U18 WM W 2022

  • und es zeigt, dass die Vereine, die sich gute Nachwuchsarbeit in Deutschland auf die Fahne schreiben, ganz offenbar für den internationalen Vergleich doch nicht so gut ausbilden, wie sie behaupten, oder?

  • und es zeigt, dass die Vereine, die sich gute Nachwuchsarbeit in Deutschland auf die Fahne schreiben, ganz offenbar für den internationalen Vergleich doch nicht so gut ausbilden, wie sie behaupten, oder?

    Einige Vereine investieren schon viel in den Nachwuchs, denken dabei aber meist nur an sich und nicht an die Nationalmannschaft - deshalb in den letzten Jahren auch immer wieder Streit zwischen Club- und Nationalmannschaftstrainern. Wo gibt es schon individuelle Trainingspläne für besonders begabte Spielerinnen (wie z. B. vor Jahren für Minevskaja bei THC)? Und was hat eigentlich die sog. Elite-Förderung gebracht? Davon hat man schon lange nix mehr gehört.

  • Die Eliteförderung ist ein Riesenquatsch und bringt rein garnichts! Im schlimmsten Fall verdreht sie den jungen Spielerinnen den Kopf, im besten Fall schadet sie wenigstens nicht. Was beinhaltet sie auch schon? Ein bisschen Blabla mit Bepler, 100€ pro Monat und 1-2 Jahrgangs- und geschlechtsübergreifende Lehrgänge, die auch keinen Sinn ergeben. Dazu hat man bei der Auswahl der Talente nicht immer ein glückliches Händchen

  • vereine, die sih gute vereinsarbeit auf die fahne schreiben in deutschland, gibts genug-

    und die machen auch gute arbeit.

    die müssen weder die ansprüche für die nati erfüllen-das wäre frühestens der 2. schritt-

    und schon gar nicht die erwartungen einiger user die bei anderen oft weltmeisterliche leistungen erwarten

    und zwar am besten"mit pulle bier in hand vorn fernseher".


    auf vereinsebene wird unter den gegebenen umständen oftmals gut bis sehr gut gearbeitet.

  • und ja- die vereine müssen doch zuerst an "sich" - sprich verhältnis spielerin/ verein denken,

    wir sind immerhin zwar im "profibereich"- aber dennoch randsportart.


    dies mit den individuellen traningsplänen ist bei den meisten vereinen ganz normaler alltag

    und ist seit der zeit "minevskaja" sogar immer weiter verfeinert wurden, da etliche vereine mittlerweile

    sogar spezielle trainer-innen für die unterschiedlichen spielpositionen anbieten- nicht nur für den

    torwart, dies sogar mit technischen hilfsmitteln von denen man vor 3-5 jahrne noch geträumt hätte.


    was nach dem verein kommt ist letztlich ein bisschen spiegel unserer gesellschaft-

    die wertigkeit des damenhandballs ist in anderen ländern ungleicch höher.

  • dies mit den individuellen traningsplänen ist bei den meisten vereinen ganz normaler alltag

    und ist seit der zeit "minevskaja" sogar immer weiter verfeinert wurden, da etliche vereine mittlerweile

    sogar spezielle trainer-innen für die unterschiedlichen spielpositionen anbieten- nicht nur für den

    torwart, dies sogar mit technischen hilfsmitteln von denen man vor 3-5 jahrne noch geträumt hätte.

    Das will ich gar nicht in Abrede stellen, aber wo bleiben die Ergebnisse - gerade in dem entscheidenden Altersabschnitt zwischen 16 und 19? Was wurde in den letzten Jahren wirklich an Spielerinnen von internationalem Niveau hervorgebracht? Irgend etwas haut da nicht hin, denn das Niveau ist weder in der Liga noch bei der Nationalmannschaft gestiegen - um es mal vorsichtig zu formulieren.

  • das stimmt sicherlich-

    aber ob es dann am verein und seinen aktivitäten liegt ?

    das glaube ich eher nicht.

