32. Spieltag: Bergischer HC - TBV Lemgo Lippe

  • Es war ja schon kurios, dass beim Videocheck erst lange Zeit der vorangegangene Angriff auf der anderen Seite angezeigt wurde, bis nach einer gefühlten Ewigkeit überhaupt die richtige Szene ausgewählt wurde. Das wirkte alles sehr unprofessionell, auch (und da bin ich bei Rheiner) dass die Übersicht mit allen sechs Perspektiven nicht gezeigt wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schiedsrichter da freiwillig drauf verzichtet haben.

  • Bei einem Dyn-Format (Game Time) konnte man m.E. mitbekommen, dass die Schiedsrichter ansagen sollen, welche Szene und welche Kamera auf dem Bildschirm gezeigt werden soll.

  • M.E. sehen wir die Bilder, die die Schiedsrichter sehen.


    Und dieses 6er-Bild hab ich gestern nicht gesehen. Da waren zwei Perspektiven hintereinander (die erste kam direkt, als die Schiedsrichter am Bildschirm waren). Bei beiden waren Linie/Fuß verdeckt.


    Die Schiedsrichter hätten hundertpro die Kameraeinstellung von rechts hinterm Tor gewählt, wenn sie sie bekommen hätten.

    In der HBL ist doch alles durch Richtlinien geregelt

    Auszug aus Ziffer 5 der Richtlinie zur Nutzung des Videobeweises

    "Für den Videobeweis werden immer alle verfügbaren Signale verwendet und übermittelt

    (s. nachstehenden Schaubilder). Zusätzlich werden die Signale Spielzeit (vom Heimverein)

    und Gamefeed (vom TV) übermittelt und verwendet."

    Wie schon erwähnt wurde das Spiel in Lemgo mit dem 4+2 Standard übertragen. Hier das Schaubild wie dabei die Kameras aufgestellt werden (die Standorte der Kameras sind in allen Hallen gleich)


    Ich glaube damit sollte endgültig geklärt sein, wer den Fehler gemacht hat. Die fehlerhafte Technik war es jedenfalls nicht. Und noch zur Erklärung: Die Signale müssen zur Verfügung gestanden haben, denn sonst hätte der Videobeweis nicht angewendet werden dürfen. Wird bei der Überprüfung der Signale (ca. 90 Minuten vor Spielbeginn) festgestellt, dass das Signal von einer Kamera nicht an den Operatorplatz übertragen wird, darf der Videobeweis im gesamten Spiel nicht angewendet werden.

    Hier kann man die DVO einsehen: https://www.liquimoly-hbl.de/?…ichtlinie-Videobeweis.pdf

    2 Mal editiert, zuletzt von griffel ()

  • Fehler des VAR / der Schiris. Da hat der BHC Glück bzw. Lemgo Pech gehabt. Gab es ja auch schon gegen den BHC (ich erinnere nur an Buzzergate in Stuttgart letzte Saison.

    Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
    da der Bergische HC gewinnt!!!

  • Fehler des VAR / der Schiris. Da hat der BHC Glück bzw. Lemgo Pech gehabt. Gab es ja auch schon gegen den BHC (ich erinnere nur an Buzzergate in Stuttgart letzte Saison.

    Fehler des VAR ist auszuschließen. Es dürfen nur die Schiedsrichter entscheiden, welche Bilder sie sich anschauen. Dem VAR ist es absolut untersagt, eine Kameraeinstellung zu empfehlen.

  • Ganz genau...die ganzen Schrittfehler oder Kreistore sind plötzlich uninteressant...es zählt nur die Schlussszene

    Wenn du anfangen willst jede Szene, jeden Wurf und jeden Paß zu sezieren, würde ein Spie so mind. 4-5 h dauern.

    Das hätte dann nichts mehr mit Handball zu tun.

    Nicht umsonst ist genau geregelt, was per Video kontrolliert werden darf.

  • Noch mal: Wir sehen doch, was die Schiedsrichter sehen.


