• Die HBL hat sich das Fiasko viel zu lange angeguckt. Da hätten viel eher deutliche Veränderungen kommen müssen. Dafür, dass keine kamen, kriegen sie jetzt die verdiente Quittung.

    Der Mist dabei ist, dass die Clubs das ausbaden müssen!

  • Ich finde es gerade unsäglich, dass betreffend der Causa Minden unterschwellig dem von der MT Melsungen (als Heimverein) gestellten VAR möglicherweise böswilig Einflussnahme unterstellt wird. Fakt derzeit ist, auch nach offiziellem(!) Statement des DHB, dass wohl rein technisch alle nötigen Bildquellen zur Beurteilung zur Verfügung gestanden hätten. Selbst wenn ein VAR eine Aussage machen würde, dass er irgendetwas nicht liefern könne, obliegt die abschließende Beurteilung grundsätzlich ganz allein den Schiris, niemand anderem!

    In diesem Fall ist es so, dass die Entscheidung zunächst auf "Tor" lautete. Bemühen die Schiris den Videobeweis und bekommen nicht die für ihre Entscheidungsfindung nötige Einstellung, vielleicht sogar wirklich gemäß Aussage des eingesetzten VAR, dann ist eine Revision eben nicht möglich und die (Tatsachen-)Entscheidung bleibt bestehen. Revidieren sie dennoch, wie hier geschehen, hat ihnen das Bildmaterial wohl ausgereicht und die komplette Verantwortung dafür liegt eben bei ihnen. Ohne jede Häme, aber der Möglichkeit einer solchen Situation muss ich mir grundsätzlich bewusst sein, wenn ich als Schiedsrichter auf national höchster Ebene pfeifen will. Und dann eben auch die Verantwortung übernehmen sowie mit den Folgen leben.

    Sicher, man kann über das DHB-Statement und seine Wirkung diskutieren. In seiner Grundaussage ist es dennoch absolut korrekt: Der eingesetzte VAR hat von Anfang an nichts, aber auch gar nichts falsch machen können.

  • Es ist in dieser Saison in der HBL zu oft passiert, dass Bilder, die gegen die Heimmannschaft ausfielen, nicht angeguckt wurden. Aber bei DYN kamen sie ganz schnell.

    Da muss man die Frage doch irgendwann mal stellen dürfen, warum das immer wieder passiert.

  • Nein. 😂

    Aber ich gehe gleich auf die Platte weil ein Kollege ausgefallen ist. Und dann würde ich nur ungern im Nachhinein aus der Lokalzeitung erfahren, dass mein Schiedsrichterwart mich nach dem Spiel zum trocknen aufhängt.

    Wie hättest du es denn formuliert?

    Überall werden Fehler gemacht. Die Frage ist, wie geht man mit Fehlern um. Vertuschung ist für mich die schlechteste Vorgehensweise.
    Der DHB hat nicht geschrieben, dass die Schiedsrichter schlecht sind, sondern, dass sie einer Situation nicht alle Möglichkeiten genutzt haben. Wer als Schiedsrichter mit so einer Aussage nicht zurechtkommt ist in meinen Augen nicht kritikfähig.

  • Hat sich ja geäußert.

    Die HBL müsste sich endlich mal äußern.

    Wieso? Die VAR sind eine HBL-Einrichtung, habe aber weder Weisungs- noch Entscheidungsgewalt. Da ist m. E. auch nichts schief gelaufen (fragwürdige Unterstellungen angeblicher Parteinahme mal abgesehen). Das Schiriwesen untersteht meines Wissens aber immer noch dem DHB, und der hat sich ziemlich zeitnah und auch eindeutig geäußert. Da ist komplett alles im Lot. Interessant wird es erst wieder, wenn z. B. Minden wirklich offiziell Protesteinlegt und eine Neuansetzung bekommt. Dann ist sicher auch die HBL gefragt, vorher in meinen Augen nicht.

