Handball-EM 2026 - Hauptrunde, Gruppe I

  • ...heißt das ja in etwa, dass wir vor allem deswegen gegen Dänemark verlieren, weil sich die Dänen besser als wir auf Schiedsrichter einstellen, für die warum auch immer das Regelwerk nur eine grobe Orientierung für ihr (manchmal mehr als seltsames) Treiben darstellt. Wenn jetzt der Lösungsansatz lautet, "von den Dänen lernen heißt siegen lernen" frage ich mich schon, ob hier der Kern des Problems wirklich erkannt wurde. Und den aus einer solchen Strategie resultierenden Handball der Zukunft mag' ich mir gar nicht vorstellen.

    Aber das ist doch die gleiche Diskussion die wir gestern schon in grün (Aussen) hatten.

    Dänemark (u.a.) verstehen es halt perfekt 1:1 auf die Deckung zu gehen und Freiwurf oder gar 7m zu ziehen. Deutschland geht auf die Deckung und bekommt 8/10x Stürmerfoul gepfiffen.

    Was ist nun die Lösung? Weiter gerade auf die Deckung zu gehen bei 20% Erfolgsquote (weil das ja so im Regelwerk steht), zum eigenen Nachteil weiter zu stehen und (u.a.) dadurch Spiele zu verlieren. Oder man eignet es sich wie Dänen an und spielt allgemein erfolgreicher?

    Oder möchtest du, dass Deutschland (wieder mal) den Finger hebt "die anderen spielen unfair, ändert/verschärft die Regeln so dass alle wieder so spielen wie wir!" ?

    Der Handball hat sich doch in den letzten Jahrzehnten extrem verändert - ich würde das auch (gewollt) weiterentwickelt nennen. Ich habe zwar in den 90er und 00er selbst höherklassig gespielt, fand das damals auch ganz fortschrittlich. Aber was heute gespielt wird, ist doch eine ganz ganz andere Hausnummer! :Hail:

    Nicht nur international oder in Liga 1 und 2. Fand ich das damals besser/attraktiver/fairer? Aus heutiger Sicht auf gar keinen Fall! Wenn ich mir heute Spiele aus den 70/80ern anschaue muss ich jedes Mal aufs neue feststellen: puh was für ein langweiliger Sport Handball doch mal war.

  • DEa ist ja der Unterschied, die einen gehen auf die Deckung, die anderen in die Lücken. Diese Lücken müssen im schnellen Zusammenspiel aufgerissen werden und das klappt halt bei D leider nicht.

  • Meine ganz persönliche Meinung (habe auch nicht alles durch gefräst, ob jemand das so schon geschrieben hat), also nicht nur das Spiel gg. Dänemark
    1. An den Schiedsrichtern liegt es nicht (am Material auch nicht)
    2. AG hat m.E.n. keinen Plan oder kann diesen nicht kommunizieren
    3. Warum sagt den Jungs keiner, dass sie auch zwei Außen haben (ohne die Bank)
    4. Tempo-Gegenstöße - Fehlanzeige
    5. Überzahl ausspielen, seit etlichen Jahren unterirdisch
    6. Spielzüge/Konzept - Fehlanzeige
    7. EIN Szenario: Gegnerische Abwehr steht zu fast 100% am 9-Meter. Jede Menge Platz dahinter. Keiner läuft da mal durch.
    8. Ob Wolff das besser gemacht hätte als Späth, wage ich zu bezweifeln, daran lag´s nicht (DE - DEN)
    9. Der viel gelobte "breite Kader" ... bis jetzt waren es immer Einzelleistungen, die entscheidend waren (Mannschaftsspiel?!)
    10. Mich würde echt mal interessieren, wie, in Summe, die Laufwege im Vergleich der einzelnen Mannschaften waren (und für die Mathematik affinen unter uns, nach gerichteten Vektoren)

    Resumée, gemäß AG "Alles Gut".

    Meiner Meinung nach: es kann eigentlich nur besser werden ...

    Auch wenn ich dann irgendwann vor der Kiste einen Herzinfarkt bekomme, die Franzosen machen wir platt *g*

    So Jungs, macht ´was draus, ich stelle schon mal das Hefe kalt ...

    Einmal editiert, zuletzt von Tilman (27. Januar 2026 um 18:59)

  • Das Spiel findet auf der Platte statt.

    Alles andere, egal ob es sich um Aussagen von Kretsche, Gislason, ARD/ZDF/DYN, Bitter, SportBild, Meckes, Hanning oder Focus handelt, ist Medienzirkus. Was gesagt und geschrieben wird folgt Intentionen. Das ist nicht Wahrheit. Wer glaubt, Wolff müsse vor Überlastung geschützt werden, der hat das nicht verstanden.