  • Aufgabe der Vereine ist es ja zunächst, den eigenen Bedarf an Spielerinnen zu decken. Wenn es also den üblichen Verdächtigen gelingt, mit zumeist noch jungen deutschen Spielerinnen eine Bundesligamannschaft zu stellen, machen die prinzipiell einen guten Job. Das Niveau der Liga insgesamt oder gar jenes der Nationalmannschaft zu steigern, ist aus meiner Sicht nicht deren Aufgabe. Dazu bedürfte es vielleicht auch eines größeren Einsatzes der Spielerinnen, den einige - verständlicherweise - unter diesen Rahmenbedingungen nicht bringen wollen. Eine Niederländerin, die in der Buli spielt, möchte mit Mitte 20 weiter ins besser bezahlte Ausland gewechselt sein. Viele deutsche Spielerinnen wollen da ihr Studium abgeschlossen haben.

  • Aufgabe der Vereine ist es ja zunächst, den eigenen Bedarf an Spielerinnen zu decken. Wenn es also den üblichen Verdächtigen gelingt, mit zumeist noch jungen deutschen Spielerinnen eine Bundesligamannschaft zu stellen, machen die prinzipiell einen guten Job. Das Niveau der Liga insgesamt oder gar jenes der Nationalmannschaft zu steigern, ist aus meiner Sicht nicht deren Aufgabe.

    Das ist ja eben das Problem. Natürlich wird jeder Trainer einer Bundesligamannschaft primär daran gemessen, wie er den Club in der Liga positioniert und den formulierten Zielen gerecht wird. Doch wenn eine Spielerin das Potential für die Nationalmannschaft hat, sollte er deren Entwicklung mit Blick darauf besonders fördern und nicht aus Vereinsegoismus eher behindern.


    Ein Beispiel: Julia Wenzl war eines der größten Talente im deutschen Frauenhandball. Als jüngste Spielerin der Liga hatte sie 2 Tage nach ihrem 16. Geburtstag ihren ersten Einsatz beim THC. Über den Kontakt ihrer Mutter zu deren Landsmann Krowicki ging sie nach Oldenburg, weil sie unbedingt gleich RL spielen wollte und nicht wie - zunächst unter Leukefeld beim THC - auf LA. Anstatt sie auf Basis ihrer Stärken systematisch aufzubauen, wurde sie beim VfL aufgrund ihrer Variabilität überall dorthin geschoben, wo gerade Not an der Frau war - außer Tor, Kreis und RA hat sie dort wohl alles mal gespielt, und meist auch nicht schlecht. Aber die Förderung eines Talents sieht meines Erachtens anders aus, weshalb sie auch nie in der Nationalmannschaft angekommen ist (gehörte lediglich zeitweilig zum erweiterten Kaderkreis). So kann man aus Vereinsegoismus ein Talent ausbremsen - um es mal vorsichtig zu formulieren.

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  • sieht das nicht eher nach egoismus der spielerin/ eltern aus ?


    dass der neue verein zugeständnisse machen muss aufgrund des wechsels, scheint ja festzustehen.

    ich sehe eher, dass sich das talent selbst ausgebremst hat-

    wenn natürlich auch der verein hätte evtl. besser gegensteuern müssen.


    insgesamt wäre doch auch jeder trainer extrem falsch beraten, wenn er die stärken seiner spielerin nicht fördert-

    zunächst sicher mal zum vorteil/ gunsten der spielerin/ verein.

    dass das irgendwann mal der nati zugute kommt, ist m.e. der näcshte schritt- macht doch aber auch gute werbung bei

    neuverpflichtungen als argument.


    nati und randsportart wird m.e. immer eine problemzone sein- ausser mal überragenden jahrgängen...

  • Das Problem dürfte doch sein, dass das einzige Konzept zu sein scheint, die jungen Spielerinnen möglichst schnell möglichst hoch bei den Aktiven einzusetzen. Ob es allerdings für eine RM förderlich ist, zunächst auf LA in der Buli oder sonst irgendwo zu spielen, wage ich zu bezweifeln. Besser wäre es wohl, auf der angedachten Position so hoch einzusteigen, wie es möglich ist. Insgesamt fehlt doch ein Plan, wie man den Übergang von einer Jugendnationalspielerin zur etablierten Bundesligaspielerin und dann ggfls. noch darüber hinaus schafft. Mit 17 3. Liga in der Zweiten einer Bundesligamannschaft spielen, scheint jedenfalls nicht flächendeckend aufzugehen, am ehesten wohl bei Buxte, Blomberg und Leverkusen, wo dann aber auch ein Anschluss zum Buli-Team hergestellt wird, dann aber auch in Kauf genommen wird, dass die Mannschaft auch mal ein paar schlechte Spiele macht.

