Corona ! Wie Geht Es Weiter ?

  • [size=14]Ich gehe davon aus, dass hier niemand mehr davon ausgeht, dass die Runde noch einmal aufgenommen wird .


    Doch wie geht es weiter ?


    nach §52 SpO DHB, kann die Spielleitende Stelle nach sportlichen Gesichtspunkten Auf- und Absteiger festlegen.
    Doch Uwe Stemberg und die HBF werden sicherlich eine andere Lösung finden wollen.


    Mein Vorschlag wäre, kein Absteiger, ein Aufstocken der Bundesliga auf 16 Mannschaften und damit zwei Mannschaften aufsteigen lassen. Dann gäbe es nach der nächsten Saison drei Absteiger.
    Dann auch aus der 2.Liga kein Absteiger und die Liga für ein Jahr auf 17 aufstocken, falls es drei Aufsteiger aus der 3.Liga geben sollte.


    WAS MEINT IHR ?
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  • Wollen Ketsch und Mainz wirklich sich das Ganze nächste Saison noch mal antun? Bei Mainz ist die Haupttorschützin schon weg. Zuschauermäßig wird es bei den Dauerniederlagen evt. auch wieder runter gehen.
    Das Ganze wird für alle Ligen nicht einfach. Irgendein Verein kann immer klagen und wird womöglich Recht bekommen. Auf den Frauenhandball bezogen ist eine Aufstockung für eine Saison sicherlich vertretbar. Die Ligengrößen sind ja im Vergleich um Herrenbereich überschaubar.
    Rechtsicher wäre wohl eine Aufstockung und gleichzeitig die Hoffnung, dass sportlich hoffnungslose Fälle von selbst die richtige Liga wählen werden. Wenn die Saison nicht zu Ende gespielt wird, werden viele Vereine überhaupt erst einmal Probleme haben nicht mit einer Unterdeckung in die kommende Saison zu gehen.

  • Ich gehe auch davon aus, dass die Runde nicht mehr zu Ende gespielt wird.
    Gegen den Willen des Vereins wird man niemand absteigen lassen können.
    Also wahrscheinlich eine Aufstockung der Ligen. Oder der ein oder andere Verein verzichtet
    aus finanziellen Gründen. Vereine wie Neckarsulm, die noch 5 Heimspiele hätten
    haben natürlich auch einen erheblichen Verlust an Einnahmen. Noch schlimmer wäre
    es bei Geisterspielen mit zusätzlichen Kosten. Auch die Sponsorensuche wird nicht leichter,
    da auch die Wirtschaft massive Probleme hat. Es wird also spannend sein wann und wie es weitergeht.

  • Hm Aufstockung der Ligen wird auch schwierig werden da wohl im Männer und Damen-Bereich einheitliche Lösungen her sollten. Sowohl auf Verbands- als auch DHB Ebene. Im Frauenbereich wäre eine Aufstockung zwar möglich da es weniger Mannschaften sind aber bei den Herren eigentlich nicht umsetzbar. Relegationen oder Turnierformen sind aufgrund der ungeklärten Lage auch schwer zu realisieren. Ich sehe eine Annullierung der Saison als einzige Option. Auch nicht schön für alle aber das kleinste Übel.

  • Oh bitte, keine Aufstockung auf noch mehr Teams. :unschuldig: Man weiß jetzt schon zu oft wer der haushohe Favorit ist (langweilige Spiele) und für die Top-Spielerinnen/Teams wären diese +4 extra Spiele wieder mal eine extra Belastung.

  • Ich bin auch der Meinung, dass man die Saison nicht mehr zu Ende bekommt.
    Die Idee mit den Aufsteigern und der Aufstockung ist eine Möglichkeit. Auch durch mehr Spiele verlorene Einnahmen wieder reinzuholen.
    Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die auch schon beschlossen wurden. Eine Arbeitskollegin kegelt. Sie ist ziemlich sauer, da die Saison abgebrochen wurde. Sie waren Tabellenführer mit 4 Punkten Vorsprung und drei Restspielen. Die Saison wird nächstes Jahr bei Null neu gestartet ohne Auf- und Absteiger.


