...heißt das ja in etwa, dass wir vor allem deswegen gegen Dänemark verlieren, weil sich die Dänen besser als wir auf Schiedsrichter einstellen, für die warum auch immer das Regelwerk nur eine grobe Orientierung für ihr (manchmal mehr als seltsames) Treiben darstellt. Wenn jetzt der Lösungsansatz lautet, "von den Dänen lernen heißt siegen lernen" frage ich mich schon, ob hier der Kern des Problems wirklich erkannt wurde. Und den aus einer solchen Strategie resultierenden Handball der Zukunft mag' ich mir gar nicht vorstellen.
Aber das ist doch die gleiche Diskussion die wir gestern schon in grün (Aussen) hatten.
Dänemark (u.a.) verstehen es halt perfekt 1:1 auf die Deckung zu gehen und Freiwurf oder gar 7m zu ziehen. Deutschland geht auf die Deckung und bekommt 8/10x Stürmerfoul gepfiffen.
Was ist nun die Lösung? Weiter gerade auf die Deckung zu gehen bei 20% Erfolgsquote (weil das ja so im Regelwerk steht), zum eigenen Nachteil weiter zu stehen und (u.a.) dadurch Spiele zu verlieren. Oder man eignet es sich wie Dänen an und spielt allgemein erfolgreicher?
Oder möchtest du, dass Deutschland (wieder mal) den Finger hebt "die anderen spielen unfair, ändert/verschärft die Regeln so dass alle wieder so spielen wie wir!" ?
Der Handball hat sich doch in den letzten Jahrzehnten extrem verändert - ich würde das auch (gewollt) weiterentwickelt nennen. Ich habe zwar in den 90er und 00er selbst höherklassig gespielt, fand das damals auch ganz fortschrittlich. Aber was heute gespielt wird, ist doch eine ganz ganz andere Hausnummer! ![]()
Nicht nur international oder in Liga 1 und 2. Fand ich das damals besser/attraktiver/fairer? Aus heutiger Sicht auf gar keinen Fall! Wenn ich mir heute Spiele aus den 70/80ern anschaue muss ich jedes Mal aufs neue feststellen: puh was für ein langweiliger Sport Handball doch mal war.