HSG Nordhorn-Lingen zurück in der 2. Liga

  • Indirekt schon, oko. Klar weiss ich, was Du meinst, aber für wie wahrscheinlich hältst Du es, dass es vorläufigen Rechtsschutz gibt, ohne das der Gedanke an Betrug zumindest mit geprüft wird.

    Es wird geprüft ob mit den eingereichten Unterlagen überwiegend wahrscheinlich NOL die Lizenz hätte nicht erteilt werden dürfen und Krefeld somit in der 2. Liga hätte verbleiben müssen. Warum die Unterlagen dann ggf. so mangelhaft sind, wird aber nicht geprüft oder festgestellt, nur die Tatsache, dass es so ist. Die Feststellung hätte ja auch unmittelbar keine Auswirkung auf NOL, sondern nur auf Krefeld. Dass wenn es diese Feststellung gibt, es recht wahrscheinlich ist, dass die Unterlagen auf irgend eine Art „manipuliert“ wurden ist klar, erwiesen ist der Straftatbestand Betrug deshalb aber nicht

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Paukenschlag im Lizenzstreit: Kurz vor Gerichtstermin – in Nordhorn gehen wohl die Lichter aus
    Am Mittwoch soll am Landgericht Dortmund der Antrag der HSG Krefeld, per einstweiliger Verfügung doch noch in der 2. Bundesliga spielen zu dürfen, verhandelt…
    rp-online.de
    Zitat

    Am Mittwoch soll am Landgericht Dortmund der Antrag der HSG Krefeld, per einstweiliger Verfügung doch noch in der 2. Bundesliga spielen zu dürfen, verhandelt werden. Nun haben sich kurzfristig die Voraussetzungen geändert – die HSG Nordhorn-Lingen steht wohl vor der Insolvenz.

  • Du bist immer etwas spät dran. Das wurde hier schon gepostet.

    Nö. Der Bericht von rp-online ist auf dieser und den vorherigen Seiten nicht zu finden. Daher mein Beitrag.

  • Wenn ihr bei der nördlichen HSG, also Nordhorn/Lingen keine größeren Probleme habt, als dass nur Lingen im Emslandkreis liegt und neben der Bild auch noch ein RP-Artikel gepostet wird, kann es um den vermeintlichen (erschwindelten?) Zweitligisten ja nicht so schlimm stehen. Warten wir die nächsten Stunden und Tage ab.

    PS: Erinnert mich stark an die Durchhalteparolen bei Bietigheim/Ludwigsburg-Frauen und etlichen anderen davor.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Wenn das die Redewendung "wenn nicht noch ein Wunder geschieht" benutzt wird, weiss man was die Stunde geschlagen hat.

    Wer auf Wunder hofft betet und hat keine Handlungsoptionen mehr - verlässt somit den irdischen "Rationalitätsraum"

    Es könnte mit Blick auf Krefeld unser Forenjurist Ozzy Osbourne sich einen weiterer Streifen auf der Uniformjacke verdienen.

  • Für die Verhandlung heute, macht die Ankündigung der möglichen Insolvenz-Anmeldung keinen Unterschied. Dass NOL eine große Summe Geld benötigt, war vorher ja schon klar. Jetzt steht lediglich fest, dass sie die benötigten Gelder offensichtlich nicht auftreiben können. Entscheidend ist, ob die damals gelieferten Zahlen halbwegs plausibel waren und sich tatsächlich innerhalb von wenigen Monat die gesamte Planung über den Haufen geworfen hat, oder ob die Zahlen komplett unrealistisch, bzw. falsch waren - es spricht wohl eher für die zweite Variante. So oder so wirft es kein gutes Licht auf die HBL und auf ihr Lizenzierungsverfahren

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Worüber ich heute nicht hinwegkomme:

