Tour de France 2026

  • Also für Lipowitz-Fans kommt es drauf an, dass auch heute sein Rückstand zu Evenepool in Grenzen bleibt. Ist für meine Begriffe ne Klassikerankunft. Wenn er ne Minute hat, wird er erstmal Edelhelfer sein bzw. zumindest nicht für ihn gefahren. Unabhängig davon für wen man ist, keine schlaue Konstellation im Vergleich zu den anderen Topteams. Man hätte die beiden eher aufteilen sollen, einer fährt Vuelta oder so.

  • Beitrag von Nighttrain61 (6. Juli 2026 um 09:54)

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  • Also für Lipowitz-Fans kommt es drauf an, dass auch heute sein Rückstand zu Evenepool in Grenzen bleibt. Ist für meine Begriffe ne Klassikerankunft. Wenn er ne Minute hat, wird er erstmal Edelhelfer sein bzw. zumindest nicht für ihn gefahren. Unabhängig davon für wen man ist, keine schlaue Konstellation im Vergleich zu den anderen Topteams. Man hätte die beiden eher aufteilen sollen, einer fährt Vuelta oder so.

    Das war schwierig. Lippowitz war der Öffentlichkeit - und sich selbst gegenüber - als TDF Fahrer angekündigt. Wenn er dann Vuelta fahren "muss" statt TDF kann es gleich sein, dass er und Evenpool deswegen Schwierigkeiten miteinander haben. Und die (interessierte) Öffentlichkeit rummault.


    Es ist wahrscheinlich eher umgedreht: man hofft darauf, dass früh der Kapitän klar ist.

  • Mal schauen wann die Ankunft heute ist. Eigentlich wollte ich mir Sascha in Wimbledon anschauen. Aber der hat erst das dritte Match auf dem Platz und man weiss nicht wie alnge die anderen brauchen. Daher werde ich mir wohl die Tour geben.

    Auf Lipowitz kann man gespannt sein, welche Rolle dieses Jahr auch ihn zukommt.

  • Das war schwierig. Lippowitz war der Öffentlichkeit - und sich selbst gegenüber - als TDF Fahrer angekündigt. Wenn er dann Vuelta fahren "muss" statt TDF kann es gleich sein, dass er und Evenpool deswegen Schwierigkeiten miteinander haben. Und die (interessierte) Öffentlichkeit rummault.


    Es ist wahrscheinlich eher umgedreht: man hofft darauf, dass früh der Kapitän klar ist.

    Die deutsche Öffentlichkeit. Red Bull hat für Evenepool einiges auf den Tisch gelegt und klar ist die Frage ob sie das so gemacht hätten, wenn sie das mit Lipowitz früher kalkuliert hätten (denn das dieser Wechsel passiert, war letztes Jahr vor der Tour schon offenes Geheimnis), aber das ist jetzt erstmal die Investition.

    Ich habe vor ein paar Monaten die Übertragung Lüttich Bastogne verfolgt und da sagte ein Eurosportkommentator sinngemäß das Red Bull zu viel Geld bezahlt, damit er nur das Amstel Gold Race oder einen anderen Tagesklassiker gewinnt und das sehe ich auch so.

    Tatsache ist, dass Lipowitz die letzten 12 Monate + besser in den Bergen war und da hoffe ich einfach das man das Red Bull zumindest abwartet...aber heute sehe ich Evenepool im Vorteil, typisches Klassikerfinish und er hat glaube ich schon ne halbe Minute auf Lipowitz.

  • Etappe 3 hatte das erwartete Finale und durchaus einige Erkenntnisse. Nicht unbedingt das Pogajar hier vor Vingegaard landet, in so einem Finale ist er der beste der Welt, wie es zwischen den beiden steht, wird man erst später sehen.

    Interessant aber Evenepool, der eindeutig nicht mithalten kann und wenn man am Rand der Einstellungen drauf geachtet hat, auch denen hinter ihm ein bisschen zum Verhängnis wurde, weil er eine Lücke hinterließ. Wenn er im Hochgebirge nicht stärker geworden ist, scheint er nicht in der gleichen Klasse wie die beiden großen zu fahren. Interessant auch Seixas, der zwar besser aussah als gestern, aber eben "nur" mitfahren konnte. Gut Lipowitz der der unter ne Minute zu gelb nach drei Etappen genommen hätte, hier sogar vor Evenepool reinkam und mit 30 Sekunden auch weniger auf ihn Rückstand hat als zu befürchten war.

    Die nächsten beiden Tage sind dann vielleicht mal die Sprinter und Ausreißer dran.

  • Die Konstellation mit zwei Fahrern für die Top 10 (also Evenepoel und Lipowitz) halte ich für nicht falsch. Auch wenn ich nicht glaube, dass einer von beiden an Pogacar oder Vingegaard wird heranfahren können oder sogar besser abschneiden können als einer der beiden Topstars, so sollten sie in der Lage sein, mit verteilten Angriffen zumindest die Attacken der nachfolgenden Fahrer zu kontrollieren.