    Hat doch nicht am David gelegen!!!!!

  • DEa ist ja der Unterschied, die einen gehen auf die Deckung, die anderen in die Lücken. Diese Lücken müssen im schnellen Zusammenspiel aufgerissen werden und das klappt halt bei D leider nicht.

    Würde eher sagen die Dänen spielen es in Perfektion, die "Aufpraller" in Eindreher zu retten und damit eben im schlimmsten Fall für sie Freiwurf zu bekommen.

  • Ich verstehe nicht, wie man sich kurz vor einem sehr entscheidenden Spiel zum Trainer äußern muss.
    .
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    Da fehlt es bei den Herren vom DHB offensichtlich an Professionalität.

    Es gab vorher die Aussage, dass nach dem Turnier beraten und ausgewertet wird.

    Warum jetzt schon das Ergebnis verkünden?

    Irgendwie sehr seltsam.

  • Da fehlt es bei den Herren vom DHB offensichtlich an Professionalität.

    Es gab vorher die Aussage, dass nach dem Turnier beraten und ausgewertet wird.

    Warum jetzt schon das Ergebnis verkünden?

    Irgendwie sehr seltsam.

    Nach mindestens Platz 6 kann man den Trainer nicht entlassen, um dann mit ner Wundertüte in die Heim-WM als erstes Turnier zu gehen.

    Ob man irgendwann (vielleicht schon vor Längerem) bei Benno nachgefragt hat, wissen wir nicht.

  • Nach mindestens Platz 6 kann man den Trainer nicht entlassen, um dann mit ner Wundertüte in die Heim-WM als erstes Turnier zu gehen.

    Ob man irgendwann (vielleicht schon vor Längerem) bei Benno nachgefragt hat, wissen wir nicht.

    Ich weiß nicht wie oft du diesen Quatsch noch wiederholen willst.

    Der Heimvorteil macht 3x mehr aus als ob Oppa Alfred die WM vercoacht oder ein anderer Trainer vielleicht nicht erfahren genug ist. Wir haben doch nun alle gelernt, dass ein Bundestrainer sowieso keine Zeit hat um eine Spielphilosophie zu entwickeln. Dann ist es auch bananenegal, wer da draußen rumsteht und die Jungs nicht unterstützt. Wechsel kann Wudtke noch mitmachen und mehr kann ein Trainer doch sowieso nicht beeinflussen. Es sind ja auch die Spieler, die an den Pfosten ballern oder techn. Fehler machen und nicht die Trainer.

    Die Funktion des Trainers wird massiv überschätzt.

    Garbagetime ist SCM-Time!

  • Nicht nur international oder in Liga 1 und 2. Fand ich das damals besser/attraktiver/fairer? Aus heutiger Sicht auf gar keinen Fall! Wenn ich mir heute Spiele aus den 70/80ern anschaue muss ich jedes Mal aufs neue feststellen: puh was für ein langweiliger Sport Handball doch mal war.

    Wenn du meinst...

    Ich habe in genau diesem Zeitraum in nahezu allen Altersklassen (mit mehreren Auswahlberufungen) gespielt und habe da eine ganz andere Erinnerung. Übrigens genauso wie alle ehemaligen Mitspieler und auch Gegenspieler, mit denen ich mich noch heute regelmäßig austausche. Es ist ein Unterschied, ob man etwas selber erlebt und gestaltet oder rückschauend von außen in Fragmenten betrachtet und bewertet. Alles hat seine Zeit ...

  • Was ist nun die Lösung? Weiter gerade auf die Deckung zu gehen bei 20% Erfolgsquote (weil das ja so im Regelwerk steht), zum eigenen Nachteil weiter zu stehen und (u.a.) dadurch Spiele zu verlieren. Oder man eignet es sich wie Dänen an und spielt allgemein erfolgreicher?

    Das, was du hier diskutierst, ist zwar durchaus relevant, geht aber komplett am Ausgangspunkt vorbei. Mir geht es in dieser Diskussion darum, dass sowohl die Schiedsrichterleistungen als auch das zugrundeliegende Regelwerk mit den viel zu großen Interpretationsspielräumen kritikwürdig sind und aus der Tabuzone herausgeholt werden müssen.

  • Das halte ich wiederum für Quatsch.

    Da muss man nur mal Dagurs und Prokops Arbeit vergleichen.

    Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Schön, dass dir wenigstens das noch auffällt.

