• Wieso lassen sich die Schiedsrichter eigentlich die Szenen von einem Operator vorspielen? Nehmen wir mal Basketball. Dort wird ja das IRS (Instant Replay System) als Videobeweis verwendet. Und dort wird es hauptsächlich über den SR-Crew Chief mit einem oder beiden Schiedsrichter angeschaut. Er steuert dabei die Kameras und den Ablauf, da ist kein Operator oder Techniker. Nur die Schiedsrichter haben während eines IRS-Einsatzes dort was zu suchen. Die Schiedsrichter werden auch extra für diese Technik geschult. Und so müsste das auch beim Handball laufen.

    Ein sehr berechtigter Einwand !

  • Klar, aber sie müssen erstmal das richtige Bild sehen. Und es war mehrfach so, dass wir es bei DYN schon gesehen haben, bevor die Schiedsrichter überhaupt am Bildschirm waren. Und sie haben es dann nicht gesehen!

    Die Idee, dass DYN ihnen Bilder aussucht und aufbereitet (wie den Zuschauern), wird ja hier schon seit drei Jahren diskutiert.

    Aber sie ändern einfach nichts und stümpern weiter.

    Zur guten Anwendung des Videobeweises in seiner aktuellen Form gehört für mich ...

    • ... dass die Schiedsrichter sich vor dem Spiel damit auseinandersetzen welche Kameraperspektiven in diesem Spiel zum Einsatz kommen werden. (Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Kamerastandards, wobei der Großteil der Spiele bislang mit dem Basis-Layout "2+2 Kameras" produziert wurde.)
    • ... dass den Schiedsrichtern in Schulungen anhand konkreter Beispiele die Medienkompetenz vermittelt wird, zu wissen, welche Kameraperspektiven zur Bewertung welcher Spielsituationen geeignet sind. In der Regel kommen nur zwei (maximal drei Kameraperspektiven) in Betracht.
    • ... dass die Schiedsrichter am Monitor anfangs alle zur Verfügung stehenden Kameraperspektiven als Tafeln präsentiert bekommen und daraus selbstständig auswählen können. Den Hinweis von Funkrufhinsichtlich der Bedienung der Technik finde ich wichtig. Es macht meiner Meinung nach psychologisch einen Unterschied, ob die Schiedsrichter eigenständig vor- und zurückspulen und das Bild im richtigen Moment pausieren und Kameraperspektiven wechseln können oder ob sie immer wieder den Operator "bitten müssen" ihnen die Szene noch einmal zu zeigen.

    Ich mache mir weniger Sorgen über die faire Arbeit des Operators, sondern sehe bei den meisten Fehlern in der Anwendung des HBL-Videobeweises ursächlich die unzureichenden Fähigkeiten der Schiedsrichter zur richtigen Nutzung dieses eigentlich guten Instrumentes.


    Aber das sind alles Themen, die die HBL bereits vor drei Jahren zur Einführung hätte bewerten und vor allem in der Praxis intensiv testen zu müssen. Der Handball hat im Vergleich zu vielen anderen Sportarten erst spät den Videobeweis eingeführt und hätte daher von anderen Sportarten und deren realen Erfahrungen lernen können. Aber statt bewährte Systeme zu adaptieren, wurde lieber eine eigene Lösung gewählt.

  • Zur guten Anwendung des Videobeweises in seiner aktuellen Form gehört für mich ...

    • ... dass die Schiedsrichter sich vor dem Spiel damit auseinandersetzen welche Kameraperspektiven in diesem Spiel zum Einsatz kommen werden. (Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Kamerastandards, wobei der Großteil der Spiele bislang mit dem Basis-Layout "2+2 Kameras" produziert wurde.)
    • ... dass den Schiedsrichtern in Schulungen anhand konkreter Beispiele die Medienkompetenz vermittelt wird, zu wissen, welche Kameraperspektiven zur Bewertung welcher Spielsituationen geeignet sind. In der Regel kommen nur zwei (maximal drei Kameraperspektiven) in Betracht.
    • ... dass die Schiedsrichter am Monitor anfangs alle zur Verfügung stehenden Kameraperspektiven als Tafeln präsentiert bekommen und daraus selbstständig auswählen können. Den Hinweis von Funkrufhinsichtlich der Bedienung der Technik finde ich wichtig. Es macht meiner Meinung nach psychologisch einen Unterschied, ob die Schiedsrichter eigenständig vor- und zurückspulen und das Bild im richtigen Moment pausieren und Kameraperspektiven wechseln können oder ob sie immer wieder den Operator "bitten müssen" ihnen die Szene noch einmal zu zeigen.

    Ich mache mir weniger Sorgen über die faire Arbeit des Operators, sondern sehe bei den meisten Fehlern in der Anwendung des HBL-Videobeweises ursächlich die unzureichenden Fähigkeiten der Schiedsrichter zur richtigen Nutzung dieses eigentlich guten Instrumentes.


    Aber das sind alles Themen, die die HBL bereits vor drei Jahren zur Einführung hätte bewerten und vor allem in der Praxis intensiv testen zu müssen. Der Handball hat im Vergleich zu vielen anderen Sportarten erst spät den Videobeweis eingeführt und hätte daher von anderen Sportarten und deren realen Erfahrungen lernen können. Aber statt bewährte Systeme zu adaptieren, wurde lieber eine eigene Lösung gewählt.

    Es gab mal eine Doku über Schulze/Tönnies. da haben die das gemacht, was du in Punkt 1 sagst. Ansonsten dto.

    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Aber nochmal: Der Schiedsrichter entscheidet endgültig.

    Die Unterstützung ist völlig außer Kontrolle geraten. Mag zwar formell so sein, logisch, aber die Schiedsrichter verlassen sich doch nur noch auf die Leute "im Keller".

    Dem kann ich eigentlich nur zustimmen. Leider sieht es in der Praxis ganz anders aus. Millimeterentscheidungen Abseits.... wie oft wird da erst nach Rücksprache entschieden. Wenn ich als Schiedsrichter entscheide es war kein Abseits , dann ist das auch kein Abseits. Dann kann der VAR 10 x mich anfunken. Genauso dämlich wie bei Abseits die Fahne erst hoch zu nehmen , wenn die Situation vorbei ist... So ein quatsch. Als Assistent sehe ich das doch gleich und habe dann zu handeln und nicht erst später.

    Es gibt da so einiges was man wieder zurück nehmen sollte...

  • Was der Fußball-Videobeweis dem Handball-Videobeweis voraus hat, ist, dass der Schiedsrichter zum Bildschirm geht und fertige Bilder präsentiert bekommt, die andere ausgesucht und aufbereitet haben.

    Da muss der Handball auch hin!

    DYN macht das gut und vor allem sehr schnell. Also warum nicht diese Bilder nehmen? Kapier ich seit fast drei Jahren nicht.

  • Was der Fußball-Videobeweis dem Handball-Videobeweis voraus hat, ist, dass der Schiedsrichter zum Bildschirm geht und fertige Bilder präsentiert bekommt, die andere ausgesucht und aufbereitet haben.

    Da muss der Handball auch hin!

    DYN macht das gut und vor allem sehr schnell. Also warum nicht diese Bilder nehmen? Kapier ich seit fast drei Jahren nicht.

    Mal abgesehen davon,dass du nicht weißt , was die Schiedsrichter sehen und was nicht, werden auch dann zukünftig weiterhin falsche Entscheidungen getroffen werden.

    Und warum Rheiner ? Weil im Handball der Ermessensspielraum unglaublich hoch ist. Und das weißt du auch