• Ich bin mal so frech und unterstelle dir, dass du zumindest in der jüngeren Vergangenheit keine Kinder- oder Jugendmannschaft trainiert hast.

    Du irrst.

    Anzunehmen, man könne in max. 2 Trainingseinheiten ggf. plus Spiele [...]

    Wir reden hier nicht von einem Breitensportverein, sondern von Leistungssport. Auf der TUSEM-Homepage heißt es:

    Zitat

    "Ab C-Jugend im Leistungsbereich Trainingsangebote im Umfang von 4-5 Einheiten pro Woche."

  • Was ich bei sowas immer nicht verstehe: Handball ist doch ein MANNSCHAFTSsport. Ein Team ist immer dann besonders gut, wenn es nicht eine Summe von Einzelspielern ist sondern eine verschworene Einheit; eine echte Gruppe, die füreinander kämpft und zu leiden bereit ist. Gerade Jugendspieler müssen das eingeimpft bekommen - es kommt nicht nur auf individuelle Klasse, Technik und Physis, sondern auch das Zwischenmenschliche an: Der Zusammenhalt, das "Füreinander".

    Wie passt das dazu, dass ein Spieler einem anderen Spieler aus seiner Mannschaft in die Schuhe pinkelt?

    Das eine ist halt nur eine Annahme für das bestmöglichste Szenario eines Mannschaftsgefühls. Und das andere ist nunmal das was in der Realität passieren kann. Wenn solches Verhalten keine Konsequenzen hat, weil die Verantwortlichen wohl selbst fehl am Platze sind, dann gibt es nie ein Mannschaftsgefühl oder respektvollen Umgang für alle.

  • Als erstes finde ich es völlig fehl am Platz, dieses Thema unter 2. HBL, also der der ersten Männer-Mannschaft des Tu-Sem zu diskutieren. Dieses gesellschaftliche Problem, bei dem in meinen Augen zu sehr auch die Verantwortung der Erziehungsberechtigten vernachlässigt wird, gehört in einen eigenen Thread im Jugend- oder Trainingsbereich. Denn das hier ansonsten besprochene Team hat wohl eher nichts damit zu tun.

    Gruß mike

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Als erstes finde ich es völlig fehl am Platz, dieses Thema unter 2. HBL, also der der ersten Männer-Mannschaft des Tu-Sem zu diskutieren. Dieses gesellschaftliche Problem, bei dem in meinen Augen zu sehr auch die Verantwortung der Erziehungsberechtigten vernachlässigt wird, gehört in einen eigenen Thread im Jugend- oder Trainingsbereich. Denn das hier ansonsten besprochene Team hat wohl eher nichts damit zu tun.

    Gruß mike

    Moin Mike, da würde ich dir doch sehr widersprechen… und es ist nicht gerade so als würde dadurch jetzt hier eine konstruktive Unterhaltung unterbrochen. Wir sind jetzt durch diese Unterhaltung auf Seite 2 gekommen, der Thread ist ansonsten praktisch tot.

    Allerdings will ich auch nicht der sein der jetzt weiter darüber argumentieren will, denn ich hab auch alles gesagt was ich dazu zu sagen habe. Hoffe andere Vereine nutzen diese Gelegenheit um mal in ihren Abteilungen genauer zu schauen und Gespräche zu führen.

  • Ich bin wirklich erschüttert über den Inhalt des Artikels, aber dabei noch mehr, was zwischen den Zeilen steht, als was schwarzz auf weiß geschrieben wurde.

    Keine Frage, das mit dem urinieren geht nicht, was ist aber mit der Mutter, die:

    1. Anstatt einem Verein Hilfe anzubieten (z.B. als Betreuer, Fahrer, etc. - Vereine LEBEN immer mehr von immer wenigeren Leuten, die ehrenamtlich arbeiten) um auch dieses Problem anzupacken, zum Anwalt rennt.
    2. Einem ca. 10-14-jährigen keine 2. Chance geben will, obwohl der Vater sich im Gespräch offenbar korrekt verhalten hat? ...lieber zum Anwalt rennt um einen Rausschmiss durchzudrücken...

    Ich persönlich finde es sehr falsch bei solchen Kindern nicht zuerst Lösungen anzustreben, sondern direkt "rauszuschmeissen". Kindern 2. Chancen direkt zu verwehren finde ich mehr als grenzwertig.

    Und zum zweiten der, der "Leistungsorientiertheit" der 10-14jährigen / "Anbrüllen", da geht es ähnlich paradox weiter:
    "Ein Kind saß nur auf der Bank" - ja, passiert, lässt sich sogar nicht vermeiden, wohlgemerkt es lässt sich nicht vermeiden, dass bessere Spieler einfach deutlich mehr spielen, auch im Jugendbereich und er recht, wenn man zum besten Verein der Umgebung wechselt.

