1. BL Frauen-Saison 2019/2020

  • Maestro: Dann wird statt vom "amtierenden Meister" halt einfach mit dem "Deutschen Meister 2019" geworben, wo ist der Punkt? Das ist ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal und zeigt den Erfolg einer kompletten Saison und ist kein "75% am Grünen Tisch" Titel ;):P

  • Das Grundproblem ist eher, dass die ungarische Frauenliga eine ganz andere Breitenwirkung-; Akzeptanz und vor allem Medienwirksamkeit hat als die HBF.


    Erklärungsansatz ist wohl eher, dass man mit finanziell recht bescheidenen Mittel im internationalen Frauenhandball zu internationalen Erfolgen kommen kann - UND ein internationaler Erfolg im Frauenhandball national exponiert wahrgenommen wird ..dass sieht in Deutschland ja nun doch völlig anders aus.


    Übrigens, wieviel Millionen Steuergelder kostet der Umbau der Salzahalle? (den es ohne den THC nun wirklich nicht geben würde - nicht dass ich falsch verstanden werde, find ich gut). Der THC hat wenigsten das Glück, dass seine Erfolge bundeslandweit irgendwie wahrgenommen werden im von der Bevölkerung her kleinen Thüringen - ich bezweifel mal sehr stark, dass dies bei Bietigheim oder gar dem BVB der Fall ist.


    Dem Artikel liegt auch die Annahme zugrunde, das der kleine Exodus deutscher Top_Spielerinnen primär monetär motiviert ist...(und erwähnt nicht, dass keine Liga mehr ausländische Spielerinnen hat als die HBF, sogar teilweise bis hin zur 3. Liga)

  • Das Grundproblem ist eher, dass die ungarische Frauenliga eine ganz andere Breitenwirkung-; Akzeptanz und vor allem Medienwirksamkeit hat als die HBF.


    Ohne die Steuerleichterungen würde diese Breitenwirkung deutlich geringer sein. Jedenfalls finanziell gesehen.


    Erklärungsansatz ist wohl eher, dass man mit finanziell recht bescheidenen Mittel im internationalen Frauenhandball zu internationalen Erfolgen kommen kann - UND ein internationaler Erfolg im Frauenhandball national exponiert wahrgenommen wird ..dass sieht in Deutschland ja nun doch völlig anders aus.


    Natürlich. Aber das ändert ja trotzdem nichts daran, dass das Geld dort weniger zäh läuft als hierzulande.


    Übrigens, wieviel Millionen Steuergelder kostet der Umbau der Salzahalle? (den es ohne den THC nun wirklich nicht geben würde - nicht dass ich falsch verstanden werde, find ich gut).


    Soweit ich weiß, wird die Halle umgebaut, weil sie in die Jahre gekommen ist und Mängel aufweist. Gleichzeitig packt man halt noch ein paar Zuschauerplätze (nicht +10.000 ;)) für den THC dran. Außerdem wird die Halle wohl kaum eine THC-exklusive Halle sein.


    Die Frage ist ja wohl, wo kommen diese Steuermillionen her? In Thüringen sicher nicht von EU-Subventionen. Und wenn doch, dann zahlt man es sowieso praktisch aus der eigenen Tasche. Deutschland ist ja wohl unbestritten das Geberland #1 in der EU, was man von bestimmten anderen Ländern nicht behaupten kann.


    Dem Artikel liegt auch die Annahme zugrunde, das der kleine Exodus deutscher Top_Spielerinnen primär monetär motiviert ist...(und erwähnt nicht, dass keine Liga mehr ausländische Spielerinnen hat als die HBF, sogar teilweise bis hin zur 3. Liga)


    Deutschland ist eben ein Einwanderungsland: viele Spielerinen kommen wegen einer besseren beruflichen Zukunft hier her. Manche auch, weil die die Angebote für Handball-Spielerinnen in der Welt sowieso begrenzt sind (geht ja eigentlich nur in Europa in einigen wenigen Ländern). Oder auch aus Abenteuerlust (wird oft von Skandinavischen Spielerinnen genannt). Das ist jedenfalls kein Vergleich mit hoch bezahlten Spielerin bei einem Team mit den besten Connections zum Bürgermeister/Parteifreund/Premierminister. :)

  • Wo werden denn in Ungarn EU-Subventionen für den Handball verwendet?