    Du hättest als Beispiel auch Dagur und Alfred nehmen können. Da wäre der Unterschied noch deutlicher gewesen. Es sei denn, du hältst Punktebilanzen für unwichtig und es geht mehr so um das Brimborium drum herum oder in den Medien.

    Ach so, Alfred hat ja Olympiasilber geholt. Sorry, mein Fehler.

    Garbagetime ist SCM-Time!

  • Das, was du hier diskutierst, ist zwar durchaus relevant, geht aber komplett am Ausgangspunkt vorbei. Mir geht es in dieser Diskussion darum, dass sowohl die Schiedsrichterleistungen als auch das zugrundeliegende Regelwerk mit den viel zu großen Interpretationsspielräumen kritikwürdig sind und aus der Tabuzone herausgeholt werden müssen.

    Dafür gibt es hier einen eigenen Thread, von Rheiner

  • Das Thema Schiedsrichter wird jetzt zu hoch gehängt.

    Es war nichts, was nicht bei jedem Turnier da ist, wenn es drauf ankommt.

    Oder hatten Kroatien 2019 und Österreich 2024 jeweils im wichtigen Hauptrundenspiel gegen den Gastgeber faire Schiedsrichter?

    Das sehe ich grundsätzlich anders. Nur weil es früher in Einzelfällen noch viel schlimmer war, ist es heute gut? In meinen Augen eine fragwürdige Position ...

  • Das Spiel findet auf der Platte statt.

    Alles andere, egal ob es sich um Aussagen von Kretsche, Gislason, ARD/ZDF/DYN, Bitter, SportBild, Meckes, Hanning oder Focus handelt, ist Medienzirkus. Was gesagt und geschrieben wird folgt Intentionen. Das ist nicht Wahrheit.

    Ja genau, die haben alle keine Ahnung und wollen sich nur wichtig machen.

    Naja ...

  • Der ist schon weiter als Lichtlein, vor allem hat er mehr Selbstvertrauen. Ich sehe da auch mehr Potenzial, als bei Uscins. Bleibt er von Verletzungen verschont, kann er ein ganz Großer werden.

    Zu Uscins, ich finde, er hat sein Formtief, was mancher auf Überspieltheit zurückführte, überwunden. Natürlich sind auch heute wieder ein paar unnötige Würfe dabei gewesen. Aber er übernimmt Verantwortung und hat Zug zum Tor.

    Das sehe ich nicht! Ja, er traut sich, aber er steht sinnbildlich für das blinde Geballer unseres Rückraums. Das geht auch mal gut, aber wenn wir bei aller Freude über das Talent unseres Rückraums die Wurfauswahl über die ganze EM bewerten, dann sind das eben qualitativ andere Abschlüsse als bei bspw. Gidsel oder Pytlick! Mich erinnert das oft (oh Wunder) an den Handball in Kiel.

  • Mal zum Thema Uscins vs. Lichtlein und warum der erstere besser aus dem Rückraum wirft: Lichtlein ist 6-7cm kleiner und 10 kg leichter. Manchmal wirkt sich das aus.

    Sigurdsson hatte auch anderes Spielermaterial. Sein Innenblock war durch die Bank größer, breiter, schwerer, stärker. Da prallt dann auch ein Typ Pytlick oder Gidsel eher mal ab und schafft weniger Durchbrüche, und über 2,10-Lemke drüberzuwerfen war auch irgendwie schwieriger. Seine 6 Rückraumwerfer waren genauso deutlich größer und stärker, das war ein glücklicher Sonderfall. Dazu hatte er einen echten Spielgestalter in der Mitte, allerdings auch Laufschemata bei denen sich alle Spieler inklusive der Außen bewegt haben. Sigurdsson hätte ich gerne wieder.

    Die finale Analyse, warum alles was die deutschen Spieler im Angriff machen falsch ist, würde ich bis mindestens nach dem Frankreich-Spiel vertagen. Oder halt, nachdem man Dänemark mit voller Kapelle im Spiel um die Wurst nochmal gespielt hat. Da gab es dann keine taktische Handbremse, um nichts für ein mögliches Finale zu verraten.

  • Seht ihr eigentlich, dass der Wechsel von Knorr nach Dänemark gut für ihn bzw. seine Leistung war? Im Hinblick auf seine Leistung sehe ich keinen Unterschied zu seiner Zeit bei den Löwen.

    „PdV wird NIEMALS nach Kiel wechseln.“ Zitat von Stifler‘sMom

    „Man kann froh sein , dass wir heute nur gegen Plock spielen.“ „Habe nur ich das Gefühl, dass wir jeden Angriff 5 gegen 6 spielen ?“ Zitate von Stifler‘sMom zum CL-Spiel des SCM.