THW Kiel Teamthread

  • ...Ich fand es eher im ersten Teil der Hinrunde auffällig was für ein Feuerwerk er abgebrannt hat, dann erschien es mir so, dass Elias etwas „ausgeguckt“ wurde und für meinen Geschmack fehlte es dann massiv an Coaching, um Alternativen zu entwickeln! Gleiches gilt übrigens am Ende der Saison für Rasmus!!

    Das würde ich mindestens zu einem großen Teil auch den eher schwächeren Gegnern zuschreiben. Diesen haben wir ja auch die Vertragsverlängerung zu verdanken...

  • Das würde ich mindestens zu einem großen Teil auch den eher schwächeren Gegnern zuschreiben. Diesen haben wir ja auch die Vertragsverlängerung zu verdanken...

    Du meinst die Füchse im Supercup? 8/10

    HSV 11/15
    Hannover 14/18

    Aber Du hast Recht. Da waren auch einige Teams aus dem unteren Drittel dabei. Team gegen die man jetzt mit schöner Regelmäßigkeit Punkte liegen lässt!

    Am Ende wird man sehen wohin die Reise geht. In den letzten Jahren lag der THW bei seinen Transfers aber auch viel zu oft daneben!

    PS: zum Thema Anfälligkeit - müsste man denn dann nicht ebenso über Madsen nachdenken??

  • Du meinst die Füchse im Supercup? 8/10

    HSV 11/15
    Hannover 14/18

    Aber Du hast Recht. Da waren auch einige Teams aus dem unteren Drittel dabei. Team gegen die man jetzt mit schöner Regelmäßigkeit Punkte liegen lässt!

    Am Ende wird man sehen wohin die Reise geht. In den letzten Jahren lag der THW bei seinen Transfers aber auch viel zu oft daneben!

    PS: zum Thema Anfälligkeit - müsste man denn dann nicht ebenso über Madsen nachdenken??

    Ja, müsste man. Was wir nicht wissen, wieviel der Spieler selbst investiert um fit zu bleiben. Könnte einen anderen Ausschlag geben, muss aber auch nicht der Fall sein. Deshalb find ich es von außen, schwer zu sagen, ob ein Spieler a) wirklich verletzungsanfällig ist und b) ob es ein Grund wäre sich gegen eine Verlängerung zu entscheiden.

    🦓🦓🦓🦓🦓🦓 auf dem Feld reichen 🦓 muss ins Tor

  • Es geht um schneller spielen und trotzdem um ein Zusammenspiel. Beides zusammen gelingt selten, wenn dann nur in der Kleingruppe. Es geht dabei auch um gegenseitige Hilfestellung. Elias hat sich nach anfänglichen Erfolgen im Tempogegenstoss zuletzt zunehmend festgerannt bzw. wurde festgemacht. Da fehlte es an der konkreten Hilfestellung durch seine Mitspieler, sich als Anspieler anzubieten.

    Das eine schließt das andere doch nicht aus. Ist dann natürlich auch die Frage, wie man Zusammenspiel und schnelles Spiel definiert. Für einen schnellen und gleichzeitig erfolgreichen Ansatz ist ein funktionierendes Zusammenspiel für mich erstmal unabdingbar.

    Und natürlich hat Elias auch noch Schwächen in seinem Spiel. Manchmal versucht er es beispielsweise noch zu sehr mit dem Kopf durch die Wand. Aber das ist jetzt kein grundsätzliches Problem bzw. der positive Impact seinerseits auf die Mannschaftsleistung überwiegt. Zudem ist er noch jung und ich traue ihm zu, an seinem Spiel zu arbeiten. Die Anlagen und das Potential sind vorhanden. Und ja, die fehlende Hilfestellung wird sicherlich ein Faktor gewesen sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von leonfl (29. Mai 2026 um 09:20)

  • Da Ankermann mittlerweile schon auf das gleiche Problem gestoßen ist wie Skipagøtu (aber nicht in der A-Jugend!) wage ich mal zu behaupten, dass das Problem nicht hauptsächlich die beiden sind.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Da Ankermann mittlerweile schon auf das gleiche Problem gestoßen ist wie Skipagøtu (aber nicht in der A-Jugend!) wage ich mal zu behaupten, dass das Problem nicht hauptsächlich die beiden sind.

    Kann ich natürlich empirisch nicht belegen, aber mein Eindruck war schon, dass er zuletzt mehr Versuche brauchte (nicht Wurfversuche) und er besser, schneller (früher) angenommen wurde.


