Wechselgerüchte IV

  • Es wird sicher schwierig für Michael Haaß ein weiteres Jahr bei der HSG zu bestehen. Bei aller Freude über den Wechsel (spätestens 2007), kann ich mir die Enttäuschung in Düsseldorf sicher vorstellen, wenn Haaß wie geschrieben, vorher nichtmal mit den HSG Offiziellen gesprochen hat. Das ist sicher nicht die feien Englische Art. Klar tut es mir für die HSG leid, die nach Hegemann den zweiten Schlüsselspieler abgeben müssen. Allerdings kann ich auch Haaß verstehen. Er hat einen Vertrag bis 2007 und hat nun einen bei den Löwen unterschrieben. Das eventuell ein Jahr Überbrückungszeit hinzukommt, ist gut möglich, wie im Falle Klein mit dem THW Kiel.


    Ich finde lediglich die Aussage von Lehmann überzogen, ein Haaß würde nicht spielbestimmend sein. Sicher ist Velyky der Kopf der Mannschaft, aber wenn 2007 der Vertrag von Siniak ausläuft wird Haaß ihn beerben.


    @ Meikel: Hier steht ja wohl eher der Spieler in der Pflicht. Die Löwen haben Haaß einen Vertrag angeboten, nach Ende der Laufzeit in Düsseldorf. Soll man vorher noch bei Flatten anrufen und fragen ob man das darf? :rolleyes:

    2 Mal editiert, zuletzt von OsloStar ()

  • Zitat

    Original von OsloStar


    @ Meikel: Hier steht ja wohl eher der Spieler in der Pflicht. Die Löwen haben Haaß einen Vertrag angeboten, nach Ende der Laufzeit in Düsseldorf. Soll man vorher noch bei Flatten anrufen und fragen ob man das darf? :rolleyes:


    Das ist durchaus nicht unüblich

    Original von rro.ch
    Beliebte Sportarten aber auch Randsportarten wie Handball kommen beim Publikum an.


  • Zitat

    Original von OsloStar
    @ Meikel: Hier steht ja wohl eher der Spieler in der Pflicht. Die Löwen haben Haaß einen Vertrag angeboten, nach Ende der Laufzeit in Düsseldorf. Soll man vorher noch bei Flatten anrufen und fragen ob man das darf? :rolleyes:


    Stil hätte es...vor allem, weil Düsseldorf ein ganz wichtiges Spiel vor der Nase hat. Und die RNL werden ihm auch einen Vertragab 2006 angeboten haben, warum sollte er sonst auf sofortige Vertragsauflösung drängen.


    Im Fussball ist es sogar vorgeschrieben, dass man zuerst den Verein kontaktiert in so einem Fall.

  • Das sehe ich anders. Es ist der Job eines Managers langfristig zu planen. Eben auch Verträge abzuschließen die eben nicht unbedingt die nächste Saison betreffen.


    Und sind wir mal ehrlich, es war doch klar, dass man sich neben Niemeyer auch anderweitig umschaut. Und jemand der sich auskennt, hätte auch von selbst auf Haas kommen können. Immerhin ist Iouri dafür bekannt, dass er gerne mit Spielern zusammenarbeitet, die er schonmal trainiert hat.


    So ist meine Sichtweise, und es stört mich nicht, wenn man den Löwen bzw. dem bösen Verein mit dem Geldbeutel, den schwarzen Peter zuschieben möchte. That´s Business!


    PS: Was können wir dafür, dass dies gestern vom Mannheimer Morgen geschrieben wurde? Haben die Löwen bisher etwas veröffentlicht? Nein!


    Habt ihr auch mal dran gedacht, dass es hier auch um den Spieler geht? Wenn Düsseldorf doch noch absteigen sollte, wäre Haas mit leeren Händen dagestanden. Zudem muss die HSG ihn doch garnicht kommende Runde ziehen lassen. Man kann doch auf den Vertrag

  • Einen konkreten Vertrag haben die Kröten Haaß anscheinend nicht angeboten (ist dem Artikel zumindest nicht zu entnehmen - sicherlich aber Eckdaten); Haaß bat dann um Freigabe - bzw. genauer gesagt um die Aufnahme von Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen.
    Ist zwar unschön (auch der Zeitpunkt), aber okay. Die Kronau/Östringer können ja schlecht bei den Düsseldorfern nachfragen, wenn sie nicht wissen, ob Haaß womöglich gar kein Interesse hat.

  • Zitat

    Original von Karl
    Die Kronau/Östringer können ja schlecht bei den Düsseldorfern nachfragen, wenn sie nicht wissen, ob Haaß womöglich gar kein Interesse hat.


    Danke und Gute Nacht! :hi:

  • Zitat

    Original von Karl
    Die Kronau/Östringer können ja schlecht bei den Düsseldorfern nachfragen, wenn sie nicht wissen, ob Haaß womöglich gar kein Interesse hat.