    Thüringen als ökonomisch schwaches Bundesland (zudem stark agarisch geprägt) profitiert übrigens auch ziemlich stark von EU-Geldern.


    Außerdem wird das halt in südosteuropäische Ländern eher pragmatisch gesehen - etwa simplifiziert: wir schaffen für die ökonomisch dominierende Länder interessante Absatz- und Expansionsmärkte sowie Produktionsstandorte - und kriegen dafür eine finanzielle Kompensation zum Aufbau von Infrastruktur (von dem z.B. nicht zuletzt Audi profitiert)


    Das ist kein Geschenk - und natürlich löst es Befremden aus, wenn z.B. Deutsche (Handballfans) Kolonialherrenansprüche aus diesem 'Deal' für alle Lebensbereiche in Ungarn ableiten (öffentliche Gelder in Ungarn= böse, von dem Geld, das 'uns geklaut wurde' - Engagement staatseigener Unternehmen in Deutschland ist natürlich was gaaaanz anderes - auch z.B. die direkten Subventonen jetzt für den Spitzensport in Coraonazeiten in Landesprogrammen vor allem ostdeutscher Bundesländer)

  • Karl: Was willst du eigentlich bezwecken? Du beschwerst dich über (mögliche) Unterstellungen und machst dann selbst welche? Natürlich werden in allen Bereichen - egal ob Deutschland oder Ungarn Subventionen eingesetz, die zum Teil oder vollständig durch EU Gelder finanziert werden. Da ist eher die Regel als die Ausnahme. In diesem System ist Ungarn eines von aktuell 8 Geldnehmern bei 19 Geldgebern. Damit ist gemeint, dass sie mehr Erhalten als Zahlen. Sie bezahlen wie alle Staaten ihren Anteil.


    Bilanz EU Zahlungen 2014-2020 --> Redirect


    Das ändert halt einfach nichts daran, dass der Sport im Interesse der Öffentlichkeit und Politik steht und es einfacher ist so beliebt zu werden. Da hat der Damenhandball Ungarn einen Vorteil und viele andere Sportarten auch Nachteile. Der Fußball ist ganz anders als in anderen Ländern nicht auf Europäischen Top Niveau und lässt damit anderen Sportarten die Möglichkeit diese Funktion zu übernehmen. Alles in Ordnung solange kein Missbrauch passiert und da lässt die Vergangenheit einfach eine Portion Zweifel aufkommen.

    Einmal editiert, zuletzt von Fridulin ()

  • Fridulin
    da werden wir nie auf den Punkt kommen.
    Der eine beschwert sich über das Wort ``amtierender Meister``
    Der andere beklagt sich über EU-Gelder.
    Fakt ist eines....
    jedes Land sucht sich die Möglichkeit in Sportarten stark zu sein, wo andere es nicht so ganz wichtig nehmen.
    Fußball ist aktuell vergriffen, also sucht man sich Handball, Basketball, Volleyball usw.

  • Selfmen: Das schöne an einer guten Diskussion ist der Meinungsaustausch und da gibt es keinen Grund immer selber Meinung zu sein. Der Ton macht da die Musik ;) Ich stimme dir aber zu, dass jede Sportart/Land nach Besten Wissen und Gewissen ihre Vorteile sucht :D

  • (An BlKW168 gerichtet): Aus deinen Worten hier lese ich eine sehr egoistische Sicht mit dem Ziel irgendwie eine Europacup Teilnahme für den THC zu rechtfertigen aber die gibt es


    Fridulin
    ich habe es in meinem letzten Beitrag (der gelöscht wurde) geschrieben.
    ich empfinde deine Beiträge und die Wortwahl als äußerst angenehm.


    Für mich gibt es in den beiden vorstehenden Zitaten einen gewissen Widerspruch ... denn im Begriff "sehr egoistische Sicht" sehe eine böswillige Unterstellung, die mich allerdings wenig anficht.


    Um zu verdeutlichen, worauf ich damit hinaus will, schlage ich einmal folgendes Gedankenexperiment vor:
    In meinem zugrunde liegenden Kommentar #726 einfach mal Dortmund (als verhinderten Meister), Blomberg, den THC und FAG durch Metzingen, Buxtehude, Leverkusen und NSU (oder je nach Gusto natürlich auch durch andere Mannschaften) ersetzen und das Ganze als virtuellen Tabellenstand allen weiteren Überlegungen zugrunde zu legen. Jedes meiner kritischen Argumente hat dann immer noch Bestand und genau so ist es auch gemeint. Es ist eine Kritik an der Vorgehensweise und den Entscheidungen der Verbände, so etwas muss erlaubt sein.