    Das ist aber auch gar kein Vorwurf, sondern logisch. Gidsel und Gisli sind da dann eben einfach Ausnahmekönner. Je facettenreicher das Angriffsspiel wäre desto besser für die Rückraumspieler. Es war schon eine Wohltat als Eric zurückkam, obwohl er bisher keine überragende Saison gespielt hat!

  • Wenn man sich die erfolgreicheren Mannschaften der jüngsten Vergangenheit ansieht, dann spielen die oft gar nicht so facettenreich. Gab jetzt beim SCM nach dem Pokal bzw. der schwächeren Phase drumherum auch die Diskussion, dass es nur Plan A gibt. Bei Berlin ist es ähnlich. Beim CL-Finale z.B. konnte man schon so nach 10 Minuten sehen, dass die Berliner Spieler sehr unruhig wurden, weil ihnen der Plan A mit dem direkten Tempo aus der Mitte weggenommen wurde. Da hat man eine gewisse Ratlosigkeit gespürt. Trotz oft fehlenden Plan B, ist die konsequente Ausrichtung auf Plan A aber erfolgreicher gewesen als beim THW, wo man das für mich eher eine Mischung aus vielen Ideen ist.

    In Magdeburg gibt es nicht umsonst eine Zeit vor Saugstrup, wo Wiegert auch schon fast fünf Jahre im Amt war und eine Zeit mit ihm. Ohne die Arbeit am Kreis war das Durchbruchspiel "damals" noch nicht so effektiv, wie es dann mit entsprechender Kreisläufer-Arbeit ist. Dabei sind weder Saugstrup, noch Bergendahl, offensiv vom Wurf her ein großer Faktor. Man kann oder wird sicher versuchen bestimmte Erweiterungen zu machen und vlt. ist das auch ein Gedanke zu Briet beim SCM.

    Ich fand z.B. immer sehr aufschlussreich wie der isländische Rückraum in der Nationalmannschaft aussieht im Gegensatz zum SCM. Da hat man schon gesehen, wie essentiell der Kreis für eine hohe Effektivität der Spielweise ist.

    Bezogen auf den THW sehe ich aktuell nicht die Chance auf Wurfquoten von über 70% zu kommen, wie sie aktuell offensive Spitzenteams haben. Auch mit dem neuen Kader. Der Bestwert in jüngster Vergangenheit waren die 66,5% aus der Saison 20/21. Zu der Zeit war der Ligabestwert vom SCM aber auch nur 67,9%.

    Auch als zu Saisonbeginn Skipagøtu noch sehr viel präsent war, hatte er weder er persönlich noch Kiel als Mannschaft über Strecke eine solche Effektivität. In beiden Fällen waren es selten über 65%. Dafür braucht es aus meiner Sicht eine klare Kaderausrichtung auf eine Spielidee, welche auch immer das sein soll. Wenn man auf Durchbrüche setzen will, dann muss man konsequent Kreisläufer dafür holen, die auch nicht unbedingt herausragende Offensivspieler sein müssen.

    Dazu kommt eine hohes Maß an taktischer Disziplin. Mir brechen bei Kiel zu oft Spieler in unüberlegte Einzelaktionen aus, die oft auch gar nicht nötig gewesen wären. Ich muss sagen, ich liebe diese Trainer, die mit einem Tor unzufrieden sind, wenn es nicht so erzielt wurde, wie es der Plan vorsieht, weil sie wissen, dass es jetzt mal gut gegangen ist, aber eigentlich die Wurfposition nicht so war, dass das öfters gut gehen wird. Um da gleich gegenzusteuern wird selbst nach einem Tor nochmal erklärt, warum, wieso, weshalb nicht die Aktion war, die man eigentlich will.

    Auch Ankermann nimmt gerne den Platz gegen die Hand, wo er sich mit seiner Dynamik gut durchsetzen kann, aber kommt so in nicht so aussichtsreiche Wurfsituationen. Das sind dann die gefährlichen Tendenzen. Ja, er setzt sich natürlich gut durch, aber will man das als Team, dass man sich an der Stelle da so durchsetzen kann? Ist das wirklich die Wurfsituation, auf die man spielen will? Kann man so die Effektivität wirklich nach oben bringen? Nicht immer ist, das was (einfach) möglich ist, dass was man anstreben sollte.

