HBF - eine Liga sucht ihren Modus

  • Es muss niemand hinter der Kamera stehen. Du schwenkst nicht die Kamera, sondern benutzt ein System aus mehreren Kameras, die nahtlos aufeinander abgestimmt sind und die Bildregie verschiebt dann den Ausschnitt und zoomt und erweckt das Ganze zum Leben. Die KI-Kameras von veo arbeiten z.B. so.

    Richtig. Und das merkt man, wenn man zuguckt. Die Winkel ändern sich jedenfalls nicht. Du musst Dir nur mal ein HBL-Spiel aus Eisenach ansehen, wo die Kamera direkt über den Bänken platziert ist. Mit Abstand die beschissenste Position einer Führungskamera in der ganzen Liga.

  • Du kannst ja mal ein GoFundMe-Projekt aufmachen. Vielleicht bekommst Du ja denn die 15-20 Mio. Euro für eine neue Halle zusammen. Die Stadt Bensheim ist sowas von pleite und das nicht wegen der Stadtpolitik. Für eine Halle kannst Du locker drei KiTas bauen. Was wird man wohl eher machen, denn die KiTa-Plätze sind vom Gesetzgeber vorgegeben und auch absolut richtig und notwendig, aber eine neue Halle, obwohl man eine gute Halle mit ausreichend Plätzen hat, nur weil die HBF es gerne hätte, ist wohl nur nachrangig wichtig.

    Dann dürfen sie eben nicht in der HBF spielen, so einfach ist das. In Zehn Jahren wird es solche Hallen in der ersten Liga nicht mehr geben.

  • Dann dürfen sie eben nicht in der HBF spielen, so einfach ist das. In Zehn Jahren wird es solche Hallen in der ersten Liga nicht mehr geben.

    Wenn’s so weiter geht wird’s in 10 Jahren so einiges nicht mehr im Land geben, insbesondere bereitwillige und zahlungskräftige Sponsoren aus dem Mittelstand. Dagegen ist das Hallenthema ein Witz.

  • Richtig. Und das merkt man, wenn man zuguckt. Die Winkel ändern sich jedenfalls nicht. Du musst Dir nur mal ein HBL-Spiel aus Eisenach ansehen, wo die Kamera direkt über den Bänken platziert ist. Mit Abstand die beschissenste Position einer Führungskamera in der ganzen Liga.

    Aber ganz im Ernst: wenn so etwas als Grund für neue Hallen herhalten muss, dann ist das für mich unverantwortlicher und unverhältnismäßiger Größenwahn.

  • Ich setze ein 50l Fass, dass die Strafzahlungen nicht kommen werden!

    Und genau dass darf halt nicht sein. Man beschließt etwas um es dann doch wieder aufzuweichen oder Sonderlösungen zu präsentieren.

    Laut diversen Berichten bitte korrigiert mich, wenn die Zahlen nicht korrekt sind, haben die Strafzahlungen folgende Staffelungen:


    5000 Euro pro Spiel in der Hauptrunde und 7500 Euro pro Spiel in den Playoffs.



    Das sind jetzt bei 9 Heimspielen 45.000 Euro + die Playoffs on Top. Rechnen wir mal mit 75.000 Euro gesamt. Eine mobile Tribüne liegt bei bei knapp über 200.000 Euro für die Anschaffung.



    Das heißt selbst mit Strafzahlungen kann man fast 3 Saisons überbrücken um auf die gleiche Summe zu kommen wie wenn man eine mobile Tribüne angeschafft hätte. Und wie wir wissen sind 3 Jahre eine lange Zeit und es kann sich viel ändern…


    Eine faire Lösung für die Vereine, die sich bemüht haben die Vorgaben zu erfüllen ist das also nur auf den ersten Blick. Sollte man erneut Einknicken ist das ein Schlag ins Gesicht der erfüllenden Vereine, die ihr Budget dadurch reduziert haben für Umbauten etc..

  • Richtig. Und das merkt man, wenn man zuguckt. Die Winkel ändern sich jedenfalls nicht. Du musst Dir nur mal ein HBL-Spiel aus Eisenach ansehen, wo die Kamera direkt über den Bänken platziert ist. Mit Abstand die beschissenste Position einer Führungskamera in der ganzen Liga.

    Das stimmt allerdings, wobei das mit den Winkeln, wenn auch aufwändig, machbar wäre. - Es ist halt eine Notlösung, müsste man mal ausprobieren, wie weit man damit kommt. Ist vermutlich eher nicht auf der Agenda der betroffenen Vereine...

  • Warum soll der BVB eine Halle für 30-40 mio. bauen können? Dann hätten sie 1 mio. Zinsen/Jahr an der Backe und den Betrieb und Erhalt müssten sie auch noch bezahlen.


    Kein Verein kann auch nur annährend die Zinskosten sowie Betrieb und Instandhaltung bezahlen. Und bei den ganzen Schulhallen-Investitionen sollte man mal ausrechnen was eine Schulhalle (max. 200 Zuschauer) gekostet hätte. Dann hat man die Differenz, die man die eine HBF-Mannschaft reinsteckt. Alleine >200 Zuschauer kostet da schon einiges.

    Klar machen sie es nicht selbst, wie Karl schon geschrieben hat, doof sind sie nicht.