    Das ich den Werdegang des THC etwas genauer verfolge, liegt an der Tatsache, dass die nationalen und internationalen Heimspiele für mich gut erreichbar sind, live sind die Wahrnehmungen immer intensiver und nachhaltiger. Ein eingefleischter Fan bin ich aber nicht, diesen Umstand hatte ich in früheren Forumsbeiträgen auch schon erwähnt. Halle-Neustadt und der HCL interessieren mich mindestens genauso, ich mache da kaum Unterschiede. Bezüglich des THC war ich sogar äußerst skeptisch, als Herbert Müller das Ruder von Dago Leukefeld übernommen hat. Erst das mitreißende Spiel gegen Hypo Niederösterreich (damals als CL-Seriensieger hoch im Kurs, auch wenn der Zenit schon überschritten war) in der CL-Quali hat mich überzeugt, dass die Wahl dieses Trainers für den THC eine gute Entscheidung war. Wer solche Spiele live erlebt hat, muss schon ein Herz aus Stein haben, um einer solchen Mannschaft Interesse und Sympathie zu verweigern.
    Noch ein Wort zur Stellungnahme des Vorstandsvorsitzenden der HBF zur Kritik aus Dortmund: Ich finde es beschämend, wie man sich als ehemaliger Aktiver in dieser außergewöhnlichen Situation auf Formalismen zurückzieht, alternative Lösungsansätze nicht einmal in Erwägung zieht und seinen Sonderweg für die HBL einfach durchpeitschen will bzw. das schon getan hat. Ich hatte vor dem Hexer schon in seiner aktiven Zeit höchsten Respekt und größte Hochachtung und hatte ihn immer als untadeligen Sportsmann wahrgenommen. Meine Betonung liegt aktuell leider auf "hatte" ... :rolleyes: :nein:

    2 Mal editiert, zuletzt von BlKW168 ()

  • Kompliment an Metzingen, das ist eine sachliche Analyse! Auch Bietigheim ist zu bewundern, ihre Chancen auf die Meisterschaft waren hervorragend und sie nehmen es sportlich, dass ihnen die Teilnahme an der Championsleague verwehrt wurde. Das Verhalten von Dortmund entsetzt : fair Play scheint bei ihnen keinen Stellenwert zu genießen !

  • Das muss man erst mal verdauen. Man ist Tabellenführer, dann kommt ein Virus dazwischen. Ich finde völlig unabhängig davon, wie ärgerlich die Situation für alle ist, sollte es einen sportlichen Meister geben. Eine Saison verdient einen Gewinner. Klar kann man sich jetzt hinstellen und dem BVB unsportliches Verhalten vorwerfen, aber man bedenke, wie viel Arbeit steckt in dieser Saison, wie viel Kraft, Schweiß und Tränen stecken darin, eine Mannschaft zu formen, die Tabellenführer ist. Mir geht es nicht um die Vereinsführung oder Funktionelle. Mir geht es allein um die sportlichen Protagonisten. Die Spieler, die jeden Tag ihren Körper zerstören um nach vorne zu kommen und dann wo das Ziel zum greifen nah ist, wird der Traum vernichtet. Klar kann man jetzt die Unabhängigkeit vom Männerhandball feiern oder nicht, aber ich denke, dass die "Sportlichkeit" aller anderen Vereine in dieser Situation ebenso auf die Probe gestellt worden wäre.


    Dazu kommt noch, dass in jeder anderen Profiliga, der Tabellenführer einfach Meister geworden ist. Es ist mir nicht verständlich warum das hier nicht auch so gemacht wird. Ich würde zumindest erwarten, dass der BVB eine Chance kriegt Meister zu werden. Man sagt mir Tabellenplatz 1 und 2 sind zu nah bei einander? Dann lasst sie im Vorfeld vor nächster Saison den Titel ausspielen. Dann haben wir eine sportliche Lösung für ein in meinen Augen wichtiges Problem. Denn es ist auch eine Frage des Prestigs. Wie komme ich an neue Sponsoren, Spielerinnen oder Fans. Als deutscher Meister jedenfalls deutlich leichter, als als Zweiter. Die Chance hätte der BVB allemal verdient.