    Dass zwei Mal Alpe d´Huez gefahren wird, ist schon krass. Und dürfte vermutlich die Tour entscheiden. Mal schauen, ob Vingegaard an Pogacar vorbeiziehen kann. Und das Team Red Bull-Bora-hansgrohe hat eine gute Chance, den Tour-Dritten vielleicht sogar zwei Fahrer unter den Top 5 zu haben in Paris.

    “A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP.” - Leonard Nimoy (1931-2015)

  • Dass zwei Mal Alpe d´Huez gefahren wird, ist schon krass. Und dürfte vermutlich die Tour entscheiden. Mal schauen, ob Vingegaard an Pogacar vorbeiziehen kann. Und das Team Red Bull-Bora-hansgrohe hat eine gute Chance, den Tour-Dritten vielleicht sogar zwei Fahrer unter den Top 5 zu haben in Paris.

    Ich glaube, dass UAE gute Chancen hat, 2 Fahrer aufs Podium zu bringen.

  • Freundschaft!

    Ich glaube, dass UAE gute Chancen hat, 2 Fahrer aufs Podium zu bringen.

    Ich glaube sogar, dass es die Plätze eins und zwei werden. Del Toro ist vielleicht nicht ganz so stark wie Vingegaard, aber viel stärker als alle, die Pogacar sonst dabei hatte. Die können beide Vingegaard abwechselnd attackieren. Dann fährt Vingegaard entweder mit Del Toro mit und schwächt sich dabei nach und nach selbst. Oder er geht nicht mit, dann kann Del Toro selbst Vorsprung heraus fahren oder er wartet als Relaisstation bis Pogacar hinterher springt und sie zusammen Vorsprung auf Vingegaard rausfahren können. Und im Zeitfahren ist Vingegaard eher auch im Nachteil.

    Man weiß ja nie, was wirklich in dem Jahr immer im Körper der Fahrer steckt, bevor die großen Berge kommen bzw. die wochenlange Belastung kommt. Aber ich sehe da wenig Chancen für Vingegaard.

  • Auch wenn del Toro sehr viel stärker ist als noch letztes Jahr, müsste er das aber erstmal zeigen und es wird stark darauf ankommen, wie sehr UAE als Team gefordert wird. Selbst die stärksten Konstellationen haben selten Doppelsiege geschafft, weil der beste Helfer eben doch in entscheidenden Momenten viel arbeiten muss und besser auch sollte. Das ist halt das Problem an so einer Red-Bull-Situation, weil es für beide bessere wäre, wenn der andere für ihn arbeiten würde.

  • In den Us-Postal/Sky-Äras wäre auf so einer Etappe um das Podium herum gar nichts passiert und genauso könnte UAE auch fahren, aber Pogajar fährt das Ding wie einen Klassiker mit ähnlichem Ergebnis auch was den Vorsprung angeht. Die Toursieg ist durch, sofern er sich nicht verletzt. Auch Platz 2 scheint mir eindeutig...ja, mit vereinten Kräften hätten sie ihn heute gekriegt, aber am Berg ist er doch stärker.

    Um Platz 3 bleibt es spannend. Evenepool im Anstieg klar schwächer als Seixas und Lipowitz, aber es kommt auch noch ein Zeitfahren, wo er sicherlich einiges gegenüber den beiden rausfahren wird. Red Bulls Taktik bleibt fragwürdig.

  • Bei aller Hochachtung vor Pogacar, vor allem auch wegen seiner offensiven Fahrweise, ist so eine erdrückende Dominanz nicht gut fürs Rennen. Nach der 6. Etappe ist die Spannung um den Toursieg bestenfalls noch theoretischer Natur. Allenfalls Krankheit oder Sturz, die man niemandem wünscht, würden nochmal etwas daran ändern. Ich hätte nicht gedacht, dass das nach Armstrong nochmal über so viele Jahre gehen kann.

    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Freundschaft!

    Bei aller Hochachtung vor Pogacar, vor allem auch wegen seiner offensiven Fahrweise, ist so eine erdrückende Dominanz nicht gut fürs Rennen. Nach der 6. Etappe ist die Spannung um den Toursieg bestenfalls noch theoretischer Natur. Allenfalls Krankheit oder Sturz, die man niemandem wünscht, würden nochmal etwas daran ändern. Ich hätte nicht gedacht, dass das nach Armstrong nochmal über so viele Jahre gehen kann.

