Entwicklung im (Frauen)Handball

  • Der Fall Ludwigsburg(s) belegt nach meiner Wahrnehmung einen Prozess, der (zunächst bevorzugt im Frauenhandball) grundlegende, wenig erbauliche Veränderungen einleitet. Der Weg hin zu immer stärkerer Professionalisierung ist krachend gescheitert, er trägt sich einfach kommerziell nicht. Selbst in Deutschland schaffen es nur wenige Vereine, Saison für Saison eine wenigstens in Ansätzen ausreichene finanzielle Basis zu schaffen, die zumindest für die 10 - 12 unverzichtbaren Spielerinnen akzeptable Rahmenbedingungen bietet.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Erfolg der Nationalmannschaft bei der WM daran substanziell etwas ändert. Zu problematisch sind die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ein großer Teil der Unternehmen, egal ob groß oder klein, weiß nicht, wo die Reise in den kommenden Jahren hingeht. Da ist Sportsponsoring das Letzte, worauf die verantwortlichen Akteure den Fokus legen...

    Andere Optionen, ausreichend Geld zu beschaffen? Sehe ich nicht. Die Anlehnung an große Vereine funktioniert überhaupt nicht, auch dort hat man längst erkannt, dass man das Geld zusammenhalten muss. Oder warum spielen die Damen vom BVB immer noch in Wellinghofen?

    Große Einzelsponsoren wie ehemals in Bietigheim/Ludwigsburg kann es natürlich auch jetzt und zukünftig immer mal geben. Aber das wird niemals für eine ganze Liga reichen, in der dann über die ganze Saison ein wertiger Spielbetrieb für alle (!) beteiligten Vereine regelmäßig sportliche Herausforderungen bietet, die dann auch zwangsläufig in einem permanenten Prozess kontinuierliche Leistungssteigerungen generieren. Die Existenz einer oder weniger Übermannschaft(en) führt eher zum Gegenteil, wie wir gerade im Frauenhandball in den letzten Jahren schmerzhaft erfahren mussten.

    Welche Alternativen und Perspektiven gibt es? Schauen wir uns um in der Welt des Frauenhandballs. Wo ist man erfolgreich, wo hat man einen großen Stellenwert und großen Rückhalt in der Gesellschaft?

    Da sehe ich zuerst Skandinavien und den Balkan. Und zwar mit zwei recht unterschiedlichen Modellen. Auf dem Balkan ist Handball Volkssport, über Generationen gewachsen und in den meisten Ländern dem Fußball durchaus ebenbürtig. Für uns eine unerreichbare Illusion. In Skandinavien ist das Bild differenzierter. Während in Dänemark die Situation durchaus mit dem Balkan zu vergleichen ist (wenn auch nicht 1 zu 1), gibt es in Schweden und Norwegen eine klare Dominanz des nordischen Skisports. Und trotzdem wird dort gerne und viel und vor allen Dingen erfolgreich Handball gespielt. Unterstützt und gefördert von vielen Institutionen, das fängt in den Schulen an und hört in den Kommunen noch lange nicht auf, z.B. wenn es um die Nutzung der Hallen geht. Das "Zwickauer Modell", hier bei einigen Protagonisten heftig in der Kritik stehend, ist dort selbstverständlich ...

    Es ist eben ein Unterschied, ob man mit einer Sportart auf Teufel komm 'raus Geld verdienen will oder ob man Sport in erster Linie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe versteht...