    Der Zeitpunkt, der angekündigten Insolvenzeröffnung ist echt schräg. Bei einer kolportierten Unterdeckung von 800.000 bis 1.400.000 Euro ist die Lücke ja nicht "in Gänze" neu. Zumal sie recht offen in den Bilanzen ausgewiesen sein soll. Wir reden hier nicht über einen Einzelkaufmann, der erst Insolvent ist, wenn er zahlungsunfähigk ist. Wir haben ein Konstrukt wie eine GmbH bzw. einen Verein, der bereits bei Überschuldung eine Fortführungsprognose braucht. Die ist doch spätestens im März/April tot, als einer der Hauptsponsoren zurücktritt. Wie will Jonker den der Insolvenzverschleppung entgangen sein?

    Meine Lösung wäre ja gewesen, dass es da Bürgen oder ähnliches gibt. Wenn es die aber gegeben hätte, dann hätte man sie in Anspruch nehmen müssen um die Lücke zu verkleinern. Also gibt es sie nicht oder nicht in ausreichendem Maße. Hoffentlich verfolgt Krefeld auch diesen Teil. Auch wenn das üblicherweise eher der Job des Insolvenzverwalters ist.

  • Worüber ich heute nicht hinwegkomme:

    Der Zeitpunkt, der angekündigten Insolvenzeröffnung ist echt schräg. Bei einer kolportierten Unterdeckung von 800.000 bis 1.400.000 Euro ist die Lücke ja nicht "in Gänze" neu. Zumal sie recht offen in den Bilanzen ausgewiesen sein soll. Wir reden hier nicht über einen Einzelkaufmann, der erst Insolvent ist, wenn er zahlungsunfähigk ist. Wir haben ein Konstrukt wie eine GmbH bzw. einen Verein, der bereits bei Überschuldung eine Fortführungsprognose braucht. Die ist doch spätestens im März/April tot, als einer der Hauptsponsoren zurücktritt. Wie will Jonker den der Insolvenzverschleppung entgangen sein?

    Meine Lösung wäre ja gewesen, dass es da Bürgen oder ähnliches gibt. Wenn es die aber gegeben hätte, dann hätte man sie in Anspruch nehmen müssen um die Lücke zu verkleinern. Also gibt es sie nicht oder nicht in ausreichendem Maße. Hoffentlich verfolgt Krefeld auch diesen Teil. Auch wenn das üblicherweise eher der Job des Insolvenzverwalters ist.

    Solange dir der WP den Going Concern bestätigt, musst du die Bilanz ja nicht nach Zerschlagungswerten aufziehen. Dann muss der Betroffene planerisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Jahr durchfinanziert sein, um die Fortbestehensprognose vorweisen zu können. Mit vorgezogenen Sponsorenzahlungen und Dauerkartenerlösen kann das schon klappen.

    Den Tatbestand der drohenden Zahlungsunfähigkeit wird die HSG wahrscheinlich die letzten drei Jahren durchgängig erfüllt haben, da ist eine Insolvenzanmeldung aber nur "kann" und im Ermessen der Geschäftsführung. Es wäre allerdings durchaus interessant, mal zu prüfen, ob die Zahlungsfähigkeit in der Vergangenheit wirklich durchgängig gegeben war und die bestehende Zahlungsunfähigkeit als Antragsgrund wirklich zu keinem Zeitpunkt in der Vergangenheit vorlag.

    Ausflug in die Insolvenzordnung Ende...

    Für Spieler und deren Familien, Fans und alle die mit dem Verein sympathisieren ist das alles egal - auf deren Rücken wird zuvorderst das Missmanagement ausgetragen.

  • Solange dir der WP den Going Concern bestätigt, musst du die Bilanz ja nicht nach Zerschlagungswerten aufziehen

    Der Wirtschaftsprüfer kommt zu einem Stichtag. Meinetwegen zu zwei (Aufstellung der Bilanz) Meinst Du wirklich, der rettet ihn davor, persönlich zu haften? Ich habe Zweifel.