Die Frage hatten wir ja auch im Spiel-Thread. Meine Erklärung: Statistik. Würfe aus der zweiten Reihe zulassen und durch gekonntes Verschieben den Gegner nicht bis auf 6 m kommen lassen. Das verringert die Gefahr, dasss der Gegner sich in Freiwürfe retten kann und erhöht (theoretisch) die Chance, dass die Torhüter mal einen Ball halten.
Dass Wiegert das jetzt schon seit Jahren so praktiziert, lässt ja nur den Schluss zu, dass es willentlich so gespielt wird. Und wenn man vorn auf SCM-typische Angriffswerte kommen würde, wäre die Abwehr überhaupt kein Thema, was man diskutierten müsste.
Ich bin da zwiegespalten. Es ist m.M.n. weder ein reines Abwehr- noch ein reines Angriffsproblem gewesen in diesem Spiel. Wir hatten Schwächen in allen Bereichen und die sehe ich eher im mentalen und ein bißchen im körperlichen Bereich. Donnerstag der Adrenalin-Booster gegen Berlin, WE ewig lange Auswärtstour ans andere Ende des Landes zu einem unbequemen Aufsteiger. Auch wenn das alle bestreiten werden, aber ganz tief im Hinterkopf sitzt doch trotzdem, dass man den Kleinen schon irgendwie besiegen wird und dann fehlen ein paar Prozente an allen Ecken und Enden. Der Rückraum spielt 2x praktisch durch und auch der Sauger hat sich ein paarmal ziemlich einfach austanzen lassen. Beängstigend wird es dann, wenn keiner der beiden TW irgendwas hält. Das kam dann noch on top. Mit Weber sehe ich es 50:50. Die Gefahr an der Balinger Abwehr abzutropfen sehe ich eigentlich noch größer als das Weber was gebracht hätte. Unter Druck vertändelt er auch gerne mal den Ball und mit Gisli hatten wir da schon einen Unsicherheitsfaktor.