    Und ganz schlimm: "...werde eine Rückführung in einer weniger orientierte Mannschaft nicht begleitet." und "Viele sind dann so frustriert, dass sie mit dem Handball ganz aufhören." --> Wo sind hier die ganzen Eltern, die "anprangern" um zu helfen? Ich habe noch eine merkwürdige Einstellung, dass gerade Eltern hierbei Verantwortung tragen, wenigstens für die eigenen Kinder, oder eben ehrenamtlich? Dann spielt man eben nicht mehr beim "Aushängeschild" der Region und verliert als Mannschaft auch mehr.

    WO STEHT IM ARTIKEL, dass JEDER der ANPRANGERT aufgerufen wird in den Vereinen mitzuwirken/mitzuarbeiten um Probleme, wie solche, AKTIV ANZUGEHEN und zu VERBESSERN?

    Und nochmal, ja, bei so einem Verhalten, wie dem beschriebenen muss man einschreiten und in dem Alter eben "ERZIEHEN".

  • Du irrst.

    Wir reden hier nicht von einem Breitensportverein, sondern von Leistungssport. Auf der TUSEM-Homepage heißt es:

    Valider Punkt, wenngleich es im Artikel heißt, Jungen zw. 10 und 14 Jahren. Große Schnittmenge mit "ab C-Jgd." gäbe es also nicht. Unabh. davon, Breitensport hin, Leistungssport her, die Werte, die es braucht, um erfogreich Mannschaftssport betreiben zu können, bringt man mit, oder halt eben nicht. Den Einfluß, den man als Trainer/Übungsleiter hat, halte ich pers. generell für sehr limitiert.

    Zurück zum Thema: meine naive Hoffnung ist, dass es sich um den berühmten Einzelfall handelt, zumindest in dieser einen fassungslos machenden Intensität. Dass, wenn sich das alles bewahrheitet, die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden. Und natürlich, dass bei den betroffenen Kinder nichzs zurückbleibt.

  • Valider Punkt, wenngleich es im Artikel heißt, Jungen zw. 10 und 14 Jahren. Große Schnittmenge mit "ab C-Jgd." gäbe es also nicht. Unabh. davon, Breitensport hin, Leistungssport her, die Werte, die es braucht, um erfogreich Mannschaftssport betreiben zu können, bringt man mit, oder halt eben nicht. Den Einfluß, den man als Trainer/Übungsleiter hat, halte ich pers. generell für sehr limitiert.

    Zurück zum Thema: meine naive Hoffnung ist, dass es sich um den berühmten Einzelfall handelt, zumindest in dieser einen fassungslos machenden Intensität. Dass, wenn sich das alles bewahrheitet, die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden. Und natürlich, dass bei den betroffenen Kinder nichzs zurückbleibt.

    Rot markiertes DEFINITV.

    Fett markiert: Wer sollen denn die "Verantwortlichen" sein und wie zur Rechenschaft?

    Ein Trainer, der "sollte er JEDES DUSCHEN in der Halle "beobachten"" wahrscheinlich viel schräger abgeschaut werden würde. Die Eltern? Der 10-14jährige Junge? Knast?

    Warum in alles in der Welt geht diese Mutter nicht hin und bringt sich selbst mit (ehrenamtlicher) Arbeit ein um eine Besserung zu erzielen, sondern geht zum Anwalt, geht zur Zeitung?

    Grün markiert: Ja und Nein: Ich kann über meinen Jugendtrainer C- bis A-Jugend nur BESTES berichten und würde schon sagen, dass auch er (positiven) Einfluß auf mich hatte. Natürlich ist das Elternhaus und der Umgang (Freunde, Schule, ...) in dem Alter (auch ab 10) noch prägender. Mein Trainer setzt mich nach dem Wechsel zum besten Jugendverein in der Region aber auch immer wieder auf die Bank, begonnen habe ich auch nicht immer, was vor dem Wechsel eben nur "durchspielen" war. Auch konnte der Trainer lauter werden, im Sinne von anfeuern im Training zu Leistung oder auch mal in der Halbzeit, wenn wir einen "sch... zusammengespielt haben".

    Heute soll aber alles nur noch in Watte gepacktes "Spaß haben" sein, ohne Leistung einzufordern.

    Ich hatte Spaß am gewinnen. (Ist ja heute schon (fast) verpönt...).

    In dem Artikel steht TROTZ wochenlanger Recherche NICHT drin, ob der Junge sein Fehlverhalten verstanden hat und nun unterlässt? Das fände ich die spannendste Frage! Sollte das aktuell so sein, dann hätte der TUSEM (die Beteiligten Betreuer) sogar vieles richtig gemacht, würde aber trotzdem an den Pranger gestellt?

    Was aber klar wurde, der Mutter war die Strafe zu wenig. In dem Alter ist aber doch "daraus lernen" viel wichtiger! Und sowas funktioniert trotzdem nicht immer beim "ersten erklären".

  • Absoluter Wahnsinn, dass hier immer wieder die Mutter des Jungen "angegangen" wird. Hier gibt es SO VIELE Versäumnisse auf Vereinsseite und Täterseite, da können wir die Mutter mal ganz weit hinten anstellen. Zudem würde ich hier gerne mal den ein oder anderen sehen/hören/lesen, wenn das SEIN Kind wäre !!