THW Kiel Teamthread

  • Wie fandest du eigentlich seine Leistung heute über das gesamte Spiel?

    Das Skippy Handball spielen kann weiß Jeder und wurde auch nie bestritten.

    Natürlich war seine Leistung heute gut, ändert aber nichts an meiner Meinung über ihn.

    Makuc ist für mich Spielmacher Nr 1 und Skippy sollte man bringen, wenn der Gegner schon 15-20 Minuten in den Knochen hat.

    Positiv ist absolut, dass man Skippy dieses Jahr sofort runternehmen kann, wenn er das mannschaftdienliche Spiel verlassen und overpacen sollte.

    Er sollte jetzt begriffen haben, dass er den Laden nicht alleine schmeißen muss. Somit sollten "seine verrückten Sachen" weniger werden. Kiel hat seit langer Zeit mal wieder 2 vernünftige RM Spieler.

    Kiel hat alle Möglichkeiten, um eine gute Saison zu spielen.

    Man kann aber noch nicht von Aufbruchstimmung reden. Das kann man Ende Oktober, Anfang November machen. Eine Vorbereitung verläuft immer harmonisch, dass war auch die letzten Jahre so in Kiel.

    Wie das ganze Konstrukt so passt wird man sehen, wenn die ersten Rückschläge kommen sollten.

  • Drei Titel, eine Entwicklung: Warum Deutschlands Handball-Nachwuchs so erfolgreich ist
    Mit dem EM-Titel der U 18 hat der deutsche Handball seinen nächsten großen Nachwuchserfolg gefeiert. Für DHB-Nachwuchschef Michael Schweikardt steckt dahinter…
    www.handball-world.news

    Erfreuliche Feststellung von DHB-Nachwuchschef Michael Schweikardt:

    »[Berlin und Magdeburg] gehören weiterhin zur Spitze. Doch längst kommen deutsche Nachwuchsnationalspieler nicht mehr überwiegend aus wenigen Hochburgen. Als Beispiel nennt Schweikardt den THW Kiel, dessen Jugendarbeit vor 15 Jahren noch "nicht wirklich erwähnenswert" gewesen sei. Heute sei der Klub "einer der besten Lieferanten für unsere Jugendnationalmannschaften".«

  • Wenn ich das richtig sehe, hat man Dengler aus dem Stuttgarter, Faciejew aus dem Bremer und Beuthner aus dem Ulmer Raum mit 16, 17 Jahren nach Kiel geholt. Eisend ist vermutlich aus Kiel oder direkter Umgebung? Wenn man dazu bereit ist, können auch die lokalen Talente nochmal im Training profitieren und dann hat man natürlich auch eine ganz andere Basis, wer oben anklopfen kann. Von den Spielern, die aus der Jugend bei Füchsen den Durchbruch geschafft haben, kommt am Ende auch niemand aus Berlin oder der direkten Umgebung. Da ist Langhoff mit Neubrandenburg noch derjenige, der zumindest noch aus der Nähe ist.

    Viele sind auf diese Jugend-Abwerbungen natürlich dann auch nicht gut zu sprechen. Da kommt dann immer das Argument, dass die Arbeit in der Breite kaputt gemacht wird, aber auf der anderen Seite habe ich im Basketball gesehen, was das für ein Unterschied macht, wenn die besten Talente in diesen Jugendjahren bereits Tag für Tag im Training gefordert werden und nicht nur einmal die Woche im Spiel. Da kann man sicher trefflich diskutieren, ob diese Zentralisierung von Talent nun gut oder schlecht ist.

    Wird sicher interessant sein, ob der THW einen Weg gehen wird, wo Talente dauerhaft eine Chance bekommen, denn ansonsten würde es vermutlich keinen Sinn macht, dass man 16-jährige vom anderen Ende der Republik rekrutiert.

  • Eine Frage an die, die die Spiele auf den Färöer gesehen haben: Ist da jemand aufgefallen, der uns sofort oder perspektivisch helfen könnte? (Z.B. ein Linkshänder für den Rückraum?)

    Du meinst, ab 2027? Im Prinzip haben wir ja 2 RR wobei ich irgendwie doch Emil vermisse, fällt er nun doch noch länger aus? Über Reinkind kann man sich nun den Mund zerreissen, aber ich denke, einen 3.RR wird der Verein sich schlicht nicht leisten können.

  • Wenn ich das richtig sehe, hat man Dengler aus dem Stuttgarter, Faciejew aus dem Bremer und Beuthner aus dem Ulmer Raum mit 16, 17 Jahren nach Kiel geholt. Eisend ist vermutlich aus Kiel oder direkter Umgebung? Wenn man dazu bereit ist, können auch die lokalen Talente nochmal im Training profitieren und dann hat man natürlich auch eine ganz andere Basis, wer oben anklopfen kann. Von den Spielern, die aus der Jugend bei Füchsen den Durchbruch geschafft haben, kommt am Ende auch niemand aus Berlin oder der direkten Umgebung. Da ist Langhoff mit Neubrandenburg noch derjenige, der zumindest noch aus der Nähe ist.