    Ja...man kann es sich halt immer zurecht legen...und es scheint so ja auch Gang und Gebe zu sein. Ich persönlich finde die Regelung im Fussball besser, wo man, bevor man mit einem Spieler in konkrete Verhandlungen tritt, erst offiziell den Verein informieren muss. Das heisst ja nicht, dass man vorher mit dem Spieler nicht gesprochen hat.


    Wobei schon richtig ist, dass die Vorgehensweise von Haaß schon sehr merkwürdig ist...

  • Zitat

    Original von Meikel


    Ja...man kann es sich halt immer zurecht legen...und es scheint so ja auch Gang und Gebe zu sein. Ich persönlich finde die Regelung im Fussball besser, wo man, bevor man mit einem Spieler in konkrete Verhandlungen tritt, erst offiziell den Verein informieren muss. Das heisst ja nicht, dass man vorher mit dem Spieler nicht gesprochen hat.


    Wobei schon richtig ist, dass die Vorgehensweise von Haaß schon sehr merkwürdig ist...



    Meikel, nicht jeder heißt Beiersdorfer und gibt treffen mit Poldi zu .... oder glaubst du an den Weihnachtsmann, dass die Sachen beim Fussball fairer sind bzw. dass man sich dran hält (mit wenigen Ausnahmen)?!


    Haaß hat der HSG sicher viel zu verdanken. Er konnte sich in Angriff und Abwehr präsentieren und ist hier zum Nationalspieler gereift.

  • Oslo schreibt:

    Zitat

    Haaß hat der HSG sicher viel zu verdanken. Er konnte sich in Angriff und Abwehr präsentieren und ist hier zum Nationalspieler gereift.


    Deshalb kann man auch verlangen, daß er weiter klaglos und motiviert für die HSG ein weiteres Jahr absolviert (und auch keinen übermäßigen Druck auf Düsseldorf ausübt), wenn die Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen scheitern. (aber wie schon geschrieben, wenn Flatten schon eine Summe nennt....)

  • Ich glaub nicht, dass Haaß in Düsseldorf soviel verdient. War ja schliesslich sein erster "echter" Vertrag. Könnte so laufen wie bei Hens. Der Spiel verzichtet im ersten Jahr auf ein bischen Gehalt, die Löwen legen noch was drauf und die Ablöse stimmt. Für die HSG natürlich sehr schwierig. Aber das ist nun mal das Schicksal der kleinen Vereine.

  • Aber hallo, immer den Ball flach halten, erstens ist es üblich, das Spieler und neuer Verein ihre Kontakte knüpfen und zweitens informiert Michael Haaß, den bisherigen Verein schon jetzt über seinen Wechsel, spätestens 2007. Das er gerne sofort Wechseln würde ist nicht anrüchig und ebenfalls ehrlich, der HSG gegenüber. Und wer dekt das es anderswo, anders läuft, soll ruhig weiter träumen :pillepalle:
    P.S. das KEIN Vertrag vorliegt ist ja wohl nicht dein ernst - oder???

    MsG
    ATOM

  • Zitat

    Original von Ché Guevara


    Das wäre dann aber der beste Transfer, den die SG zur nächsten Saison gemacht hätte ;)
    Von Storm halte ich nicht viel. Atom hat da Recht, er hat mit Flensburg ein Team übernommen, das Top war und jetzt nicht mehr ganz so stark ist.


    Eine ganz klare Absage entstehender Gerüchte zum Wechsel nach Flensburg übte Fynn Holpert:
    "Das ist ein absoluter Quatsch, :nein: es gab kein Angebot aus Flensburg, ich erfülle meinen Vertrag bis 2009 hier in Lemgo!!!

    Leiden kommt von Leidenschaft!!

    Einmal editiert, zuletzt von owl-andy ()

  • Zitat

    Original von Wieland
    Ich glaub nicht, dass Haaß in Düsseldorf soviel verdient. War ja schliesslich sein erster "echter" Vertrag.


    Also hat er bei TUSEM keinen "echten" Vertrag gehabt ? :pillepalle:
    Das glaubst du doch selbst nicht !

  • Mensch Leute, mit 'echtem Vertrag' meint Wieland bestimmt einen Vertrag, der die Grundlage bietet, Handball als 'Berufssportler' zu betreiben.

  • Im Falle Haaß mag sich die Entwicklung ja auch ganz anders gestalten, als bei einem normalen Transfer, da er letztes Jahr noch unter Iouri und gemeinsam mit Oleg beim TuSEM gespielt hat. Am Rande der drei Spiele gegen die Kröstis war da bestimmt oft genug Gelegenheit das Interesse schon mal locker abzuklopfen.