    Eine andere Möglichkeit wäre, was der Verein meiner Arbeitskollegin vorgeschlagen hat. Man hätte eine Doppelrunde spielen können über 2 Saisons. Die bisher gespielten Ergebnisse werden fortgeführt. Man spielt in dieser Saison die Spieltage die möglich sind noch durch. Ab September werden die fehlenden Spieltage der laufenden Saison nachgeholt und eine weitere Runde mit jeder gegen jeden. Die Abschlusstabelle beinhaltet dann 2 Saisons. Vorteil wäre hier, dass man deutlich weniger Einbußen hat, da die fehlenden Spiele nachgeholt wurden. Man wird nicht alle Einnahmen zurückholen, da es mehr Spiele unter der Woche geben wird.

  • Warte doch erst einmal ab welche Teams am Ende wirtschaftlich übrig bleiben werden falls die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann. Da werden dann all diese Rechenbeispiele eventuell hinfällig.

  • @Schweizer_1956: Ich muss sagen, dass mir eine solche Lösung irgendwie gefällt. Die Frage ist wie man dann mit dem Europacup umgehen will. Es wird sich nun zeigen ob die Verein ihre Budget sicher haben, da wohl einige Unternehmen nun Probleme bekommen könnten und Sponsoring ist bekanntlich einer der ersten Kosten, die reduziert/gestrichen werden können.

  • Ich würde auch sagen abwarten und Corona Bier trinken-wenn die Saison beendet wird gibt es sicher einige Clubs die in finanzielle Schwierigkeiten geraten und um die Existenz kämpfen müssen und sicher nicht nur die aus dem unteren Tabellendrittel-es wären ja dann auch Fragen zu klären,wer nächstes ab September international spielt-wer will aufsteigen,wer muss absteigen.Und sollte die Krise anhalten,dann denke ich gibt es keine neue Saison und die Spielerinnen abwandern (falls das überhaupt möglich ist ) oder bekommen Kurzarbeitergeld-alles ungeklärte Fragen-Schwarzmalerei nützt sicher zur Zeit garnichts-aber Licht am Ende des Tunnels seh ich auch nicht-ich hoffe einfach das wir irgendwann mal wieder bei einem Frauenhandballspiel in der Halle sitzen können.. :irony:

    Alle haben Ahnung vom Handball-außer die Schiedsrichter

  • Es könnte auch ein Wettlauf der Vereine der Frauenbundeliga werden, (kommunale/regionale) öffentliche Unterstützung (oder halb-öffentliche) zu erhalten.


    Wer die bekommt, hat Chancen zu überleben, wer nicht - der kriegt Probleme. Es ist kaum anzunehmen, dass 'echte' Privatunternehmen in der gegenwärtigen Situation Zahlungsverpflichtungen eingehen, die werden vielmehr versuchen, sie abzubauen (und Frauenbundesliga braucht nun mal niemand zum 'Überleben').


    Für Vereine ohne ganz,ganz solides finanzielles Fundament ist die Ungewissheit sicher ein Riesenproblem...

  • Karl: Die Handballvereine werden damit nicht alleine sein - will gar nicht wissen wieviele Personen, Organisationen und Unternehmen aktuell vollkommen vor dem Nichts stehen. Es wird eine große Aufgabe für den Sport, Veranstaltungs- und Gastro/Hotelerieunternehmen sein diese Zeit zu überstehen. Bin selbst von heute auf morgen als IT-Admin in einer Gastrounternehmen (~400M Umsatz Europaweit mit 65 Standorten) davon betroffen und muss mir plötzlich Gedanken zur Arbeitsplatzsicherheit machen. Restaurants und Hotels haben Umsatzeinbrüche von 60-80% und das ist selbst für ein solches Unternehmen eine erste Situation... Dann ist mir leider der Handball weniger wichtig und hoffe einfach wir schaffen das :)

  • Logisch Fridulin, aber im Thread hier wird sich natürlich speziell über den Frauenhandball unterhalten.


    Und Frauenhandball ist natürlich ein in jeder Hinsicht nachrangiger gesellschaftlicher Bereich, aber gerade unter diesem Aspekt kann man das ja diskutieren.


