Bei jedem Leistungs-Sportverein ist das Ziel, mit dem verfügbaren Budget die maximale sportliche Rendite zu erzielen. Deshalb ist es in der Regel normal, dass man schon Monate vor Saisonstart noch nicht 100% der kommenden Saison finanziert hat.
Geplant wird dann eher so:
Diese freien Sponsoringflächen stehen noch zur Verfügung, davon kann ich X % noch vermarkten, und damit erwarte ich folgende Einnahmen. Wenn das plausibel wirkt, gibt es die Lizenz; wenn es nur Luftschlösser sind, sollte es sie eigentlich nicht geben. (HSV)
Wie es nun genau bei Nordhorn ist kann man doch mit den jetzigen Informationen nicht wissen.
Reine Prognosen werden zur Lizenzerteilung schon anders bewertet, als vorliegende Verträge. Und für Prognosen/Planungen gilt auch immer das kaufmännische Vorsichtsprinzip, zumindest wenn man halbwegs seriös planen will. Davon abgesehen geht es hier ja nicht um komplett zu 100% finanziert zu sein, sondern offensichtlich um eine existenzielle Finanzierungslücke - das ist schon ein kleiner Unterschied