2. Bundesliga Frauen - Saison 2025/2026

  • "Maßgeblicher Geldgeber" kann im Frauenhandball bedeuten "zahlt dreiviertel des Deckels"

    Maßgeblicher Geldgeber heißt, dass ohne Kölker die Damen-Profi-Abteilung beim BHC nicht existieren würde, das ist relativ einfach. Ich glaube nicht, dass die reine Tabellenposition das Problem war, man hat nur vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Die Formkurve zeigt aber stark nach unten und die letzten Auftritte waren einfach nicht gut, unter anderem gegen Gräfrath (schöner Derbysieg für den HSV :)) und beim Vereinsevent in der Klingenhalle. Wenn dazu dann klar ist, dass Reckenthäler am Ende der Saison sowieso aufhört…

    Die BHC-Mädels dürften auch davon profitieren, dass Kölker vor 11 Jahren in Solingen enttäuscht wurde. Also Liga 1 sollte schon zeitnah drin sein, allein um den Nachbarinnen den Stinkefinger zu zeigen (aus Sicht des Mäzen)

    Das ist jetzt aber wirklich nichts Neues (okay, zumindest hier in der Stadt nicht). ;)

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • man hat nur vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

    In den nächsten 5 Spielen spielt man gegen die komplette Top4. Und nur Berlin ist Rückrunde. Man hat gegen den 1., 3. und 4. noch nicht gespielt. Neben den Punktverlusten hatte man mehrfach Glück mit knappen Siegen. Hier auf Relegation zu hoffen, ist eher fragwürdig.

  • In den nächsten 5 Spielen spielt man gegen die komplette Top4. Und nur Berlin ist Rückrunde. Man hat gegen den 1., 3. und 4. noch nicht gespielt. Neben den Punktverlusten hatte man mehrfach Glück mit knappen Siegen. Hier auf Relegation zu hoffen, ist eher fragwürdig.

    Bitte den ganzen Absatz lesen und verstehen. Alter Sack hat es so dargestellt, als hätte man Reckenthäler rausgeschmissen, weil man nicht unmittelbar um den Aufstieg spielt. Ich bin der Meinung, sie wäre noch im Amt, wenn die Tabellensituation die gleiche, das Auftreten in den letzten Spielen aber ein besseres gewesen wäre. In Liga 2 kann man einen Aufstieg nicht planen, dafür ist die Konkurrenz dann doch zu gut. Das weiß auch Kölker, der vieles ist, aber sicher nicht doof.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Der ist aber nicht tief im Frauenhandball drin, das lässt er seine Verantwortlichen machen. Der Rauswurf von Reckenthäler war leider absehbar und zuletzt (unabhängig von den Ergebnissen) keine Überraschung mehr. Wollen sie aufsteigen, müssen sie sich auf der Trainerbank und in der sportlichen Leitung anders aufstellen.

  • weil man nicht unmittelbar um den Aufstieg spielt.

    Warum bist du bei 6 Minuspunkten, mehreren knappen Spielen gegen Mittelmaßgegner/Abstiegskandidaten und noch 3 Top4-Gegner in den letzten 4 Vorrundenspielen der Meinung, dass man um den Aufstieg spielt? "Deine" Tabelle täuscht eben etwas. Und mit etwas Pech könnte man auch 4-6 Minuspunkte mehr haben. Man hat bisher eine Top4-Mannschaft gespielt und kassierte eine Klatsche.

    Wollen sie aufsteigen, müssen sie sich auf der Trainerbank und in der sportlichen Leitung anders aufstellen.

    Was soll ein anderer Trainer jetzt hier reißen? Offensichtlich hat man eine Mittelmaßmannschaft.

  • Warum bist du bei 6 Minuspunkten, mehreren knappen Spielen gegen Mittelmaßgegner/Abstiegskandidaten und noch 3 Top4-Gegner in den letzten 4 Vorrundenspielen der Meinung, dass man um den Aufstieg spielt? "Deine" Tabelle täuscht eben etwas. Und mit etwas Pech könnte man auch 4-6 Minuspunkte mehr haben. Man hat bisher eine Top4-Mannschaft gespielt und kassierte eine Klatsche.