  • Zitat aus der Bild:

    "Die Schiris Linker und Schmidt gehen zum Tisch mit dem Videobeweis-Bildschirm, an dem an den meisten Bundesliga-Standorten Personal des Gastgebers sitzt. Die Schiris prüfen auf Tor oder kein Tor – und Verweigern dem Treffer die Anerkennung. Die abstiegsbedrohten Mindener gehen nicht mit einer 17:15, sondern der 16:15-Führung in die Pause

    Mal unabhängig davon, ob das ein Tor war oder nicht: Das, was der Bild-Schreiberling da behauptet, ist einfach nur Schwachsinn. Wir reden hier von einer Aktion in der 7. Spielminute. Niemand kann sagen, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn das Tor gezählt hätte. Ein Handballspiel läuft nicht nach einem vordefinierten Drehbuch ab. Jede Aktion kann Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf haben. Wenn die Aktion 5 Sekunden vor der Pause passiert, dann kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Halbzeitstand um genau dieses eine Tor nicht stimmt.

    Genau aus diesem Grund hat man quasi keine Chance, einen früh im Spiel durch die Schiedsrichter verursachten Regelverstoß als "spielentscheidend" anerkannt zu bekommen, was dann möglicherweise zu einem Wiederholungsspiel führen würde. Die einhellige Meinung ist dazu: Die Mannschaft hat noch lange genug Zeit, den Fehler der Schiedsrichter auszumerzen.

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • Es ist gar kein Regelverstoß, sondern eine Tatsachenentscheidung.

    Von daher erübrigt sich die Protest-Diskussion eh.

    Aber dass Minden es nicht wieder unter‘n Teppich kehren lassen will, find ich richtig.

    Einmal editiert, zuletzt von Rheiner (11. April 2026 um 18:05)

  • Wie hättest du es denn formuliert?

    Überall werden Fehler gemacht. Die Frage ist, wie geht man mit Fehlern um. Vertuschung ist für mich die schlechteste Vorgehensweise.
    Der DHB hat nicht geschrieben, dass die Schiedsrichter schlecht sind, sondern, dass sie einer Situation nicht alle Möglichkeiten genutzt haben. Wer als Schiedsrichter mit so einer Aussage nicht zurechtkommt ist in meinen Augen nicht kritikfähig.

    Intern wäre die Formulierung sachlich richtig und okay gewesen. Schöner Klartest, wobei ich nicht sicher bin ob die Schiedsrichter mit dem Inhalt übereinstimmen.^^

    Extern stellt man sich doch bitte vor seine Leute.
    Selbst wenn man glaubt das hier aufgrund des Inhalts nicht zu können, kann man es garantiert freundlicher formulieren. Deswegen ja meine Ursprungsfrage, ob das der übliche Umgangston ist.

  • Zunächst einmal eines vorweg: Soweit ich weiß, ist die Personen am Bildschirm absolut passiv. Die stellt nur die Kameraperspektive zur Verfügung, die von den SR gewünscht wird. Sie spult nur so, wie es die SR wünschen. Diese Person darf keine Bilder zeigen, die die SR nicht anfordern. Deswegen darf man hier dieser Person die Schuld nicht in die Schuhe schieben.

    Interessant ist, dass der DHB die beiden SR öffentlich so brüskiert, denn es passiert ja nicht zum ersten Mal, dass SR nicht auf die besten Bilder zugreifen. War es nicht letztes Jahr beim Final Four der Fall? Im Halbfinale Löwen gegen Kiel? Ich kann mich in jedem Fall noch gut erinnern, an das Spiel Wetzlar gegen Magdeburg, als die beiden SR bei einem Foul von Claar an einem Wetzlarer nur eine Perspektive anschauten und schnell zu dem Ergebnis kamen, dass es nur eine 2-Minuten-Strafe geben darf. Was angesichts der angeschauten Bilder auch ok war. Doch schon während der Beratung der SR sagte der Dyn-Kommentator, dass sie Bilder vorliegen haben, die die Situation gut auflösen. Und da sah man klar den aktiven Schlag von Claar in das Gesicht eines Wetzlarers. Es war also eine klare rote Karte. Im Nachgang kam keine Stellungnahme des DHB dazu. Mag sein, dass es an der Prominenz der SR lag. Denn es waren die Herrn Thiyagarajah.