  • Mit 16 sollte jede talentierte Spielerin 3. Liga spielen. Das Konzept von Buxtehude, Blomberg und Leverkusen hat sich gut bewährt. Schwieriger ist der Übergang in die erste Liga, der Sprung von Liga 3 ist doch sehr groß. Für Aussenspielerinnen ist das noch relativ gut zu schaffen, weil es sich fast jede Mannschaft leisten kann, dass da phasenweise eine Schwächere spielt. Auf der Spielmacherposition und im Rückraum allgemein ist das natürlich riskant. Ganz problematisch ist es für Torhüterinnen, immer auf der Bank sitzen und nur ab und zu für einen 7 Meter zu kommen, hat noch niemanden besser gemacht. Wirklich überzeugend find ich nur das Konzept in Buxtehude mit der Kooperation mit Rosengarten, da bekamen viele Talente in der Vergangenheit die nötige Einsatzzeiten um über Liga 2(oder auch schlechte1) den Sprung in den Erwachsenenbereich frühzeitig zu schaffen,

  • Es steht und fällt mit der intrinsischen Motivation. Talentierte Rückraumspielerinnen würden in Liga 1 "jobs" kriegen. Nehmen wir mal Nieke Kühne. Für Wildungen und Zwickau wäre das sehr wahrscheinlich eine Kandidatin.Geht aber keine diesen Weg. Wird sich auch nicht ändern.

    Was dann die Bundesligatrainer daraus machen ist letztlich in deren Hand. Nehmen wir das von mir schon oft angeführte Beispiel Nele Franz. Torschützenkönigin ohne jegliche Abwehrarbiet unter Birkner. Wird der A-Nationalmannschaft somit immer nur ein maximaler Backup sein.

  • Was dann die Bundesligatrainer daraus machen ist letztlich in deren Hand. Nehmen wir das von mir schon oft angeführte Beispiel Nele Franz. Torschützenkönigin ohne jegliche Abwehrarbiet unter Birkner. Wird der A-Nationalmannschaft somit immer nur ein maximaler Backup sein.

    Gutes Beispiel für eine vereinsorientierte statt persönlichkeitsorientierte "Förderung" (eher letztlich wohl Behinderung der Entwicklung) einer talentierten Spielerin! Genauso hatte ich das gemeint. Natürlich gehören - wie auch im Beispiel Wenzl - immer zwei dazu: Ein Trainer, der eine Spielerin optimal für den Verein ausbeutet und ein Mädel, das so "lieb" ist, dies mit sich machen zu lassen, anstatt einen für sich selbst optimalen Weg zu suchen.

  • Was soll das heißen "optimal für den Verein ausbeutet"? Birkner und die anderen Trainer sind Angestellte der Vereine und nicht des DHB. Demnach sind die Trainer auch den Interessen des Vereins verpflichtet. Sollen die Vereine auf sportlichen Erfolg verzichten, damit sich eine Spielerin besser entwickelt, um dann ablösefrei dem Verein den Rücken zu kehren? Die Spielerinnen können doch den für sich selbst optimalen Weg suchen, in dem sie einfach nur kurzfristige Verträge unterschreiben und dann abhauen, wenn es ihnen nicht passt.

  • Es steht und fällt mit der intrinsischen Motivation. Talentierte Rückraumspielerinnen würden in Liga 1 "jobs" kriegen. Nehmen wir mal Nieke Kühne. Für Wildungen und Zwickau wäre das sehr wahrscheinlich eine Kandidatin.Geht aber keine diesen Weg. Wird sich auch nicht ändern.

    Was dann die Bundesligatrainer daraus machen ist letztlich in deren Hand. Nehmen wir das von mir schon oft angeführte Beispiel Nele Franz. Torschützenkönigin ohne jegliche Abwehrarbiet unter Birkner. Wird der A-Nationalmannschaft somit immer nur ein maximaler Backup sein.

    intrinsische Motivation oder auch Vernunft? Eine junge Spielerin muss sich auch um ihre Ausbildung bzw. Studium kümmern und dazu sind die Standorte Bad Wildungen und Zwickau wenig attraktiv . Und beide Vereine zahlen vermutlich nur ein Taschengeld, das nicht mal für Wohnung plus Nebenkosten langt.