    Was soll ein anderer Trainer jetzt hier reißen? Offensichtlich hat man eine Mittelmaßmannschaft.

    Horst, du kannst doch lesen? Da steht doch, dass man eben nicht ganz oben dabei ist. Ich glaube aber nicht, dass der Tabellenplatz an sich der Grund für den Rauswurf war. Der ist in Ordnung. Die Leistungen stimmten aber des Öfteren nicht, wie du ja treffend festgestellt hast. Hätte man die Spiele nicht mit +1 gewonnen, sondern mit +5 aufwärts, wäre der Eindruck ein anderer, die Platzierung aber dieselbe.

    Der ist aber nicht tief im Frauenhandball drin, das lässt er seine Verantwortlichen machen.

    Für eine halbwegs realistische Betrachtung der Rahmenbedingungen wird es aber reichen.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Halte ich für fraglich. Der sitzt ja nicht täglich beim Training oder schaut andere Spiele. Der möchte nur den HSV Gräfrath ausstechen.

    Mein Punkt war nur der, dass ich glaube, dass der Aufstiegskampf nicht die zwingende Erwartungshaltung von oben war und dementsprechend auch nicht der unmittelbare Grund für das Ende von Reckenthäler.

    Das reicht als Motivation, um als "maßgeblicher Geldgeber" eines Vereins zu fungieren? Ok. :/:rolleyes:

    Es ist sicher nicht die alleinige Motivation, aber es wäre auch realitätsfern, zu denken, dass das gar keine Rolle spielt.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Es hat m.E. und leider den Anschein, dass der Geldgeber ! erheblichen Einfluss auf die Personalien des Vereins nimmt.
    Bekanntlich wurde bereits Maike Gässler-Dörr als eine der verantwortlichen Geschäftsführerinnen geschasst. Nun trifft es Kerstin Reckenthäler, eine nachgewiesen seit langen Jahren erfolgreiche und engagierte Trainerin.

    Man erinnere sich auch an das Gezerre der BHC-Männer, zu Bittstellern degradiert, um die Nutzung des von Kölker finanzierten Leistungszentrums.

    Sehr ungesund für einen Verein, der von viel Engagement getragen und für eine Mannschaft, die womöglich nur noch mehr verunsichert wird.

    Die BHC-Frauen hängen komplett am Fliegenfänger.

    3 Mal editiert, zuletzt von franke62 (2. Januar 2026 um 00:00)

  • Sehr ungesund für einen Verein, der von viel Engagement getragen und für eine Mannschaft, die womöglich nur noch mehr verunsichert wird.

    Ich habe die Diskussion ja angerissen, da mir nicht bekannt und vermutlich für die Allgemeinheit nicht uninteressant. Jeder Verein wünscht sich einen Haufen Sponsoren und keine Abhängigkeit. Allein die Realität zeigt halt, dass Vereine eben auch ab und an durch alleinige Geldgeber alimentiert werden. Ludwigsburg ist noch lange nicht Geschichte. Sollte der BHC mal hochgehen, ist das Geschehen einen eigenen Thread wert. Zunächst warten wir mal ab, wen der BHC als Trainer holt.

  • Warum bist du bei 6 Minuspunkten, mehreren knappen Spielen gegen Mittelmaßgegner/Abstiegskandidaten und noch 3 Top4-Gegner in den letzten 4 Vorrundenspielen der Meinung, dass man um den Aufstieg spielt? "Deine" Tabelle täuscht eben etwas. Und mit etwas Pech könnte man auch 4-6 Minuspunkte mehr haben. Man hat bisher eine Top4-Mannschaft gespielt und kassierte eine Klatsche.

    Was soll ein anderer Trainer jetzt hier reißen? Offensichtlich hat man eine Mittelmaßmannschaft.