    Was bedeutet das für uns, was wird bzw. muss passieren? Zuerst müssen die Verantwortlichen in den Verbänden die Zeichen der Zeit erkennen und sich den Realitäten stellen. Nur mit einer Professionalisierung ganz anderer Art werden wir eine Chance haben, unserem geliebten Handballsport auch bei den Frauen eine halbwegs gesicherte Perspektive zu geben. Der Weg dorthin führt nicht über das große Geld, sondern über persönliches Engagement im ehrenamtlichen Bereich, nicht nur in den Vereinen, sondern auch in den Verbänden. Das beinhaltet nicht nur die Fokussierung auf den Nachwuchs- und Breitensport, sondern auch die Rücknahme von Regeländerungen, die nur einige wenige Hochleistungssportler privilegieren und die breite Masse aus verschiedensten Gründen eher abschrecken und verprellen. Denn nur auf diesem Weg wird es möglich sein, eine ausreichende Zahl von Vereinen in der Fläche und so auch eine Verankerung in den Regionen zu erhalten bzw. dort, wo sie schon verloren gegangen ist, wiederzubeleben. Und nur mit dieser Verflechtung werden genügend Kinder noch Interesse und Freude am Handball entwickeln. Und ja, auch für den Männerhandball wird das existenziell wichtig sein, auch wenn sich in diesem Bereich eine in erster Linie monetär basierte Professionalität noch trägt. Aber die Fallgruben sind schon abzusehen ...

    Wir haben nur eine Chance, wenn wir die Realitäten anerkennen. Hirngespinste in Wolkenkuckucksheim lösen die Probleme nicht. Der Weg wird so oder so sehr steinig werden. Aber Handball hat nach wie vor das Potential, die Menschen zu faszinieren und zu begeistern. Aber nicht (nur) als elitäre Veranstaltung einer Handvoll Ausnahmekönner, sondern in erster Linie als Volkssport! Denn darin steckt die Kernkompetenz einer Mannschaftssportart nach wie vor ...

    2 Mal editiert, zuletzt von BlKW168 (15. Dezember 2025 um 07:37) aus folgendem Grund: Fehlerkorrektur

  • . Das beinhaltet nicht nur die Fokussierung auf den Nachwuchs- und Breitensport, sondern auch die Rücknahme von Regeländerungen, die nur einige wenige Hochleistungssportler privilegieren und die breite Masse aus verschiedensten Gründen eher abschrecken und verprellen.

    Bin voll bei dir, kurze Verstädnissfrage, welche Regeln meinst du hier genau.

  • Was soll daran ein Modell sein? Ich habe ausführlich den Bedarf einer zusätzlichen Halle mit Zuschauertribüne in einer Kommune mit sinkender und weiter alternder Bevölkerung kritisiert. Es werden nicht mehr Kinder durch den Bau einer zusätzlichen Halle mit Tribüne gezeugt. Es wird zu Schulschliessungen kommen. Das ist nun einmal reine Mathematik. Da darf man den Bedarf für Schul- und Breitensport schon hinterfragen.

    https://bevoelkerungsmonitor.sachsen.de/download/RBV%20Kreise/rbv_landkreis_zwickau.pdf

  • Bin voll bei dir, kurze Verstädnissfrage, welche Regeln meinst du hier genau.

    Im Grundsatz alles, was Handball zum Rennball gemacht hat. Ich nenne hier mal an erster Stelle schnelle Mitte und 7 gegen 6. Natürlich ist das Thema Regelwerk und seine Umsetzung sehr komplex. Und in diesem Zusammenhang muss man auch die Schiedsrichter und ihre Entscheidungen sehen, die sich teilweise doch weit vom Text des Regelwerks entfernen. Dabei meine ich weniger den Einzelfall, sondern eher die vorgegebene Linie. Stichworte sind hier Schritte, Kreis, Stürmerfoul, Griff in den Wurfarm, Stoß in den Körper beim Sprungwurf, Halten/Ziehen am Trikot etc. pp. Klar, Handball ist kein Basketball und soll es auch gar nicht sein. Aber wenn das Spiel zum harten Infight mit Schlagen und Stoßen ausartet, sollten auch hinsichtlich der Verletzungsgefahr klare Grenzen gesetzt und auch eingehalten werden. Interpretationsspielräume sind schön und gut, aber bitte in einem klaren Rahmen.

    Beide Aspekte (überzogene Dynamisierung und übermäßige Härte) tun dem Handball nicht wirklich gut. Vielleicht noch (in Grenzen) dem Spitzensport mit dem ganzen dazugehörigen Spektakel heischenden Tross, aber nicht beim Breitensport und schon gar nicht im Nachwuchsbereich.