  • Dazu kommt noch, dass in jeder anderen Profiliga, der Tabellenführer einfach Meister geworden ist. Es ist mir nicht verständlich warum das hier nicht auch so gemacht wird.


    Im Eishockey nicht, im Basketball nicht, im Volleyball nicht - falls ich es richtig im Kopf habe. Falls Du es auf den Handball beziehst - zumindest in Österreich gibt es keinen Meister, meines Wissens auch in der Schweiz nicht.



    Ich würde zumindest erwarten, dass der BVB eine Chance kriegt Meister zu werden. Man sagt mir Tabellenplatz 1 und 2 sind zu nah bei einander? Dann lasst sie im Vorfeld vor nächster Saison den Titel ausspielen. Dann haben wir eine sportliche Lösung für ein in meinen Augen wichtiges Problem.


    Wer weiß, wann die nächste Saison losgeht? Dann definitiv mit anderen Kadern - schau Dir mal die Diskussion um eine Terminierung des CL-F4 bei den Herren an, genau die Diskussion hättest Du dann auch. Und Du hättest die Diskussion, warum nicht Auf-/Abstieg dann sportlich entschieden werden, und und und...



    Aus meiner Sicht gab es nur zwei Möglichkeiten:
    * Saison noch beenden - das erschien aber allen unmöglich
    * Saison abbrechen - dann aber ganz abbrechen und nicht nur ein bisschen



    Es hätte aus meiner Sicht noch eine dritte Möglichkeit gegeben, die aber nie irgendwo diskutiert wurde. Tabellenstand und Spielstand einfrieren und in der neuen Saison da weitermachen, wo man aufgehört hat. Und zwar dann weitermachen, wenn es wieder Sinn macht. Wäre dann noch Zeit gewesen, dann hätte man immer noch eine verkürzte Saison oder was auch immer anhängen können.


    Jetzt hat man das Problem, dass niemand weiß, wann die Saison 20/21 sinnvoll begonnen werden kann. Wenn das letztlich Januar 2021 sein wird, dann kann auch nur eine verkürzte Saison gespielt werden. Wie auch immer, man wird abwarten müssen.




    Mein eigentliches Problem ist im "Fall Dortmund" die Außenwirkung. Ich kann die HBF-Entscheidung komplett nachvollziehen. Ich kann auch die HBL-Entscheidung nachvollziehen. Und ich kann die DHB-Entscheidung nachvollziehen. Und ich kann die meisten Entscheidungen der Landesverbände nachvollziehen. Und ich kann auch situationsbedingte Unterschiede nachvollziehen. Aber gerade beim "Deutschen Meister" ist die Außenwirkung für HBL, HBF, DHB gelinde gesagt besch... DIe breite Masse kann hier nicht differenziert wahrnehmen, dass hier unterschiedliche Institutionen die Entscheidungen treffen konnten, durften und mussten. In den Massenmedien außerhalb der Hardcore-Handball-Insider kommt das nicht rüber. Da hätten sich HBL und HBF auf Initiative des DHB abstimmen sollen.

  • Es gibt halt Mitkommentatoren, die akzeptieren
    ausschließlich Argumente, die ihrer eigenen Meinung nahestehen und merken gar nicht,
    dass sie damit ihren eigenen Leitspruch, der eigentlich gut und richtig ist,
    karikieren…



    Aber das nur nebenbei.






    Wenn Metzingen meint, mit einer Ode an den Vorstand der HBF
    alle Fragezeichen zu den getroffenen Entscheidungen vom Grünen Tisch fegen zu
    können, dann dürfen sie das natürlich gerne tun. Die von der Mannschaft
    formulierte Position ist legitim, einen Alleinvertretungsanspruch zur
    Meinungsbildung hat sie damit aber nicht errungen. Niemand hat in einer solchen
    Situation die perfekte Lösung, die allen relevanten Aspekten gleichermaßen gerecht
    wird. Nochmal: Die in einer Ausnahmesituation getroffenen Entscheidungen müssen
    diskutiert werden dürfen, zumindest nach meinem Verständnis von einem
    fruchtbaren Zusammenspiel zwischen aktueller strategischer Verbandsarbeit und
    Erhaltung und Erweiterung von Zukunftsperspektiven für unsere Sportart. Nur so
    ist es möglich zu vermeiden, einmal gemachte Fehler zu wiederholen.