  • Was soll das heißen "optimal für den Verein ausbeutet"? Birkner und die anderen Trainer sind Angestellte der Vereine und nicht des DHB. Demnach sind die Trainer auch den Interessen des Vereins verpflichtet.

    Wenn alle Trainer ausschließlich den Tunnelblick auf ihren Verein haben und ihnen alles andere egal ist, können wir die Nationalmannschaft gleich abschaffen. Die Förderung von jungen Spitzenspielerinnen im Verein sollte schon auch mit Blick auf die Nationalmannschaft erfolgen. Mehr noch: Es sollte doch zum Anspruch jedes Bundesligatrainers gehören, die besten Talente so zu entwickeln, dass sie in die Nationalmannschaft berufen werden. Gerade darum ging es ja in den vergangenen Jahren immer wieder in den Gesprächen der verschiedenen Nationaltrainer mit den Clubtrainern. Gebracht haben diese jedoch wohl leider nicht viel.

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  • Zitat

    Es sollte doch zum Anspruch jedes Bundesligatrainers gehören, die besten Talente so zu entwickeln

    Naja, gibt ja auch die Kehrseite der Medaille. Wenn ein BuLi-Trainer ne Spielerin in die Nationalmannschaft entwickelt wird es auch schwerer, diese Spielerin zu halten. Nehmen wir mal Blomberg. Für Birkner sicher kein Problem, dass Franz nur Angriff spielt. Mit Abwehrqualität steigt der Marktwert und die ist noch schneller weg. Dazu gehören dann auch fähige Berater bzw. ne gewisse Selbstreflexion der Spielerin, wo sie mittelfristig hinwill.

    Gerade die Debatte um die U20 und Zusammenarbeit Vereine -Verband hat doch gezeigt, dass kaum ein Buli-Trainer an die Nationalmannschaft denkt. Da geht um Klassenerhalt und Europacupt. Rest ist egal. Dürfte in jeder Teamsportart ähnlich sein.

  • intrinsische Motivation oder auch Vernunft? Eine junge Spielerin muss sich auch um ihre Ausbildung bzw. Studium kümmern und dazu sind die Standorte Bad Wildungen und Zwickau wenig attraktiv . Und beide Vereine zahlen vermutlich nur ein Taschengeld, das nicht mal für Wohnung plus Nebenkosten langt.

    Deshalb ja auch mein Satz

    Zitat

    Wird sich auch nicht ändern.

    Deshalb schaue ich mir ja auch andere Länder etwas genauer an. In Frankreich gibt es viele Spielerinnen aus der Einwandergeneration->Aufstiegschancen. In Korea gibt es in der Provinz gute Internate-> Aufstiegschance (da zentriert sich alles auf die Hauptstadt Seoul). Im indischen Himalaya entwickeln sich auf Sandplätzen Talente die bei der U-WM in der Torschützenliste unter die Top 6 kommen-Aufstiegschance.


    ich sehe jedoch nicht warum Wildungen und Zwickau signifikant schlechtere Ausbildungsstandorte sein sollen. Kassel hat ne Uni genauso wie Chemnitz.

    Gefühlt studiert jede zweite Bulispielerin was auf Lehramt oder was mit Wirtschaft. Gibt es überall im Angebot.


    Und was die Kohle angeht. Warum gehen auf einmal Skandinavierinnen im Rudel nach Zwickau. So ganz einfach ist das mit der Ableitung von sozioökonomischen Verhältnissen auf die intrinsische Motivation dann im Detail doch nicht.


    Und nochmal was zur Vernunft. Nach dem Abi machen mittlerweile haufenweise junge Leute ein Gap-Jahr. Warum nicht in Wildungen ein Gap-jahr mit Halbtagsjob in einer Kneipe? Ich sehe die ersten zwei Jahre als Übergang von A-Jugend zu den Damen als entscheidend an. Da stellen sich viele Weichen.

  • Ich sehe die ersten zwei Jahre als Übergang von A-Jugend zu den Damen als entscheidend an. Da stellen sich viele Weichen.

    Genauso ist es - sofern die Mädels vorher schon richtig an die Hand genommen worden sind. Sonst ist es am Ende der A-Jugend schon zu spät.


    Übrigens hat Zwickau auch eine Hochschule (https://www.fh-zwickau.de/) mit rund 3 Dutzend Studiengängen, darunter klassische BWL und verschiedene Managementrichtungen.

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