• Freundschaft!

    Und so langsam spielt halt auch das Alter mit rein. Vingegaard ist halt zwei Jahre älter. Wo der eine noch im Aufstieg ist, wird beim anderen die Leistungskurve flacher. Und später hält der eine noch seine Leistung, während der andere schon schwächer wird. Ich glaube, Pogacar ist in diesem Jahr auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten. Ich bin wirklich gespannt, wie lange er besser ist als Seixas. Das kann in zwei Jahren schon anders aussehen.

    Wobei ich das relativ sehe...klar...wie gesagt hätten die Vingegaard heute geholt, wenn Evenepool durchgezogen hätte, aber erstens ist der ebenfalls geistesgestört was Abfahrten angeht und zweitens ist Vingegaard halt im wahrsten Sinne best of the Rest. Er ist besser als alle außer Pogajar und hat nicht ohne Grund die letzten beiden Grand Tours gewonnen. Im Vergleich gebe ich dir recht, aber absolut sehe ich ihn vor allem am Berg eher stärker als selbst noch letztes Jahr.

    @Armstrong

    Armstrong hatte auch nicht so ein breites Fähigkeitenset wie Pogajar und natürlich das Glück, dass sein Hauptgegner, der vermutlich beste Fahrer aller Zeiten außer Pogajar, jeden Winter 20 kg zugenommen hat (weswegen Ulle logisch gesehen nach 1997 niemals mehr hätte etwas gewinnen dürfen) + wie gesagt das Team. Telekom hat immer auf Doppelstrategie gesetzt und mindestens ein paar Leute für Zabel dabei gehabt. US-Postal war voll auf den Kapitän und so viel stärker.

    (bevor jemand fragt: Damals wie heute bin ich mir sicher das medizinisch alle nachhelfen, aber da herrscht heute wie damals eben Waffengleichheit. Doping ist kein Zaubertrank)

  • Als Armstrong bei der Tour dominant war, ist er gefühlt auch nur einmal im Jahr bei der Tour aufgetaucht und dann erst wieder im nächsten Jahr. Davor hat er auch selten mal bei einem Klassiker gewonnen, aber dieses Pensum, was Pogačar zu seiner Dominanz bei Rundfahrten auch noch bei Klassikern abzieht, wirkt wie aus einer Zeit vor meiner Zeit.

  • Freundschaft!

    Das kann ich für mich nicht teilen. Wenn ich das Fahrerfeld sehe, ist es die goldene Ära des Radsports. Wir haben neben Pogacar/Vingegaard noch fünf weitere, für mich echte Podiumsfahrer (Lipowitz, Evenepool, Del Toro, Seixas, Ayuso). Das habe ich so noch nie gesehen. Zudem wird auf viel mehr Etappen wirklich Rennen gefahren als früher. Da gab es eine Woche nur Flachetappen mit meistens Sprintsiegen. Da wurde an fünf Tagen das Gesamtklassement ausgefahren. Heute auf zwölf oder so. Ich finde generell die Tourkurse viel interessanter als in früheren Jahren. In diesem Jahr weniger als in den letzten paar Jahren.

    Das gilt aber noch nicht für diese Tour. Die genannten Fünf sind momentan noch zu sehr hintendran. Ich denke, dass es in naher Zukunft dann richtig spannend werden könnte, wenn P und V im Alter etwas nachlassen und die andern auf ein Level heranrücken könnten. Sollte es so kommen wäre das ein Traum.

  • Als Armstrong bei der Tour dominant war, ist er gefühlt auch nur einmal im Jahr bei der Tour aufgetaucht und dann erst wieder im nächsten Jahr. Davor hat er auch selten mal bei einem Klassiker gewonnen, aber dieses Pensum, was Pogačar zu seiner Dominanz bei Rundfahrten auch noch bei Klassikern abzieht, wirkt wie aus einer Zeit vor meiner Zeit.

    Pogajar hat vor allem dieses Jahr superwenige Renntage. Der Eindruck täuscht also ein bisschen glaube ich.

