ging soweit, dass die erste Mannschaft irgendwann bei 3 gegen 3 zu viert auf der Platte war. TW, 1 VT, 2 Angreifer. Sie waren trotzdem noch leicht überlegen.

    Frage: Brauche ich nicht mindestens 5 auf der Platte um anpfeifen zu dürfen? Oder gilt das nur für Minute 1?
    Ich hatte nicht wirklich ein Störgefühl. Nicht bei der E Jugend. Wissen möchte ich es trotzdem, ob ich eigentlich auf 5 Spieler hätte bestehen müssen.^^

  • Frage: Brauche ich nicht mindestens 5 auf der Platte um anpfeifen zu dürfen? Oder gilt das nur für Minute 1?
    Ich hatte nicht wirklich ein Störgefühl. Nicht bei der E Jugend. Wissen möchte ich es trotzdem, ob ich eigentlich auf 5 Spieler hätte bestehen müssen.^^

    Regel 4:1 Absatz 5 beantwortet die Frage erstmal halbwegs konkret:

    Zitat

    Zu Spielbeginn müssen wenigstens 5 Spieler auf der Spielfläche antreten. [...]

    Sinkt die Anzahl der Spieler einer Mannschaft auf der Spielfläche unter 5, kann weitergespielt werden. Es liegt im Ermessen der Schiedsrichter, ob und wann ein Spiel abzubrechen ist (17:12).

    Also kann grundsätzlich gespielt werden. Zum Abbruch hilft Regel 17:12 letztlich nicht viel weiter, da sie keine Anwendungsfälle bestimmt:

    Zitat

    Die Schiedsrichter haben das Recht, ein Spiel zu unterbrechen oder abzubrechen. Vor einer Entscheidung, das Spiel abzubrechen, müssen alle Möglichkeiten zur Fortsetzung des Spiels ausgeschöpft werden.

    In Deinem konkreten Fall kam ein Abbruch ja nicht ernsthaft in Betracht. Der Trainer hat die aktiven Spieler ganz bewusst und vor dem Hintergrund sportlicher Fairness (kann man auch diskutieren, ob das sinnvoll ist) reduziert und auch der Gegner hatte damit kein Problem. Dann wird das Spiel natürlich einfach weitergespielt.

  • Einen noch. :)

    Diesesmal nur als Zuschauer wurde ich angesprochen, weil die beiden Gästetrainer unglaublich lautstark, penetrant und ausdauernd aufs Feld riefen. Ich war der Meinung, dass man das nicht unterbinden kann. Hatte höchstens überlegt, Fangesänge anzustimmen, um einen stimmlichen Gegenwall zu bilden.^^

    Gibt es eine Grenze ab der jemand (wer?) berechtigt ist, die Trainer einzubremsen?

  • Einen noch. :)

    Diesesmal nur als Zuschauer wurde ich angesprochen, weil die beiden Gästetrainer unglaublich lautstark, penetrant und ausdauernd aufs Feld riefen. Ich war der Meinung, dass man das nicht unterbinden kann. Hatte höchstens überlegt, Fangesänge anzustimmen, um einen stimmlichen Gegenwall zu bilden.^^

    Gibt es eine Grenze ab der jemand (wer?) berechtigt ist, die Trainer einzubremsen?

    Liegt am Schiedsrichter. Letztlich alles wovon er sagt, es fällt unter 8.7.a: [Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen sowie] verbale oder nonverbale Aktionen, um eine bestimmte Entscheidung der Schiedsrichter herbeizuführen;

    Solange es nur Anweisungen an die Mannschaft sind, aber eher weniger.