    Einmal editiert, zuletzt von brodie79 (29. Mai 2026 um 11:26)

  • Kann ich natürlich empirisch nicht belegen, aber mein Eindruck war schon, dass er zuletzt mehr Versuche brauchte (nicht Wurfversuche) und er besser, schneller (früher) angenommen wurde.


    Das ist aber auch gar kein Vorwurf, sondern logisch. Gidsel und Gisli sind da dann eben einfach Ausnahmekönner. Je facettenreicher das Angriffsspiel wäre desto besser für die Rückraumspieler. Es war schon eine Wohltat als Eric zurückkam, obwohl er bisher keine überragende Saison gespielt hat!

    Bin mir gerade nicht sicher, ob wir uns missverstehen.

    Ich meinte nicht, dass die Gegner nun besser auf Ankermann reagieren, sondern dass er gerne paßt, während er festgemacht wurde, ähnlich wie es die Magdeburger machen, die Kollegen da aber oft trantütig drauf reagieren.

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  • Freundschaft!

    Wenn man sich die erfolgreicheren Mannschaften der jüngsten Vergangenheit ansieht, dann spielen die oft gar nicht so facettenreich. Gab jetzt beim SCM nach dem Pokal bzw. der schwächeren Phase drumherum auch die Diskussion, dass es nur Plan A gibt. Bei Berlin ist es ähnlich. Beim CL-Finale z.B. konnte man schon so nach 10 Minuten sehen, dass die Berliner Spieler sehr unruhig wurden, weil ihnen der Plan A mit dem direkten Tempo aus der Mitte weggenommen wurde. Da hat man eine gewisse Ratlosigkeit gespürt. Trotz oft fehlenden Plan B, ist die konsequente Ausrichtung auf Plan A aber erfolgreicher gewesen als beim THW, wo man das für mich eher eine Mischung aus vielen Ideen ist.

    Wen man (zu) viele Ideen hat, hat man letztlich keine Idee - so könnte man sagen. Als Szilagyi vor der Saison ganz stolz gesagt hat, dass man mit Laube nun einen anderen Kreisläufertypen hätte, als die, die man schon hat, und deshalb einen Vorteil gegen die Konkurrenz hätte, da habe ich mich schon gefragt ob er sich da so sicher sei. Ich bin übrigens überzeugt, dass er sich da sehr sicher ist. Aber ich sehe es anders. Die Gegner spielen im Laufe der Saison sowieso gegen die unterschiedlichsten Settings. Eine Abwehr ist es also gewohnt, sich anzupassen. Man selbst hat aber mit zwei unterschiedlichen Spielertypen im Angriff aber nur jeweils halb so viel Zeit, die Automatismen zu trainieren. Ich bin relativ stark davon überzeugt, dass der eigene Nachteil für den Angriff dabei größer ist als der Vorteil gegenüber der gegnerischen Abwehr. Für mich ein exemplarisches Beispiel, dass es beim THW u.a. auch die analytischen Fähigkeiten hinter manch anderem Klub hinterher hinken.

    Im übrigen kommt das beim SCM so alle 30 bis 50 Spiel vor, dass der fehlende Plan B moniert wird. Man fährt im Prinzip super mit dem starken Fokus auf die eigenen Spielidee. Es gibt aber sehr selten das ein oder andere Spiel, wo die Spielidee einfach nicht umgesetzt wird bzw. werden kann, in denen es schon sinnvoll wäre, mal etwas umzustellen. Aber welches diese Spiele sind, erkennt Wiegert nicht. Man kann es verschmerzen, wenn man die anderen Spiele alle gewinnt.

    In Magdeburg gibt es nicht umsonst eine Zeit vor Saugstrup, wo Wiegert auch schon fast fünf Jahre im Amt war und eine Zeit mit ihm. Ohne die Arbeit am Kreis war das Durchbruchspiel "damals" noch nicht so effektiv, wie es dann mit entsprechender Kreisläufer-Arbeit ist. Dabei sind weder Saugstrup, noch Bergendahl, offensiv vom Wurf her ein großer Faktor. Man kann oder wird sicher versuchen bestimmte Erweiterungen zu machen und vlt. ist das auch ein Gedanke zu Briet beim SCM.

    Ich fand z.B. immer sehr aufschlussreich wie der isländische Rückraum in der Nationalmannschaft aussieht im Gegensatz zum SCM. Da hat man schon gesehen, wie essentiell der Kreis für eine hohe Effektivität der Spielweise ist.