    Man wählt aus dem 6er-Bild eine Perspektive aus.

    Das war aber nicht zu sehen!


    Woraus hätten die auswählen sollen? :/

  • Das hätte dann nichts mehr mit Handball zu tun.

    Nicht umsonst ist genau geregelt, was per Video kontrolliert werden darf.

    Ja. In den ersten 59:30 Minuten. In den letzten dreißig Sekunden gelten auf einmal andere Regeln. Und ich denke darauf wollte man hier hinaus.

    Die Kraft in uns.

  • Ja. In den ersten 59:30 Minuten. In den letzten dreißig Sekunden gelten auf einmal andere Regeln. Und ich denke darauf wollte man hier hinaus.

    Wenn "man" darauf hinauswollte hätte "man" das auch schreiben können.

  • Wenn "man" darauf hinauswollte hätte "man" das auch schreiben können.

    Schrieb ich in meinem Post sehr eindeutig. Dein Zitat war eine Antwort auf meinen Post.

    Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
    da der Bergische HC gewinnt!!!

  • Wir sind uns doch einig, dass es 6 Kameraperspektiven gegeben haben muss. Das ist entspr. Regelwerk so vorgesehen und ich habe keine Mitteilung gesehen, dass Sportlounge das nicht hinbekommen hat. Wenn Die Schiedsrichter sich nur 2 Perspektiven anschauen, ist es doch nicht der Fehler des Systems sondern menschliches Versagen. Kann passieren bei dem Druck aber wie gesagt, eben kein Systemfehler sondern ein Anwendungsfehler.

    Alles andere ist Polemik bzw. Unterstellungen, weil sie gerade zur jeweiligen Agenda passen.

  • Ok, Fehler der Schiris.


    Viel schlimmer finde ich, dass da der Videobeweis überhaupt angewendet werden darf, wofür er 59:30 Minuten nicht angewendet werden darf.

    Das ist Unfug.

    Dass man gewisse Fouls anders ahndet, finde ich richtig, da es diese Art Fouls davor nicht gibt, weil sie da sinnlos sind. Aber ob ein Aussen mit der Hacke im Seitenaus steht oder nicht ist 60 Minuten lang gleichwertig.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Aus den 6 Perspektiven. Die gab es. Und die müssten auch anwählbar sein, da du sonst VAR nicht nutzen darfst (Ausfall). Ich weiß halt nicht, wieso die Grundlinienkamera nicht genommen wurde, aber sie haben sich auf die Seitenlinienkamera konzentriert. Wäre ja keine schlechte Idee, aber die Offiziellen haben die Situation mit dem Spieler verdeckt. So war die Seitenlinienkamera nicht nutzbar. Die Führungskameras, welche oben auf Höhe Mittellinie hinter dem Auswechselraum sind, haben die Szene nicht erfasst. Hier hast du übrigens das Sportlounge-System vom DHB-Pokalfinale. wo 12 Kameras vorhanden waren. Genauso läuft das bei 6 Kameras ab. Alle Kameras werden rechts gezeigt und laufen synchron mit der Aufzeichnung. Du musst einfach nur die gewünschten Kameras antippen oder anklicken. Dann hast du sie links im Bild und das wird auch als VAR-Signal ans TV geschickt.

    Warum die Torauslinien-Kamera nicht genommen wurde, keine Ahnung. Ich denke mal, das dieses "Bitte schnell anschauen und Entscheidung treffen" eine Rolle gespielt hat. In Punkt 3.2 der DFO des Videobeweises heißt es nämlich:

    Zitat

    [...]Die Überprüfung per Videobeweis ist so schnell wie möglich durchzuführen. Bei technischen Problemen mit dem Videobeweis kann die Überprüfungsdauer angepasst werden.[...]

    Tja, manchmal sollte man sich mehr Zeit nehmen und das in Ruhe anschauen. Ich weiß, ist Spannungskillend, aber so hast du eine höhere Garantie, das die Entscheidung positiv (also richtig) ist.

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