    Das kann ich für mich nicht teilen. Wenn ich das Fahrerfeld sehe, ist es die goldene Ära des Radsports. Wir haben neben Pogacar/Vingegaard noch fünf weitere, für mich echte Podiumsfahrer (Lipowitz, Evenepool, Del Toro, Seixas, Ayuso). Das habe ich so noch nie gesehen. Zudem wird auf viel mehr Etappen wirklich Rennen gefahren als früher. Da gab es eine Woche nur Flachetappen mit meistens Sprintsiegen. Da wurde an fünf Tagen das Gesamtklassement ausgefahren. Heute auf zwölf oder so. Ich finde generell die Tourkurse viel interessanter als in früheren Jahren. In diesem Jahr weniger als in den letzten paar Jahren.

  • Was ich ja schon spannend finde: 2020+21 gewann Pogacar. 2022+23 Vingegaard, wobei er Pogacar mehrfach total deklassieren konnte. Vingegaard fährt m.E. seither plus minus auf diesem Niveau weiter. Pogacar hat aber offensichtlich einen Hebel gefunden, den er umlegen konnte. Ob das nur die oben erwähnte Darmoptimierung ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist schon sehr beachtlich, was er leisten kann.

  • Was ich ja schon spannend finde: 2020+21 gewann Pogacar. 2022+23 Vingegaard, wobei er Pogacar mehrfach total deklassieren konnte. Vingegaard fährt m.E. seither plus minus auf diesem Niveau weiter. Pogacar hat aber offensichtlich einen Hebel gefunden, den er umlegen konnte. Ob das nur die oben erwähnte Darmoptimierung ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist schon sehr beachtlich, was er leisten kann.

    Hebel den er umlegen konnte 😄

    Der Satz ist verdammt gut 😉

    Erinnere mich noch an Tour de France mit Lance und Ulle. Auf einer Etappe verlor Ulle zig Minuten, war im Ziel gefühlt tot, um am nächsten Tag alle in Grund und Boden zu fahren 😄

    Ulle konnte den Hebel sogar über Nacht umlegen😇

  • Freundschaft!

    2022+23 Vingegaard, wobei er Pogacar mehrfach total deklassieren konnte.

    2022 wurde Pogacar abwechseln von Roglic und Vingegaard angegriffen, bis diesem der Saft ausging. Das hatte einfach mehr taktische Ursachen als reine Performance-Gründe. 2023 hatte sich Pogacar bei Bastogne (ich meine) die Hand gebrochen und keine vernünftige Vorbereitung. Zum Ende der Tour wurde er dann auch noch krank.

    Bei der Tour 2024 war es dann genau umgekehrt. Da hatte Vingegaard einen bösen Sturz vorher und es war schon erstaunlich, dass er überhaupt am Start war und dann sogar Zweiter werden konnte. Seitdem ist er in der Abfahrt auch nicht mehr so halsbrecherisch unterwegs, wie man heute sah. Kein Vergleich auch zu dem Zeitfahren (ich meine) 2022, wo er wie ein Wahnsinniger in die Abfahrten und Kurven gegangen ist.

    Und so langsam spielt halt auch das Alter mit rein. Vingegaard ist halt zwei Jahre älter. Wo der eine noch im Aufstieg ist, wird beim anderen die Leistungskurve flacher. Und später hält der eine noch seine Leistung, während der andere schon schwächer wird. Ich glaube, Pogacar ist in diesem Jahr auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten. Ich bin wirklich gespannt, wie lange er besser ist als Seixas. Das kann in zwei Jahren schon anders aussehen.

  • Bei aller Hochachtung vor Pogacar, vor allem auch wegen seiner offensiven Fahrweise, ist so eine erdrückende Dominanz nicht gut fürs Rennen. Nach der 6. Etappe ist die Spannung um den Toursieg bestenfalls noch theoretischer Natur. Allenfalls Krankheit oder Sturz, die man niemandem wünscht, würden nochmal etwas daran ändern. Ich hätte nicht gedacht, dass das nach Armstrong nochmal über so viele Jahre gehen kann.

    Naja, es ist doch eigentlich eher die Regel als die Ausnahme das eine Tour spannend ist. In den 10ern war es besonders offenkundig, weil vor allem Froome individuell nicht unbedingt immer der stärkste Fahrer war Quintana und Dumoulin waren auf ihrem Peak im Grunde besser als er, aber sein Team war eben so dominant, dass er sie kontrollieren konnte und das galt in den letzten vier Jahren wieder als zunächst Vingegaards Team viel stärker war, bis UAE gleich und vorbei ziehen konnte. Was heute vor dem Angriff passiert ist war ja genau das. Niemand konnte angreifen bis UAE quasi den Sprint gefahren hat. Vorher wäre niemand weggekommen. Deswegen fand ich die ersten beiden Pogajar-Siege auch so krass, weil er ein viel schwächeres Team hatte

  • Der einzige Trost könnte sein das Pogacar gieriger ist als bspw. Armstrong. Der hätte ab jetzt maximal noch Angriffe pariert und wäre am Hinterrad mit ins Ziel gerollt. Pogacar wird vermutlich noch ein paar mal Gas geben.