    Die Mannschaft ist topbesetzt. Da muss viel mehr kommen.

  • Mäzentum ist im Sport wohl eher die Regel als die Ausnahme - aber nicht jeder, der vielleicht so genannt werden könnte will das auch so oder tritt als solcher Öffentlich auf. Sponsor klingt da etwas "unverbindlicher" und mit weniger Verantwortung. Das Model ist und bleibt eine Wette auf die Zuverlässigkeit dieser Personen. Dann bin ich mal gespannt, wie das weitergeht. Danke für die Infos.

  • Mäzentum ist im Sport wohl eher die Regel als die Ausnahme - aber nicht jeder, der vielleicht so genannt werden könnte will das auch so oder tritt als solcher Öffentlich auf. Sponsor klingt da etwas "unverbindlicher" und mit weniger Verantwortung.

    Im (finanz)rechtlichen Sinne gibt es dabei einen grundlegenden Unterschied (der jedoch umgangssprachlich meist verwischt wird): Sponsoring ist eine Form des wirschaftlichen Austauschs: Leistung gegen Leistung. Der Sonsor gibt Geld (oder geldwerte Leistungen) und bekommt dafür eine (genau definierte) Gegenleistung vom Gesponsorten. Die Aufwendungen für das Sponsoring werden (sofern die Gegenleistung angemessen ist) vom Finanzamt als Kosten anerkannt und mindern somit Gewinn und Steuerzahlungen. Der Mäzen erbringt eine einseitige Leistung (Spende) aus dem versteuerten Gewinn des Unternehmens oder dem Privatvermögen: Spenden sind nur (innnerhalb enger Grenzen) an gemeinnützige Einrichtungen steuerlich absetzbar. Das sind Handball-Profi-Clubs in keinem Fall. Bei HBL gab es beides: Olymp trat als Sponsor auf (Betrag ging in die Kosten des Unternehmens) und Bezner hat auch aus seinem (versteuerten) Privatvermögen Geld zugeschossen.

  • In dem alten Bericht zu Kölker und dem HSV Solingen, den alter Sack verlinkt hat, wird von einem "Lizenzvertrag" geschrieben, der eine Kündigungsfrist hat. Da der HSV Solingen zu dem Zeitpunkt noch in der 3. Liga war, ergibt das keinen Sinn. Sehr wahrscheinlich war damit wohl ein Sponsoringvertrag gemeint.

  • Beim BHC macht Frau Müller als Zwischentrainerin wohl auch die Kaderplanung. Hab erst heute mitbekommen,dass Vakare Damuleviciute an Linfort abgegen wurde

    Linfort zudem mit einem holländischem Neuzugang. Edit: Femke Kleijkers - Mittelfrau

    Für Vakare D. erst mal ein Karriereknick: Vierte Station. FHC, Wildungen, BHC jetzt Linfort.

    Linfort damit nicht mehr mit Minikader und konkurrenzfähig (?)

  • Beim BHC macht Frau Müller als Zwischentrainerin wohl auch die Kaderplanung. Hab erst heute mitbekommen,dass Vakare Damuleviciute an Linfort abgegen wurde

    Linfort zudem mit einem holländischem Neuzugang. Edit: Femke Kleijkers - Mittelfrau

    Für Vakare D. erst mal ein Karriereknick: Vierte Station. FHC, Wildungen, BHC jetzt Linfort.

    Linfort damit nicht mehr mit Minikader und konkurrenzfähig (?)

    Frau Müller ist in erster Linie Geschäftsführerin und sportliche Leiterin.

  • Da haben sie gestern mit -7 in Rödertal verloren. Seltsam, dass da die Geschäftsführerin und selbsternannte Interimstrainerin von „einem ganz anderen Auftritt“ und „sehr gutem“ Spiel spricht.

    letztlich spielt der Verein erst sein 2. 2.Ligajahr und Strukturen sowie Fanbase sind noch nicht mitgewachsen. Da hilft auch Geld nicht immer sofort.