    Viele sind auf diese Jugend-Abwerbungen natürlich dann auch nicht gut zu sprechen. Da kommt dann immer das Argument, dass die Arbeit in der Breite kaputt gemacht wird, aber auf der anderen Seite habe ich im Basketball gesehen, was das für ein Unterschied macht, wenn die besten Talente in diesen Jugendjahren bereits Tag für Tag im Training gefordert werden und nicht nur einmal die Woche im Spiel. Da kann man sicher trefflich diskutieren, ob diese Zentralisierung von Talent nun gut oder schlecht ist.

    Wird sicher interessant sein, ob der THW einen Weg gehen wird, wo Talente dauerhaft eine Chance bekommen, denn ansonsten würde es vermutlich keinen Sinn macht, dass man 16-jährige vom anderen Ende der Republik rekrutiert.

    Aber ich denke, es geht mehr um den Nachwuchs der deutschen Nationalmannschaft?

  • Wenn ich das richtig sehe, hat man Dengler aus dem Stuttgarter, Faciejew aus dem Bremer und Beuthner aus dem Ulmer Raum mit 16, 17 Jahren nach Kiel geholt. Eisend ist vermutlich aus Kiel oder direkter Umgebung? Wenn man dazu bereit ist, können auch die lokalen Talente nochmal im Training profitieren und dann hat man natürlich auch eine ganz andere Basis, wer oben anklopfen kann. Von den Spielern, die aus der Jugend bei Füchsen den Durchbruch geschafft haben, kommt am Ende auch niemand aus Berlin oder der direkten Umgebung. Da ist Langhoff mit Neubrandenburg noch derjenige, der zumindest noch aus der Nähe ist.

    Viele sind auf diese Jugend-Abwerbungen natürlich dann auch nicht gut zu sprechen. Da kommt dann immer das Argument, dass die Arbeit in der Breite kaputt gemacht wird, aber auf der anderen Seite habe ich im Basketball gesehen, was das für ein Unterschied macht, wenn die besten Talente in diesen Jugendjahren bereits Tag für Tag im Training gefordert werden und nicht nur einmal die Woche im Spiel. Da kann man sicher trefflich diskutieren, ob diese Zentralisierung von Talent nun gut oder schlecht ist.

    Wird sicher interessant sein, ob der THW einen Weg gehen wird, wo Talente dauerhaft eine Chance bekommen, denn ansonsten würde es vermutlich keinen Sinn macht, dass man 16-jährige vom anderen Ende der Republik rekrutiert.

    Es kommt immer drauf an, wie man seine Jugendarbeit betreibt. Fängt man einfach mit 16/17 die vermeintlich besten Talente bundesweit aufzusammeln und verkauft das als Jugendarbeit oder bildet man im wesentlichen erstmal regionale Talente aus?

    Wenn man letzteren Weg geht und dann punktuell Talente von außerhalb ergänzt bzw. so attraktiv ist, das talentierte Spieler von sich aus nach Kiel wechseln wollen, gibt es daran nichts zu kritisieren. So scheint es mir auch beim THW zu sein, auch wenn am Ende nicht jeder wie Ankermann quasi in der Nachbarschaft zur Halle aufgewachsen ist.

  • Vielleicht haben wir uns falsch verstanden. Du sprachst irgendwie das gegenseitig Abwerben usw. an. Aber der zitierte Artikel zielt ja mehr darauf ab, dass die deutsche Nachwuchsarbeit sich verbessert hat

    Woran macht man denn fest, dass sich die Nachwuchsarbeit in Deutschland verbessert hat?

    Ich verfolge das nicht zu viel, aber über die Jahre haben doch die deutschen U-Mannschaften immer wieder Titel gewonnen. Die U18 ist 2008, 2012 und 2021 bereits Weltmeister gewesen vor diesem Jahr. Die U21 war 2009 und 2011 Weltmeister, 2015 Dritter und 2017 Vierter, vor dem erneuten Titel 2023.

    Alles in allem war für mich Handball nie ein Sport, wo es deutschen Nachwuchsmannschaften an Erfolgen gefehlt hat. Gemessen daran, kam im Herren-Bereich vlt. zu wenig an, aber da müsste man schauen, wie die Erfolge im U-Bereich zustande kommen. Wenn das z.B. über einen größeren Fokus auf körperliche Entwicklung und Mannschaftsvorbereitung erfolgt, dann relativiert das die Erfolge entsprechend. Wenn man sich die Kader ansieht, dann kenne ich da als jemand, der Handball nicht bis in die unteren Ligen verfolgt, viele Spieler gar nicht, die mal im U-Bereich Weltmeister geworden sind.

  • Woran macht man denn fest, dass sich die Nachwuchsarbeit in Deutschland verbessert hat?

    Ich verfolge das nicht zu viel, aber über die Jahre haben doch die deutschen U-Mannschaften immer wieder Titel gewonnen. Die U18 ist 2008, 2012 und 2021 bereits Weltmeister gewesen vor diesem Jahr. Die U21 war 2009 und 2011 Weltmeister, 2015 Dritter und 2017 Vierter, vor dem erneuten Titel 2023.

