Causa A. Fuhr und alles drumherum

  • So leicht verschiebt sich mit der veränderten Perspektive die Beurteilung derselben Situation.

    Klar, aber es geht ja um eine objektive Beurteilung der Situation, um die sich die meisten hier bemühen. Jeder natürlich aus seinem Blickwinkel, aber niemand so befangen wie direkt involvierte und anderswie befangene Personen.

  • Klar, aber es geht ja um eine objektive Beurteilung der Situation, um die sich die meisten hier bemühen. Jeder natürlich aus seinem Blickwinkel, aber niemand so befangen wie direkt involvierte und anderswie befangene Personen.

    Erinnere meine Eingangsthese: hoffentlich sind hier alle IMMER und gegenüber JEDEM so moralfest wie gegenüber Fuhr!

    Entweder gelten für alle dieselben Regeln, oder eben nicht! Und da spielt es gar keine Rolle ob man "befangen" ist. Immer gleich bedeutet immer gleich! Moralfest oder nicht?! Dieselbe "Strafe" für dasselbe "Vergehen", oder nicht?"

    „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“ Voltaire

    Meinungsfreiheit ist essentiell und nicht verhandelbar!

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Zitate aus dem Artikel:

    „Die Kommission habe dem DHB vorgeschlagen, den Auftrag auszuweiten – auf weitere Fälle im Handball, unabhängig von Fuhr. Ein Ausweg, der eine Aufarbeitung noch möglich gemacht hätte. Der Verband aber habe abgelehnt.“

    »Alle Arbeit war für die Katz«, sagt ein Kommissionsmitglied, das anonym bleiben möchte, dem SPIEGEL: »Der DHB hat Angst vor Klagen gehabt.« Der Bericht wäre »im Panzerschrank des Verbandes gelandet«. Das habe man nicht mitgemacht. »Die Kommission geht nicht in Frieden. Es ist ein einziges Drama.«

    Ich bin tief enttäuscht, dass das nun ohne jedes Ergebnis zu Ende geht. Und noch mehr über die Folgen, die dieses unwürdige Ende für den gesamten Sport hat«, sagt Ex-Spielerin Ernsberger auf Anfrage des SPIEGEL.

    Es ist eine berechtigte Sorge. Wer wird künftig noch den Mund aufmachen wollen, wenn sich der Verband vor seiner Verantwortung drückt? Wenn Betroffene drei Jahre lang sprechen – und am Ende steht: nichts.


    Der DHB hat André Fuhr nicht in die Schranken verwiesen. Er hat sich mit ihm arrangiert – auf Kosten derer, die den Mut hatten zu reden.

    Mein Vorbild: Die Gelassenheit eines Stuhls.

    Der muss ja auch mit jedem Arsch klarkommen.

  • Dieser Artikel ist lesenswert, aber danach braucht man Kamillentee.

    Es geht hier nicht nur um die Vorwürfe gegen Fuhr, es geht um das Sich- aus- der- Affäre-ziehen eines Bundesverbands, der sich mit Prävention schmücken will, aber so viel Dreck auf der Weste lässt, dass keine Klunker der Welt das überfunkeln können.

    Mein Vorbild: Die Gelassenheit eines Stuhls.

    Der muss ja auch mit jedem Arsch klarkommen.

  • Bitte hier nicht wieder die Fuhr-Sache aufkochen.
    Es geht hier um viel mehr - um wissentliches Ignorieren von Missständen im Leistungsbereich, der Verhinderung von Aufarbeitung, der Behinderung von Maßnahmen zur Prävention und fatale Signale für Betroffene, die sich an den Dachverband wenden um Hilfe zu bekommen.
    Ich würde mir wünschen, dass man den Artikel liest, bevor wieder die altbekannten Meinungen aus über 100 Seiten vorgetragen werden.

    Wie will der DHB eigene Leistungszentren führen, wenn man unfähig oder unwillig ist, Missständen entgegenzutreten und alle Ressourcen zu nutzen, um diese zu verbannen?

    Mein Vorbild: Die Gelassenheit eines Stuhls.

    Der muss ja auch mit jedem Arsch klarkommen.

  • Wir leben in einer risikoaversen Haftungsausschluss-Gesellschaft. Da passt das Lavieren des DHB ins Bild, ganz nach dem Motto 'warum kompliziert, wenn es auch einfach geht'. Interessiert ja eh niemand mehr, also warum wieder neuen Staub aufwirbeln?

  • Warum weitere Fälle aufarbeiten? Dann wären ja eventuell Leute, die was zu sagen haben, mit reingezogen worden....Vorstandsmitglieder, etc.

    Also sch*** auf die, die Mut hatten, ihre Geschichten zu erzählen. Hauptsache MEIN Hintern sitzt weiterhin bequem im Sattel.

  • So gut ich es finde, dass der Spiegel dran bleibt - aber warum wird das hinter eine Paywall gepackt? Ein so wichtiges Thema sollte maximale Reichweite haben und nicht hinter einer Schranke sein. Nachvollziehbar, dass sie sich finanzieren müssen aber hätte ich mir gewünscht, dass sie hier die Prioritäten anders setzten. Ist eine Kritik in der B-Note, da alleine das dran bleiben und Nachhaken wirklich vorbildlich ist. Werde dann wohl einfach mal dafür zahlen und mich ggfs. nochmal dazu äußern.

  • handbollsfan

    https://www.dhs-steuerberater.de/unsere-kanzlei…jens-genge.html (steht frei im Netz)

    Ruf ihn doch einfach mal an und geig ihm mal so richtig die Meinung.

    Dann musst Du das Forum mit Deinem schon als pathologisch zu bezeichnenden gleichlautenden negativen Unterstellungen und Mutmaßungen nicht mehr behelligen.

    Direkte Kommunikation hat auch immer was befreiendes und therapeutisches. Wäre doch mal was.

    Kannst ja mal berichten, wie es war......

  • Oder du liest den artikel bei archive.ph.

    In den Monaten zuvor war der DHB über massive Vorwürfe wegen psychischer Gewalt im weiblichen Nachwuchs des Thüringer HC informiert worden und erklärte sich für nicht zuständig.

    Man muss über die Chapuze des DHB schon staunend den Kopf schütteln.
    Bleibt halt die Frage, was man machen kann.

    Es gab ja noch mehr Fälle seit Fuhr und man kann von außen die Wichtigkeit gar nicht hoch genug hängen. Denken wir an den Hannoveraner, der über Bremen zum BSV kam. Die Annahme des BSV, dass man die unklare Problematik mit entsprechender Standhaftigkeit aussitzen kann, war offensichtlich zu optimistisch. Wobei in jedem Einzelfall immer das Problem ist: Haben wir hier einen echten Fall oder haben wir nur Vorwürfe? Das war bei Fuhr und Thüringen eindeutiger.

  • Da sitzt der Stachel aber tief...

    Es geht um ALLE Vorsitzenden, ob HBF oder DHB, die vollkommen versagt haben, aber das verstehst du scheinbar nicht. Und scheinbar wird die Meinung geteilt, dass da von den oberen versagt wurde.

  • die Aussage die in dem Absatz steht ist aber weit weg von Whistleblowing
    es ist die Meinung/Einschätzung der Person. uns zu der sollte man stehen

    In einer idealen Welt vielleicht, allerdings würde ich in einem beruflichem Umfeld eher dazu raten seine Kämpfe zu suchen und das mit der Meinung ansonsten zu überdenken. Da ich nicht weiß wer wie warum was gesagt hat und du ja auch nicht, kann das viele Gründe haben, aber wir erfahren es immerhin durch diesen Artikel.