  • Vielleicht noch (in Grenzen) dem Spitzensport mit dem ganzen dazugehörigen Spektakel heischenden Tross, aber nicht beim Breitensport und schon gar nicht im Nachwuchsbereich.

    Ich kenne Dein ausschweifenden Argumentation "contra Rennball". Durch die Wiederholung wird es nicht anders sondern wirkt wie Geifer. Ich sehe keinen negativen Einfluss auf das Spiel. Schon E-Jugendliche in den oberen Leistungsklassen rennen gern und ja, das Geklammer und bewusste Festmachen nervt auch mich. Hier sind gut geschulte Schiedsrichter gefragt. Ich bin bei uns im Verein beispielsweise dagegen, dass ein "Sportfreund" die oberen E-Jugenden pfeift.

    E-Jugendliche in der oberen Klasse haben u.U. schon 3 Jahre Handballerfahrung seit den Minis.

    Ich sehe auch nicht, dass Kinder durch diese Regel abwandern. Die Schnelligkeit führt auch auf den Rängen zu recht lautstarken Emotionen. Ich hatte gerade am WE wieder ein sehr knappes E-Jugendspiel über 40 Minuten, wo alles drin war. Haufen technische Fehler, Schrittfehler, Pfostenwürfe, aber auch ein paar Schöne Pässe und Paraden

    Kann mich nicht erinnern, dass das vor 15 Jahren auch schon so war.

  • das mit dem Balkan kannst du für die Frauen in die Tonne kloppen, ist vielleicht in Ungarn so, aber das ist nicht Balkan. Im Balkan gehn die Lichter genauso aus wie bei uns, wahrscheinlich sogar noch eher.

  • Ich kenne Dein ausschweifenden Argumentation "contra Rennball". Durch die Wiederholung wird es nicht anders sondern wirkt wie Geifer. Ich sehe keinen negativen Einfluss auf das Spiel. Schon E-Jugendliche in den oberen Leistungsklassen rennen gern und ja, das Geklammer und bewusste Festmachen nervt auch mich. Hier sind gut geschulte Schiedsrichter gefragt. Ich bin bei uns im Verein beispielsweise dagegen, dass ein "Sportfreund" die oberen E-Jugenden pfeift.

    E-Jugendliche in der oberen Klasse haben u.U. schon 3 Jahre Handballerfahrung seit den Minis.

    Ich sehe auch nicht, dass Kinder durch diese Regel abwandern. Die Schnelligkeit führt auch auf den Rängen zu recht lautstarken Emotionen. Ich hatte gerade am WE wieder ein sehr knappes E-Jugendspiel über 40 Minuten, wo alles drin war. Haufen technische Fehler, Schrittfehler, Pfostenwürfe, aber auch ein paar Schöne Pässe und Paraden

    Kann mich nicht erinnern, dass das vor 15 Jahren auch schon so war.

    Liegt vielleicht an deinem Alter, die Erinnerungslücken...

  • Die Realität ist: Das Spiel hat sich im Laufer der Zeit schon immer geändert und wird sich auch weiterhin ändern. Und die heute üblichen Sonderspielformen sorgen dafür, dass es halt nicht nur ein Handball-Spiel gibt, sondern viele ähnliche mit jeweils eigenen Varianten im Regelwerk/Durchführungsbestimmungen. Nicht alles muss man gut finden, aber akzeptieren. Das Rad wird nicht zurückgedreht werden. Auch im "Rennball" wird sich die Spielkultur weiterentwickeln, da habe ich keine Bange.

    Als ich vor 30 Jahren in der E-Jugend meine Teams nach Idee von Klaus Feldmann konsequent über die gesamte Spielzeit Manndeckung spielen ließ, was eine starke Rückendeckung durch den Jugendleiter erforderte, hieß es noch auf der Tribüne "Du machst den Handball kaputt!". Wurde dann für längere Zeit die Begrüßungsformel für mich. Habe ich ausgehalten und mich später über viele Spielerinnen und Spieler und deren Eltern gefreut, die diesen Weg mitgegangen sind. Nicht wenige sind nur deshalb dabei geblieben, weil sie von Anfang an eine Rolle spielen konnten und nicht nur das vorher gepflegte Beiwerk für die Talente waren.