  • Nennst du das wenige Renntage? Okay den Giro hat er weggelassen, aber das machen ja viele

    • 07. März: Strade Bianche – Saisoneinstieg und Sieg beim italienischen Schotter-Klassiker.
    • 21. März: Mailand–San Remo.
    • 05. April: Flandern-Rundfahrt.
    • 12. April: Paris-Roubaix.
    • 26. April: Lüttich-Bastogne-Lüttich – Pogačars vierter Sieg bei diesem traditionsreichen Radsport-Monument.
    • 28. April – 03. Mai: Tour de Romandie.
    • 17. – 21. Juni: Tour de Suisse.
    • 04. – 26. Juli: Tour de France – Kampf um seinen fünften Toursieg.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Freundschaft!

    Ja, es waren wenige Renntage. 5 Klassiker und 11 Etappen. 16 Renntage sind wenig. Vingegaard hatte alleine 21 beim Giro.

    Allerdings fährt Pogacar seit jeher von Frühjahr bis Herbst Rennen, um diese zu gewinnen. Das ist etwas ganz anderes als bei Armstrong (wer ist das überhaupt?) oder Ulrich. Insofern stimmte die Ausgangsaussage nach dem Sinn her schon.

  • Die Auflösung kommt sowieso erst in 5-10 Jahren. Und dann ist das Geheule wieder groß und es wird der endgültige Sargnagel für den Radsport sein

    Was Pogacar da macht, ist ohne Zaubermittel nicht machbar.

    Ich mag Radsport, habe es früher immer geschaut. Aber nach den ganzen Enthüllungen kann man das alles nicht mehr Ernst nehmen.

    Tut mir wirklich leid für die, die entweder frühzeitig schon aufhören weil sie eben keine Apotheke im Körper haben wollen oder sauber bleiben und um Platz 100 fahren.

  • Freundschaft!

    Ja, es waren wenige Renntage. 5 Klassiker und 11 Etappen. 16 Renntage sind wenig. Vingegaard hatte alleine 21 beim Giro.

    Allerdings fährt Pogacar seit jeher von Frühjahr bis Herbst Rennen, um diese zu gewinnen. Das ist etwas ganz anderes als bei Armstrong (wer ist das überhaupt?) oder Ulrich. Insofern stimmte die Ausgangsaussage nach dem Sinn her schon.

    Armstrong hat sicherlich alles auf die Tour ausgerichtet, aber ist durchaus sowas wie Amstel oder Lüttich gefahren, aber klar: Es war bei ihm alles auf die Tour ausgerichtet, weil er letztendlich nicht die Fähigkeiten hatte Eintagesklassiker so zu gewinnen wie eine Rundfahrt. Das hat Vingegaard ja zum Beispiel auch nicht und macht Pogajar im modernen Radsport eben relativ einzigartig. Ullrich war unabhängig davon wie gesagt einfach faul. Im Zeitraum der Frühjahrsklassiker war der ja in einem Zustand wo die meisten schon im Januar oder im Februar sind

  • ALF: Tadej Pogačar hat aber zum Beispiel den Giro 2024 mit gefahren und gewonnen. das muss man nicht jedes Jahr machen.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Habe mir gestern schon gedacht, dass Lipowitz ziemlich hinten dran hängt:

    Tour de France: Der Alleinherrscher und die Hierarchiefragen dahinter | sportschau.de

    Stimme Evenepool da zu, Lipowitz hat zwar gegen Ende wie die anderen auch mitgeführt, aber es war ganz klar Löwenanteil Evenepool und vielleicht hätte man den Dänen dann wirklich noch gekriegt. Klar, wenn Lipowitz denkt, dass Evenepool sein Helfer ist, dann hat das schon seine Richtigkeit, aber offenbar hat man dem dann nicht Bescheid gesagt. War vorprogrammiert. Wenn die beiden zukünftig was erreichen wollen, kurzfristig bei dieser Tour oder später müssen sie die Kapitänsfrage klären.

  • Habe mir gestern schon gedacht, dass Lipowitz ziemlich hinten dran hängt:

    Tour de France: Der Alleinherrscher und die Hierarchiefragen dahinter | sportschau.de

    Stimme Evenepool da zu, Lipowitz hat zwar gegen Ende wie die anderen auch mitgeführt, aber es war ganz klar Löwenanteil Evenepool und vielleicht hätte man den Dänen dann wirklich noch gekriegt. Klar, wenn Lipowitz denkt, dass Evenepool sein Helfer ist, dann hat das schon seine Richtigkeit, aber offenbar hat man dem dann nicht Bescheid gesagt. War vorprogrammiert. Wenn die beiden zukünftig was erreichen wollen, kurzfristig bei dieser Tour oder später müssen sie die Kapitänsfrage klären.