    Eine bundesligataugliche Halle für Ballsport muss nicht so teuer sein, die MHP-Halle in Heidelberg hat z.B. ca. 28 Millionen Euro gekostet und ist schon recht groß geraten, das ginge auch eine ganze Nummer kleiner und wäre immer noch gut.

    Das Trainingszentrum des BVB hat ca. 20 Millionen Euro gekostet, da soll noch eine Klinik in Höhe von 25 Millionen dazu kommen. Da fallen Betriebskosten in Millionenhöhe an. Wie wird das finanziert?

  • Freundschaft!

    Fridulin schreibt:

    An den Kosten für die 80 Mio€ Halle ist der BVB mit keinem € beteiligt, obwohl es ohne Frauenhandball die Halle sicherlich nicht gegeben hätte - das sind staatliche Gelder.....

    Kann ich auch nachvollziehen. Mit Frauenhandball verdient man ja nun so gar kein Geld. Das wäre die Voraussetzung, dass sich die KGaA involviert. Ansonsten würde das nur der e.V. machen und ob der so eine Halle finanzieren könnte? Keine Ahnung. Wahrscheinlich eher nicht. Für Männerhandball hätte die KGaA möglicherweise eine eigene Halle gebaut.

  • Nuja, die Halle in zentralster Lage Dortmund rechtfertigt sich natürlich auch dadurch, dass sie auch als Schulsporthalle für ein Berufskolleg verwendet wird. ( das erfordert freilich nur ein 40x 20 Feld und Geräte- und Umkleideräume, kriegt man auch 'etwas' billiger).


    Mit Männerhandball verdient man übrigens auch kein Geld, vor allem nicht, wenn man eine Halle refinanzieren muss.


    In Dortmund gab es übrigens noch die Sonderkonstellation, dass Hallenneubauten lange dadurch verhindert wurden, das man keinerlei Konkurrenzsituation zur Westfalenhalle schaffen wollte (die ist in der Stadt so eine Art Heiligtum - und die städtische Betreibergesellschaft eng verwoben mit der seit jeher herrschenden kommunalpolitischen Partei)

  • Eine faire Lösung für die Vereine, die sich bemüht haben die Vorgaben zu erfüllen ist das also nur auf den ersten Blick. Sollte man erneut Einknicken ist das ein Schlag ins Gesicht der erfüllenden Vereine, die ihr Budget dadurch reduziert haben für Umbauten etc..

    Zwickau aus dem Nehmerland Sachsen erhält die Stadthalle, die rund 500 Zuschauer mehr bringt, und 200000 Zuschuss obendrauf. Bensheim aus dem Geberland Hessen bekommt weder eine passende Halle noch 200000 Zuschuss. Jetzt soll Bensheim zahlen und Zwickau Geld erhalten?


    Sinn würde es nur ergeben, wenn überall gleiche Bedingungen herrschen würden.

  • Nach dem Rückzug der HB Ludwigsburg aus dem Spielbetrieb ziehen Alsco HBF und die Clubs der 1. Bundesliga spieltechnische Konsequenzen und beschließen eine Anpassung des Play-Off-Modus für die am Wochenende startende Saison. Darauf verständigten sich die Clubs und der Vorstand der HBF in einem Meeting am Mittwochabend.

    Während der abgestimmte Modus keine Auswirkungen auf die Play-Offs um die Deutsche Meisterschaft hat, die zwischen den vier bestplatzierten Teams der Hauptrunde ausgetragen wird, sieht der einmalig angepasste Modus eine Zusammenlegung der Play-Off-Runde um Platz 5 sowie der Play-Downs zu einer Play-Off-Runde 5-11 vor.



    Alsco HBF passt Play-Off-Modus für die Saison 2025/26 an | Handball Bundesliga Frauen

  • Auf diese Weise ist zumindest sichergestellt, dass es für die Teams in der Mitte auch während der Hauptrunde schon um etwas geht und eine bessere Platzierung auch relevant ist.

  • Auf diese Weise ist zumindest sichergestellt, dass es für die Teams in der Mitte auch während der Hauptrunde schon um etwas geht und eine bessere Platzierung auch relevant ist.

    Finde ich fragwürdig. Man ist mit einigen Punkten Vorsprung sicherer Achter und hat zum Hauptrundenende einige Verletzte. Jetzt rutscht man in die Abstiegsrunde und hat noch 3 Punkte Vorsprung auf den 11., Zwei kann man im direkten Duell verlieren ...


    Man benötigt künstlich Spiele.

  • Der Modus, auch der ursprüngliche, wird nicht lange überleben. Will man bei der Größe von zwölf Teams unbedingt bleiben, dann sollte man lieber nach der normalen Hin- und Rückrunde die Liga in zwei Hälften teilen, die Punkte gegen die Gegner aus der eigenen Hälfte mitnehmen (um nicht die Hauptrunde zu entwerten) und dann nochmal Hin- und Rückspiel in einer Meisterrunde sowie in einer Abstiegsrunde dranhängen. Das würde dann insgesamt 32 Ligaspiele pro Team bedeuten, zudem mehr Planbarkeit und garantierte 16 Heimspiele. Auch eine ordentliche Zahl, um entsprechend Einnahmen zu generieren.