Doping und die Zukunft des Sports

  • Hui... das ist krass. Danke für die Links. :)


    Gerade überlege ich, was das für Olympia heißt, jetzt 2021 und in Zukunft. Nur die ersten Schlussfolgerungen lassen mich vermuten, dass Olympische Spiele entweder revolutioniert werden müssen oder tot sind. Keine Leistung, auch in diesem Jahr, wird mehr für "unter fairen Bedingungen" erbracht gelten können. Auch wenn man das den jeweiligen Sportlerinnen abnimmt.


    Was bleibt für die Zukunft? Alle dürfen dopen, unter ärztlicher Aufsicht?

    “A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP.” - Leonard Nimoy (1931-2015)

  • Dann wäre die ganze Geschichte wenigstens fair und ehrlich. Doping gehört zum Leistungssport, wie die Zigeunersoße (oh welch frevelhaftes Wort) zum Steak. Gedopt wird doch sowieso. Ganz ohne schafft man es nicht mal in die nationale Spitze.

    "Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. LAUT." (Coco Chanel)


    "Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein" (Gandhi)


    AC/DC - Ride On

  • Dann hätte man auch gleich neue Einnahmequellen, wenn die Pharmakonzerne ungeniert für Clenbuterol, EPO o.ä. auf den Trikots werben können.
    Letztlich wäre es fairer oder eher transparenter als jetzt. Die Diskussionen hatten wir vor 15 Jahren, als der Radsport hochgenommen wurde, schon einmal. Sollen sie es nehmen und dann veröffentlichen, was sie genommen haben.


    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!


    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Doping in gewissen Grenzen freizugeben, löst in meinen Augen das Problem auch nicht. Doping ganz freizugeben sehe ich genauso, das führt nur dazu, dass die die größten Risiken eingehen, größere Chancen haben und die die Doping ablehnen, chancenlos zurücklassen.


    Dieser Artikel zeigt aber das ganz Dilemma auf. Selber nicht dopen und alle anderen hereinlegen. Erinnert mich an Asterix bei den olympischen Spielen.


    Natürlich zeigt der Film keine Lösungsmöglichkeiten auf, da es keine einfachen gibt, wenn es überhaupt eine gibt.

  • Wie war das eigentlich damals mit Dieter Baumann und dem Dopingmittel in der Zahnpasta? Oder bei Claudia Pechstein?


    Nur zwei Namen exemplarisch für eine Vielzahl anderer.

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  • Ein weiters Problem sind ja die Antidoping Agenturen und deren Finanzierung und Unabhängigkeit selbst. Es ist praktisch fast unmöglich seine unschuld zu beweisen davon kann bspw. Alex Schwazer (Gehen) ein Lied von singen.

  • ich seh das noch nicht so negativ mit der bewertung-bei den medizinischen fortschritten gehe ich eher davon aus,
    dass zeitnah eingegrenzte werden kann, welches mittel aus welchem stamm, wann und wie eingenommen oder übertragen
    wurde.
    undenkbar für mich, dass bei der mittlerweilen haltung der sponsoren zum thema doping dann nicht doch irgendeine erweiterung
    der feststellung von mitteln freiwillig durch die sportler erlaubt wird.


    zunächst ist es für mich nur erstmal eine weitere facette in dem immerwährenden kampf der konkurrierenden seiten beim doping.

  • Doping in gewissen Grenzen freizugeben, löst in meinen Augen das Problem auch nicht. Doping ganz freizugeben sehe ich genauso, das führt nur dazu, dass die die größten Risiken eingehen, größere Chancen haben und die die Doping ablehnen, chancenlos zurücklassen.


    Dieser Artikel zeigt aber das ganz Dilemma auf. Selber nicht dopen und alle anderen hereinlegen. Erinnert mich an Asterix bei den olympischen Spielen.


    Natürlich zeigt der Film keine Lösungsmöglichkeiten auf, da es keine einfachen gibt, wenn es überhaupt eine gibt.


