Es ist, egal wie man es dreht, ein jämmerliches Bild, was der deutsche Rekordchampion seit längerer Zeit abgibt. Es geht los bei dem verpennten und mithin mächtig verkorksten Kaderumbau, dann mit dem "weiter so" mit sämtlichen handelnden Akteuren (Führungsebene wie auch (ehemalige) Führungsspieler), dem nicht ansatzweise angemessenen Reagieren auf sämtliche Verletzungssituationen und endet jetzt damit, dass Jicha nicht längst entlassen wurde, weil man offensichtlich erst jetzt mit dem Nachfolger anfängt zu verhandeln, obwohl sich diese Situation lange abzeichnete. Von der Vertragsverlängerung für den Erfolgscoach, den verpennten Vertragsverlängerungen für etliche Spieler, die zumindest spielerisch weitergeholfen hätten und dem dringend notwendigen Cut auch beim GF mal ganz zu schweigen.
Das eigentlich Erstaunliche für mich aber ist zu erleben, wie einige hier diese Abläufe und die dafür verantwortlichen handelnden Akteure immer noch bis aufs Blut verteidigen. Wir reden nicht davon, dass der THW vorübergehend "nur" Zweiter ist, sondern das sie aus der Spitzengruppe rausgeschossen wurden. Dies immer noch zu negieren und mit einem "mit den nächsten Spielern wird alles besser" mit wehenden Fahnen unterzugehen nötig mir mittlerweile Respekt ab. Und nicht verwechseln mit der Treue zu seinem Verein. Ich saß auch in der großen Bördelandhalle mit deutlich unter 4000 Unentwegten, als der Wind ganz kalt durch die Magdeburger Handball-Börde wehte.
Nicht zuletzt wurden kritische Stimmen innerhalb der Organisation entfernt.