  • Die Realität ist: Das Spiel hat sich im Laufer der Zeit schon immer geändert und wird sich auch weiterhin ändern. Und die heute üblichen Sonderspielformen sorgen dafür, dass es halt nicht nur ein Handball-Spiel gibt, sondern viele ähnliche mit jeweils eigenen Varianten im Regelwerk/Durchführungsbestimmungen. Nicht alles muss man gut finden, aber akzeptieren. Das Rad wird nicht zurückgedreht werden. Auch im "Rennball" wird sich die Spielkultur weiterentwickeln, da habe ich keine Bange.

    Als ich vor 30 Jahren in der E-Jugend meine Teams nach Idee von Klaus Feldmann konsequent über die gesamte Spielzeit Manndeckung spielen ließ, was eine starke Rückendeckung durch den Jugendleiter erforderte, hieß es noch auf der Tribüne "Du machst den Handball kaputt!". Wurde dann für längere Zeit die Begrüßungsformel für mich. Habe ich ausgehalten und mich später über viele Spielerinnen und Spieler und deren Eltern gefreut, die diesen Weg mitgegangen sind. Nicht wenige sind nur deshalb dabei geblieben, weil sie von Anfang an eine Rolle spielen konnten und nicht nur das vorher gepflegte Beiwerk für die Talente waren.

    Ideologien sind selten was gutes:rolleyes:

  • Es ist eben ein Unterschied, ob man mit einer Sportart auf Teufel komm 'raus Geld verdienen will oder ob man Sport in erster Linie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe versteht...

    Genau das ist die grundlegende Frage: Welchen Blick hat die Gesellschaft auf den Sport bzw. auf eine spezielle Sportart? Solange sich dieser bezüglich des Frauenhandballs in Deutschland nicht ändert, wird sich überhaupt nix ändern - nicht in der Breite und nicht in der Spitze. Dennoch macht die Vizeweltmeistertitel ein wenig Hoffnung. Wir werden sehen, wie weit diese trägt.

  • Welchen Blick hat die Gesellschaft auf den Sport bzw. auf eine spezielle Sportart?

    Wo ist Euer konkretes Problem?Im internationalen Vergleich liegt Deutschland, was die Sportbeteiligung anbelangt hinter den Skandinaviern und den Niederlanden schon noch im vorderen Bereich.

    Gerade was Teamsportarten und die damit zusammenhängende Vereinskultur angeht, behaupte ich, dass es in den aussereuropäischen Ländern damit eher schlechter aussieht. Die asiatischen industrieländer haben ein ganz massives Problem mit dem Bewegungsmangel. Australien und USA werden nicht anders aussehen. Neuseeland und Australien evt. Kenn ich mich nicht so gut aus.

    ist zwar alles OT, aber da der Thread eh tot ist, möge man mir den Exkurs erlauben.

    Zitat

    Deutschland liegt im internationalen Vergleich bei der körperlichen Aktivität der Erwachsenen im oberen Mittelfeld, aber nicht in der Spitzengruppe der besonders aktiven Länder. Innerhalb Europas gehört Deutschland zu den vergleichsweise aktiveren Staaten, bleibt jedoch deutlich hinter Ländern wie den Niederlanden, Dänemark oder Schweden zurück.sportsatellitenkonto+1

    Datenlage und Einordnung

    Internationale Auswertungen zeigen, dass weltweit etwa ein gutes Viertel bis knapp ein Drittel der Erwachsenen die WHO‑Empfehlungen zur Bewegung nicht erreicht; Deutschland liegt mit seinem Anteil körperlich aktiver Menschen etwas besser als der globale Durchschnitt. In Analysen für „high‑income western countries“ wird Deutschland in der Gruppe von Staaten verortet, in denen die Inaktivität zwar ein relevantes Problem ist, aber geringer ausfällt als im weltweiten Mittel.thelancet+1