    Genau meine Meinung. Ganz freigeben würde das Ganze zu einer Gesundheitslotterie machen, von wegen wer schafft es sich am meisten reinzuhauen ohne tot umzufallen. Eine begrenzte Freigabe würde rein gar nichts ändern. Das Problem würde sich nur von „verbotenerweise dopen“ zu „verbotenerweise zu viel dopen“ verlagern. Ich wäre einfach mal so pessimistisch zu behaupten, es gibt keine Lösung.

    Die Kraft in uns.

  • Spielmacher79 Ich stimme dir in deinen Kernaussagen komplett zu. Allerdings hat es einen faden Beigeschmack, sich auf die damalige Vormachtsstellung des SCM zu beziehen, wenn man bedenkt, dass diese Zeiten staatlich angeordneten Dopings entstammt, das auch vor dem Handball nicht Halt machte.


    Mod: Absatz zu Doping aus dem THW-Thread verschoben, Absatz zu THW entfernt und dort belassen

  • Spielmacher79 Ich stimme dir in deinen Kernaussagen komplett zu. Allerdings hat es einen faden Beigeschmack, sich auf die damalige Vormachtsstellung des SCM zu beziehen, wenn man bedenkt, dass diese Zeiten staatlich angeordneten Dopings entstammt, das auch vor dem Handball nicht Halt machte.


    Grundsätzlich ist es doch so, dass weiter oben die Luft dünner wird. Hier quasi das Verbesserungspotential. Mannschaften wie Magdeburg und Berlin haben diese Lücke konstant weiter geschlossen, wodurch es eben nicht mehr diese klare Dominanz gibt. Mein Empfinden ist, dass dies insbesondere Kiel auch klar ist. Natürlich muss es bei dem

    Kader das Ziel sein, Meister zu werden, aber es ist eben auch kein Beinbruch, wenn man es mal zwei Jahre nicht wird. Vielmehr scheint mir, dass die Öffentlichkeit, insbesondere Fans anderer Vereine, dem THW Versagen zusprechen wollen, wenn er nicht Meister wird und die Augen genau davor verschließen, dass es eben nicht mehr diese alleinige Vormachtsstellung gibt.

    Dieser Satz ist absoluter Quatsch. Mir ist kein einziger Fall von Doping im Handball bekannt und zum Thema Staatsdoping gibt es mittlerweile auch Untersuchungen, dass in der ganzen Welt gedopt worden ist, nicht nur im Ostblock (in den USA sogar deutlich mehr).

    Die Vormachtstellung lag vor allem am Sichtungssystem. Wenn ich mich richtig erinnere, war bei uns in der Schule jedes Jahr Sichtung und talentierte Leute sind weiter getestet worden (in alle Sportrichtungen). Handball war z. B. im Schulsport verpflichtend während heute nicht mal jeder Sportlehrer in der Ausbildung Handball hat.

    Das System hat auch dazu geführt, das der SCM bei einem EC Sieg nur aus Spielern bestand, die nicht weiter weg als 30 km von Magdeburg geboren worden sind.

  • Man muss nicht in die USA schauen.

    Sporthochschule Freiburg, Keul, Kindermann, Schäuble...

    DFB...

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Man muss nicht in die USA schauen.

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    DFB...

    Bitte keine Tatsachen benennen, Doping gab es doch nur im Osten...dass die Magdeburger Handballerfolge am Doping lagen, war mir auch neu.


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  • Man muss nicht in die USA schauen.

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    Einer hat sich auch an Tube Zahnpasta verschluckt.

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  • Bitte keine Tatsachen benennen, Doping gab es doch nur im Osten...dass die Magdeburger Handballerfolge am Doping lagen, war mir auch neu.