    Vielleicht überleben international ja am ehesten die Vereine, die stark an Kommunen gekoppelt sind (etwas Bestandteile von Stadtverwaltungen), vielleicht sind das aber auch die Organisationsformen, die am Stärksten von der Krise betroffen sein werden, weil die Kommunen nun andere Schwerpunkte setzen.


    Alles sehr ungewiss....wie ja auch das Ausmaß der Krise.


    Vielleicht ist der Frauenhandball auch weniger betroffen als der Männerhandball, weil es da um doch recht wenig Geld geht. Für Deutschland mag man aber annehmen, dass entscheidend sein wird, inwiefern einzelne Frauenhandballvereine Zugang zu Hilfsressourcen erlangen können (da wird es zwischen den Vereinen Unterschiede geben). Die Ressourcen werden dann natürlich nicht zu dem Erwerb von Neuzugängen oder so verwendet werden können...

    Einmal editiert, zuletzt von Karl ()

  • Wie geht es weiter ???? Gute Frage !!! Also ich schätze Mal , dass wir eine ganze Weile ohne Handball auskommen werden müssen... Was machen in der Zwischenzeit die Spielerinnen??? Europaweit ??? So lange noch jeden Tag neue Fälle dazu kommen , wird sich gar nichts ändern. Ob es dann noch die handballspielerinnen gibt , die wir kennen bzw. die jetzt unter Vertrag stehen ??? Das kann keiner vorhersagen .... Man kann wirklich nur hoffen das die Forschung schnell etwas findet ...( innerhalb eines Jahres ...) Ich will und kann mir noch gar nicht ausmahlen was das dann für uns alle bedeutet... Vielelicht geht die ganze Saison auch erst wieder im neuen Jahr los... Meister ist wer jetzt oben steht.... also der BVB ... dann wird neu gespielt . Absteiger wird es keinen geben ...obwohl 3 bzw. 4 Punkte bis jetzt ziemlich schwach sind... aber das ist dann auch egal... heute weiß das sowieso keiner von uns , wie es weiter geht...

  • Richtig. Die wird es letztlich dann nicht mehr geben. Die haben aber ihr Opfer für die Allgemeinheit gebracht und können stolz darauf sein.


    Frauenhabdball wird es nach der Corona Krise wohl nur noch im Amateurbereich geben

  • Keine Rücksicht auf Einzelschicksale:
    Saison abbrechen. Es sind mehr als 2 Drittel gespielt. Dortmund Meister, Ketsch Absteiger.

  • Frauenhabdball wird es nach der Corona Krise wohl nur noch im Amateurbereich geben


    Was sind denn die hauptsächlichen Kosten der Sportvereine?


    • Gehälter der SpielerInnen, Trainer, Mitarbeiter -> Natürlich können die Mitarbeiter auf ihre ausstehenden Gehälter in voller Höhe pochen und sich damit den Ast absägen auf dem sie selber sitzen, da es im Anschlus nicht mehr viele Vereine geben würde bei denen Profisport möglich wäre. Oder aber sie tragen mit einem teilweisen Gehaltsverzicht zum Erhalt des Vereins bei.


    • Sozialabgaben -> an diesem Punkt wäre die Bundesrepublik in der Verantwortung den kleinen und mittelständischenUnternehmen (zu dennen letztendlich auch Sportvereine zählen) entgegenzukommen zum Wohle der wirtschaftlichen Stabilität.


    Wenn diese beiden Kernpunkte sinnvoll gelöst werden können, dann sehe ich keinen Grund wieso massenhaft Sportvereine in Folge der vorübergehenden Covid-19-Pandemie insolvent werden sollten.

  • Arcosh,


    ergänzend zu deiner Ausführung.
    Hier geht es um Soforthilfe im aktuellen Wirtschaftsjahr, die bestimmt greifen werden.
    Niemand wird aber Verlustvorträge abdecken, und hier geht die Angst bei einigen Vereinen um.

  • die HBF-Vereine beraten am Freitag, wie es weitergehen soll

    sLOVEnija

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