    Hier stand kürzlich, dass Laube einen besseren HPI hätte als Saugstrup. Nur ist es so, dass die Arbeit des Kreisläufers zu 80 Prozent aus der für den Rückraum besteht und etwa nur zu 20 Prozent für den eigenen Torwurf. Und diese Arbeit wird im HPI natürlich gar nicht berücksichtigt. Wie auch? Es gibt keine Statistik dazu. Wahrscheinlich ist Saugstrup der beste Handballer der Welt. Es wird nur nicht so wahrgenommen. Es gucken halt mehr Leute auf Messi als auf Iniesta.

    Bezogen auf den THW sehe ich aktuell nicht die Chance auf Wurfquoten von über 70% zu kommen, wie sie aktuell offensive Spitzenteams haben. Auch mit dem neuen Kader. Der Bestwert in jüngster Vergangenheit waren die 66,5% aus der Saison 20/21. Zu der Zeit war der Ligabestwert vom SCM aber auch nur 67,9%.

    Auch als zu Saisonbeginn Skipagøtu noch sehr viel präsent war, hatte er weder er persönlich noch Kiel als Mannschaft über Strecke eine solche Effektivität. In beiden Fällen waren es selten über 65%. Dafür braucht es aus meiner Sicht eine klare Kaderausrichtung auf eine Spielidee, welche auch immer das sein soll. Wenn man auf Durchbrüche setzen will, dann muss man konsequent Kreisläufer dafür holen, die auch nicht unbedingt herausragende Offensivspieler sein müssen.

    Sehe ich auch so.

    Dazu kommt eine hohes Maß an taktischer Disziplin. Mir brechen bei Kiel zu oft Spieler in unüberlegte Einzelaktionen aus, die oft auch gar nicht nötig gewesen wären. Ich muss sagen, ich liebe diese Trainer, die mit einem Tor unzufrieden sind, wenn es nicht so erzielt wurde, wie es der Plan vorsieht, weil sie wissen, dass es jetzt mal gut gegangen ist, aber eigentlich die Wurfposition nicht so war, dass das öfters gut gehen wird. Um da gleich gegenzusteuern wird selbst nach einem Tor nochmal erklärt, warum, wieso, weshalb nicht die Aktion war, die man eigentlich will.

    Auch Ankermann nimmt gerne den Platz gegen die Hand, wo er sich mit seiner Dynamik gut durchsetzen kann, aber kommt so in nicht so aussichtsreiche Wurfsituationen. Das sind dann die gefährlichen Tendenzen. Ja, er setzt sich natürlich gut durch, aber will man das als Team, dass man sich an der Stelle da so durchsetzen kann? Ist das wirklich die Wurfsituation, auf die man spielen will? Kann man so die Effektivität wirklich nach oben bringen? Nicht immer ist, das was (einfach) möglich ist, dass was man anstreben sollte.

    Das ist eine interessante Beobachtung.

  • Freundschaft!

    Wen man (zu) viele Ideen hat, hat man letztlich keine Idee - so könnte man sagen. Als Szilagyi vor der Saison ganz stolz gesagt hat, dass man mit Laube nun einen anderen Kreisläufertypen hätte, als die, die man schon hat, und deshalb einen Vorteil gegen die Konkurrenz hätte, da habe ich mich schon gefragt ob er sich da so sicher sei. Ich bin übrigens überzeugt, dass er sich da sehr sicher ist. Aber ich sehe es anders. Die Gegner spielen im Laufe der Saison sowieso gegen die unterschiedlichsten Settings. Eine Abwehr ist es also gewohnt, sich anzupassen. Man selbst hat aber mit zwei unterschiedlichen Spielertypen im Angriff aber nur jeweils halb so viel Zeit, die Automatismen zu trainieren. Ich bin relativ stark davon überzeugt, dass der eigene Nachteil für den Angriff dabei größer ist als der Vorteil gegenüber der gegnerischen Abwehr.

    Ich bin halb bei dir. Dass eine Anpassung vermutlich länger dauert und entsprechend Schaden anrichten könnte, ist eine sehr schlaue Beobachtung, über die ich so noch nicht nachgedacht habe, aber wahrscheinlich so zutrifft.