    Was sind daran Tatsachen? Besagte Fälle existieren, haben aber nix mit dem Handball zu tun. Genauso wenig wie irgendwelche Fälle in den USA. Doping gab und gibt es überall. Ich habe auch nirgends behauptet, dass es Doping nur im Osten gab. Man kann doch aber nicht die Augen davor verschließen, dass es Staatsdoping gab. Dazu gibt es nun mal unzählige Belege. Du darfst mir aber gerne die äquivalenten Schriften der BRD zu besagtem

    Staatsplan nennen, ich kenne leider keine. Glaubt wirklich jemand, dass Böhme ein Einzelfall war? Vor dem Hintergrund ist halt die Frage, ob die Teams tatsächlich gleichstark gewesen wären, wie behauptet.

  • Was sind daran Tatsachen? Besagte Fälle existieren, haben aber nix mit dem Handball zu tun. Genauso wenig wie irgendwelche Fälle in den USA. Doping gab und gibt es überall. Ich habe auch nirgends behauptet, dass es Doping nur im Osten gab. Man kann doch aber nicht die Augen davor verschließen, dass es Staatsdoping gab. Dazu gibt es nun mal unzählige Belege. Du darfst mir aber gerne die äquivalenten Schriften der BRD zu besagtem

    Staatsplan nennen, ich kenne leider keine. Glaubt wirklich jemand, dass Böhme ein Einzelfall war? Vor dem Hintergrund ist halt die Frage, ob die Teams tatsächlich gleichstark gewesen wären, wie behauptet.

    Den meinste sicher.


    https://www.nzz.ch/sport/mauer…ter-bespitzelt-ld.1519368


    Echt zum schmunzeln, er hat´s nich mehr ausgehalten und wenn er gewußt hätte,..., wäre er geblieben:lol: Meine Güte, da war er aber weniger leidensfähig als gut 17 Mio andere. Vielleicht doch etwas verweichlicht, von den ganzen Privilegien, die das vom Staat geförderte Sportsystem ihm ermöglichte. Der Mann lebte hier deutlich besser, als der Malocher im Hamburger Hafen. An die blauen Pillen kann ich mich auch noch erinnern. 5 mg Testosteron war als Wirkstoff enthalten. Es gab auch noch orange mit 3 mg. Unter ärztlicher Kontrolle, wirkte gut und weit verträglicher, als der Mist den du heute ist fast jedem Fitnesstempel unter der Theke oder besser in der Umkleide erhalten kannst. Hat ihm ja damals gefallen, wenn ich den Artikel richtig interpretiere. Aber das der Arzt dat Zeug bei ihm nach dem Turnier absetzte? Wie soll das verstanden werden. Es war eher andersrum, wurde vor Wettkämpfen abgesetzt. Ist ja auch logisch, Dopingjäger gab´s damals auch schon:hi:. Die Wirkung blieb aber noch relativ lange erhalten. Also dass die Muskeln so schnell verschwanden, wie sie kamen, ist ein Ammenmärchen.


    Mal davon ab waren zu der damaligen Zeit die Handballer nun ja auch keine muskelbepackten Fleischklöße. An das Gewicht :)vom BamBam z. B. konnten nur wenige ran reichen. Ich glaube auch nicht, dass es beim Handball vorrangig um Muskelmasse geht und sehe da auch nicht den Sinn drin. Große Muskeln verbrauchen eben auch mehr Energie, da reicht die Puste mitunter nicht so lange. Mir sind auch kaum Fälle im Handball bekannt, mehr schon bei Kugelstoßern, Speer- und Diskuswerfern und Gewichthebern.


    Doping und Leistungssport steht seit Ewigkeiten in Beziehung, egal ob in der freiheitlich demokratischen Welt, in der damaligen DDR oder beim Chinesen. Selbst der Langstrecken-Baumann, lange als dopingfreier Vorzeigeathlet gehypt, hatte es da nich so mit der Wahrheit. Aber vielleicht hat ihm ja auch die Stasi 10 Jahre nach dem Mauerfall noch eins auswischen wollen.

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