    Position im europäischen Kontext

    Für Europa klassifizieren Eurobarometer‑Auswertungen Deutschland im „vorderen Mittelfeld“ der EU‑Länder: Der Anteil von Personen, die die WHO‑Empfehlungen erfüllen oder regelmäßig Sport treiben, ist höher als in vielen süd- und osteuropäischen Staaten, aber niedriger als in klassischen „Bewegungsvorbildern“ wie den Niederlanden, Dänemark oder Schweden. Eurostat‑Daten zeigen zudem, dass der Anteil derjenigen, die die empfohlene Aktivität erreichen, in Deutschland über 25 % liegt, während zahlreiche EU‑Länder deutlich darunter bleiben.europa+1

    Sportbeteiligung versus allgemeine Bewegung

    In deutschen Erhebungen wird unterschieden zwischen „sportlicher Aktivität“ (z. B. Vereins- oder Freizeitsport) und genereller körperlicher Aktivität im Alltag (Gehen, Radfahren, körperliche Arbeit). Je nach Definition liegt der Anteil der Erwachsenen, die mindestens die WHO‑Empfehlungen erreichen, in Studien zwischen grob 40 % und 70 %, was im europäischen Vergleich einem Platz im oberen Mittelfeld entspricht.europa+2

    Zusammenfassung der Stellung

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Deutschland weder ein internationaler Negativ‑Ausreißer noch ein Top‑Performer ist, sondern als „relativ aktiv, aber mit deutlichem Steigerungspotenzial“ gilt. Besonders nordeuropäische Länder schneiden konsistent besser ab, während viele Länder in Süd- und Osteuropa deutlich niedrigere Beteiligungsraten an körperlicher Aktivität und Sport aufweisen als Deutschland.sportsatellitenkonto+2

    1. https://sportsatellitenkonto.de/wp-content/upl…2020-fin-EN.pdf
    2. https://ec.europa.eu/eurostat/stati…vity_statistics
    3. https://www.thelancet.com/journals/langl…0150-5/fulltext
    4. https://www.who.int/teams/health-p…l-activity-2022
    5. https://ec.europa.eu/assets/eac/spo…actsheet_en.pdf
    6. https://www.rki.de/EN/Topics/Nonc…ivity-node.html
    7. https://edoc.rki.de/bitstream/hand…e=1&isAllowed=y
    8. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8504996/
    9. https://europa.eu/eurobarometer/surveys/detail/2668
    10. https://www.springermedizin.de/germany-s-2022…en-and/26809518
    11. https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archive/archiv…nce-in-germany/
    12. https://www.europarc.org/wp-content/upl…al-activity.pdf
    13. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38942042/
    14. https://www.sportesalute.eu/images/studi-e…2022_report.pdf
    15. https://www.gbe-bund.de/pdf/DEGS1_Kard…e_Fitness_E.pdf
    16. https://sport.ec.europa.eu/node/282
    17. https://www.bvpraevention.de/newbv/images/x…n_Vergleich.pdf
    18. https://edz.bib.uni-mannheim.de/daten/edz-b/gd…/ebs_334_en.pdf
    19. https://www.sport.fau.de/files/2015/05/…y-Promotion.pdf
    20. https://evisproject.eu/new-eurobarome…ering-in-sport/
  • Na ja ... man liegt in einigen Sportarten schon ziemlich zurück... Man muss sich ja nur mal die Medaillenausbeute der letzten WM und Olympischen Spiele anschauen... Da ging es die letzten Jahre immer nur bergab... Ja es gibt immer noch so einige Sportarten , da sind wir gut aber auch nicht immer... Wintersport/Bob/Rodeln ab und zu auch mal Langlauf und etwas Biathlon und Abfahrt ... Aber oft kommt dann eine Nation , die noch schneller, noch weiter , noch besser sind... immer wieder zu erleben... fast jeden Tag oder jedes Wochenende.. und wo man fest mit Medaillen rechnet oft Pustekuchen... Ja es gibt auch Erfolge zu verzeichnen gar keine Frage... aber insgesamt sieht es doch nicht so rosig aus , wie von vielen gedacht wird... Geld fehlt an allen Ecken und Enden und oft sind es dann irgendwelche Privatpersonen , die einen Scheck rüberwachsen lassen... oder Sparkassen... es kann bzw. sollte wieder besser werden auch mit staatlicher Hilfe.

