THW Kiel Teamthread

  • Also irgendwie schon sehr paradox! Einerseits wird hier zwingend die Entlassung des Trainers gefordert aber andererseits wird hier kundgetan, dass keiner den THW übernehmen will.


    Das passt doch nicht zusammen

    Kommt ganz darauf an wie man die Kompetenz des Geschäftsführers bewertet…

  • Den jetzigen Kader hat die aktuelle sportliche Führung maßgeblich zusammengestellt.
    Reinkind, Dahmke, Pekeler und Dule wurden noch übernommen und auch da geht es überwiegend dem Ende entgegen. Alle anderen Spieler wurden unter Szilagyi/Jicha verpflichtet.
    Das Problem liegt also ziemlich genau dort verortet, wenngleich man darüber hinaus man natürlich auch Strukturen im AR etc. hinterfragen kann.

    Die Verpflichtung von Reinkind wurde vier Monate nach dem Amtsantritt von Szilágyi zumindest veröffentlicht. Pekeler, der auch 2018 von den RNL gekommen ist, schon davor. Zumindest optisch sieht es so aus, dass Reinkind nicht übernommen wurde, sondern schon eine Verpflichtung von Szilágyi ist.

    Am Ende wurde Szilágyi doch auch nur installiert, weil sein Vorgänger genauso wenig Treffer gelandet hat. Da wurde auf Linksaußen halt auch Raul Santos oder Emil Frend Öfors geholt und Christian Dissinger quasi ein Fünf-Jahres-Vertrag gegeben, der einen ähnlich geringen sportlichen Gegenwert hatte, wie der von Wallinius. Die Hoffnung, dass Nilsson und Bilyk mal in Bereiche von Jicha, Karabatic & Co. kommen hat sich auch nie erfüllt. Ansonsten holte man neben Weinhold und Vujin, die auch schon 30 und älter waren, auch den 35-jährigen Zeitz zurück mit einem Zweijahresvertrag, der dann auch noch für gut "Spaß" in den Folgejahren sorgte.

    Das Problem für den THW heute ist also nicht nur Szilágyi/Jicha, sondern, dass auch schon vom Duo Storm/Gislason so gut wie keine Treffer dabei waren in der Kaderplanung und man so von Spielern lebte, die 2014 (Duvnjak, Weinhold) und 2012 (Wiencek, Ekberg) geholt worden, als Storm noch bei den RNL war. Insofern muss man sich doch beim THW schon fragen, warum zwei Managements so häufig daneben lagen und was man vlt. grundsätzlich anders machen sollte.

    Zum Thema Kristjánsson und der THW: Das war doch auch schon arg grenzwertig, was Gíslason gerade ganz am Anfang mit ihm gemacht hat in Kiel. Wenn er mal spielen durfte, wechselte er ihn paar Minuten vorm Ende ein, gerne auch wenn sonst nicht viel ging. Kristjánsson rannte dann wie eine One-Man-Wrecking-Crew auf die Abwehr los, ohne jede Vorbereitung für ein Durchbruchspiel und prallte Versuch für Versuch logischerweise ab. Man konnte sehen, dass ihm die Mittel und Erfahrung damals fehlten, aber er seine Chance eben auch unbedingt nutzen wollte. Ich kann mich noch erinnern, dass ich dem überhaupt nichts abgewinnen konnte und man froh sein konnte, wenn er sich nicht verletzt hatte.