    Dass zwei unterschiedliche Spielertypen einen Gegner vor Probleme stellen können, sehe ich allerdings schon so. Allein durch unterschiedlichen Köperbau (Schwerpunkt, Masse, Größe) wird der eine Abwehrspieler mehr Probleme mit Steckpässen und der andere mit Sperre absetzen oder hohen Bällen haben. Einen Blaz Blagotinsek kannst du noch so oft versuchen zu überlupfen, das wird vermutlich nie funktionieren, während er auch nach jahrelanger Erfahrung gegen wendige Spieler nicht schneller auf den Beinen sein wird. Entsprechend wird er einen großen schlacksigen Kreisläufer wie Nacinovic besser verteidigen können als einen "kleinen" massigeren wie Laube. Wenn du dann als THW weißt, dass bei der SG gerade wenig andere Optionen für den Mittelblock da sind als er und Golla, dann eröffnet das durchaus eine Option, die sonst nicht verfügbar wäre.

  • Freundschaft!

    Dass zwei unterschiedliche Spielertypen einen Gegner vor Probleme stellen können, sehe ich allerdings schon so. Allein durch unterschiedlichen Köperbau (Schwerpunkt, Masse, Größe) wird der eine Abwehrspieler mehr Probleme mit Steckpässen und der andere mit Sperre absetzen oder hohen Bällen haben. Einen Blaz Blagotinsek kannst du noch so oft versuchen zu überlupfen, das wird vermutlich nie funktionieren, während er auch nach jahrelanger Erfahrung gegen wendige Spieler nicht schneller auf den Beinen sein wird. Entsprechend wird er einen großen schlacksigen Kreisläufer wie Nacinovic besser verteidigen können als einen "kleinen" massigeren wie Laube. Wenn du dann als THW weißt, dass bei der SG gerade wenig andere Optionen für den Mittelblock da sind als er und Golla, dann eröffnet das durchaus eine Option, die sonst nicht verfügbar wäre.

    Das bestreite ich auch nicht. Die analytische Frage ist aber, wovon ich mehr profitiere. Wenn ich zwei, drei Mal im Jahr ein Missmatch habe oder wenn ich 50 Spiele pro Saison die besseren Abläufe habe. Das Missmatch sehe ich. Das andere kann ich nur fühlen oder im besten Fall an statistischen Daten ablesen. Analyse ist eben, zu wissen, wovon ich mehr profitiere.

  • Freundschaft!

    Das bestreite ich auch nicht. Die analytische Frage ist aber, wovon ich mehr profitiere. Wenn ich zwei, drei Mal im Jahr ein Missmatch habe oder wenn ich 50 Spiele pro Saison die besseren Abläufe habe. Das Missmatch sehe ich. Das andere kann ich nur fühlen oder im besten Fall an statistischen Daten ablesen. Analyse ist eben, zu wissen, wovon ich mehr profitiere.

    Bei Laube ist nicht das Problem, dass er mal eine andere Note in den Angriff einbringen kann, da hat er ja sogar immer wieder hilfreiche Akzente setzen können.

    Die wahnwitzige Idee war, einen auf (gehobenem) Bundesliganiveau in der Abwehr völlig untauglichen KM als Ersatz für den Verletzten Schlüsselspieler und Abwehrchef Pekeler zu verpflichten. Das war ein leider ein Reinfall mit Ansage.

  • Bei Laube ist nicht das Problem, dass er mal eine andere Note in den Angriff einbringen kann, da hat er ja sogar immer wieder hilfreiche Akzente setzen können.

    Die wahnwitzige Idee war, einen auf (gehobenem) Bundesliganiveau in der Abwehr völlig untauglichen KM als Ersatz für den Verletzten Schlüsselspieler und Abwehrchef Pekeler zu verpflichten. Das war ein leider ein Reinfall mit Ansage.

    Fairnesshalber muss man sagen, dass der THW erst nach der Rückkehr Pekelers massenhaft Federn gelassen hat. Das macht den Einsatz Laubes im IV natürlich nicht nachvollziehbarer.

  • Ankermann hat in der Jugend vermutlich sehr viel Mitte gespielt. Da ist ein gewonnener Zweikampf gegen die Hand natürlich was anderes als auf RL, gerade wenn es eine breitere Spielanlage ist. Sollte er viel da spielen, wird er sich sicher etwas umgewöhnen müssen.

    Das Problem bei verschiedenen Anlagen und Spielertypen ist nicht das individuelle, sondern die Abläufe als Mannschaft inkl. Zeit das zu trainieren. Die Steigerung der Effektivität geht einher mit einer kollektiven Durchführung der Spielidee. Wenn man rein über die individuelle Qualität gehen will, können verschiedene Typen wiederum gut sein. Ich glaube nur nicht, dass das zu der benötigten Effektivität führt.