    Mein Eindruck ist, dass das Team häufig sportlich schlecht auf die Rennen eingestellt wird. Bereits in den vergangenen Jahren (letztes Jahr Dank Lipo ausgenommen) stellte sich regelmäßig die Frage, wo RedBull bleibt, wenn das Rennen in die entscheidende Phase geht und UAE sowie Visma das Tempo anziehen.

  • Sehe ich auch so, wie überhaupt die ganze Transferpolitik mit dem alternden Star Roglic in einem ähnlichen Preisregal wie Evenepool. Klar hat der dann die Vuelta 24 gewonnen (wo Lipowitz ja erstmals als sein Helfer aufkam), aber das scheint auf diesem Niveau seine letzte Patrone gewesen zu sein und es war ja schon vorher klar, dass er nicht mehr mit den beiden großen mithalten kann. Nun eben Evenepool und Lipowitz. Wie gesagt....das funktioniert nur mit einer Nr. 1 oder wenn man die beiden auf die Grand Tours verteilt, zumindest wenn die Konkurrenz so aufgestellt ist. Sieht man gut an Decathlon, wo Felix Gall beim Giro war und Seixas bei der Tour.

  • Freundschaft!

    Das kann ich für mich nicht teilen. Wenn ich das Fahrerfeld sehe, ist es die goldene Ära des Radsports. Wir haben neben Pogacar/Vingegaard noch fünf weitere, für mich echte Podiumsfahrer (Lipowitz, Evenepool, Del Toro, Seixas, Ayuso). Das habe ich so noch nie gesehen. Zudem wird auf viel mehr Etappen wirklich Rennen gefahren als früher. Da gab es eine Woche nur Flachetappen mit meistens Sprintsiegen. Da wurde an fünf Tagen das Gesamtklassement ausgefahren. Heute auf zwölf oder so. Ich finde generell die Tourkurse viel interessanter als in früheren Jahren. In diesem Jahr weniger als in den letzten paar Jahren.

    Mir ging es um den Toursieg und der ist für mich seit gestern durch, wenn nichts außergewöhnliches passiert. Selbst Platz 2 sehe ich wenig spannend. Für Platz 3 bis 10 bin ich bei dir. Da war es aber auch in der Vergangenheit selten in Stein gemeißelt und immer mal wieder überraschend. Am spannendsten sieht zZ der Kampf um Grün aus.

    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Mir ging es um den Toursieg und der ist für mich seit gestern durch, wenn nichts außergewöhnliches passiert. Selbst Platz 2 sehe ich wenig spannend. Für Platz 3 bis 10 bin ich bei dir. Da war es aber auch in der Vergangenheit selten in Stein gemeißelt und immer mal wieder überraschend. Am spannendsten sieht zZ der Kampf um Grün aus.

    Platz 2 wurde gestern leichtsinnig verschenkt. Die Lücke zu Jonas hätte locker zugefahren werden können. Das zeigt ja allein wieviel Zeit auf dem letzten Kilometer weggefressen wurde!


    Aber außer Remco hatten alle Schieß, am der Dumme zu sein, der keine Zeitboni bekommt!

  • Glaube ich weniger. Evenepool holt seine Zeit bei genau sowas + das Zeitfahren, weil er von allen das stärkste Finish hat normalerweise. Die anderen wissen das. Selbst wenn sie Vingegaard geholt hätten....was hätten sie dadurch gewonnen? Okay ca. 25 Sekunden weniger auf ihn, aber wenn er nicht einbricht, was sehr unwahrscheinlich ist, zögern sie dann ja nur hinaus das er sie später distanziert.

  • Wenn du nicht die Ambition hast, wenigstens zu versuchen aufs Podium zu kommen, hast du in dem Wettbewerb, der Tour, nichts verloren. Außerdem freuen sich auch die Sponsoren, wenn ihre "Investitionen" Engagement zeigen. Ob es dann zu etwas führt, sei dahingestellt.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Freundschaft!

    Es gibt keine Evenepoel-Zeitfahren diesmal. Es geht auf den ersten 10 Kilometer etwa 400 Meter bergan.