Ich sehe das nicht ganz so sarkastisch. Auch wenn die Korruptionsschraube sich weiter dreht, ist es eine linksidealistische Illusion anzunehmen, dass der Fussball sich damit selbst zerstört. Die Bilder von größtenteils friedlich feiernden Menschen sind zu stark. Auch sollte auffallen, dass diese Mega-WM auch ein Schaufenster der Fankulturen ist. Norwegen kann auf Jahre eigentlich sein Tourismusministerium zumachen, genauso wie Kapverden.
Durch die Aussenseiterstorys hat die Erweiterung auf 48 Teams mit einem Mal legitimiert. Die Diskussion, ob zu groß ist tot. Schon jetzt freuen sich alle doch schon auf dei WM 2028 in Marokko, Spanien, Portugal-
Balogunprobleme werden wir wohl erst 2034 in Saudi-Arabien sehen.
Hab jetzt keine echte Fankultur entdeckt bei dieser WM, sind doch nur Langweiler mit zuviel Asche in den Stadien, die Stimmung ist träge und die vielen langatmigen Spiele flimmern so nebenbei mit auf dem Bildschirm. Vom Hocker reisst das nicht wirklich. Auch nicht Kap Verde, das geht doch alles unter im abendlichen seichten sommerlichen Unterhaltungsprogramm. Von mir aus auch demnächst mit 128 Mannschaften völlig egal.