Schiedsrichter/Videobeweis

  • Ich finde, die Schauspielerei hat durch den Videobeweis (insbesondere seit der letzten WM) ganz massiv zugenommen.

    Denn die Gefoulten wissen ja, dass es bei Gesichtstreffern mindestens 2 Minuten gibt. Und Video ist Roulette - mit ner guten Chance auf Rot.

  • Ich finde, die Schauspielerei hat durch den Videobeweis (insbesondere seit der letzten WM) ganz massiv zugenommen.

    Denn die Gefoulten wissen ja, dass es bei Gesichtstreffern mindestens 2 Minuten gibt. Und Video ist Roulette - mit ner guten Chance auf Rot.

    Gibt es denn eine Möglichkeit solche Schauspielerei zu ahnden, wenn die Schiedsrichter nach Ansicht des Videobeweises feststellen: da war nichts!

    Als mögliche Lösung stelle ich mir vor, dass der Spieler drei Angriffe seiner Mannschaft aussetzen muss analog einer Behandlung auf dem Spielfeld ohne das eine progressive Bestrafung erfolgt ist.

  • Gibt es denn eine Möglichkeit solche Schauspielerei zu ahnden, wenn die Schiedsrichter nach Ansicht des Videobeweises feststellen: da war nichts!

    Sie machen es ja (in den allermeisten Fällen), wenn sie getroffen werden!

    Das kann man nicht als Schauspielerei ahnden.

    Das Problem ist, dass sich die Schiedsrichter von der Schauspielerei zum Video treiben lassen.

    Und da geht‘s dann (wenn ein Gesichtstreffer da war) nur um zwei Minuten oder Rot. Der Gefoulte hat also durch die Oscar-Leistung nichts zu verlieren.

  • Deshalb ja meine Idee vom Aussetzen für drei Angriffe. Ich vermute, dass das die Schauspielerei eindämmen könnte.

    Wenn er gar nicht getroffen wurde und schauspielert, gibt‘s zwei Minuten.

    Das ist aber auch nicht das Problem. Problem ist die Schauspielerei, wenn ein Gesichtstreffer vorlag.

    Da gab‘s früher 2 Minuten, fertig. Heute hoffen die Gefoulten beim Video-Roulette auf Rot.

  • Wenn er gar nicht getroffen wurde und schauspielert, gibt‘s zwei Minuten.

    Das ist aber auch nicht das Problem. Problem ist die Schauspielerei, wenn ein Gesichtstreffer vorlag.

    Da gab‘s früher 2 Minuten, fertig. Heute hoffen die Gefoulten beim Video-Roulette auf Rot.

    OK. Danke für deine Antworten.

  • Ich finde es gut, dass Kopftreffer hart geahndet werden.

    Man sollte nur unterscheiden zwischen einer "Watsche" und richtig "Booom" und das sieht man eigentlich immer ganz gut

    Das es trotzdem manchmal 50/50 ist, liegt an unserer Sportart. Stürmerfouls z.b. werden auch unterschiedlich von Schiedsrichtern bewertet etc..! Es entscheiden Menschen und Menschen haben verschiedene Sichtweisen/Auffassungen bezüglich Intensität und und und

    Wir haben halt mit Handball einen Sport, in dem Schiedsrichter einen unfassbar große Ermessenspielraum in einzelnen Entscheidungen haben. Es gibt doch kaum Sportarten, in denen ein Schiedsrichter so massiv ins Spielgeschehen eingreifen kann, wie beim Handball

  • Die Regelwerke großer Ballsportarten variieren stark im Umfang, wobei Hallenhandball eines der kompaktesten darstellt. Bspw. sind die Fußball-Regeln deutlich umfangreicher aufgrund detaillierter Erläuterungen und die Vorgaben für Schiedsrichter sind viel strikter.

    Ich habe so ziemlich alle IHF-Regelfassungen der letzten 30 Jahre, die online auffindbar waren, vorliegen. Da ist nicht erkennbar, dass der Ermessensspielraum der Handball-Schiedsrichter etwas ist, dass jemals groß zur Debatte stand.