  • Bei der ganzen Diskussion ob Tor oder nicht - frage ich mich - warum werden die Tore unten hinten nicht "dicht" gemacht, damit der Ball nicht rausholen kann.

    Lächle und sei froh - und ich lächelte - und ich war froh - UND es kam SCHLIMMER

  • Zunächst einmal eines vorweg: Soweit ich weiß, ist die Personen am Bildschirm absolut passiv. Die stellt nur die Kameraperspektive zur Verfügung, die von den SR gewünscht wird. Sie spult nur so, wie es die SR wünschen. Diese Person darf keine Bilder zeigen, die die SR nicht anfordern. Deswegen darf man hier dieser Person die Schuld nicht in die Schuhe schieben.

    Interessant ist, dass der DHB die beiden SR öffentlich so brüskiert, denn es passiert ja nicht zum ersten Mal, dass SR nicht auf die besten Bilder zugreifen. War es nicht letztes Jahr beim Final Four der Fall? Im Halbfinale Löwen gegen Kiel? Ich kann mich in jedem Fall noch gut erinnern, an das Spiel Wetzlar gegen Magdeburg, als die beiden SR bei einem Foul von Claar an einem Wetzlarer nur eine Perspektive anschauten und schnell zu dem Ergebnis kamen, dass es nur eine 2-Minuten-Strafe geben darf. Was angesichts der angeschauten Bilder auch ok war. Doch schon während der Beratung der SR sagte der Dyn-Kommentator, dass sie Bilder vorliegen haben, die die Situation gut auflösen. Und da sah man klar den aktiven Schlag von Claar in das Gesicht eines Wetzlarers. Es war also eine klare rote Karte. Im Nachgang kam keine Stellungnahme des DHB dazu. Mag sein, dass es an der Prominenz der SR lag. Denn es waren die Herrn Thiyagarajah.

    Ich würde es nicht mit der Vergangenheit vergleichen; denn dann dürfte man ja nichts ändern. Wir sollten abwarten, wie es in der Zukunft gehandhabt wird!

  • Zunächst einmal eines vorweg: Soweit ich weiß, ist die Personen am Bildschirm absolut passiv. Die stellt nur die Kameraperspektive zur Verfügung, die von den SR gewünscht wird. Sie spult nur so, wie es die SR wünschen. Diese Person darf keine Bilder zeigen, die die SR nicht anfordern. Deswegen darf man hier dieser Person die Schuld nicht in die Schuhe schieben.

    Interessant ist, dass der DHB die beiden SR öffentlich so brüskiert, denn es passiert ja nicht zum ersten Mal, dass SR nicht auf die besten Bilder zugreifen. War es nicht letztes Jahr beim Final Four der Fall? Im Halbfinale Löwen gegen Kiel? Ich kann mich in jedem Fall noch gut erinnern, an das Spiel Wetzlar gegen Magdeburg, als die beiden SR bei einem Foul von Claar an einem Wetzlarer nur eine Perspektive anschauten und schnell zu dem Ergebnis kamen, dass es nur eine 2-Minuten-Strafe geben darf. Was angesichts der angeschauten Bilder auch ok war. Doch schon während der Beratung der SR sagte der Dyn-Kommentator, dass sie Bilder vorliegen haben, die die Situation gut auflösen. Und da sah man klar den aktiven Schlag von Claar in das Gesicht eines Wetzlarers. Es war also eine klare rote Karte. Im Nachgang kam keine Stellungnahme des DHB dazu. Mag sein, dass es an der Prominenz der SR lag. Denn es waren die Herrn Thiyagarajah.