    Alles in allem war für mich Handball nie ein Sport, wo es deutschen Nachwuchsmannschaften an Erfolgen gefehlt hat. Gemessen daran, kam im Herren-Bereich vlt. zu wenig an, aber da müsste man schauen, wie die Erfolge im U-Bereich zustande kommen. Wenn das z.B. über einen größeren Fokus auf körperliche Entwicklung und Mannschaftsvorbereitung erfolgt, dann relativiert das die Erfolge entsprechend. Wenn man sich die Kader ansieht, dann kenne ich da als jemand, der Handball nicht bis in die unteren Ligen verfolgt, viele Spieler gar nicht, die mal im U-Bereich Weltmeister geworden sind.

    Ob sich die Nachwuchsarbeit insgesamt verbessert hat sei mal dahingestellt (auch wenn nach subjektivem Eindruck die Durchlässigkeit schon vielerorts besser geworden ist) aber zumindest von der 23er Mannschaft haben viele den Sprung geschafft und bilden einen signifikanten Anteil an einer jetzt nicht ganz un erfolgreichen Nationalmannschaft.

  • Freundschaft!

    Die 2009er und 2011er Weltmeister waren die Grundlage für die 2016er Europameister und die 2023er Weltmeister sind auch im halben Dutzend in der Nationalmannschaft angekommen und man hat zumindest schon zwei Mal Silber geholt.

  • Es kommt immer drauf an, wie man seine Jugendarbeit betreibt. Fängt man einfach mit 16/17 die vermeintlich besten Talente bundesweit aufzusammeln und verkauft das als Jugendarbeit oder bildet man im wesentlichen erstmal regionale Talente aus?

    Wenn man letzteren Weg geht und dann punktuell Talente von außerhalb ergänzt bzw. so attraktiv ist, das talentierte Spieler von sich aus nach Kiel wechseln wollen, gibt es daran nichts zu kritisieren. So scheint es mir auch beim THW zu sein, auch wenn am Ende nicht jeder wie Ankermann quasi in der Nachbarschaft zur Halle aufgewachsen ist.

    Man kann ja immer aus der nationalen Brille die Frage stellen, ob es jetzt besser für Deutschland ist, dass der THW Talente aus 700km Entfernung mit 16 rekrutiert, oder ob es besser ist, wenn sie es nicht machen. Aber dann machen es eben die Füchse oder sonst wer. Insofern gibt es schon mal gar nichts zu kritisieren.

    Wenn man aber rekrutiert, dann ist es auch irgendwie logisch, wenn mehr Spieler vom THW in den U-Mannschaften stehen, wie Schweikert festgestellt hat, denn man wird sicher keine Spieler holen, die nicht (wesentlich) besser sind, als lokale Talente. So für mich ist es zumindest schwierig zu erkennen, ob die Nachwuchsarbeit beim THW nun inhaltlich besser geworden ist oder das Rekrutieren. Gefühlt ist es auch inhaltlich, aber das kann auch täuschen, schon alleine durch Ankermann.

    Die Frage war für mich daher, ob der THW die Pipeline über die Jugend wirklich ernsthaft verfolgt und daher auch entsprechend rekrutiert? Bei den Füchsen hat man als junger Spieler keine Frage, ob man dort bei entsprechenden Leistungen eine Chance bekommt. Das ist dort auch entsprechend durch Hanning klar verankert. Für die (meisten) Fans ist es doch auch immer ein Highlight, wenn jemand aus der Jugend sich bei den Profis beweisen kann und sich am besten auch noch durchsetzt. Auch wenn er mal mit 16 von ganz woanders gekommen ist. Trotzdem irgendwie immer die Wahrnehmung als "einer von uns".

    Das wird sicher auch den ein oder anderen Euro kosten, wenn man im Jugend-Bereich so vorgeht, dass man da auch nationale Spitze ist. Wenn daraus Spieler für den Profi-Kader werden, dann ist das vlt. sogar ganz okay investiert, aber wenn nicht? Macht man das nur so rein für die Reputation? Ich meine jetzt nicht die reine Jugendarbeit im lokalen Bereich, sondern explizit das Anwerben von Talenten von weiter weg.

  • Inwieweit ist eigentlich Matze involviert in die Torhüter Ausbildung? Bierfreund, Nowottny, Dengler, Leuchtl machen ja zumindest keinen schlechten Eindruck.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Freundschaft!

    Das wird sicher auch den ein oder anderen Euro kosten, wenn man im Jugend-Bereich so vorgeht, dass man da auch nationale Spitze ist. Wenn daraus Spieler für den Profi-Kader werden, dann ist das vlt. sogar ganz okay investiert, aber wenn nicht? Macht man das nur so rein für die Reputation? Ich meine jetzt nicht die reine Jugendarbeit im lokalen Bereich, sondern explizit das Anwerben von Talenten von weiter weg.

    Wenn 4000 Zuschauer zu einem Jugendfinale kommen, dann weiß man doch, dass es sich schon als Selbstzweck lohnt. Und nicht, weil die erste Mannschaft davon profitiert.