  • Wo ist Euer konkretes Problem?Im internationalen Vergleich liegt Deutschland, was die Sportbeteiligung anbelangt hinter den Skandinaviern und den Niederlanden schon noch im vorderen Bereich.

    Sei es drum, da wir eh schon tief im offTopic stecken, gehe ich auch darauf ein und schweife mal richtig weit ab...

    Wo ist dein Problem, dass du hier Daten und Zahlen präsentierst, die mit unserem Kernthema Handball wenig bis gar nichts zu tun haben? Und dann im Folgenden auch noch weitere Daten lieferst, die deiner diesbezüglichen Aussage ("Deutschland steht doch eigentlich ganz gut da") ziemlich klar entgegenstehen?

    Zitate alter Sack:

    (die Zitierfunktion hat bei mir auf dem Handy seit gestern erhebliche Macken!)

    "Eurostat‑Daten zeigen zudem, dass der Anteil derjenigen, die die empfohlene Aktivität erreichen, in Deutschland über 25 % liegt, während zahlreiche EU‑Länder deutlich darunter bleiben.europa+1"

    "Je nach Definition liegt der Anteil der Erwachsenen, die mindestens die WHO‑Empfehlungen erreichen, in Studien zwischen grob 40 % und 70 %, was im europäischen Vergleich einem Platz im oberen Mittelfeld entspricht.europa+2"

    Egal welche Quelle man jetzt zugrunde legt, offenbar bewegt sich hier deine Sichtweise im Bereich des Sprichwortes "Unter den Blinden ist der Einäugige König". Sei dir natürlich gegönnt.

    Mein Anspruch ist auch da ein anderer ...

  • Ich kenne Dein ausschweifenden Argumentation "contra Rennball". Durch die Wiederholung wird es nicht anders sondern wirkt wie Geifer. Ich sehe keinen negativen Einfluss auf das Spiel. Schon E-Jugendliche in den oberen Leistungsklassen rennen gern

    Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass sich nahezu alle hier vorgetragenen Argumente und Beispiele pro "Rennball" auf Kinder im Altersbereich 10 Jahre und jünger (E-Jugend) beziehen? Bekanntermaßen ist in diesem Alter der natürliche Bewegungsdrang noch sehr groß und das Rennen eher Lust als Last. Das lässt bei vielen Kindern aber mit zunehmendem Alter deutlich nach. War bei mir übrigens schon vor über 50 Jahren der Hauptgrund, vom Fußball, wo ich regelmäßig bei den Älteren aushelfen durfte, zum Handball zu wechseln. Die Wege auf dem Großfeld waren mir dann doch zu weit und da war ich nicht der einzige ...

    Heute ist eine solche Verweigerungshaltung gegenüber nahezu ununterbrochener Rennerei bei jungen Menschen noch deutlich ausgeprägter. In den letzten Jahren habe ich von verschiedenen Trainern regelmäßig die Information erhalten, dass immer wieder Kinder und Jugendliche aussteigen, weil ihnen die Rennerei zu viel wird und andere Aspekte wie Spielwitz und Spielkultur zu kurz kommen. Und das waren beileibe nicht immer die wenig talentierten ...

    So, nun genug gegeifert. Du wirst es ertragen müssen... :cool:

    PS.

    Es ist übrigens bezeichnend, dass du in deinen Tiraden gegen "Rennballgegner" auf die mit dem "Rennball" ganz offensichtlich verbunden Probleme (Thema Verletzungen und Entwertung erzielter Tore seien hier nur stellvertretend genannt) mit keiner Silbe eingehst...