    Es war doch eigentlich beim Videobeweis gängige Praxis, dass man als Übertragungszuschauer ewig Bilder bekommt, wo man nicht viel sehen kann, um die Situation zu beurteilen. Dann gibt es die Entscheidung. Und sofort danach wird bei Dyn eine andere Kameraperspektive eingespielt, wo man das ganze viel besser sieht. Daher war doch die Frage, was genau sich die Schiedsrichter ansehen? Wenn sie das sehen, was dem Übertragungszuschauer gezeigt wird, ist es oft nicht nachvollziehbar, warum sie sich die Perspektive, die man dann danach sieht, nicht angesehen haben. Ansonsten gucken sie offenbar nicht das, was der Übertragungszuschauer sieht. Dann kann man so vom Stream her nicht beurteilen, was sie sich ansehen und es stellt sich natürlich auch die Frage, warum im Stream etwas angezeigt wird, was so aussieht ein Hin- und Herspulen.

  • Der Videobeweis sollte die Schiedsrichter unterstützen und ihnen bei schwierig zu beurteilenden Szenen Sicherheit geben. In der Praxis ist aber genau das Gegenteil der Fall, denn immer wieder sind die Schiedsrichter damit überfordert zu antizipieren, welche Kameraperspektive ihnen den für die Spielszene relevanten Blickewinkel liefern könnte. Dann sehen Sie Videoaufnahmen, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung nicht helfen und lassen sich dadurch komplett verunsichern. Dabei hätten bei dem Tor in Melsungen schon Handballsachverstand und Erfahrung genügt, um die richtige Entscheidung zu treffen. Der Wurf aus dem Rückraum wurde von einer Position zwischen den beiden Pfosten abgegeben. Wäre er am Torpfosten außen vorbeigegangen, dann hätte er das Tornetz nie berührt, sondern wäre direkt auf die LED-Bande getroffen. Aber vor lauter Video vor- und zurückspulen und zunehmend verunsichert Blickwinkel auswählen, bleibt kein Platz für den gesunden Menschenverstand.


    Ich finde dazu passt auch dieses Reel von Fußball-Schiedsrichter Aytekin, der trotz seiner ganzen Erfahrung mit den Formslitäten bei der Durchführung des VAR durcheinander kommt:

    Deniz Aytekin: "Hier ist alles schiefgelaufen"

    Einmal editiert, zuletzt von Arcosh (11. April 2026 um 20:42)

  • Nochmal als Info:

    Es sind gerade bei Spielen mit vielen Kameras nicht immer alle in den VAR eingebunden. Das wurde uns gerade am Freitag noch erklärt. Deswegen kann es sein, dass DYN dann das beste Bild hat, wo man es exakt sieht, diese Kamera aber gar nicht im VAR eingebunden ist und somit dann auch nicht angeschaut werden kann.

    Der VAR-Operator darf meines Wissens nach schon sagen, wenn er ein Bild/eine Perspektive hat, aus der es gut zu erkennen ist. Ansonsten muss er neutral agieren.

  • Es sind gerade bei Spielen mit vielen Kameras nicht immer alle in den VAR eingebunden. Das wurde uns gerade am Freitag noch erklärt. Deswegen kann es sein, dass DYN dann das beste Bild hat, wo man es exakt sieht, diese Kamera aber gar nicht im VAR eingebunden ist und somit dann auch nicht angeschaut werden kann.

    Wo und von wem wurde das erklärt?

  • Wo und von wem wurde das erklärt?

    Und von DYN auch einmal, weil sie eine unterschiedliche Anzahl von Kameras im Einsatz haben, die Positionen für die VAR Kameras ziemlich genau definiert sind. Es sind also manchmal mehr Kameras im Einsatz.

  • Dennoch haben die Schiedsrichter einen Riesenbock geschossen. Wenn man sehen will ob ein Ball im Tor war, nutze ich als erstes die Torlinienüberwachung.