    Jetzt gehen wir mal davon aus, dass dieses Gespräch erst am Rande des dritten Spiels seinen Anfang nahm. In dem Fall kann man durchaus sagen, dass Haaß seinen Arbeitgeber recht zügig informiert hat, denn auch er muss sich ja erst mal über das konkrete Angebot von Seiten der SG im Klaren werden.


    Bleibt also die Frage: Was hätten die Kröstis tun sollen, können oder sogar müssen?


    Wieso bittet Haaß um eine sofortige Vertragsauflösung, wenn die Kröstis doch erst ab 2007 mit ihm planen sollten?


    Zum ersten bleibe ich dabei: Wenn man Stil hat, dann unterrichtet man den Konkurrenzverein davon, dass man dem Spieler ein Angebot unterbreitet hat. Aber jeder legt das Verhalten an den Tag, dass zu dem Image passt, was man pflegen möchte.


    Zum Zweiten: Es muss eigentlich für Haaß einen Platz im Kader der Kröstis von der nächsten Saison geben, denn sonst würde Haaß nicht um die Freigabe bitten. Das hat nichts, aber auch gar nichts, mit einer Planung für die übernächste Spielzeit mehr zu tun. Höchstens, das man sagt, dass die Kröstis noch zwei bis drei Jahre Zeit haben, um ihre derzeitige Entwicklung abzuschließen und eine Verpflichtung von Haaß ein wichtiger Baustein für zukünftige Erfoge sein könnte.

    Original von rro.ch
    Beliebte Sportarten aber auch Randsportarten wie Handball kommen beim Publikum an.


    • Offizieller Beitrag

    Es war nicht unüblich, dass Vereine sich gegenseitig informieren, wenn sie ernsthaft an einen Spieler herantreten. Es gibt aber mehr und mehr Vereine, die diesen "Ehrenkodex" nicht mehr einhalten.


    Thorsten nennt das "That's business" - ich finde das traurig.


    Mir kann zumindest niemand erklären, die Kröstis würden erst 2007 mit Haaß planen, denn sonst hätte man das nach der Runde unter Dach und Fach gebracht und Haaß hätte auch keinen Grund um Vertragsauflösung zu bitten. Wahrscheinlich hofft man jetzt in Mannheim auf einen Abstieg der Düsseldorfer, dann wäre wohl keine ABlöse fällig. Ein wenig Unruhe vor dem entscheidenden SPiel kann da helfen.

  • Zitat

    Original von Meikel


    Ja...man kann es sich halt immer zurecht legen...und es scheint so ja auch Gang und Gebe zu sein. Ich persönlich finde die Regelung im Fussball besser, wo man, bevor man mit einem Spieler in konkrete Verhandlungen tritt, erst offiziell den Verein informieren muss. Das heisst ja nicht, dass man vorher mit dem Spieler nicht gesprochen hat.


    Wobei schon richtig ist, dass die Vorgehensweise von Haaß schon sehr merkwürdig ist...


    Das stimmt so nicht. Im Fußball ist diese Info nur Pflicht, wenn der Spieler noch einen laufenden Vertrag über die Saison hinaus hat, ansonsten kann er sehr wohl ohne Info mit anderen Vereinen verhandeln.

    Mit freundlichen Grüßen aus MD
    Thomas

  • Wenn man diesen 'Standard' beim Fußball mal juristisch überprüfen würde, dann würde er natürlich sofort 'fallen' (welche Sanktionen sind denn eigentlich beim 'Verstoß' vorgesehen?)


    Aber die HBL hat halt nicht die Möglichkeiten solche Verhaltenskodices durchzusetzen (und die Schwäche der HBL hat gute und schlechte Seiten). Konsequenterweise erläßt sie dann solche erst gar nicht.

  • Ist zwar blöd, als Kieler immer die Kieler zu loben, aber wenn ich mich recht erinnere ging der ganze Transfer mit D. Klein doch mit Wissen von Großwallstadt über die Bühne. Und es gab ja, um keine Unruhe zu erzeugen, erst eine sehr späte Bekanntgabe. Nur mal so als Beispiel wie es auch laufen kann.

  • UlfN schreibt:

    Zitat

    ging der ganze Transfer mit D. Klein doch mit Wissen von Großwallstadt über die Bühne.


    Nuja, erfahren tut der abgebende Verein das doch immer irgendwann!


    Außerdem lief der Vertrag mit Klein doch aus (oder?), so daß eine Vergleichbarkeit mit Haaß/Kröten überhaupt nicht gegeben ist.


    Ps. Beim THW erinnere ich mich aber auch schon an Versuche, Spieler aus laufenden Verträge 'loszueisen' (z.B. von Behren in seiner Dankerser Zeit)

    2 Mal editiert, zuletzt von Karl ()