    3 Mal editiert, zuletzt von BlKW168 (16. Dezember 2025 um 16:48) aus folgendem Grund: Kleine, aber gern geschriebene Ergänzung! 😅

  • Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass sich nahezu alle hier vorgetragenen Argumente und Beispiele pro "Rennball" auf Kinder im Altersbereich 10 Jahre und jünger (E-Jugend) beziehen? Bekanntermaßen ist in diesem Alter der natürliche Bewegungsdrang noch sehr groß und das Rennen eher Lust als Last. Das lässt bei vielen Kindern aber mit zunehmendem Alter deutlich nach. War bei mir übrigens schon vor über 50 Jahren der Hauptgrund, vom Fußball, wo ich regelmäßig bei den Älteren aushelfen durfte, zum Handball zu wechseln. Die Wege auf dem Großfeld waren mir dann doch zu weit und da war ich nicht der einzige ...

    Heute ist eine solche Verweigerungshaltung gegenüber nahezu ununterbrochener Rennerei bei jungen Menschen noch deutlich ausgeprägter. In den letzten Jahren habe ich von verschiedenen Trainern regelmäßig die Information erhalten, dass immer wieder Kinder und Jugendliche aussteigen, weil ihnen die Rennerei zu viel wird und andere Aspekte wie Spielwitz und Spielkultur zu kurz kommen. Und das waren beileibe nicht immer die wenig talentierten ...

    So, nun genug gegeifert. Du wirst es ertragen müssen... :cool:

    Am liebsten bewegen sie nur noch 2 Daumen;(

  • Es ist übrigens bezeichnend, dass du in deinen Tiraden gegen "Rennballgegner" auf die mit dem "Rennball" ganz offensichtlich verbunden Probleme (Thema Verletzungen und Entwertung erzielter Tore seien hier nur stellvertretend genannt) mit keiner Silbe eingehst...

    Ich hatte ja vor längerem schon geschrieben, dass mir die Geschwindigkeit im heutigen Handball als Zuschauer sehr gut gefällt. Wo ich BlKW168 jedoch recht geben muss, ist, dass die Verletzungsgefahr (Überlastung Sehnen, Gelenke, Bänder) dadurch enorm zugenommen hat und viele Sportler(insb. -innen) schon früh einen Schaden fürs Leben davontragen. Ob es die Sache wert ist, da habe ich auch meine Zweifel und ich verstehe jede und jeden, der darauf keine Lust hat bzw. frühzeitig die Reißleine zieht..

  • Auch früher gab es Verletzungen!

    Gibt es eine Statistik, die irgendwie belegt, dass in der Jugend beim Handball die Verletzungen in den letzten 25 Jahren signifikant gestiegen sind ?

    Was sich aber geändert hat ist, dass Jugendliche heute teilweise in 3 Mannschaften spielen, Erspielrecht, Zweitspielrecht etc. und es dazu deutlich schneller zu Überbelastungen kommt.

    Früher hat man in einer Mannschaft gespielt und evtl oben mal ausgeholfen. Das hat heutzutage überhand genommen,teilweise wird ja sogar in 2 Vereinen aufgelaufen, auch wenn ich natürlich verstehe, dass viele Vereine auf sowas angewiesen sind. Das gabs so früher in der Form nicht.

    Natürlich ist mit der schnellen Mitte das Spiel schneller geworden, aber auch früher war Jugendhandball schon schnell und vor allem hart ( härter als heutzutage würde ich sagen ).

    Und für mich liegt das Problem nicht im schnellen Spiel sondern in der Anzahl an Spielen, die viele Jugendliche in einer Saison absolvieren. Die ist oftmals deutlich zu hoch und eigentlich müsste da mal eingegriffen werden.

  • Da geh ich mit. Problem ist, wenn dein Kind oder die Eltern mal ein Veto einlegen bei dem ein oder anderen Spiel, wo es "angefordert" wird und wo man einfach mal Nein sagen muss. Dann kommen sofort sehr subtile "Drohungen" von vielen Seiten an einen herangetragen:|