    Für mich sind Quoten von anderen Teams hochgegangen, weil man von einer Gesamtphilosophie ausgehend angefangen hat, konsequent Spieler zu holen, die gar nicht alles können, durchaus auch klare Schwächen haben, aber genau das, was man für das System, für die Position braucht sehr gut können und dann vermutlich endlos das Feintuning trainiert hat.

    Beim THW wirkt es oft so, wie der Kaiser über seinen Sport sagte: Geht's raus und spielt's Fussball.

    Vlt. ist der THW dieses WE auch eine Turniermannschaft.

  • Ankermann hat in der Jugend vermutlich sehr viel Mitte gespielt. Da ist ein gewonnener Zweikampf gegen die Hand natürlich was anderes als auf RL, gerade wenn es eine breitere Spielanlage ist. Sollte er viel da spielen, wird er sich sicher etwas umgewöhnen müssen.

    Das Problem bei verschiedenen Anlagen und Spielertypen ist nicht das individuelle, sondern die Abläufe als Mannschaft inkl. Zeit das zu trainieren. Die Steigerung der Effektivität geht einher mit einer kollektiven Durchführung der Spielidee. Wenn man rein über die individuelle Qualität gehen will, können verschiedene Typen wiederum gut sein. Ich glaube nur nicht, dass das zu der benötigten Effektivität führt.

    Für mich sind Quoten von anderen Teams hochgegangen, weil man von einer Gesamtphilosophie ausgehend angefangen hat, konsequent Spieler zu holen, die gar nicht alles können, durchaus auch klare Schwächen haben, aber genau das, was man für das System, für die Position braucht sehr gut können und dann vermutlich endlos das Feintuning trainiert hat.

    Beim THW wirkt es oft so, wie der Kaiser über seinen Sport sagte: Geht's raus und spielt's Fussball.

    Vlt. ist der THW dieses WE auch eine Turniermannschaft.

    Diese Analyse hat mir sehr gut gefallen.

    Jicha's Spielidee ist m.E.: Geht's raus, kämpft bis zum Umfallen, nutzt eure individuellen Stärken und spielt's auch ein wenig Handball, und vielleicht noch: Hab's Spaß!

    Da ihm die kollektive Durchführung einer gemeinsamen Spielidee in den 3 Jahren mit Elias nicht gelungen ist, warum sollte es im 4. und vermutlich letzten Jahr plötzlich gelingen? Ich gehe davon aus, dass Makuc der neue Spielmacher Nr. 1 sein wird, an dem sich die anderen ausrichten müssen.

  • Fairnesshalber muss man sagen, dass der THW erst nach der Rückkehr Pekelers massenhaft Federn gelassen hat. Das macht den Einsatz Laubes im IV natürlich nicht nachvollziehbarer.


    Nach der EM sind es bisher 12 Minuspunkte, davor 10. Wenn du es ganz genau nehmen möchtest, dann kannst du die drei Unentschieden direkt nach seinem Comeback auch noch Pekeler mit ankreiden, aber als Rückkehrer aus einer langen Verletzung wäre das auch etwas ungerecht.
    Allein das Pekeler quasi sofort wieder dauerhaft im IB spielen musste zeigt ja wie groß die Problematik da war und weiterhin ist.

  • Wenn man sich die erfolgreicheren Mannschaften der jüngsten Vergangenheit ansieht, dann spielen die oft gar nicht so facettenreich. Gab jetzt beim SCM nach dem Pokal bzw. der schwächeren Phase drumherum auch die Diskussion, dass es nur Plan A gibt. Bei Berlin ist es ähnlich. Beim CL-Finale z.B. konnte man schon so nach 10 Minuten sehen, dass die Berliner Spieler sehr unruhig wurden, weil ihnen der Plan A mit dem direkten Tempo aus der Mitte weggenommen wurde. ....

    Das entscheidende Wort ist in meinen Augen erfolgreich! Wenn der besagte Plan A sehr selten versagt, dann bleibt er ja auch ein probates Mittel. Davon mal abgesehen habe ich weder den SCM noch die Füchse so auseinader fallen sehen wie den THW in dieser Saison mehrfach. Der Verweis auf das Torverhältnis sei da auch mal erlaubt!