    Wohltuend zu lesen, dass es auch Mitstreiter gibt, die
    bereit sind, in außergewöhnlichen Situationen getroffene Entscheidungen
    kontrovers zu diskutieren und nicht in Obrigkeitshörigkeit zerfließen. Die
    Kommentare insbesondere von Talinger89 und Ronaldo nennen dabei entscheidende
    Punkte. Die Variante mit der "eingefrorenen Saison" wäre unter Umständen eine interessante Option gewesen, je nachdem, wie lange die CORONA-Einschränkungen den Spielbetrieb noch beeinträchtigen.



    Ganz wichtig sind nach meiner Überzeugung folgende
    Ausführungen:



    Mein eigentliches Problem ist im "Fall Dortmund" die Außenwirkung. Ich kann die HBF-Entscheidung komplett nachvollziehen. Ich kann auch die HBL-Entscheidung nachvollziehen. Und ich kann die DHB-Entscheidung nachvollziehen. Und ich kann die meisten Entscheidungen der Landesverbände nachvollziehen. Und ich kann auch situationsbedingte Unterschiede nachvollziehen. Aber gerade beim "Deutschen Meister" ist die Außenwirkung für HBL, HBF, DHB gelinde gesagt besch... DIe breite Masse kann hier nicht differenziert wahrnehmen, dass hier unterschiedliche Institutionen die Entscheidungen treffen konnten, durften und mussten. In den Massenmedien außerhalb der Hardcore-Handball-Insider kommt das nicht rüber. Da hätten sich HBL und HBF auf Initiative des DHB abstimmen sollen.


    Ronaldo hat damit eins der entscheidenden Probleme unseres
    geliebten Handballsports erkannt und benannt. Er seziert damit im
    Detail die Ursachen für die schon länger anhaltende Missachtung des
    Handballsports in seinem Mutterland. Die Außenwirkung für die breite Masse
    spielt kaum eine Rolle, nahezu alles reduziert sich sowohl in Deutschland als
    auch in den internationalen Verbänden auf monetäre Aspekte. Zwangsläufig werden
    die Starken immer stärker (zumindest relativ) und die Schwachen immer schwächer.
    Nicht nur, aber besonders im Handballsport eine fatale Entwicklung. Wer hier am
    Status Quo festhält, schaufelt sich sein eigenes Grab. Handball als
    Breitensport ist schon lange passe´, zumindest in den oberen Vorstandsetagen
    aller hiesigen Verbände.






    Mit dieser Kritik bin ich hier mal im Forum gestartet und
    dieses Thema brennt mir auch weiterhin im Herzen. Allerdings erkennen auch hier
    in diesem Forum nur wenige den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen
    Breitensport als Basis und Spitzensport (auch in der der Handballbundesliga der
    Frauen) als Ausdruck der tatsächlichen Leistungsfähigkeit einer Sportart. Ich
    höre auch schon wieder die Stimmen, die kritisieren, dass solche Gedanken in
    einem Thread zur Belleetage der HBF nichts zu suchen haben. Sei es drum, ich
    sehe das anders.






    Da ich nicht vorhabe, hier die Kreise der vermeintlichen
    Matadoren weiter zu stören, werde ich mich wie schon in den letzten Wochen und
    Monaten praktiziert auch zukünftig mit weiteren Meinungsäußerungen maximal zu
    rückhalten. Nur wenn ich es so wie hier zum aktuellen Thema geschehen gar nicht
    mehr aushalte kann es passieren, dass ich noch den einen oder anderen Weckruf
    in den Ring dieses Forums werfe.



    Ich bin da auch Niemandem gram. Jeder, der hier seine
    Meinungen einbringt, trägt auf seine Art und Weise dazu bei, dass Handball wenigstens intern im Gespräch bleibt. Ich finde es nur schade, dass (zumindest
    nach meiner Wahrnehmung) bei der überwiegenden Mehrheit der Kommentatoren genauso
    wie bei den Verbandsgewaltigen die eigenen Interessen gegenüber einem alle
    Ebenen dieser Sportart umfassenden Verantwortungsgefühl deutlich überwiegen.



    Letztendlich ist aber auch das keine Überraschung sondern
    für mich nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.




    Ein schönes Wochenende, bleibt alle gesund!

    Einmal editiert, zuletzt von BlKW168 ()

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